Guten Morgen!
Da diese Gruppe in der Vergangenheit sehr hilfreiche Tipps bei Wildtieren geboten hat, wende ich mich mal vertrauensvoll an Euch alle:
Nach den jetzt wieder milder werdenden Temperaturen hat sich ein erwachsener und – wie vielleicht auf dem Bild gut zu erkennen ist – wohlgenährter Bergmolch beim morgendlichen Lüften in unser Haus gerettet (Parasiten seh ich auch keine, die Haut sieht etwas komisch aus, ob das ein Pilz oder nur Dreck ist).. Auf den ersten Blick sah er sterbend aus, nach ein bisschen frischem Wasser zum Trinken ist er richtig aufgeblüht.

Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen:
Normalerweise sollten diese Tiere um diese Jahreszeit ja Winterschlaf halten, wir vermuten er ist durch die warmen Temperaturen gestern wach geworden und aus seinem Versteck gekommen. Was machen wir jetzt mit dem Kerlchen!?
Ist es möglich ihn wieder draußen auszusetzen damit er seinen Winterschlaf wieder aufnehmen kann (was wir schwer hoffen) und wenn ja wo genau damit er nicht dem erstbesten Vogel in die Finger kommt?
Macht man das jetzt solange es mild ist und er Kraft hat sich einen Platz zu suchen oder erst wieder wenns langsam kühler wird und sein Körper versteht daß er jetzt ruhen muss?
Für den Fall dass es keine gute Idee ist ihn gleich auszusetzen: was machen wir jetzt!? Ich müsste erstmal molchtaugliches Futter besorgen (was genau könntet ihr empfehlen)? Oder kann ich ihm im Haus einen Überwinterungsplatz basteln damit er hier an einem kühleren Ort überwintern kann?

by SenF_Tuetchen

2 comments
  1. Also: typischerweise überwintern molche in einer art winterstarre. sie wirken bei kühlen temperaturen recht schnell marode, da sie als wechselwarme sich bei kalten temperaturen wenn überhaupt nur schwerfällig bewegen können. 
    ihn bei halbwegs milden temperaturen in einer hecke oder einem gebüsch im unterholz auszusetzen sollte normalerweise funktionieren. dann hat er genügend zeit sich in holzresten, blättern und erdreich einen neuen unterschlupf zu machen und ist auch gegen vögel geschützt. wenn er bei kalten temperaturen an der oberfläche ist, erfriert er vermutlich. ein leichtes plus sollte es beim aussetzen schon haben. 

    zu guter letzt: wenn geht nicht mit bloßen händen anfassen. die öle und pilze auf unseren händen können molche und andere amphibien krank machen. 

  2. Ich würde ihn auch wieder raussetzen. Am besten zwischen Totholz, Laub etc. wo er sich verstecken kann. Vielleicht habt ihr ein Gartenhaus oder ähnliche Stellen wo es frostfreie Plätze gibt. Bei uns können die Igel, Molche etc. z.B. unters Gartenhaus, in die Benjeshecke und noch an einige andere Stellen.

    Was unsere Bergmolche allerdings am liebsten machen ist unter den alten Terrassenplatten überwintern. Wir hatten mal eine „Terrasse“ aus diesen Hartgummiplatten (das Material was auch für Sportplätze und Spielplätze benutzt wird) und davon liegen noch ein paar Platten im Garten.

    Irgendwann hab ich bemerkt, dass die Bergmolche, Blindschleichen und Erdkrötenbabies diese Platten lieben und sowohl im Sommer wenn es zu heiß ist als auch im Winter wenn’s zu kalt ist unter diesen Platten sitzen da die vor Hitze/Kälte schützen/isolieren. Wenn ich da jetzt ne Platte hochheben würde wäre drunter alles voller Molche etc. Seitdem ist das mein „Geheimtipp“ für Leute die Molche im Garten haben aber nicht viele Versteckmöglichkeiten. 2-3 solcher Platten besorgen und an geschützten Stellen verteilen. Bei uns liegen sie verteilt im Garten zwischen Laub etc.

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