Von jetzt geht es bergab – mit den Temperaturen im Norden Deutschlands. Zumindest wenn der 42-Tage-Trend Recht behält. Bis zum Jahresende gibt es noch einiges an mildem Regen, aber dann ändert sich die Wetterlage. Es wird trockener und kälter. Tagsüber halten sich die Temperaturen nur knapp über Null und nachts ist auch wieder Frost dabei. Nach Schnee sieht es nicht aus. Auch nicht ab der zweiten Januar-Dekade, wenn die Temperaturen so richtig in den Keller gehen. Dann wäre sogar am Tag mäßiger Frost bis -6 Grad drin, in der Nacht mit bis -10 Grad strenger Frost. Niederschlag gibt es erst am Ende dieser Eiszeit wieder.
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42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands (Stand der Vorhersage: 16. Dezember 2024)
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Im Osten von Deutschland, zumindest im Flachland, bleibt es erst einmal zu mild für Schnee. Zwar kratzen die Tiefsttemperaturen mal am Gefrierpunkt, tagsüber sind bis zu 8 Grad einfach nicht gemacht für Schneefall. Aber halt! Für die ersten Tage im neuen Jahr berechnet der 42-Tage-Trend ein paar Flocken für die Bundeshauptstadt.
Mit dem Absturz der Temperaturen ab dem 10. Januar herum rechnet der 42-Tage-Wettertrend ebenfalls mit etwas Schnee. Der kann dann in der extremen Kältephase bis Ende Januar nichts anderes als liegen bleiben. Ein solcher Verlauf der Temperaturen wäre allerdings schon mehr als ungewöhnlich. Aber das Ergebnis der Wetter-Berechnungen ist jetzt einfach so.
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42-Tage-Wettertrend für Köln als Beispiel für den Westen Deutschlands (Stand der Vorhersage: 16. Dezember 2024)
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Etwas gemäßigter geht es da im Westen von Deutschland zu. Bis zum Jahresende läuft sowieso nicht viel mit Winter. Allerdings könnten die Mittelgebirge des Westens Schnee abbekommen. Denn wenn es bei 4 Grad in Köln regnet, schneit es voraussichtlich spätestens in Höhen ab 500 Metern. Ein paar Flocken könnten aber auch in der Dom-Stadt zum Jahreswechsel zu sehen sein, dann erst wieder mit dem Temperaturabfall in der zweiten Januar-Dekade. Bei Tageshöchstwerten im mäßigen Frostbereich hat der Westen alle Chancen auf eine weiße Winterlandschaft. Die taut aber flugs weg, wenn noch vorm Monatsende der Temperaturanstieg mit Regen einhergeht.
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42-Tage-Wettertrend für Garmisch-Partenkirchen als Beispiel für den Süden Deutschlands (Stand der Vorhersage: 16. Dezember 2024)
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Garmisch-Partenkirchen am Alpenrand zeigt da ein ganz anderes Winterbild. Bei Temperaturen am Tage höchstens wenig über Null schneit es immer wieder. Da kann sich nach und nach eine schöne Schneedecke bilden, die bis Ende Januar auf 70 Zentimeter anwächst – sofern sich das Wetter tatsächlich so entwickelt, wie die Wettercomputer gerade berechnen. Und die Nächte sind einfach nur zum Bibbern. Über Schnee kann es dann durch die Ausstrahlung der Erde besonders kalt werden. Wolkenlücken wären dabei von Vorteil, die aber bei den gleichzeitig angezeigten Niederschlägen eher selten sind. Auch hier erhärtet sich der Verdacht, dass die Winterprognose nicht unbedingt so kommen muss. Die kleine Eiszeit mit sehr strengem Frost würde dann zum Ende des Januars hin vorbei sein. Winterlich bleibt es hier am Fuße der Alpen trotzdem.
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Hier ein kleiner Klimacheck für unsere Wintermonate Dezember, Januar, Februar:
Meteorologisch beginnt der Winter am 1. Dezember und endet mit dem FebruarKalendarisch findet der Wechsel gut drei Wochen später statt. Grund ist die Statistik und die Vergleichbarkeit von JahreszeitenDer letzte halbwegs normal kalte Winter war 2012/2013, deutlich zu kalt war er in den Jahren 2009/2010 und 2010/2011Die kältesten Temperaturen bringt der Winter für gewöhnlich am Ende, wenn die Nordhalbkugel insgesamt stark abgekühlt istDie niedrigste Temperatur im Winter wurde in Deutschland mit -37,8 Grad in Wolznach-Hüll in Bayern am 12. Februar 1929 gemessenUnd selbst im Dezember ist Hüll immer noch Rekordhalter mit -32,4 Grad am 29.12.1929. Im Januar wurde bisher die tiefste Temperatur mit -34.6 Grad auf der Zugspitze am 02.01.1905 gemessenDie höchste Temperatur wurde im Winter in Mülheim in Baden-Württemberg mit 24,0 Grad am 16.12.1989 gemessenStatistisch gesehen können wir dabei im Deutschlandmittel auf rund 181 Sonnenstunden hoffenRegen ist im Schnitt um die 156 Liter pro Quadratmeter drinDas Temperaturmittel liegt bei rund 1 bis 2 Grad
Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.
Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen und Redakteurinnen und Redakteuren, um euch einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.
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(ctr)