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Der Fokus im Ukraine-Krieg verlagert sich auf Kursk. Putins Truppen bereiten eine Offensive vor. Kiew antwortet mit Raketen. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update vom 25. November, 20.01 Uhr: Angesichts weiterer Eskalationsschritte Russlands im Ukraine-Krieg wollen Deutschland und andere Nato-Staaten die Rüstungsproduktion in der Ukraine weiter stärken. Das werde in einem ersten Schritt mit den Zinseinkünften aus eingefrorenem russischen Vermögen finanziert, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nach einem Treffen mit den Verteidigungsministern von Frankreich, Großbritannien, Polen und Italien. Geplant sei unter anderem, die Entwicklung und Beschaffung von Drohnen zu fördern, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Auch bei der Munitionsproduktion soll die Zusammenarbeit ausgeweitet werden.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Guterres kritisiert Lieferung von Anti-Personen-Minen durch die USA an die Ukraine
Update vom 25. November, 17.00 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat wegen der Lieferung von Anti-Personen-Minen durch die USA an die Ukraine eine „neuerliche Bedrohung“ beklagt. Mit Blick auf die UN-Konvention gegen den Gebrauch von Landminen hieß es am Montag in einer Erklärung Guterres‘ auf einer Konferenz im besonders von Minen betroffenen Kambodscha, zur Bedrohung durch Minen gehöre „der erneute Einsatz von Antipersonenminen durch einige Vertragsparteien des Übereinkommens sowie die Tatsache, dass einige Vertragsparteien bei der Verpflichtung zur Vernichtung dieser Waffen Rückschritte gemacht haben“.
Die von 164 Staaten ratifizierte Ottawa-Konvention von 1997 verbietet Einsatz, Produktion und Weiterverkauf der Minen. Russland und die USA zählen nicht zu den Unterzeichnern der Konvention – die Ukraine jedoch schon. Anti-Personen-Minen werden vor allem deshalb geächtet, weil sie auch nach dem Krieg noch eine Gefahr für Zivilisten darstellen können.

Ein russischer Soldat bedient eine Artillerie in der Region Kursk. (Archivbild) © Sergey Bobylev/imago-imagesPartnerschaft mit Russland im Ukraine-Krieg – Nordkorea baut wohl Werk zur Raketenproduktion aus
Update vom 25. November, 15.00 Uhr: Während nordkoreanische Soldaten weiterhin in der russischen Region Kursk stationiert sind, baut die Regierung in Pjöngjang offenbar ein Werk aus, in dem Raketen produziert werden sollen. Die Erweiterung der Anlage, in der Kurzstreckenraketen gebaut werden, die von Russland im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden sollen, gehe aus Satellitenbildern hervor, meldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf eine US-Denkfabrik.
Dabei geht es vor allem um die Rakete vom Typ Hwasong-11. Diese soll Russland nach ukrainischen Angaben auch im Krieg gegen die Ukraine einsetzen. Russland und Nordkorea haben bislang dementiert, dass es zu Waffenlieferungen gekommen ist.
„Massiver Drohnenangriff“: Mehrere Verletze bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Update vom 25. November, 13.31 Uhr: Die Zahl der Verletzten in der Stadt Charkiw nach einem russischen Raketenangriff ist am Montag auf 23 gestiegen. Das gab der Militärgouverneur der Region auf Telegram bekannt. Dem Bürgermeister Ihor Terechow zufolge ist die Stadt mit einer umfunktionierten Flugabwehrrakete des Systems S-400 beschossen worden.
Zu einem weiteren russischen Angriff kam es in der Hafenstadt Odessa. Dort wurden laut Staatsanwaltschaft acht Menschen verletzt. Auch in der südostukrainischen Region Saporischschja kam es zu einem Angriff. Dabei wurden nach Angaben der Gebietsverwaltung ein Kind verletzt und Infrastruktureinrichtungen sowie Wohnhäuser beschädigt. Der Gouverneur Iwan Fedorow schrieb in der Nacht von einem massiven Drohnenangriff.
Ukraine greift russische Gebiete mit Raketen an
Update vom 25. November, 11.40 Uhr: Die Streitkräfte der Ukraine haben Angriffe auf die russischen Gebiete Brjansk, Kursk und Kaluga durchgeführt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf das ukrainische Militär. Bei den nächtlichen Angriffen seien „eine Reihe wichtiger Ziele“ getroffen worden – unter anderem ein Öllager in Kaluga. Die Regionen Brjansk und Kursk grenzen direkt an die Ukraine; Kaluga liegt östlich von Brjansk im Landesinneren.
Erstmeldung vom 25. November: Frankfurt – Die Lage auf dem Schlachtfeld in der russischen Region Kursk im Ukraine-Krieg spitzt sich in Erwartung einer russischen Gegenoffensive weiter zu. Russische und nordkoreanische Bodentruppen sind in der Region an der Grenze zur Ukraine stationiert, um die ukrainischen Soldaten vollständig aus dem Gebiet zurückzudrängen – ein erklärtes Ziel von Präsident Wladimir Putin. Während die Nato-Staaten mit Sorge auf die militärischen Vorgänge in Kursk blicken, setzt Kiew sich wohl mit westlichen Raketen zur Wehr.
Putin geht im Ukraine-Krieg bei Kursk „aufs Ganze“
„Russland geht gerade aufs Ganze, um die russische Region Kursk zurückzuerobern“, sagte der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur am Montag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Situation an der Front wird jetzt zunehmend ernster und die Gefechte auf dem Schlachtfeld werden immer schwieriger, insbesondere wegen der beginnenden Winterperiode“, sagte Pevkur weiter.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Nach Zahlen der Nachrichtenagentur Reuters sollen die russischen Streitkräfte bereits 40 Prozent der Gebiete in Kursk, welche die Ukraine nach ihrer überraschenden Offensive im August eingenommen hatte, zurückerobert haben. Der Vorstoß tief in russisches Gebiet war der erste seiner Art im seit über 1000 Tagen andauernden Ukraine-Krieg.
News zum Ukraine-Krieg: Kiew greift russische Truppen in Kursk mit Raketen an
Die Streitkräfte der Ukraine versuchen derweil offenbar, ein Vorrücken russischer Truppen in der Region durch Angriffe mit westlichen Raketen und Marschflugkörpern zu verhindern. Russische Luftabwehrsysteme haben nach Angaben des Gouverneurs in der Nacht zum Montag sieben ukrainische Raketen über der Region abgefangen.
Der pro-russische Militäranalyst Roman Aljochin, Berater des Gouverneurs, spricht auf seinem Telegram-Kanal von einem „massiven Angriff mit Raketen ausländischer Produktion auf Kursk“. Die Meldung kann jedoch nicht unabhängig verifiziert werden. In der vergangenen Woche soll Kiew Kursk bereits mit britischen Marschflugkörpern vom Typ „Storm Shadow“ angegriffen haben. Laut dem Thinktank Institute for the Study of War (ISW) galt der Angriff dem russischen Hauptquartier für die Kursk-Offensive. Dabei soll es auch zu Verlusten für Russland gekommen sein.
Interaktive Karten zur Front im Ukraine-Krieg
Unsere aktuellen Karten zum Frontverlauf im Ukraine-Krieg geben einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im Krieg Russlands gegen die Ukraine. (Redaktion, mit Agenturmaterial von dpa und afp)