Was für eine Ironie. Auch in meinen Bekanntenkreis haben alle gegen Vermögenssteuern gewettert. Weil, was wenn IHR “Vermögen” damit besteuert wird? Während sie selbst im 300.000 € Haus sitzen und sich vor einer Steuer fürchten die erst ab *einer Million* greift. Nun hat die brave ÖVP, und all ihre [Zuredner](https://www.derstandard.at/story/3000000247116/leak-wirtschaftskammer-fordert-offenbar-rueckschritte-in-klimapolitik), natürlich auf die kleinen Leute gehört und schlägt stattdessen höhere Grundsteuern vor. Tja, statt wirklich reichen Vermögen versteuern wir nun *genau diese Menschen* mit ihrem kleinen “Vermögen”, egal wie klein. Und wie treffend beschrieben, die Benkos, Pierers und Mateschitz’ richten es sich, und geben die neuen Grundsteuern etwa brav an die Mieter ihrer Immobilien weiter.
In dem Sinne Danke an alle Wähler von ÖVP, NEOS und FPÖ dass ihr euer hart verdientes “””Vermögen””” vor der *bösen* Vermögenssteuer “beschützt” habt, im Sinne aller Mieter und tatsächlichen kleinen Häuslbauer im Land die die neue Steuer nun fressen dürfen! Währenddessen wohnt der Benko weiter in seiner Luxusvilla und lacht uns aus.
Geh scheißn
Grundsteuern werden von Ökonomen allgemein als die besten Steuern angesehen, da sie denjenigen das Geld wegnehmen, die am meisten von staatlichen Dienstleistungen profitieren. Sie drängen die Menschen dazu, nicht zu viel Platz einzunehmen und Eigentum effektiv zu nutzen, anstatt darauf herumzusitzen. Die Leute, die darüber schimpfen, dass Grundsteuern den „armen Hausbesitzer“ betreffen, haben normalerweise keine Vorstellung davon, wie viel Sicherheit und Reichtum sie haben. Ohne hohe Grundsteuern spaltet sich die Wirtschaft in zwei Klassen: Immobilienbesitzer, die nie etwas bezahlen müssen. Und Mieter: die alles bezahlen müssen. Vermögenssteuern sind nicht so effektiv, weil sie nicht den Hauptspeicherort treffen, in dem Vermögen normalerweise gehalten und bewahrt wird: Landbesitz.
Unabhängig davon, dass moment genau so ein Schmutzblatt wie exxpress, nur am anderen Ende des politischen Spektrums, ist, finde ich die Idee dennoch eine gute, wenn sie richtig ausgestaltet ist.
Über Grundbesitz gibt es wohl die besten Vermögensdaten in Österreich und beim Hausbau kriegt man über Wohnbeihilfe etc. wahrscheinlich auch die meisten Beihilfen auf einmal. Wichtig wären entsprechende Freibeträge, eine Unterscheidung von bebautem und unbebautem sowie von betrieblich und privat genutzten Grund. Dann noch evtl eine Befreiung in den ersten 3-5 Jahren und dann kommt mir die Idee einigermaßen sinnvoll vor.
Ich weiß net mal warum die Grundsteuererhöhung Thema ist. Die Gemeinden bekommen die Grundsteuer, zur Sanierung des Bundesbudgets ist sie ungeeignet.
4 comments
>Die [ÖVP](https://orf.at/stories/3369115/), die [Industriellenvereinigung](https://www.iv.at/-Dokumente-/iv-positionen/iv-positionen-Juli-2023/IV-Kampagne-gegen–Schnueffelsteuer-.de.html), die [Wirtschaftskammer](https://www.wko.at/sbg/news/klartext-vermoegens-und-erbschaftssteuer), die [Neos](https://www.neos.eu/programm/news/neos-lehnen-erbschaftssteuer-on-top-kategorisch-ab), die [“Eigentümer”](https://www.wirtschaftszeit.at/news/vermoegenssteuer-trifft-letztlich-auch-die-haeuslebauer) und andere [rechte und liberale Gruppen](https://www.fpoe.at/artikel/vermoegenssteuer-fuer-spoe-koalitionsbedingung-und-was-sagt-oevp-dazu/) sind sich seit Jahrzehnten in ihrer Propaganda einig: Vermögenssteuern? Das kann man nicht machen. Die würde ja vor allem die braven Häuslbauer treffen.
