Eine gute Nachricht für Grenzgänger aus Deutschland: Wer für seine Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr auf der deutschen Seite das sogenannte Deutschlandticket nutzt, kann ab dem 1. Januar damit auch in den von Luxemburg betriebenen Pendlerbussen fahren, ohne einen weiteren Fahrschein lösen zu müssen. Das gab das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium am Freitagmorgen in Mainz bekannt.
Bisher hatte das Deutschlandticket auf deutscher Seite nur in Verkehrsmitteln gegolten, die auch von Deutschland aus betriebenen werden – die Luxemburger Busse, die von Trier, Saarburg oder dem Saarland aus deutsche Grenzgänger zur Arbeit und wieder zurück fahren, zählten bislang nicht dazu. Nach Trier war zum Beispiel noch eine weitere Monatskarte zum Preis von 40 Euro nötig.
Das ändert sich jetzt zumindest für den Zeitraum von etwa anderthalb Jahren: Solange soll das Pilotprojekt „Ticket DeLux“, das auch mit EU-Geldern gefördert wird, zunächst laufen.
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Gültigkeit des Deutschlandticket
Das Deutschlandticket gilt bereits im grenzüberschreitenden Zugverkehr sowie auf den grenzüberschreitenden Linien des VRT und des SaarVV zwischen Deutschland und Luxemburg. Busse der luxemburgischen RGTR-Linien (Régime Général des Transports Routiers), die in Deutschland fahren, wenden derzeit noch den rein luxemburgischen RegioZonen-Tarif an. Ab dem 1. Januar 2025 können die 14 luxemburgische RGTR-Linien, die zwischen Deutschland und Luxemburg verkehren, für zunächst 17 Monate mit dem Deutschland-Ticket genutzt werden.
Dies betrifft folgende RGTR-Linien: 180, 301, 302, 303, 305, 306, 331, 332, 401, 402, 403, 404, 405, 407.
Achtung: Die Linie „L40 Saarbrücken-Express“ ist eine Fernverkehrsverbindung. Da das Deutschlandticket nur im Nahverkehr gilt, ist die Linie L40 nicht von der Regelung betroffen.