Wird dieser Post jetzt auch wieder gelöscht? Der arme Christian, der wurde von den von langer Hand geplanten Koalitionsbruch so sehr überrascht.
Ich kopier mich dann mal aus dem anderen Thread selbst hier rüber:
>Ich hoffe wirklich, dass diese Recherche groß die Runde macht und wir Lindner seinen Wunsch, dass er “diese Fressen” nicht mehr sehen muss nicht nur im Bezug auf die Regierung sondern auch im Bezug auf den Bundestag erfüllen können.
>Ansonsten ist das ganze natürlich ein extrem unwürdiges Spektakel. Jahrzehntelang war das politische System in Deutschland eines der stabilsten der Welt. Das war es vor allem, weil man sich zwar in der Sache (teilweise wild) gestritten hat, aber das ganze nicht zu so etwas verkommen lassen hat. Heute haut man einfach nur noch aufeinander rum und gleitet dabei so oft ins persönliche ab, dass das ganze Klima inzwischen nachhaltig vergiftet ist. Ich hoffe nur, dass das irgendwann mal nur als “Schluckauf” und nicht als “Anfang vom Ende in den Geschichtsbüchern” stehen wird.
Ergänzend noch. Hut ab vor Wissing, den ich zwar nicht leiden kann, der aber in dieser ganze Posse sehr stark agiert hat und Rückgrat gezeigt hat. Solche Politiker bräuchten wir mehr und über alle Parteien verteilt.
Dieser Typ darf echt nie wieder in Regierungsverantwortung kommen.
Oder *irgendeine* Verantwortung, idealerweise.
Schon wirklich extrem peinlich, dass die FDP es nichtmal schafft, das geheim zu halten, wenn sie schon so dreist in der Öffentlichkeit lügt.
Edit: Dass eine Kanaille wie Lindner Finanzminister werden konnte, ist ein schweres Armutszeugnis für dieses Land.
Erst die Partei, dann das Land.
Ihre FDP.
> Der Name der Operation: “D-Day”
Jo, das is schon echt widerlich, selbst für FDP-Verhältnisse.
Wundert mich irgendwie gar nicht. Dass die FDP ein verlogener Haufen ist, ist schon seit langem klar. Die machen von Anfang an Opposition auf der Regierungsbank. Und die beiden letzten “Positionspapiere” waren klar auf Konfrontation gespitzt – nichts anderes. Die FDP ist nicht regierungsfähig.
Wow…nach dem Lesen kann ich nur sagen: Was für eine integrante scheiß Partei die FDP doch ist. Und das alles auf dem Rücken von uns allen. Völlig egal, dass das Land gerade in einer Krisensituation ist, hauptsache der Partei und natürlich Christian Lindner persönlich geht es gut.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal so viel Respekt für Volker Wissing übrig haben werde. Der scheint im dem Kreis der einzige gewesen zu sein, der nicht nur ein reiner Speichellecker Lindners war.
Das sollte juristische Folgen haben. Muss man als Bundesminister nicht einen Eid leisten, Schaden vom Land fernzuhalten? Das könnte man dann als Meineid auslegen.
Dass die FDP das Regierungs-Aus geplant hat, war denke ich jedem klar. Die Details und die Planung, die da reingegangen sind, sind finde ich das Wichtige an dem Artikel.
Man sieht schön, dass es überhaupt nicht um irgendwelche Inhalte und Prinzipien ging, sondern allein um ein zynisches Machtkalkül. Das Ansehen der Demokratie, die politische Kultur und die demokratischen Parteien werden mit Füßen getreten in der Hoffnung, die Wähler zu manipulieren und damit weiterhin Macht zu bekommen.
Diese Demokratiefeinde setzen dem dann noch die Krone auf, indem sie öffentlich dreist über ihre Strategie lügen und sich privat selbst als Retter der Demokratie über den Faschismus (“D-Day”) überhöhen.
Können die bitte aufhören die FDP als liberal zu bezeichnen? Wirtschaftsliberal? Klar. Wirklich liberal? Auf gar keinen Fall.
Die einzige Freiheit, die sie verteidigen, ist die derjenigen, die schon die größte Freiheit haben.