Was für eine Ironie. Auch in meinen Bekanntenkreis haben alle gegen Vermögenssteuern gewettert. Weil, was wenn IHR “Vermögen” damit besteuert wird? Während sie selbst im 300.000 € Haus sitzen und sich vor einer Steuer fürchten die erst ab *einer Million* greift. Nun hat die brave ÖVP, und all ihre [Zuredner](https://www.derstandard.at/story/3000000247116/leak-wirtschaftskammer-fordert-offenbar-rueckschritte-in-klimapolitik), natürlich auf die kleinen Leute gehört und schlägt stattdessen höhere Grundsteuern vor. Tja, statt wirklich reichen Vermögen versteuern wir nun *genau diese Menschen* mit ihrem kleinen “Vermögen”, egal wie klein. Und wie treffend beschrieben, die Benkos, Pierers und Mateschitz’ richten es sich, und geben die neuen Grundsteuern etwa brav an die Mieter ihrer Immobilien weiter.
In dem Sinne Danke an alle Wähler von ÖVP, NEOS und FPÖ dass ihr euer hart verdientes “””Vermögen””” vor der *bösen* Vermögenssteuer “beschützt” habt, im Sinne aller Mieter und tatsächlichen kleinen Häuslbauer im Land die die neue Steuer nun fressen dürfen! Währenddessen wohnt der Benko weiter in seiner Luxusvilla und lacht uns aus.
Geh scheißn
Grundsteuern werden von Ökonomen allgemein als die besten Steuern angesehen, da sie denjenigen das Geld wegnehmen, die am meisten von staatlichen Dienstleistungen profitieren. Sie drängen die Menschen dazu, nicht zu viel Platz einzunehmen und Eigentum effektiv zu nutzen, anstatt darauf herumzusitzen. Die Leute, die darüber schimpfen, dass Grundsteuern den „armen Hausbesitzer“ betreffen, haben normalerweise keine Vorstellung davon, wie viel Sicherheit und Reichtum sie haben. Ohne hohe Grundsteuern spaltet sich die Wirtschaft in zwei Klassen: Immobilienbesitzer, die nie etwas bezahlen müssen. Und Mieter: die alles bezahlen müssen. Vermögenssteuern sind nicht so effektiv, weil sie nicht den Hauptspeicherort treffen, in dem Vermögen normalerweise gehalten und bewahrt wird: Landbesitz.
[https://www.oecd-ilibrary.org/docserver/5jz5pzvzv6r7-en.pdf?expires=1733907392&id=id&accname=guest&checksum=0EF5BEA5873A36B097C0B75957239FB3](https://www.oecd-ilibrary.org/docserver/5jz5pzvzv6r7-en.pdf?expires=1733907392&id=id&accname=guest&checksum=0EF5BEA5873A36B097C0B75957239FB3)
Unabhängig davon, dass moment genau so ein Schmutzblatt wie exxpress, nur am anderen Ende des politischen Spektrums, ist, finde ich die Idee dennoch eine gute, wenn sie richtig ausgestaltet ist.
Über Grundbesitz gibt es wohl die besten Vermögensdaten in Österreich und beim Hausbau kriegt man über Wohnbeihilfe etc. wahrscheinlich auch die meisten Beihilfen auf einmal. Wichtig wären entsprechende Freibeträge, eine Unterscheidung von bebautem und unbebautem sowie von betrieblich und privat genutzten Grund. Dann noch evtl eine Befreiung in den ersten 3-5 Jahren und dann kommt mir die Idee einigermaßen sinnvoll vor.
Ich weiß net mal warum die Grundsteuererhöhung Thema ist. Die Gemeinden bekommen die Grundsteuer, zur Sanierung des Bundesbudgets ist sie ungeeignet.
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