TLDR: Vor dem Ukraine-Krieg waren es in einer Umfrage 52%, jetzt sind es 61%
Cool
Ich nehm n Boot über den Atlantik
Stabile Bilanz, jetzt bräuchten wir nur noch genug Material, damit die zweite Reihe nicht mit Stock und Stein kämpfen muss.
So ein Schmarn. Selbst Organisationen, die vom Ehrenamt leben, sieht man regelmäßig ausbleibenden Einsatzwillen. Man kann sich brüsten, was für die Gesellschaft zu tun, aber dreckig werden will man nicht.
Hier ist’s ähnlich. Alle erklären sich für die vorderste Front, bis der Befehl kommt, einen Finger zu krümmen.
Wie sieht es bei den Frauen aus?
Sagt sich leicht. In der Realität sieht das dann meist anders aus.
Mehrheit der Männer hat gar keine andere Wahl.
Na da haut mal rein jungs. Ich bin dann mal weg.
Ich denke, man muss hier differenzieren, das sage ich als ehemaliger Wehrdienstverweigerer.
In meiner Jugend hieß Bundeswehr “von Freunden umzingelt, und wenn man kämpft, dann für amerikanische Interessen in irgendeinem fernen Land”.
Heutzutage ist der V-Fall ein realistisches Szenario. Stünde ich heute noch mal vor der gleichen Entscheidung, würde ich mich vermutlich für den Wehrdienst entscheiden.
Bei der Umfrage würde mich mal interessieren, ob es einen Geschlechterunterschied gibt, was die Unterstützung des Wehrdienstes für alle angeht, wenn da so ein krasser 61/21 Unterschied zwischen Mann und Frau bei der eigenen Verteidigungsbereitschaft ist.
Nicht wenige Männer denken auch sie könnten gegen einen Grizzlybären kämpfen..und gewinnen. Von der Couch aus ist halt auch jeder ein Bundestrainer. Wenn es heiß wird haben die meisten dann doch nicht sooo Lust darauf.
Viele finden auch Ehrenamt wichtig und wie viele machen es wirklich?
Nach dem Krieg muss es ja auch noch Männer geben, die nicht völligst traumatisiert in der Vergessenheit verschwinden, dafür würde ich mich dann anbieten.
In einer Umfrage würde ich auch viel.
Ich finde die Kommentare hier wirklich amüsant. Wenn man offen sagt, dass man lieber abhauen würde statt zu kämpfen, wird man sofort an den Pranger gestellt. Aber ist es verwerflich, wenn man einfach nicht als Instrument der Politik enden will? Vorallem DIESER Politik? Wo Politiker offen im Fernsehen sagen, dass SIE ja nicht im Krieg sterben werden?
Im modernen Krieg gibt es als Infanterist nichts zu bekämpfen. Du bist ein stück Fleisch, dass als nächstes Ziel einer Kampfdrohne endet. Daran ist nichts Ehrenvolles. Dein Land wird es dir nicht danken. Du bist eine Statistik. Nichts weiter. Das ist die harte Wahrheit.
Und wenn man mit dem Argument Familie beschützen kommt? Ich schütze meine Familie weder in der Ukraine, noch an der Polnischen Grenze. Meine Familie hätte weitaus mehr davon, wenn ich bei ihr blieben würde, anstatt als Drohnen Zielübung als Statistik zu enden. Ich denke das ist eine valide und völlig nachvollziehbare Sichtweise der Dinge.
Das erinnert mich jetzt irgendwie an die Erzählungen von Hardy Krüger über seinen Einsatz mit seinen Ordensburg Napola-Mitschüleren, von denen über 80% beim ersten Gefecht draufgegangen sind.
Mehrheit der Männer lügt sich in die eigene Tasche.
Ich würde es nicht tun. Ich besitze nichts was zu verteidigen wäre, keinen Grund und auch kein Haus. Ich würde meine paar Wertsachen nehmen und mit meiner Familie fliehen.
Wenn wir Deutschland verteidigen müssten, dann nur weil wir Polen voll in der Scheisse sitzen lassen haben und dann würd’ ich auch nicht mehr ausrücken wollen. Polen ist das Minas Tirith von Mittel~~erde~~-Europa. Wenn man’s schon nicht geschissen bekommt die Ukraine ordentlich zu unterstützen dann wenigstens Polen. Die haben eh noch was gut bei uns. Gebt mir mein G36 und schickt mich rüber, Kurwa!
