Gesundheitspolitik: Bundesärztekammer fordert Rücknahme von Cannabisteillegalisierung

by JJbeansz

35 comments
  1. > Die Bundesärztekammer hat die nächste Bundesregierung aufgefordert, die teilweise Legalisierung von Cannabis vollständig zurückzunehmen. Das geht aus einem Positionspapier der Bundesärztekammer zur Bundestagswahl im Februar hervor, über das das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtete. Zudem solle die Regierung eine Zuckersteuer einführen und die Abgaben auf Tabak- und Nikotinprodukte erhöhen, fordern die Ärzte darin. Die Erlöse daraus sollten in das Gesundheitswesen fließen. Die Förderung gesunder Lebensführung und der Gesundheitskompetenz der Menschen sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht ausschließlich im Gesundheitswesen verortet werden könne, hieß es.

  2. Kein Bock auf die Steuereinnahmen durch den boomenden Markt, so wie es aussieht. Wer brauch das schon

  3. >In der gesellschaftlichen Wahrnehmung wird eine Droge verharmlost, die nachgewiesenermaßen abhängig macht und zu schweren Entwicklungsschäden führen kann.

    Alkohol?

  4. Weil wenn es illegal wird, es dann weniger schädlich ist oder weil Leute den Konsum aufgeben?!

  5. Ich weiß man kann auch mehrere Sachen auf einmal machen, aber hat die Bundesärztekammer nichts besseres zu fordern? Zum Beispiel dass Ärzte mehr als 7,5 Minuten für Patienten im Quartal haben müssen?

    Das würde der Volksgesundheit wahrscheinlich mehr dienen als komplette Prohibition von allen Rauschmitteln.

  6. Weil dieser Vogel auch sonst für so gute Vorschläge bekannt ist, wie beispielsweise Arzneimittel wie auf dem Flohmarkt zu handeln, auch wenn sie abgelaufen sind, oder dass Masken keine Wirksamkeit gegen die Verbreitung von Corona haben.

    Glauben die im Ernst, dass das irgendwas an der Lage ändern wird? Man wird nach wie vor super einfach ans Gras kommen, nur das man als Konsument auch wieder massiv eingeschränkt wird. Wie soll denn die Wirkung des Gesetzes in Kraft treten, wenn es von so vielen Seiten blockiert wird und auch gerade erst in Kraft getreten ist?

    Selten sowas dämliches gehört und dabei bin ich garkein Konsument.

  7. Wenn dafür gleichzeitig auch Alkohol verboten wird, bin ich dabei.

  8. Ob Cannabis nun legal oder illegal ist wird nichts an dem Konsumverhalten der Menschen verändern. Das einzige was damit erreicht werden würde, wäre das ansonsten tadellose Bürger zu Kriminellen erklärt werden und so auch die Hemmschwelle zu anderen Dingen in diesem Bereich gesenkt wird. Außerdem verstehe ich es einfach nicht warum Cannabis anscheinend so gefährlich ist, das man es wieder verbieten sollte, Alkohol aber anscheinend unbedenklich genug ist um noch erlaubt zu bleiben. Ich konsumiere selber kein Cannabis, ich empfand die Entscheidung der Legalisierung dennoch einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

  9. Kann denn die Bundesärztekammer irgendwelche Zahlen vorlegen, dass seit der Legalisierung der Konsum stark angestiegen ist? Oder Unfälle / Krankenhausaufenthalte auf Grund von Cannabis? Also irgendwas?

  10. Ich denke, dass ja vor allem die Umsetzung der Legalisierung kritisiert wird. Das kann man dann natürlich machen. Die Verharmlosung von Cannabis zu kritisieren ohne über dasselbe Problem beim Alkohol zu schreiben, wirkt auf mich nicht so gut.

    Es wird aber vor allem der mangelnde Jugendschutz, die fehlende Entlastung der Polizei und Justiz sowie auch die fehlende Bekämpfung des Schwarzmarktes beklagt. Ich weiß nicht wie man es hätte besser umsetzen können und warum Modelle wie aus den USA oder Niederlande nicht möglich waren.

  11. Das Ding ist noch nicht mal seit einem Jahr durch, also viel zu kurz, um irgendwelche wissenschaftlichen Studien zu den negativen Einflüssen für Jugendliche zu haben.

    Das ist eine reine unwissenschaftliche Meinung der Ärzte.

    Passt aber dazu, was viele Ärzte auch in der Praxis von sich geben.

  12. Ich möchte bitte gern verlässlich saubere Drogen konsumieren können wenn mir der Sinn danach steht.

    Beim Alkohol wird doch auch sichergestellt daß ich kein Blindmacher zu kaufen bekomme.

  13. Nachdem ich den Artikel gelesen hab, würde mich sehr interessieren, welchen Parteien die in der Bundesärztekammer sitzenden Heinis ihre Stimme geben und ob vor kurzer Zeit grössere Beträge auf der Konten überwiesen wurden.

