Freispruch im »Badewannenmord«-Prozess: Justizopfer verklagt Bayern auf 750.000 Euro

by bedbooster

14 comments
  1. 750k was soll das denn bitte für eine lachhafte Kompensation für 13 Jahre sein?

  2. “Genditzkis Klage ist gestützt auf Amtshaftungsansprüche nach Paragraf 839 des Bürgerlichen Gesetzbuches und Artikel 34 des Grundgesetzes, in dem es heißt: »Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht.«”

  3. 13 Jahre… 13 Jahre unschuldig – das muss einen echt wurmen.

  4. Irre!

    Man muss sich das mal vorstellen: Das Medianbruttoeinkommen pro Jahr liegt bei ca. 40k pro Jahr, also rund 500k für 13 Jahre.

    Vom Staat hat Genditzki nur 370k bekommen, also bisher also noch nicht mal seinen Gehaltsausfall ersetzt bekommen.

    Von einer Entschädigung ganz zu schweigen!

  5. Das ist schon der zweite, sich sehr ähnelnde, krasse Justiz-Skandal in den letzten 20 Jahren, der mir aus Bayern bekannt ist.
    Wer richtig Lust auf anschwellende Halsschlagadern hat, liest sich mal hier durch:

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath](https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath)

  6. Generell bei Fehlurteilen, finde ich muss man trennen, also solche die klar Fahrlässig waren.
    und fehlurteile die zum zeitpunkt des urteiles nicht verhinderbar und nachvollzihbar wahren.

    für ersteres würde ich pro jahr den doppelten grenzwert der Beitragsbemessungsgrenze der Renten versicherung als bruttozahlung
    für zweiteres den einfachen grenzwert.

    Freiheit ist mit eins der höchsten Güter das wir haben. Bei verstößen sollte man entsprechend Zahlen.

    dass natürlich jeweils ohne abzug für kost und logis, den darf es nicht geben da ist der staat selber schulöd der sollte nicht auch noch geld dafür nehmen.

    und natürlich hat der staat die person in rente und Krankenversicherung und co so zu stellen als ob die person nie inhaftiert war.

    also maximale rentenbeiträge und co zahlt der staat nach. und auch tatsächliche schäden die entstanden sind Haus verkauft etc muss der staat übernehmen

  7. Was würde denn ein Richter sagen wenn man ihn 13 Jahre für 368.000 € Arbeiten lassen würde.

    Als zusatzoption noch anbieten, unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft und strikte Regelung der Freizeitbeschäftigung.

  8. Er kriegt nichtmal das mindeste an Respekt oder Entschädigung.

    Vergewaltiger, Drogendealer und das ganze Schwarz Milleui was sich hier in Casions, Sonnerstudios etc. breit machen interessieren dieses Land zudem auch nicht.

    Echt eklig was in diesem Land passiert.

  9. Ich bin der Meinung, in solchen Fällen sollte eine Entschädigung gezahlt werden, die dem Wert des Mindestlohns entspricht. Dies dann für jede Stunde, die er unschuldig im Gefängnis saß. Natürlich ohne Abzüge.

  10. Der wahre Skandal ist das Verhalten der bayrischen Justiz – es war von Anfang an ein reiner indizien Prozess. Einer der Ausschlag gebenden Punkte für das Urteil war die eigenartige Art in der die Frau in die Badewanne gefallen war. Durch eine Computersimulation konnte dann bewiesen werden das die Frau genau so in die Badewanne gefallen und ertrunken ist.

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