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Mit verschiedenen Tricks versuchen manche Autofahrer, Blitzern zu entkommen. Doch aufgepasst: Nicht alle sind in Deutschland legal!
Wer zu schnell fährt, riskiert geblitzt zu werden und bekommt ein teures Erinnerungsfoto per Post. In einigen Fällen kann sogar ein Fahrverbot drohen. Daher sind Radargeräte bei Autofahrern nicht gerade beliebt. Einige lassen ihren Ärger an den Geräten aus, während andere versuchen, die Radarfallen zu umgehen. Aber was ist erlaubt und was nicht?
Für Autofahrer gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um sich vor Blitzern zu schützen, doch viele davon sind verboten. Dies ist nicht überraschend, da die Polizei mit den Blitzern die Sicherheit auf den Straßen erhöhen möchte. Wäre es den Autofahrern erlaubt, sich legal vor den Blitzern zu schützen, wäre dies kontraproduktiv.
Laserstörer bringen Zeit – und Ärger mit dem Gesetz
Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel einen Laserstörer. Dieses Gerät besteht aus zwei Teilen, die im Kühlergrill und im Innenraum des Fahrzeugs installiert werden. In der Nähe eines Blitzers sendet es ein Störsignal aus, das den Laser-Blitzer daran hindert, die Geschwindigkeit korrekt zu messen. Ein akustisches Signal informiert den Fahrer, der dann genügend Zeit hat, um abzubremsen.

Wer zu schnell fährt, muss im Zweifel tief in die Tasche greifen. © Wolfgang Maria Weber/Imago
Die Anwaltskanzlei von Rueden erklärt auf ihrer Homepage: „Wird bei einer Polizeikontrolle ein Laserstörer im oder am Fahrzeug entdeckt, sieht der Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg vor“. Darüber hinaus darf die Polizei das Gerät beschlagnahmen und zerstören. Bei Preisen von über 500 Euro dürfte das schmerzhafter sein als das Bußgeld.
Lichtschranken-Störer und Warn-App
Ein weiteres Gerät, das Autofahrer vor Blitzern schützen soll, ist ein Lichtschranken-Störer, auch ESO-Störer genannt. Dieser wird vor dem Kennzeichen montiert und verhindert, dass der Fotoblitz ausgelöst werden kann. Die Nutzung ist jedoch ebenfalls verboten.
Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Radarwarner sind ebenfalls verboten. Sie sind als eigenständige Geräte, in Navigationsgeräten oder als Apps für Smartphones erhältlich. Die eigenständigen Geräte scannen die Umgebung nach Blitzern ab, während Navigationsgeräte und Apps auf eine Datenbank zugreifen. Ist eine Radarfalle in der Nähe, wird der Fahrer durch ein akustisches Signal gewarnt. Auch der Beifahrer darf die Warn-App nicht benutzen, wie das Oberlandesgericht Karlsruhe im Februar 2023 entschied. Die illegale Nutzung solcher Geräte ist jedoch schwer nachweisbar. „Das Wageninnere wie den Kofferraum oder das Handyfach darf ein Polizist nicht ohne sogenannten Anfangsverdacht inspizieren“, betonte der Verkehrsrechtsanwalt Tom Louven von Geblitzt.de im Gespräch mit der Bild.
Legale Methoden gegen Blitzer: So schützen Sie sich richtig
Es gibt jedoch auch legale Möglichkeiten, sich vor Blitzern zu schützen. Eine davon ist, sich einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Auch das Radio kann hilfreich sein, da einige Sender aktuelle Blitzer-Standorte durchgeben. Im Internet gibt es viele Portale, auf denen sich Autofahrer vor der Fahrt informieren können.
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In den sozialen Medien gibt es oft spezielle Gruppen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Wer andere Autofahrer auf der Straße warnen möchte, sollte dies durch Handzeichen oder Schilder tun. Das Warnen durch Lichthupe ist nämlich verboten. Sollte der Blitzer dennoch auslösen, kann manchmal eine gute Ausrede helfen, das Bußgeld zu vermeiden.