> “Wieso? ich darf das doch wenn ich will’, hieß es dann, und dann wurde der Kofferraum zugeknallt und die sind einfach mit allen Lebensmitteln abgerauscht.”
Wer heute noch einen SUV ohne Softclose oder selbstschließen Kofferraumdeckel fährt hat das kostenlose Essen offensichtlich nötig /s
Ich habe das kürzlich in Frankreich gesehen, dass es da Boxen mit Lebensmitteln gab, aus denen sich wohl ärmere Mitmenschen bedienen konnten. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, selbst da etwas rauszunehmen. Erstens weil ich nicht der Adressat dafür bin, aber auch weil ich nicht wüsste wie lange das Zeug schon darin lagert…
>”Aber dann sind teilweise große SUVs vorgefahren, und die Leute haben dann die Hütte ratzekahl leergräumt, das hat sich schon wie Missbrauch angefühlt.” erzählt Pfarrer Vehring.
>Teilweise hat das der katholische Pfarrer selbst mitbekommen und diese Leute dann angesprochen. Doch das Ergebnis war ernüchternd. “‘Wieso? ich darf das doch wenn ich will’, hieß es dann, und dann wurde der Kofferraum zugeknallt und die sind einfach mit allen Lebensmitteln abgerauscht.”
Wow, Menschen mit SUVs verhalten sich wie Arschlöcher. Das ist ja Mal wirklich überraschend…
Ich bin leider nicht überrascht.
Zeigt halt wieder sehr gut, dass viele Menschen Egoisten sind und ohne Scham alles nehmen was nicht Niet und nagelfest ist, obwohl sie es gar nicht bräuchten
[removed]
And this is why we cannot have nice things.
In einer Firma, wo ich früher gearbeitet hab, gab es in der Kantine mal für knapp eine Woche ein Selbstbedienungsbuffet mit Pauschalpreis, dann kamen ein paar ganz Schlaue mit Tupperdosen, um sich noch was mitzunehmen, einfach, weil es ja im Preis drin war. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen armen Schluckern, das waren allesamt Akademiker mit sehr ansehnlichem Einkommen, die absolut nicht darauf angewiesen waren, ein gratis Abendessen mitzunehmen.
> Anfangs lief es gut. “Aber dann sind teilweise große SUVs vorgefahren, und die Leute haben dann die Hütte ratzekahl leergräumt, das hat sich schon wie Missbrauch angefühlt.” erzählt Pfarrer Vehring.
Menschen sind einfach nur ekelhaft teilweise.
Das tut mir vor allem für die Ehrenamtlichen leid, die sich engagiert haben.
Captain Obvious wundert sich über nix mehr.
Der SUV Arsch ist wahrscheinlich in seiner wohlgenährten Blase weil er halt immer nimmt und nie gibt.
Bei uns in Büro funktioniert schon der Obstkorb nicht richtig.
Es braucht wieder mehr Verantwortung für die Taten der Gesellschaft. Solche Leute sollte man öffentlich benennen, damit sie sich für das was sie tun schämen
Bring Public Shaming back.
Das funktioniert doch nur weil es keine Rückmeldung gibt wenn du sich Kacke verhälst. Würde dort ein Schild mit Foto von den Selbstbedienern aufgehangen gäbe es schon eine gute Chance, dass es enden würde.
In meiner Heimat leider ähnlich…es gab ein kleines Häuschen in dem Sachen mitgenommen oder hingebracht werden konnten. Nach einiger Zeit haben sich immer dieselben darum versammelt und sich auf die neuen Sachen gestürzt teilweise nicht mal gewartet, bis man draußen war. Dann kam Müll dazu und schließlich hat die Stadt das Ding Dicht gemacht.
In Japan und Neuseeland klappt sowas seit Jahrzenten. Die Deutschen sind mal wieder etwas… Speziell…
Kennt ihr diese Tauschregale, die in manchen Stadtteilen rumstehen? Meistens vor allem mit Büchern voll? Fand’ ich immer ganz gut.