So viel wie Scholz in seiner Regierungszeit falsch gemacht hat, diese letzte Aktion Lindner die Schlagzeile “Scholz entlässt Finanzminister Lindner” reinzudrücken wird in die Geschichte eingehen.
Wie heftig Lindner das getroffen hat, hat man in seiner Butthurt Reaktion direkt nach der Sitzung gesehen. “Der Scholz, der hatte ja einen Teleprompter”. In Wahrheit war man gekränkt und wütend, das der dumme Scholz einem den schönen Plan teilweise versalzen hat.
Und sowas stellt einen Regierungsanspruch
Kann man nur hoffen das die FDP jetzt für so ein Verhalten abgestraft wird.
Habe einen nichtssagenden Artikel erwartet und bin in einem Politkrimi gelandet. Starker Tobak den Lindner und die FDP geleistet haben.
Im Grunde kann man der FDP das stärken rechter Strömungen durch dieses Verhalten vorwerfen. Menschlich unter aller Kanone. Hoffenlich verschwinden Lindner und Partei in der politischen Bedeutungslosigkeit.
Krass wie mies das war. Jetzt wissen wir auch wer immer alles an die Bild weitergegeben hat…
Das meiste davon hat man ja gewusst, ohne es beweisen zu können. Aber es so, wortwörtlich schwarz auf weiß hingeschrieben zu haben, … naja. (Und ein kleiner Teil von mir weint darum, was hätte sein können, wenn die FDP von Anfang an ernsthaft mitgearbeitet hätte – und wo ihre Werte jetzt stehen könnten, auf beide Weisen.)
Insbesondere war ja anscheinend noch der Plan, das das Präsidium nach dem ausscheiden zurück tritt, um zumindest den Schein des Anstandes zu waren – dafür hat er jetzt dann aber doch nicht mehr die Eier. Wen wunderts.
Hätte nicht gedacht das ich Wissing mal sympathisch finden könnte. Politisch zwar komplett auseinander aber sein Character scheint not bad zu sein.
Ich zitiere mich selbst aus dem anderen Thread:
Komm, wir erfüllen Lindner den Wunsch, die “Fressen” der SPD und Grünen nicht mehr sehen zu müssen, und Sorten dafür, dass er hochkant aus dem Bundestag fliegt!
Dass Lindner den Bruch provoziert hat, war ja nun relativ offensichtlich, aber das so verdichtet zu lesen, ist schon irgendwie krass.
Wer war das noch gleich, der sich tagelang öffentlich darüber mokierte, dass seine Entlassung eine geplante Inszenierung gewesen wäre? Helft mir auf die Sprünge, es fällt mir wirklich nicht ein.
Und wie unendlich arrogant und/oder geschichtsvergessen kann man sein, das Ganze auch noch D-Day zu nennen? Soll Olaf Scholz hier Hitler sein? Und die FDP wie die Alliierten, die Deutschland vom Schrecken der Naziherrschaft befreien?
Man kann von Scholz wirklich halten, was man möchte, und mit Sicherheit hat der Mann auch seine Leichen im Keller, aber ihn, und sei es nur in internen Papieren, mit Hitler gleichzusetzen, sollte für jeden Demokraten ein absolutes No-Go sein. Vor allem, wenn das passiert, während der echte Rechtsextremismus und der echte Faschismus in Europa und der Welt deutlich an Fahrt aufnehmen. Mal wieder zeigt sich, dass die FDP eigentlich untragbar ist.
Die FDP zeigt hier alles, was Leute an Politikern hassen:
Lügen, Täuschen der Öffentlichkeit, Machtgier, nur auf den eigenen Vorteil bedacht und dabei enorm viel Schauspiel. Natürlich alles in Hinterzimmern geplant und dort mit grotesker Kriegsmetaphorik ausgeschmückt.
Ich wünsche der FDP, dass sie nach dieser Wahl alle Beteiligten aussortiert und zu einer richtigen liberalen Partei für Bürgerrechte wird, weg von Klientelpolitik für die 1% und Wirtschaftskonzepten aus den 90ern.
Als Steuerzahler bin ich maximal angepisst.
Und ein solches Verhalten ist… Einfach so möglich, straffrei?
Ich schlage Kristine Lütke als neue FDP Parteivorsitzende vor.
