Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten sehen in China langfristig die größte Herausforderung für die USA. In seiner ersten Amtszeit zettelte Trump einen Handelskrieg mit China an und setzte harte Zollerhöhungen in Kraft. Im Wahlkampf pflegt Trump seine aggressive Rhetorik auch gegenüber China, wobei er erklärt, sich mit Staatschef Xi Jinping, den er einst auf seinem Landsitz in Florida empfing, auch einen “Deal” vorstellen zu können.
Die Biden-Harris-Regierung hat im Konkurrenzkampf mit China die von Trump eingeführten Zollerhöhungen übernommen und zuletzt verschärft. Ende September traten weitere Erhöhungen in Kraft, die vor allem Elektroautos, Batterien, Mikrochips und etliche Rohstoffe betreffen. Harris wirft Trump vor, für den Ausverkauf von US-Technologie an China verantwortlich zu sein, was nun dem chinesischen Militär zugutekomme.
In der Taiwan-Frage nahm Trump eine ähnliche Haltung ein wie bei den Nato-Partnern: Taipeh müsse für von den US-Streitkräften gewährten Schutz bezahlen. Harris erklärte zu Taiwan, der Status quo solle bestehen bleiben. Die USA unterstützten “Taiwans Selbstverteidigung in Übereinstimmung mit unserer langjährigen Politik”.