Publiziert10. November 2024, 05:00
Luzern: Die Touristen lieben die Schweiz, nur mit einer Sache hadern sie
Touristen, die die Schweiz besuchen, fühlen sich hier wohl. An einem Punkt haben sie jedoch einiges auszusetzen: Die Sprache. Sie wollen mehr Übersetzungen oder Personen, die Englisch sprechen.
Die Touristen in Luzern nehmen die Schweiz als wunderschönes und gastfreundliches Land wahr.
Im Coop City in Luzern ist das stille Wasser nun auch auf Chinesisch und Englisch angeschrieben.
Die Touristen finden das grundsätzlich gut, aber nicht notwendig.
Besser sollte die Sprachbarriere an Bahnhöfen, in Broschüren oder lokalen Angeboten überarbeitet werden.
Nebst der bekannten Pünktlichkeit, überzeugt die Schweiz Touristen fast überall. 20 Minuten ist in Luzern auf die Strasse gegangen und hat Touristinnen und Touristen gefragt, wie willkommen sie sich in der Schweiz fühlen. Die Schweiz sei ein schönes Land und die Bevölkerung sehr freundlich und hilfsbereit. Mit der Sprache haben sie aber ein Problem.
So wünschen sie sich mehr Übersetzungen. An vielen Orten gäbe es Reisebroschüren nur in Deutsch und Französisch. An Bahnhöfen stehe auf den Monitoren nur auf Deutsch, auf welchen Gleisen die Züge fahren. Das bemängeln die Reisenden. Dass Coop nun das stille Wasser auf Chinesisch und Englisch übersetzt, begrüssen die Touristinnen und Touristen sehr. Dennoch geht ihnen das nicht weit genug.
«Kaum zu glauben, aber fantastisch.»
Nicole (28) aus Kasachstan befindet sich auf der Durchreise nach Interlaken und findet die Schweiz ist ein wunderschönes Land. Die Leute seien unglaublich gastfreundlich, kein Vergleich mit den nördlichen Nachbarn: «Dass die Schweiz das Wasser im Supermarkt jetzt auch noch übersetzt, ist kaum zu glauben, aber fantastisch.»
Übersetzung bei Brunnen-Beschriftung
Auch Su (36) schwärmt vom Schweizer Alpenpanorama, der Sauberkeit und der Gastfreundschaft. Angesprochen auf das Wasser im Coop sagt er: «Im Supermarkt kostet das Wasser, darum sollten besser die Brunnen übersetzt werden.» In anderen Ländern sei es nicht üblich, dass das Wasser von Brunnen trinkbar ist. Die Schweizer seien sehr gastfreundlich, und es lohne sich, das Land zu besuchen.
Kenitay (37) und Karen (33) aus Mexico fühlen sich in Luzern willkommen. Allerdings würden sie sich wünschen, dass alles zumindest auf Englisch angeschrieben werde: «In unserem Fall wäre Spanisch super, aber das können wir nicht erwarten.» Nicht nur das Wasser, sondern auch der öffentliche Verkehr und Attraktionen bedürften Übersetzungen.
KI erleichtert Besuch in der Schweiz
Die Beschriftung in anderer Sprache sei nicht notwendig, finden zwei junge Frauen. «In Zeiten von künstlicher Intelligenz kann man es leicht übersetzen», sagt Sydney (20) zu 20 Minuten, die mit Grace (21) aus Amerika unterwegs ist. Im Allgemeinen werde man in der Schweiz als Touristinnen und Touristen gut versorgt: «Es ist sehr schön hier», und zudem seien alle so freundlich, so Sydney.
Auch für Jimmy (61) aus Südkorea braucht es die Übersetzungen nicht. «Es ist schlichtweg nicht nötig, jeder hat ein Smartphone, um zu übersetzen.» Er und seine Frau möchten lieber wissen, wo man den besten Schweizer Wein erhalte. Das sei nirgends angeschrieben oder deklariert: «Das können die Schweizer noch verbessern.»
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