“Am 28. Oktober nach 21 Uhr verschickt der Bundesgeschäftsführer an einen kleinen Kreis ein Dokument, dessen Ausarbeitung in Potsdam beauftragt wurde. “Den Mitgliedern des Präsidiums der FDP zur Information” steht auf dem Deckblatt. Der Titel: “Aktuelle Bewertung Bündnis 90/Die Grünen”. Darunter: “streng vertraulich/intern”. Das Dokument liegt der ZEIT vor und es liest sich, als käme es aus der Opposition. Nicht von einer Partei, die mit den Grünen seit drei Jahren das Land regiert. Die Grünen würden eine Politik verfolgen, die “autoritär in Wirtschaft und Gesellschaft” eingreife, heißt es in dem Papier. Ihre Politik sei ein “ein Risiko für den Wirtschaftsstandort” und ein “wesentlicher Treiber für die Erfolge (rechts-)populistischer Strömungen.” Es folgen 19 Seiten, gespickt mit verheerenden Umfragedaten und kritischen Stimmen von Medien und Ökonomen zur Politik der Grünen. Die Schlussfolgerung: “Parteien, die angesichts der Bilanz und des Programms der Grünen eine Regierungsbildung mit der Partei anstreben, werden erhebliche Mobilisierungsnachteile erfahren.” Das Papier, so die Idee, solle demnächst an die Presse durchgestochen werden. Doch dann überschlagen sich die Entwicklungen”
Die Grünen hätte man damit als Hauptgrund für das Scheitern der Koalition dargestellt.
danke für diesen artikel, auch wenn man es immer wusste was CL für eine Gestalt ist, ist es schön das nochmal bestätigt zu bekommen. Edit:Gehirnfurz
>Am Ende geht die Runde mit drei Ideen auseinander, die Teilnehmer so erinnern: Erstens, **ein wirtschaftspolitisches Konzept zu erarbeiten, das so formuliert sein soll, dass es innerhalb der Regierung nicht einigungsfähig ist.** Die Ablehnung des Papiers soll der FDP dann als inhaltliche Begründung für den Ausstieg aus der Regierung dienen. Dazu soll ein zweites Papier kommen, das die aus FDP-Sicht verheerende Bilanz grüner Politik für die Bundesrepublik Deutschland beschreibt. Dieses Papier, so der Plan, soll als vertrauliches Dokument aus der FDP-Zentrale gekennzeichnet werden und später seinen Weg in die Presse finden. Die Grünen würde man so noch weiter gegen sich aufbringen, die eigenen Wähler zugleich mobilisieren, so das Kalkül. Der dritte Auftrag besteht darin, das Ausstiegsszenario weiter vorzubereiten. Mit welchen Narrativen geht man an die Öffentlichkeit? In welcher strategischen Grundaufstellung? Wie ist der genaue Zeitplan? In einer Woche will man sich am selben Ort wieder treffen.
Man spricht überall von kalküliertem Bruch und Strategie, aber bewusst ein Konzept zu erarbeiten, dass innerhalb der Regierung nicht einigungsfähig ist…also da muss ich noch ganz neue Worte dafür finden.
OK, nur damit ich das richtig verstehe. Die FDP wollte den Bruch. Mmn folgt dann aber, das bis zur Neuwahl keine wichtigen Gesetze mehr beschlossen werden können? Das heißt, wir sitzen jetzt seit 1,5 Jahren in einer Wirtschaftskrise fest und die beste Idee der FDP ist, die Ganze Regierung de facto für 4-5 Monate lahmzulegen?! Aus parteipolitischem Kalkül?!
Lang geplant und am Ende doch überrascht? Zumindest wenn man sich anschaut wie scheinbar unvorbereitet und lächerlich Lindner im Anschluss vor der Presse stand
Und Merz so: “Der perfekte Koalitionspartner”
“the risk was well calculated, but damn am i bad at math” – Christian Lindner
Ich werde das meme “deine arbeitsstelle fällt weg, geh nach hause, wir brauchen dich nicht mehr” nie wieder vergessen.
Als ob irgendjemand gedacht hätte, DJ Buschis Abschiedshymne wäre an einem Abend enstanden. Die wurde gottlos vor 2 Monaten in Auftrag gegeben!