Bei mir stehen mind. zwei im Umkreis von 4km. Irgendwer muss sich drum kümmern und gelegentlich den Müll rausschmeißen – das eine steht neben Kirchen und Gemeinezentrum – scheint aber zu funktionieren.
Bei uns wurde diese Hütte einfach angezündet.
Individualistische Gesellschaft tut Individualismusdinge.
In meiner alten Heimat gab es mal den Fall eines kleinen Selbstbedienungs-Kleidungslädchens für Babies und Kleinkinder, alles durch die Besitzerin geschneidert und gehäkelt. Kasse auf Vertrauensbasis, aber halt festgeschraubt und nur mit Einwurf.
Wurde tagsüber von einer älteren Dame leer geräumt. Die Kamera am Haus hatte nur die schick gekleidete Dame filmen können, leider nicht das Kennzeichen des BMW-Cabrios. Fand’ ich schon erschreckend, wie dreist man sein kann.
Klarer Fall für die Mobile Jugendarbeit, die Damen und Herren sollen sich doch mal daran wenden. Diese wiederum kennen immer interessierte Zeitgenossen die sich gerne mal so einen SUV Kofferraum anschauen würden. Sind meistens Menschen die einfach nur ruhe in ihrem Viertel wollen und eine gutes miteinander. Die haben auch meist solche Freundschaftsarmbändchen dabei und Streichelstöcke. Sind zumeist freiberuflich tätig und lungern gern in den Abendstunden ab.
Hätten wir alle eine gesunde Menge Empathie gäbe es viele Probleme nicht. Empathie nimmt auch leider immer mehr ab.
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Ach ja, Hochvertrauensgesellschaft war schön.
> “Wieso? ich darf das doch wenn ich will’, hieß es dann, und dann wurde der Kofferraum zugeknallt und die sind einfach mit allen Lebensmitteln abgerauscht.”
Wer heute noch einen SUV ohne Softclose oder selbstschließen Kofferraumdeckel fährt hat das kostenlose Essen offensichtlich nötig /s
Ich habe das kürzlich in Frankreich gesehen, dass es da Boxen mit Lebensmitteln gab, aus denen sich wohl ärmere Mitmenschen bedienen konnten. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, selbst da etwas rauszunehmen. Erstens weil ich nicht der Adressat dafür bin, aber auch weil ich nicht wüsste wie lange das Zeug schon darin lagert…
>”Aber dann sind teilweise große SUVs vorgefahren, und die Leute haben dann die Hütte ratzekahl leergräumt, das hat sich schon wie Missbrauch angefühlt.” erzählt Pfarrer Vehring.
>Teilweise hat das der katholische Pfarrer selbst mitbekommen und diese Leute dann angesprochen. Doch das Ergebnis war ernüchternd. “‘Wieso? ich darf das doch wenn ich will’, hieß es dann, und dann wurde der Kofferraum zugeknallt und die sind einfach mit allen Lebensmitteln abgerauscht.”
Dabei läuft gerade zufällig [https://open.spotify.com/intl-de/track/4z0A1TLysK1gyzRn3S5kk5?si=ffa652023fad43f6](https://open.spotify.com/intl-de/track/4z0A1TLysK1gyzRn3S5kk5?si=ffa652023fad43f6) — passt wie Faust aufs Auge.
Wow, Menschen mit SUVs verhalten sich wie Arschlöcher. Das ist ja Mal wirklich überraschend…
Ich bin leider nicht überrascht.
Zeigt halt wieder sehr gut, dass viele Menschen Egoisten sind und ohne Scham alles nehmen was nicht Niet und nagelfest ist, obwohl sie es gar nicht bräuchten
[removed]
And this is why we cannot have nice things.
