Hier vergibt Sydney Schertenleib eine Top-Chance für die Schweiz im Spiel gegen England.

SRFDie Szene des Spiels

In der 40. Minute hatte die Schweizer Frauen-Nati ihre erste Chance im Spiel gegen England. Supertalent Sydney Schertenleib eroberte den Ball in der englischen Hälfte und startete einen Konter. Wenige Meter vor dem Strafraum zog die 17-Jährige aus der Distanz ab, obwohl Iman Beney eigentlich mitgelaufen wäre.

Der Weitschuss war kein Problem für die englische Torhüterin. Zu eigensinnig! Und so blieb es zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 0:1. Am Ende verlor die Schweiz vor 32’000 Fans in Sheffield mit diesem Resultat auch.

Die Schlüsselfigur(en)

Sydney Schertenleib und Iman Beney. Ausgerechnet die beiden Schweizer Supertalente waren es, die die besten Chancen für die Nati hatten. Schertenleib (17) hatte eben jene kurz vor der Pause. Die 18-jährige Beney hatte eine Mega-Chance in der 55. Minute.

Sydney Schertenleib gelang kein Tor gegen England.

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Zuerst bekam die junge Schweizerin den Ball und lupfte ihn über ihre Gegenspielerin. Dann nahm sie den Ball an und zog in Richtung Tor ab. Doch Goalie Hannah Hampton konnte gerade noch mit der Faust retten. Bitter! Die beiden haben gezeigt, dass sich die Schweiz über diese zwei Wunderkinder freuen darf. Zumal auch Noemi Ivelj (18) überzeugte.

Das bessere Team

Gegen die Schweiz traten die Europameisterinnen und Vize-Weltmeisterinnen mit einer B-Elf an. Im Vergleich zum Spiel gegen die USA am Wochenende wurde das Team auf zehn Positionen (!) verändert. Trotz dieses Umstands war England in der ersten Hälfte das bessere Team. Das änderte sich jedoch in der zweiten Halbzeit.

Die Nati wachte auf und wurde besser und besser. Der Ausgleich wäre verdient gewesen. Sehenswert etwa: Meriame Terchoun kurz vor Schluss mit einem tollen Schuss. Kurz vor Schluss wollte die Nati noch einen Penalty haben. Doch die Pfeife blieb stumm. Dennoch: Die Schweiz zeigte eine starke Reaktion auf die 0:6-Ohrfeige gegen Deutschland.

Das Tribünen-Gezwitscher

Zuletzt kam es bei den Spielen der Frauen-Nati in der Schweiz nicht zum Einsatz des VARs und der Torlinien-Technologie. Er stand überhaupt nicht zur Verfügung. Im Auswärtsspiel gegen England änderte sich dies nun. Beides stand im Einsatz.

Zudem durften beide Teams einen zusätzlichen Wechsel im Falle einer Gehirnerschütterung vornehmen. Und das alles in einem historischen Stadion. Denn: Die Bramall Lane in Sheffield ist das älteste Stadion der Welt, in dem noch Profi-Fussball gespielt wird. Gebaut wurde die Arena 1855.

Das Tor

8’ I 1:0 I Die erste Aktion führte bei England bereits zum Erfolg. Nach einem Freistoss und einem Pfostenklatscher stand Grace Clinton goldrichtig und staubte ab.

So gehts weiter

Gegen England fand das letzte Nati-Spiel des Jahres statt. Es war aber nicht das letzte Nati-Highlight! Am 16. Dezember findet die Gruppenauslosung für die Heim-EM statt. Spannung garantiert.