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Wird dieser Post jetzt auch wieder gelöscht? Der arme Christian, der wurde von den von langer Hand geplanten Koalitionsbruch so sehr überrascht.
Ich kopier mich dann mal aus dem anderen Thread selbst hier rüber:
>Ich hoffe wirklich, dass diese Recherche groß die Runde macht und wir Lindner seinen Wunsch, dass er “diese Fressen” nicht mehr sehen muss nicht nur im Bezug auf die Regierung sondern auch im Bezug auf den Bundestag erfüllen können.
>Ansonsten ist das ganze natürlich ein extrem unwürdiges Spektakel. Jahrzehntelang war das politische System in Deutschland eines der stabilsten der Welt. Das war es vor allem, weil man sich zwar in der Sache (teilweise wild) gestritten hat, aber das ganze nicht zu so etwas verkommen lassen hat. Heute haut man einfach nur noch aufeinander rum und gleitet dabei so oft ins persönliche ab, dass das ganze Klima inzwischen nachhaltig vergiftet ist. Ich hoffe nur, dass das irgendwann mal nur als “Schluckauf” und nicht als “Anfang vom Ende in den Geschichtsbüchern” stehen wird.
Ergänzend noch. Hut ab vor Wissing, den ich zwar nicht leiden kann, der aber in dieser ganze Posse sehr stark agiert hat und Rückgrat gezeigt hat. Solche Politiker bräuchten wir mehr und über alle Parteien verteilt.
Dieser Typ darf echt nie wieder in Regierungsverantwortung kommen.
Oder *irgendeine* Verantwortung, idealerweise.
https://archive.ph/RbvPq
Schon wirklich extrem peinlich, dass die FDP es nichtmal schafft, das geheim zu halten, wenn sie schon so dreist in der Öffentlichkeit lügt.
Edit: Dass eine Kanaille wie Lindner Finanzminister werden konnte, ist ein schweres Armutszeugnis für dieses Land.
Erst die Partei, dann das Land.
Ihre FDP.
> Der Name der Operation: “D-Day”
Jo, das is schon echt widerlich, selbst für FDP-Verhältnisse.
Wundert mich irgendwie gar nicht. Dass die FDP ein verlogener Haufen ist, ist schon seit langem klar. Die machen von Anfang an Opposition auf der Regierungsbank. Und die beiden letzten “Positionspapiere” waren klar auf Konfrontation gespitzt – nichts anderes. Die FDP ist nicht regierungsfähig.
Wow…nach dem Lesen kann ich nur sagen: Was für eine integrante scheiß Partei die FDP doch ist. Und das alles auf dem Rücken von uns allen. Völlig egal, dass das Land gerade in einer Krisensituation ist, hauptsache der Partei und natürlich Christian Lindner persönlich geht es gut.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal so viel Respekt für Volker Wissing übrig haben werde. Der scheint im dem Kreis der einzige gewesen zu sein, der nicht nur ein reiner Speichellecker Lindners war.
Das sollte juristische Folgen haben. Muss man als Bundesminister nicht einen Eid leisten, Schaden vom Land fernzuhalten? Das könnte man dann als Meineid auslegen.
Dass die FDP das Regierungs-Aus geplant hat, war denke ich jedem klar. Die Details und die Planung, die da reingegangen sind, sind finde ich das Wichtige an dem Artikel.
Man sieht schön, dass es überhaupt nicht um irgendwelche Inhalte und Prinzipien ging, sondern allein um ein zynisches Machtkalkül. Das Ansehen der Demokratie, die politische Kultur und die demokratischen Parteien werden mit Füßen getreten in der Hoffnung, die Wähler zu manipulieren und damit weiterhin Macht zu bekommen.
Diese Demokratiefeinde setzen dem dann noch die Krone auf, indem sie öffentlich dreist über ihre Strategie lügen und sich privat selbst als Retter der Demokratie über den Faschismus (“D-Day”) überhöhen.
Können die bitte aufhören die FDP als liberal zu bezeichnen? Wirtschaftsliberal? Klar. Wirklich liberal? Auf gar keinen Fall.
Die einzige Freiheit, die sie verteidigen, ist die derjenigen, die schon die größte Freiheit haben.