Wenn dann bitte nicht vor meiner Haustür sondern irgendwo auf einem Feld, danke.
Hä, ich geh doch nicht sterben
Die Einstellung von den meisten hier einfach abzuhauen ist ja absolut lobenswert. Damit scheißt ihr nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf den Rest von Westeuropa.
Sobald ich einen möglichen kriegerischen Ernstfall in Deutschland auch nur rieche, bin ich hier weg. So einfach ist das.
Interessant finde ich die Verteidigungsbereitschaft nach Partei auf S. 39:
Union 51%
SPD 47%
AfD 61%
FDP 72%
Linke 32%
Grüne 22 %
BSW 27 %
Ebenfalls finde ich interessant das Menschen mit Migrationshintergrund fast genauso zum Kampf bereit wären, da hört man ja von rechter Seite den Vorwurf der Illoyalität (39 vs 42%).
Sehr gute Frage. Vor 10-15 Jahren (Jugendlicher, junger Erwachsener) hätte ich wohl sehr wahrscheinlich direkt ja gesagt.
Heute bin ich mir nicht mehr sicher, da mittlerweile ca. 25% der Bevölkerung eine Partei wählt, die Menschen wie mich gerne remigrieren möchte.
“Verteidigen” ist aber ein relativ romantisches Wort, das in meinen Augen nicht mehr passend ist.
In der Realität ist doch konstant eine Drohne über dir und du kannst ihren Augen nie entkommen. Du hast keine Chance mehr auf eine Verteidigung mehr, es ist mehr ein Glücksspiel. Entweder die Drohne fliegt auf dich oder jemanden neben dir. Der Nachschub an Drohnen ist quasi unendlich und sie sind Tag und Nacht in der Luft.
27 comments
TLDR: Vor dem Ukraine-Krieg waren es in einer Umfrage 52%, jetzt sind es 61%
Cool
Ich nehm n Boot über den Atlantik
Stabile Bilanz, jetzt bräuchten wir nur noch genug Material, damit die zweite Reihe nicht mit Stock und Stein kämpfen muss.
So ein Schmarn. Selbst Organisationen, die vom Ehrenamt leben, sieht man regelmäßig ausbleibenden Einsatzwillen. Man kann sich brüsten, was für die Gesellschaft zu tun, aber dreckig werden will man nicht.
Hier ist’s ähnlich. Alle erklären sich für die vorderste Front, bis der Befehl kommt, einen Finger zu krümmen.
Wie sieht es bei den Frauen aus?
Sagt sich leicht. In der Realität sieht das dann meist anders aus.
Mehrheit der Männer hat gar keine andere Wahl.
Na da haut mal rein jungs. Ich bin dann mal weg.
Ich denke, man muss hier differenzieren, das sage ich als ehemaliger Wehrdienstverweigerer.
In meiner Jugend hieß Bundeswehr “von Freunden umzingelt, und wenn man kämpft, dann für amerikanische Interessen in irgendeinem fernen Land”.
Heutzutage ist der V-Fall ein realistisches Szenario. Stünde ich heute noch mal vor der gleichen Entscheidung, würde ich mich vermutlich für den Wehrdienst entscheiden.
Bei der Umfrage würde mich mal interessieren, ob es einen Geschlechterunterschied gibt, was die Unterstützung des Wehrdienstes für alle angeht, wenn da so ein krasser 61/21 Unterschied zwischen Mann und Frau bei der eigenen Verteidigungsbereitschaft ist.
Wer sich genauer einlesen will: [https://zms.bundeswehr.de/de/publikationen-ueberblick/befragung-zwischen-kriegsangst-und-kriegstauglichkeit-5860904](https://zms.bundeswehr.de/de/publikationen-ueberblick/befragung-zwischen-kriegsangst-und-kriegstauglichkeit-5860904)
Ich hab Rücken
Nicht wenige Männer denken auch sie könnten gegen einen Grizzlybären kämpfen..und gewinnen. Von der Couch aus ist halt auch jeder ein Bundestrainer. Wenn es heiß wird haben die meisten dann doch nicht sooo Lust darauf.
Viele finden auch Ehrenamt wichtig und wie viele machen es wirklich?