  14. Cannabis war immer vor allem ein bürgerrechtliches Thema. Leute zu kriminalisieren die sich halt nicht mit Alkohol berauschen möchten, sondern weichere Drogen vorziehen ist sinnlos und hat weder den Konsum reduziert noch sind Jugendliche und Kinder besser geschützt wenn man den Schwarzmarkt durch Verbote fördert. Die Länder in denen richtig legalisiert wurde haben empirisch belegen können das weder der Konsum angestiegen ist noch der Jugendschutz gelitten hat. Klar gesünder wäre es wenn keiner je Drogen nehmen würde, aber vielleicht ist ja doch eine individuelle Entscheidung mündiger volljähriger Bürger ob man es möchte oder nicht und nicht Aufgabe des Staates Menschen vorzuschreiben was sie mit ihrem Körper machen.

  15. Die Bundesärztekammer ist in dieser Konstellation nicht repräsentativ und betreibt in der Causa Cannabis bereits seit Jahren konservative Politik, die genausogut aus der CSU kommen könnte.

  16. Wie wäre es damit Cannabis legal in Shops erwerben zu können, dafür ne ordentliche Steuer drauf packen und von den Steuern das Gesundheitswesen zu unterstützen? Gleichzeitig Steuern für Alkohol, Tabak und E-Zigaretten anheben und diese Gelder auch in das Gesundheitswesen schieben? Dann kann sich jeder, der genug Geld hat, abschießen wie er will und gut ist.

  17. Dann kann man dich gleich damit anfangen, Alkohol ganz zu verbieten.

    Aber klar, dass es Mal wieder komplett weggelassen wird.

  18. Das klingt nicht nach Förderung eines gesunden Lebensstils, sondern nach Zwang und zum Glück habe. sich Ärzte ja auch nie geirrt. Dieses Land wird immer mehr zum Witz.

    „Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern ist keine Kammer oder sonstige Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern ein nicht eingetragener Verein ohne eigene Rechtsfähigkeit. Sitz der Bundesärztekammer ist Berlin (im Ortsteil Charlottenburg).
    Die BÄK entstand im Jahr 1947 als Arbeitsgemeinschaft der westdeutschen Ärztekammern.[1] Sie vertritt die berufspolitischen Interessen der Ärzte in der Bundesrepublik Deutschland.“ – Wikipedia

    Achso. Na dann.

  19. wo sind eigentlich die Daten die uns zeigen können, was sich nach der „Legalisierung“ geändert hat. Zb. Steuereinnahmen, Anzahl der Clubs und Käufer von med. Cannabis, entlastung der Strafverfolgung und was hat sich bei dem organisierten Verbrechen geändert. Die haben doch bestimmt eine wissenschaftliches Monitoring, all dieser Parameter. Darüber könnte man dann Diskutieren, wie die nächsten Verbesserungen aussehen könnten. Kennt jemand Zahlen?

  20. Cannabis zu verbieten ist ein Konjunkturpaket für das Organisierte Verbrechen.

  21. > “In der gesellschaftlichen Wahrnehmung wird eine Droge verharmlost, die nachgewiesenermaßen abhängig macht und zu schweren Entwicklungsschäden führen kann”, hatte Ärztepräsident Klaus Reinhardt gesagt. “Das Cannabisgesetz ist ein kleinteiliger, politischer Formelkompromiss, der die selbst gesetzten Ziele eklatant verfehlt: Jugendliche werden nicht geschützt, sondern großen Risiken ausgesetzt.” Justiz und Polizei würden überlastet, Schwarzhändler weiter aktiv bleiben und es in mancher Hinsicht leichter haben als zuvor, sagte Reinhardt.

    Klaus Reinhardt hat während Corona gesagt, dass wegen der Medikamentenlieferknappheiten, sich Menschen auf lokalen Flohmärkten mit Medikamenten eindecken sollen. Daraufhin durfte er sich erstmal einem Shitstorm seiner Kollegen aussetzen.

    Oder als er bei Lanz meinte, dass Masken keinen Schutz geben würde, was auch angeblich durch Studien bewiesen sei. Selbst Lanz konnte es nicht fassen und der Herr Doktor musste seine Aussage kurz danach öffentlich zurücknehmen und die Wirksamkeit von Masken bestätigen.

    Also, “Gott in Weiss” behauptet Dinge ohne Evidenz … malwieder.