So viel wie Scholz in seiner Regierungszeit falsch gemacht hat, diese letzte Aktion Lindner die Schlagzeile “Scholz entlässt Finanzminister Lindner” reinzudrücken wird in die Geschichte eingehen.
Wie heftig Lindner das getroffen hat, hat man in seiner Butthurt Reaktion direkt nach der Sitzung gesehen. “Der Scholz, der hatte ja einen Teleprompter”. In Wahrheit war man gekränkt und wütend, das der dumme Scholz einem den schönen Plan teilweise versalzen hat.
Und sowas stellt einen Regierungsanspruch
Kann man nur hoffen das die FDP jetzt für so ein Verhalten abgestraft wird.
Habe einen nichtssagenden Artikel erwartet und bin in einem Politkrimi gelandet. Starker Tobak den Lindner und die FDP geleistet haben.
Im Grunde kann man der FDP das stärken rechter Strömungen durch dieses Verhalten vorwerfen. Menschlich unter aller Kanone. Hoffenlich verschwinden Lindner und Partei in der politischen Bedeutungslosigkeit.
Krass wie mies das war. Jetzt wissen wir auch wer immer alles an die Bild weitergegeben hat…
Das meiste davon hat man ja gewusst, ohne es beweisen zu können. Aber es so, wortwörtlich schwarz auf weiß hingeschrieben zu haben, … naja. (Und ein kleiner Teil von mir weint darum, was hätte sein können, wenn die FDP von Anfang an ernsthaft mitgearbeitet hätte – und wo ihre Werte jetzt stehen könnten, auf beide Weisen.)
Insbesondere war ja anscheinend noch der Plan, das das Präsidium nach dem ausscheiden zurück tritt, um zumindest den Schein des Anstandes zu waren – dafür hat er jetzt dann aber doch nicht mehr die Eier. Wen wunderts.
Hätte nicht gedacht das ich Wissing mal sympathisch finden könnte. Politisch zwar komplett auseinander aber sein Character scheint not bad zu sein.
Ich zitiere mich selbst aus dem anderen Thread:
Komm, wir erfüllen Lindner den Wunsch, die “Fressen” der SPD und Grünen nicht mehr sehen zu müssen, und Sorten dafür, dass er hochkant aus dem Bundestag fliegt!
Dass Lindner den Bruch provoziert hat, war ja nun relativ offensichtlich, aber das so verdichtet zu lesen, ist schon irgendwie krass.
Wer war das noch gleich, der sich tagelang öffentlich darüber mokierte, dass seine Entlassung eine geplante Inszenierung gewesen wäre? Helft mir auf die Sprünge, es fällt mir wirklich nicht ein.
Und wie unendlich arrogant und/oder geschichtsvergessen kann man sein, das Ganze auch noch D-Day zu nennen? Soll Olaf Scholz hier Hitler sein? Und die FDP wie die Alliierten, die Deutschland vom Schrecken der Naziherrschaft befreien?
Man kann von Scholz wirklich halten, was man möchte, und mit Sicherheit hat der Mann auch seine Leichen im Keller, aber ihn, und sei es nur in internen Papieren, mit Hitler gleichzusetzen, sollte für jeden Demokraten ein absolutes No-Go sein. Vor allem, wenn das passiert, während der echte Rechtsextremismus und der echte Faschismus in Europa und der Welt deutlich an Fahrt aufnehmen. Mal wieder zeigt sich, dass die FDP eigentlich untragbar ist.
Die FDP zeigt hier alles, was Leute an Politikern hassen:
Lügen, Täuschen der Öffentlichkeit, Machtgier, nur auf den eigenen Vorteil bedacht und dabei enorm viel Schauspiel. Natürlich alles in Hinterzimmern geplant und dort mit grotesker Kriegsmetaphorik ausgeschmückt.
Ich wünsche der FDP, dass sie nach dieser Wahl alle Beteiligten aussortiert und zu einer richtigen liberalen Partei für Bürgerrechte wird, weg von Klientelpolitik für die 1% und Wirtschaftskonzepten aus den 90ern.
Als Steuerzahler bin ich maximal angepisst.
Und ein solches Verhalten ist… Einfach so möglich, straffrei?
Ich schlage Kristine Lütke als neue FDP Parteivorsitzende vor.
