Publiziert11. November 2024, 08:38
Mick Schumacher: «Schmerzhafte Hürden überwunden»: Sohn spricht über Schumi-Unfall
Mick Schumacher eröffnet in einem neuen Buch erhellende Einblicke zu seiner Kindheit und zur Beziehung mit seinem weltberühmten Vater.
Mick Schumacher spricht in einem neuen Buch über seine Kindheit und die Auswirkungen des Unfalls seines Vaters.
Der Unfall von Michael Schumacher vor elf Jahren veränderte das Leben der Familie drastisch.
Mick beschreibt, wie er trotz des Verlustes des väterlichen Coachings seinen Weg in die Formel 1 fand.
Der 29. Dezember stellte das Leben der Familie Schumacher vom einen auf den anderen Tag auf den Kopf. Aus einem vermeintlich harmlosen Skiausflug wurde eine Tragödie. Michael Schumacher kommt während einer Abfahrt zu Fall und schlägt mit dem Kopf so unglücklich auf, dass er ein Schädel-Hirn-Traum erleidet und ins Koma fällt.
Der Unfall ist bald elf Jahre her. Über den Gesundheitszustand gibt die Familie keine Auskunft, allerdings beschreibt der heute 25-jährige Mick Schumacher in einem neuen Buch namens «Inside Mercedes F1», wie es ihm damals als Teenager erging. «Ich musste lernen, auf eigenen Füssen zu stehen», erzählt der Sohn des siebenfachen Weltmeisters.
Mick Schumacher: «Viel vom Vater profitiert»
Mick Schumacher war damals vierzehn Jahre alt, als sich der Unfall in den französischen Alpen ereignete. Trotz des Schicksalsschlages verfolgte der einstige Kart-Fahrer seinen Weg. «Ich war immer sehr widerstandsfähig», beschreibt er im Buch den Kampf gegen die Erschütterungen seiner Kindheit. «Ich habe bis jetzt jede schmerzhafte Hürde überwunden.»
Mit 15 Jahren stieg Mick bei den höheren Rennserien ein. Das Coaching des Vaters fehlte ihm, aber er hatte zuvor alles wie ein Schwamm aufgesaugt – mit dem grossen Ziel, es in die Formel 1 zu schaffen. «Ich habe dabei viel von der Erfahrung meines Vaters profitiert». Technisch, aber auch im mentalen Coaching.
Ehrgeiz und Perfektion als Treiber für die Zukunft
Angefangen hat das schon in den ersten Rennen, wie Mick im Buch des britischen Autors Matt Whyman beschreibt. «Einmal habe ich bei einem Kart-Rennen sehr spät in einer Kurve gebremst und viel Zeit gewonnen. Als ich ihm davon erzählte, sagte er: ‹Schön, aber du hättest in jeder Kurve so bremsen sollen!›»
Natürlich hatte Mick Schumacher auch schwache Momente: «Immer wenn mein Vater das Gefühl hatte, ich würde es nicht ernst nehmen, sagte er: ‹Mick, möchtest du lieber mit deinen Freunden Fussball spielen? Wenn ja, müssen wir das alles nicht tun.› Ich bestand darauf, dass ich Rennen fahren wollte und machte weiter.»
Erhalte täglich brandaktuelle News aus der Welt des Sports. Ob Interviews, Porträts, Spielberichte oder Analysen: Unsere Reporter informieren dich direkt in deinem Postfach.
