Robert Habeck fordert Sachpolitik statt Populismus (Interview der Woche; 23:58 min)

by GirasoleDE

12 comments
  1. Schade das alle anderen eher das Gegenteil wollen, allen voran Merz, Söder, Weidel, Lindner, Wagenknecht und ihre Parteien.

  2. Traurig, dass die Forderung nach Sachpolitik wohl kein Populismus (mehr?) ist. Dabei wäre es schön, wenn jemand mit einer solch “sanften” bzw wenigen aggressiven Kommunikation wie er sie vorlebt Wählerstimmen über das eigne Stammklientel anziehen würde.

  3. Guter Mann. Wer keine Trumpisierung der deutschen Politik will, sondern eine Politik der Inhalte und Lösungen, der darf Politiker wie Friedrich Merz nicht für ihren Populismus belohnen.

  4. Ich fürchte da kämpft er auf verlorenem Posten. Am Beispiel der USA haben wir ja gerade gesehen dass man mit allem durch kommt wenn man den Leuten nur das erzählt was sie hören wollen.

    Da sind wir zwar noch nicht ganz angekommen aber wir sind schon auf dem besten Weg dahin.
    Anscheinend habe ich den Durchschnittsmenschen jahrelang überschätzt.

    Ich habe mich nie als überdurchschnittlich intelligent angesehen, ich bin generell etwas interessierter als der durchschnitt und meine Allgemeinbildung ist ganz ok würde ich sagen aber das war es auch schon.

    Was ich den letzten Jahren aber an bullshit aus meinem erweiterten Umfeld höre ist haarsträubend.
    Ich habe manchmal das Gefühl dass 50% der Menschen in unserer Gesellschaft es gerade so geschafft haben sich durch die Schule durch zu beißen und danach 80% von dem was sie gelernt haben gnadenlos über Bord geworfen haben.

  5. Oh nein, nicht schon wieder der KINDERBUCHAUTOR!!! /s

    Und jetzt meine wirkliche Überzeugung:

    Habeck for Kanzler, auch wenn es aktuell eine absolut unrealistische Hoffnung ist.

  6. Lobens- und wünschenswert, aber die Realität ist nun einmal, dass die Leute von Populismus abgeholt werden, auch teilweise entgegen ihrer eigenen Behauptungen. Mahnend in die Bedeutungslosigkeit zu stolpern ist kein politisches Konzept für die Zukunft.

    Die Grünen im speziellen haben ihre (zumindest so wahrgenommene) Zukunft in der Onlinejugend langfristig verspielt, weil sie an dem populistischen Kampf dort einfach gar nicht teilgenommen haben. Und auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob sie das Internet wirklich verstehen. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo ausgerechnet die Union dahingehend das nach der AfD modernste Konzept anbietet und solide Erfolge erzielt.

    Das ist ein steiler Pfad bergauf und die Gegner haben Heimvorteil. Die ehemals 30% Wählerpotential zur stärksten Partei sind weit weg, aber noch lange nicht komplett verloren. Man muss sich aber mit dem Gedanken anfreunden, viele gigantische Kröten zu schlucken – zumindest in der Außendarstellung – die besonders dem Parteikern nicht schmecken werden, aber so funktioniert Populismus nun einmal.

  7. Bei dem Termin der Vertrauensfrage hat er schön um den heißen Brei geredet.

    Zum Bundeswehretat hat er ordentlich populistischen Unfug verbreitet. Verteidigung muss als Kernaufgabe des Staates aus dem Kernetat finanziert werden und nicht über irgendwelche Schattenhaushalte.

    Und beim Thema Zölle hat er vergessen, dass das eh schon Aufgabe der EU-Kommision ist.

    Also alles beim Alten, Robert Habeck ist so plan- und ahnungslos wie eh und je.

  8. Man erreicht mit Sachpolitik aber nicht die Masse der Wähler. Diese Leute brauchen eine Story, ein Narrativ was gerade passiert und warum. Wer dann die Powerpoint Präsentation rauskramt, der hat schon verloren.

    Locker über 80% der Bevölkerung wählen mit den Gefühlen, nicht mit dem Kopf. Wir haben es schon besser, als in den USA, weil die Bevölkerung noch nicht so weit in ihre Alternativrealitäten abgedriftet ist, aber es braucht nicht mehr viel.

    Die AfD hat ein Narrativ. Es ist widerlich, hasserfüllt und komplett falsch, aber es existiert. Die müssen das nur auf den Tisch knallen und ständig wiederholen und es bleibt bei Leuten hängen. Es dominiert den politischen Diskurs, auch links der Mitte.

    Solange die demokratischen Parteien dem emotionalen Narrativ von rechts nichts entgegenhalten können werden sie weiter Boden verlieren.

  9. Spätestens mit diesem Interview hat er meine Stimme gewonnen. Aktuell da oben der einzige, der rational denkt.

  10. Hätte ich als Wähler auch zur Abwechslung mal gern…

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