Dankeschön! Die Zweite

by Xande91199

4 comments
  1. Nachdem der erste Post automatisch entfernt wurde, hier nochmal eine Nachricht meines Danks an Alle:

    Ich wollte die Gelegenheit nutzen und euch Allen für eure netten und aufbauenden Worte von ganzem Herzen danken.
    Das alleine hat mir bereits sehr geholfen.

    Ich fühlte mich eine Zeit lang auf ewig verloren, gerade die Phase mit der Arbeitslosigkeit war, auch aus Sicht meiner Angehörigen so mit die schwerste Zeit.
    Ich hatte mich selbst aufgegeben, wollte eigentlich auch gar nicht mehr weitermachen.
    Auf Bewerbungen folgten Absagen, auf Vorstellungsgespräche, in denen ich meine Lage offen und ehrlich geäußert habe, folgte entweder die Absage unter Verschweigung von Gründen, zugegeben, ich wäre, aller Wahrscheinlichkeit nach, sowieso noch nicht zur Arbeit bereit gewesen, oder ein Probearbeiten, bei dem ich, aus meiner, fachlichen Sicht, nicht wirklich Stärken zeigen konnte, da ich kaum, auch auf Nachfrage, nicht miteinbezogen wurde.

    Ich wurde dieses Jahr hingehalten, zum Warten verdonnert und zur Ungewissheit verdammt.

    Aber ich sag euch jetzt was:
    Das Alles hat mich stärker gemacht.
    Ich habe wieder begonnen, anständig zu essen, zuvor hatte ich fast 15 Kilo verloren, was, erneut zugegeben, bei meiner Statur eigentlich willkommen war.
    Ich habe auch den Haushalt im vollem Umfang wieder aufgenommen, einen Saug- und Wischroboter gekauft, der um Paps rumfährt, wenn der mit seinem Rollator das Erdgeschoss verdreckt und ich wasche jede Woche die Wäsche, es bleibt nichts liegen. Ich hab nun auch endlich angefangen, Dinge zu erledigen, die Mama noch unbedingt erledigen wollte, sie aber keine Kraft mehr dazu hatte. So wurde aus einem katastrophalen Männerhaushalt ein etwas erträglicherer Männerhaushalt.

    Die größte Entwicklung ist allerdings die, dass ich eine erwachsenere Sichtweise auf die Welt im Ganzen gewonnen hab. Wobei ich ehrlich sagen muss, die Glaubenskrise mit dem Ganzen Wieso und Warum noch immer andauert. Woran ich mittlerweile glaube, sind Zeichen. Ohne jetzt groß spirituell wirken zu wollen, aber was teilweise passiert ist, kann irgendwann kein Zufall mehr sein.

    Das war bei Weitem noch nicht Alles, was dieses Jahr schiefgelaufen ist, aber das waren die schwerwiegendsten Ereignisse.

    Ohne meine Schwester, meine Ziehoma und ganz besonders meiner in Dreischicht schuftenden Freundin, die auch nach drei Nachtdiensten noch mit mir zu Paps ins Krankenhaus ist um denen zu zeigen, wie es eigentlich laufen sollte, wäre ich, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, jetzt nicht da, wo ich bin.

    Ich danke auch euch für eure Ratschläge, eure Wünsche, euren Zuspruch und euren Support, ihr rockt! Tausend Dank, auch dafür, dass ihr euch das hier wieder durchgelesen habt.

  2. ich hab deinen Post heute Morgen gelesen und hab mir nur gedacht „ja, echt beschissen…“ Und dann rum überlegt, was man wohl Aufmunterndes, jemanden wie dir, sagen kann. Mir ist aber leider nichts eingefallen und dann musste ich auch schon weiter arbeiten. Es freut mich jetzt umso mehr zu lesen, das andere und ihre Kommentare dir so gut getan haben!

  3. Die Tirade habe ich gelesen und war schwer beeindruckt von dem, was du stemmst und welche Resilienz dabei zeigst.
    Kommentar dort kann nun wohl entfallen – virtuellen Drücker dir und beste Wünsche dass es mit dem Weiteren nun auch einen stabilen Kurs hat.

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