Publiziert12. November 2024, 11:39
Wildunfälle: Treibjagd in Luxemburg – Wildbrücken sollen Kollisionen verhindern
LUXEMBURG – Um Wildunfälle zu vermeiden, setzt das Großherzogtum auf Wildbrücken und Zäune entlang der Autobahnen. Diese sollen Wildschweine von den Straßen fernhalten.

von
Séverine Goffin

In der Treibjagdzeit kann es passieren, dass Wildschweine plötzlich vor Autos auftauchen.
Während der Jagdzeit in Luxemburg ist es nicht ungewöhnlich, auf einer Bundesstraße oder Landstraße Wild vor der Nase zu haben. Auf der Autobahn hingegen, «kommt es zum Glück nicht oft vor, dass man bei voller Fahrt auf Wildtiere trifft», sagt Ralph Di Marco, Sprecher der Straßenbauverwaltung.
Genau das ist aber einem Autofahrer am Sonntagabend auf der A13 in Richtung Schengen passiert. Ein Fahrzeug kollidierte mit Wildschweinen, wie der Rettungsdienst CGDIS mitteilte. Es gab keine Verletzten. 2018 musste die A7 gesperrt werden, weil Wildschweine auf der Flucht vor einer Treibjagd auf die Autobahn gelangt waren. Um solche Vorfälle zu verhindern, «sind entlang der Autobahnen Zäune angebracht», sagt Ralph Di Marco.
Regelmäßige Inspektionen würden durchgeführt werden, und «unsere Dienste stehen in Kontakt mit Jägern, die uns auf mögliche Löcher im Zaun hinweisen, die entweder durch wilde Tiere oder natürliche Abnutzung entstanden sind», erklärt Di Marco. Dies ermögliche eine schnelle Reparatur. Warnschilder seien ebenfalls an einigen Zufahrten angebracht worden.
Dennoch ist das Autobahnnetz an einigen Stellen gefährdet. «Es kann vorkommen, dass Wildtiere im Bereich eines Autobahnkreuzes von einer Bundesstraße aus Zugang zur Autobahn erlangen, wo die Errichtung von Zäunen nicht möglich ist.» Um die Tiere davon abzuhalten, diesen Weg zu benutzen und ihnen eine alternative Route anzubieten, «wurden und werden auf Initiative des Umweltministeriums Wildbrücken gebaut.»
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