In einer Firma, wo ich früher gearbeitet hab, gab es in der Kantine mal für knapp eine Woche ein Selbstbedienungsbuffet mit Pauschalpreis, dann kamen ein paar ganz Schlaue mit Tupperdosen, um sich noch was mitzunehmen, einfach, weil es ja im Preis drin war. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen armen Schluckern, das waren allesamt Akademiker mit sehr ansehnlichem Einkommen, die absolut nicht darauf angewiesen waren, ein gratis Abendessen mitzunehmen.
> Anfangs lief es gut. “Aber dann sind teilweise große SUVs vorgefahren, und die Leute haben dann die Hütte ratzekahl leergräumt, das hat sich schon wie Missbrauch angefühlt.” erzählt Pfarrer Vehring.
Menschen sind einfach nur ekelhaft teilweise.
Das tut mir vor allem für die Ehrenamtlichen leid, die sich engagiert haben.
Captain Obvious wundert sich über nix mehr.
Der SUV Arsch ist wahrscheinlich in seiner wohlgenährten Blase weil er halt immer nimmt und nie gibt.
Bei uns in Büro funktioniert schon der Obstkorb nicht richtig.
Es braucht wieder mehr Verantwortung für die Taten der Gesellschaft. Solche Leute sollte man öffentlich benennen, damit sie sich für das was sie tun schämen
Bring Public Shaming back.
Das funktioniert doch nur weil es keine Rückmeldung gibt wenn du sich Kacke verhälst. Würde dort ein Schild mit Foto von den Selbstbedienern aufgehangen gäbe es schon eine gute Chance, dass es enden würde.
In meiner Heimat leider ähnlich…es gab ein kleines Häuschen in dem Sachen mitgenommen oder hingebracht werden konnten. Nach einiger Zeit haben sich immer dieselben darum versammelt und sich auf die neuen Sachen gestürzt teilweise nicht mal gewartet, bis man draußen war. Dann kam Müll dazu und schließlich hat die Stadt das Ding Dicht gemacht.
In Japan und Neuseeland klappt sowas seit Jahrzenten. Die Deutschen sind mal wieder etwas… Speziell…
Kennt ihr diese Tauschregale, die in manchen Stadtteilen rumstehen? Meistens vor allem mit Büchern voll? Fand’ ich immer ganz gut.
Bei mir stehen mind. zwei im Umkreis von 4km. Irgendwer muss sich drum kümmern und gelegentlich den Müll rausschmeißen – das eine steht neben Kirchen und Gemeinezentrum – scheint aber zu funktionieren.
Bei uns wurde diese Hütte einfach angezündet.
Individualistische Gesellschaft tut Individualismusdinge.
In meiner alten Heimat gab es mal den Fall eines kleinen Selbstbedienungs-Kleidungslädchens für Babies und Kleinkinder, alles durch die Besitzerin geschneidert und gehäkelt. Kasse auf Vertrauensbasis, aber halt festgeschraubt und nur mit Einwurf.
Wurde tagsüber von einer älteren Dame leer geräumt. Die Kamera am Haus hatte nur die schick gekleidete Dame filmen können, leider nicht das Kennzeichen des BMW-Cabrios. Fand’ ich schon erschreckend, wie dreist man sein kann.
Klarer Fall für die Mobile Jugendarbeit, die Damen und Herren sollen sich doch mal daran wenden. Diese wiederum kennen immer interessierte Zeitgenossen die sich gerne mal so einen SUV Kofferraum anschauen würden. Sind meistens Menschen die einfach nur ruhe in ihrem Viertel wollen und eine gutes miteinander. Die haben auch meist solche Freundschaftsarmbändchen dabei und Streichelstöcke. Sind zumeist freiberuflich tätig und lungern gern in den Abendstunden ab.
Hätten wir alle eine gesunde Menge Empathie gäbe es viele Probleme nicht. Empathie nimmt auch leider immer mehr ab.
Es kann einfach keine netten Dinge geben.
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