“Am 28. Oktober nach 21 Uhr verschickt der Bundesgeschäftsführer an einen kleinen Kreis ein Dokument, dessen Ausarbeitung in Potsdam beauftragt wurde. “Den Mitgliedern des Präsidiums der FDP zur Information” steht auf dem Deckblatt. Der Titel: “Aktuelle Bewertung Bündnis 90/Die Grünen”. Darunter: “streng vertraulich/intern”. Das Dokument liegt der ZEIT vor und es liest sich, als käme es aus der Opposition. Nicht von einer Partei, die mit den Grünen seit drei Jahren das Land regiert. Die Grünen würden eine Politik verfolgen, die “autoritär in Wirtschaft und Gesellschaft” eingreife, heißt es in dem Papier. Ihre Politik sei ein “ein Risiko für den Wirtschaftsstandort” und ein “wesentlicher Treiber für die Erfolge (rechts-)populistischer Strömungen.” Es folgen 19 Seiten, gespickt mit verheerenden Umfragedaten und kritischen Stimmen von Medien und Ökonomen zur Politik der Grünen. Die Schlussfolgerung: “Parteien, die angesichts der Bilanz und des Programms der Grünen eine Regierungsbildung mit der Partei anstreben, werden erhebliche Mobilisierungsnachteile erfahren.” Das Papier, so die Idee, solle demnächst an die Presse durchgestochen werden. Doch dann überschlagen sich die Entwicklungen”
Die Grünen hätte man damit als Hauptgrund für das Scheitern der Koalition dargestellt.
danke für diesen artikel, auch wenn man es immer wusste was CL für eine Gestalt ist, ist es schön das nochmal bestätigt zu bekommen. Edit:Gehirnfurz
>Am Ende geht die Runde mit drei Ideen auseinander, die Teilnehmer so erinnern: Erstens, **ein wirtschaftspolitisches Konzept zu erarbeiten, das so formuliert sein soll, dass es innerhalb der Regierung nicht einigungsfähig ist.** Die Ablehnung des Papiers soll der FDP dann als inhaltliche Begründung für den Ausstieg aus der Regierung dienen. Dazu soll ein zweites Papier kommen, das die aus FDP-Sicht verheerende Bilanz grüner Politik für die Bundesrepublik Deutschland beschreibt. Dieses Papier, so der Plan, soll als vertrauliches Dokument aus der FDP-Zentrale gekennzeichnet werden und später seinen Weg in die Presse finden. Die Grünen würde man so noch weiter gegen sich aufbringen, die eigenen Wähler zugleich mobilisieren, so das Kalkül. Der dritte Auftrag besteht darin, das Ausstiegsszenario weiter vorzubereiten. Mit welchen Narrativen geht man an die Öffentlichkeit? In welcher strategischen Grundaufstellung? Wie ist der genaue Zeitplan? In einer Woche will man sich am selben Ort wieder treffen.
Man spricht überall von kalküliertem Bruch und Strategie, aber bewusst ein Konzept zu erarbeiten, dass innerhalb der Regierung nicht einigungsfähig ist…also da muss ich noch ganz neue Worte dafür finden.
OK, nur damit ich das richtig verstehe. Die FDP wollte den Bruch. Mmn folgt dann aber, das bis zur Neuwahl keine wichtigen Gesetze mehr beschlossen werden können? Das heißt, wir sitzen jetzt seit 1,5 Jahren in einer Wirtschaftskrise fest und die beste Idee der FDP ist, die Ganze Regierung de facto für 4-5 Monate lahmzulegen?! Aus parteipolitischem Kalkül?!
Lang geplant und am Ende doch überrascht? Zumindest wenn man sich anschaut wie scheinbar unvorbereitet und lächerlich Lindner im Anschluss vor der Presse stand
Und Merz so: “Der perfekte Koalitionspartner”
“the risk was well calculated, but damn am i bad at math” – Christian Lindner
Ich werde das meme “deine arbeitsstelle fällt weg, geh nach hause, wir brauchen dich nicht mehr” nie wieder vergessen.
Als ob irgendjemand gedacht hätte, DJ Buschis Abschiedshymne wäre an einem Abend enstanden. Die wurde gottlos vor 2 Monaten in Auftrag gegeben!
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