    Edit: Link zu seinem Wikipediaartikel : https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Reinhardt_(Mediziner)

  22. Welche Rechtskonservativen jucken sich effektiv für das Thema? Ich hasse es den eigenen Personenkreis ranzuziehen, aber ich lebe aktuell auf dem ostdeutschen Land mit einer zurückgebliebenen Familie voller AfDler. Selbst bei deren Stammtisch-Gejammer ist Cannabis nie ein Thema. Sie ziehen nicht mal den Schluss “alle jungen Leute sind dumm -> wegen den Grünen -> weil sie ihnen Cannabis geben” oder “die Grünen wollen, dass du nicht AfD wählst, darum geben sie dir Cannabis damit du am Wahltag high bist” oder was auch immer das blaue Hirn in dem Moment so rauspressen könnte, ich weiß doch auch nicht. Und wir reden hier von Leuten, die glauben, Biobeutel wurden von den Grünen eingeführt um die ostdeutsche Landbevölkerung zu verarmen, die nicht mehr die 10ct billigeren Plastikbeutel für Biomüll kaufen soll.

  23. So langsam ist es glaube ich an der Zeit auszuwandern. Dieses Land ist so unendlich rückständig und debil, ich ertrage diesen grenzdebilen Schwachsinn einfach nicht mehr.

  24. Die Bundesärztekammer ist eine gesundheitliche Institution, keine gesellschaftliche oder rechtliche. Warum es sich die Kollegen herausnehmen, sich in einen Fachbereich einzumischen, von dem sie offensichtlich keinen blassen Schimmer haben, erschließt sich mir nicht. Es ist Aufgabe der BÄK gesundheitliche Empfehlungen auszusprechen. Das schließt insbesondere Konsumempfehlungen ein. Warum man aber hier dem Mythos, dass eine Prohibition eine Verringerung der Gesundheitsschäden bedeuten würde, aufgesessen ist und diesen Vertreten muss, obwohl dies nichts mit der eigenen Expertise zutun hat, erschließt sich mir nicht. Für diese Bewertung ist sie schlicht nicht zuständig.
    Hier spielt sie wohl mehr Sprachrohr der Union als eigenständige Insitution zu sein.

    Das naive Verhalten der ärztlichen Kollegen in den Gesprächsrunden der vergangenen Jahrzehnte sagt eigentlich schon alles, was man über das Thema wissen muss. So manchem Kollegen muss man da nochmal den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität erklären. Eigentlich peinlich.

  25. Lasst die Leute sich doch berauschen womit Sie wollen. Wenn das wirklich zurück genommen wird, ist es oberlächerlich und ein Beweis dafür, wie es in diesem Land um die Demokratie steht.

  26. Ich fordere auch so viel, juckt auch keinen 🤗
    Also Bundesärztekammer: 🖕🏻

  27. Ich kenne über Umwege nen dealer. Der würde sich über diese Entscheidung richtig freuen.

  28. „Jugendliche werden nicht geschützt, sondern großen Risiken ausgesetzt. Justiz und Polizei würden überlastet, Schwarzhändler weiter aktiv bleiben und es in mancher Hinsicht leichter haben als zuvor“ – dafür gibt es doch dann sicherlich auch Belege, oder? Warum wird dieses „Positionspapier“ eigentlich dann nicht auch veröffentlicht und im Artikel verlinkt, damit sich hierzu jeder seine eigene Meinung bilden kann? Und was hat denn die Ärztekammer mit Justiz, Polizei und dem Schwarzmarkt zu tun? Die sollen sich auf das konzentrieren, von dem sie Ahnung haben.

  29. Warum fließen solche Steuern wie Tabak- oder Alkoholsteuer eigentlich nicht teilweise zweckgebunden in die Gesundheitsversorgung oder ist das schon der Fall? Das wird ja auch im Positionspapier gefordert. Finde ich ohne mich damit näher auseinandergesetzt zu haben eigentlich nachvollziehbar. Immerhin sollen durch diese Steuern doch zumindest teilweise die negativen externen Effekte, die höheren Kosten für die Allgemeinheit durch höheres Krebsrisiko etc, internalisiert werden (teilweise Funktion einer Pigou Steuer?)

  30. Ich bin ja dafür das die BÄK dann mit guten Beispiel voran geht und uns allen zeigt wie ein gesunder Lebensstil geht, bedeutet natürlich absolutes Alkohol und Zigarettenverbot, mindestens 5 bis 10h Sport in der Woche und natürlich strengste Höchststandards bei der Ernährung was Qualität und Inhaltsstoffe angeht. Zuwiderhandlungen bestrafen wir dann mit dem Entzug der Approbation, denn Scharlatane und Quacksalber die von einem gesunden Lebensstil nichts wissen brauchen wir hier nicht.

    Was für Clowns ey.

  31. Die deutschen lieben es einfach anderen vorzuschreiben wie sie zu leben haben. Was ich nicht gut finde soll verboten werden! Bitte auch noch mehr Steuern und Vorschriften für alles andere was Spaß macht!

  32. Liebe BÄK, wir haben größere Probleme im Gesundheitswesen als dieses. Beste Grüße, ein Steuerzahler.

Comments are closed.