Nach dem Krieg muss es ja auch noch Männer geben, die nicht völligst traumatisiert in der Vergessenheit verschwinden, dafür würde ich mich dann anbieten.
In einer Umfrage würde ich auch viel.
Ich finde die Kommentare hier wirklich amüsant. Wenn man offen sagt, dass man lieber abhauen würde statt zu kämpfen, wird man sofort an den Pranger gestellt. Aber ist es verwerflich, wenn man einfach nicht als Instrument der Politik enden will? Vorallem DIESER Politik? Wo Politiker offen im Fernsehen sagen, dass SIE ja nicht im Krieg sterben werden?
Im modernen Krieg gibt es als Infanterist nichts zu bekämpfen. Du bist ein stück Fleisch, dass als nächstes Ziel einer Kampfdrohne endet. Daran ist nichts Ehrenvolles. Dein Land wird es dir nicht danken. Du bist eine Statistik. Nichts weiter. Das ist die harte Wahrheit.
Und wenn man mit dem Argument Familie beschützen kommt? Ich schütze meine Familie weder in der Ukraine, noch an der Polnischen Grenze. Meine Familie hätte weitaus mehr davon, wenn ich bei ihr blieben würde, anstatt als Drohnen Zielübung als Statistik zu enden. Ich denke das ist eine valide und völlig nachvollziehbare Sichtweise der Dinge.
Das erinnert mich jetzt irgendwie an die Erzählungen von Hardy Krüger über seinen Einsatz mit seinen Ordensburg Napola-Mitschüleren, von denen über 80% beim ersten Gefecht draufgegangen sind.
Mehrheit der Männer lügt sich in die eigene Tasche.
Ich würde es nicht tun. Ich besitze nichts was zu verteidigen wäre, keinen Grund und auch kein Haus. Ich würde meine paar Wertsachen nehmen und mit meiner Familie fliehen.
Wenn wir Deutschland verteidigen müssten, dann nur weil wir Polen voll in der Scheisse sitzen lassen haben und dann würd’ ich auch nicht mehr ausrücken wollen. Polen ist das Minas Tirith von Mittel~~erde~~-Europa. Wenn man’s schon nicht geschissen bekommt die Ukraine ordentlich zu unterstützen dann wenigstens Polen. Die haben eh noch was gut bei uns. Gebt mir mein G36 und schickt mich rüber, Kurwa!
Wenn dann bitte nicht vor meiner Haustür sondern irgendwo auf einem Feld, danke.
Hä, ich geh doch nicht sterben
Die Einstellung von den meisten hier einfach abzuhauen ist ja absolut lobenswert. Damit scheißt ihr nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf den Rest von Westeuropa.
Sobald ich einen möglichen kriegerischen Ernstfall in Deutschland auch nur rieche, bin ich hier weg. So einfach ist das.
Hier die ganze Studie für interessierte: https://zms.bundeswehr.de/resource/blob/5855536/3afdc801d2623b20679b4a44eacfd1d2/zmsbw-forschungsbericht-137-bevbefragung-2024-data.pdf
Interessant finde ich die Verteidigungsbereitschaft nach Partei auf S. 39:
Union 51%
SPD 47%
AfD 61%
FDP 72%
Linke 32%
Grüne 22 %
BSW 27 %
Ebenfalls finde ich interessant das Menschen mit Migrationshintergrund fast genauso zum Kampf bereit wären, da hört man ja von rechter Seite den Vorwurf der Illoyalität (39 vs 42%).
Sehr gute Frage. Vor 10-15 Jahren (Jugendlicher, junger Erwachsener) hätte ich wohl sehr wahrscheinlich direkt ja gesagt.
Heute bin ich mir nicht mehr sicher, da mittlerweile ca. 25% der Bevölkerung eine Partei wählt, die Menschen wie mich gerne remigrieren möchte.
“Verteidigen” ist aber ein relativ romantisches Wort, das in meinen Augen nicht mehr passend ist.
In der Realität ist doch konstant eine Drohne über dir und du kannst ihren Augen nie entkommen. Du hast keine Chance mehr auf eine Verteidigung mehr, es ist mehr ein Glücksspiel. Entweder die Drohne fliegt auf dich oder jemanden neben dir. Der Nachschub an Drohnen ist quasi unendlich und sie sind Tag und Nacht in der Luft.
Propaganda wirkt …
Comments are closed.