Warum glauben in Österreich nur rund die hälfte, dass wir von der EU profitieren?

by throwaway_aut_acct

28 comments
  1. Weil alles böse die EU macht und alles gute die Regierungsparteien, und die Leute das glauben.

  2. Schlechte Medienlandschaft. Wenn “Die wollen krumme Gurken verbieten!” ernsthaft ein politisch relevantes Thema ist, nehmen die Medien ihre Informationsaufgabe nicht ernst genug. Und wenn die Krone und die Heute die einflussreichsten Blätter sind, sollte das auch nicht überraschen.

  3. Die lesen halt in der Krone von der EU Verordnung zur Gurkenkrümmung und denken die machen nur sowas.

    Klar gibt es genug zu kritisieren aber die Leute wollen sich leider oft gar nicht über die positiven Seiten informieren

  4. Aus dem selben Grund, warum Leute Pferdeentwurmungsmittel schlucken: “dagegen sein”.

  5. Weiß selbst nicht warum die Leute unseren Zirkus sehen und sich denken die könnten das besser.

  6. Wenn die Politiker einen Fehler gemacht haben, haben sie das immer auf die EU geschoben.

  7. Wegen Desinformation! Und das ist gefährlich, weil die Realität die ist, dass wir sehr von der EU profitieren.

  8. Weil mans nicht so schlau wie die Schweizer hinbekommen hat…

  9. FPÖ und ÖVP propaganda ![gif](emote|free_emotes_pack|facepalm)

  10. Denk an den durchschnittlichen Bürger. Und dann denk daran, dass ca. die Hälfte noch dümmer ist.

  11. Weil wir nettozahler sind.

    Is halt schwer zu vermitteln, wie du von was profitierst wo rein monitär mehr einzahlst als du raus kriegst..

  12. Eine Mischung aus verschiedenen Punkten.

    Österreich hatte schon vor der EU Wohlstand (im Gegensatz zu z.B. Polen oder dem Baltikum) + wir gehören zu den wenigen Mitgliedsstaaten, die mehr einzahlen, als sie direkt zurückbekommen + Österreich ist überdurchschnittlich von Migration betroffen und viele verbinden die offenen Grenzen damit + Mia san mia-Einstellung, wie sie in vielen eher konservativen Regionen der Fall ist (siehe Bayern innerhalb Deutschlands oder Texas in den USA) + Neutraler Gründungsmythos Österreichs, der mit der EU nicht mehr so richtig fortgeführt werden kann

  13. Die EU-Mitgliedschaft bringt viele Vorteile (zB Freizügigkeit), aber auch viele Nachteile (zB erhöhter bürokratischer Aufwand an vielen Stellen).
    Einige Dinge sind schwierig, zB wurde viel Macht an die EU abgegeben und dies nicht immer klar kommuniziert. Anwendungsvorrang EU-Recht vor andernslautendem nationalen Recht kommt auch nicht immer gelegen.
    Solches ergrimmt, wem’s einmal auffällt, und macht misstrauisch.

  14. Jessas. Das wir so schlecht dastehen hätt ich nicht gedacht. Letzter, und mit großem Abstand …. Fuck.

  15. Weil es seit Jahrzehnten die Masche der Politik ist alles was schief läuft auf die EU zu schieben ..

  16. Als eigentlicher EU-Fan fallen mir jetzt konkret keine Vorteile für mich als Individuum ein, die mir die EU gebracht hätte. Würde mich interessieren, was denn so die gefühlten konkreten materiellen Vorteile der EU sind. Ideologisch ist ein vereintes Europa ja eine gute Sache, aber der Reallohnverlust der letzten Jahre kommt halt bei den Leuten an.

  17. Weil wir dementsprechende Zeitungen mit großer Reichweite haben. Und eine Partei die halt auch so tickt

  18. Weil es so extrem viel dämliches Zeug an der EU gibt, dass man die Proportionen manchmal vergisst und sich einfach etwas drüber aufregt.

    Ich denke die EU macht sich selbst schlechtes PR, das ständige umherziehen ohne wirklichen Grund, die Unmenge an Beamten in Kombination mit Regelungen wie dem Verschlussdeckel, das wirkt einfach so als wäre denen etwas langweilig. Heißt nicht das es so ist, aber sie tun echt nichts gegen das schlechte Image

  19. Weil die Vorteile einer Wirtschaftsgemeinschaft nicht unbedingt einfach und niederschwellig erklärbar sind, die Nachteile aber sehr einfach und plakativ aufgezeigt werden können.

    Beispiele?
    Als EU-Mitglied kann ich mit allen anderen EU-Mitgliedstaaten Handel betreiben, ohne mich mit komplizierten Warendeklarationen und anderen Zollbestimmungen herumzuschlagen. Interessiert typische Angestellte exakt gar nicht, hat aber große Auswirkungen, wenn’s plötzlich weg is.

    Gleichzeitig sind EU-Beschlüsse natürlich immer Mehrheitsbeschlüsse über 27 Staaten hinweg. Da einen Grund zu finden, dass ein Beschluss nicht zu 100% zur aktuellen Situation und in den Plan Österreichs passt, ist relativ einfach. Zahlen muss man auch noch dafür.

    Der populistische Abgesang schreibt sich quasi von selbst, das Thema an sich ist unheimlich komplex. Man müsste wohl sozioökonomische Comics für Erwachsene anbieten, um mit den tief gesäten Missverständnissen aufzuräumen.

  20. Weil “glauben” das Gegenteil von “wissen” ist.

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