Publiziert17. Dezember 2024, 20:56

Wohnungsmarkt: Schweizer Mieter ziehen in günstigere Wohnungen um

Die Zahl der auf Schweizer Immobilienportalen ausgeschriebenen Mietwohnungen nimmt zwar zu, sie werden aber auch schneller vergeben. Dies weist auf eine steigende Nachfrage hin.

Samira Kunz

von

Die Zahl der inserierten Mietwohnungen in der Schweiz stieg von Oktober 2023 bis September 2024 erstmals seit drei Jahren.

Trotz des Anstiegs der Inserate verkürzte sich die Insertionszeit um zwei Tage, was auf eine höhere Nachfrage hinweist.

Viele Mieter suchen aufgrund steigender Bestandsmieten und Energiepreise günstigere Wohnungen.

Die Zahl der inserierten Mietwohnungen in der Schweiz nahm von Oktober 2023 bis September 2024 erstmals seit drei Jahren wieder zu. Trotzdem nahm die Insertionszeit um zwei Tage ab, was darauf hinweist, dass die Nachfrage stieg. Ein möglicher Grund dafür ist, dass viele Mieterinnen und Mieter in eine günstigere Wohnung umziehen wollen.

Der Online-Wohnungsindex OWI, der durch das Swiss Real Estate Institute im Auftrag des Verbands der Immobilienwirtschaft Schweiz (SVIT) und des Hauseigentümerverbands Schweiz (HEV) erstellt wird, untersucht die Inserate auf den wichtigsten Schweizer Immobilienplattformen. Die Zahl der Inserate betrug über 384’000, was im Vergleich zur vorherigen Periode ein Anstieg um rund 20’000 inserierte Objekte ist.

Viele suchen wegen steigender Preise günstigere Wohnungen

Der Anstieg sei nicht auf die Ausschreibung von Neubauwohnungen zurückzuführen, sondern darauf, dass mehr Personen umziehen. Das wiederum sei auf die gestiegenen Bestandsmieten, höhere Energiepreise und die Teuerung zurückzuführen, die Mieterinnen und Mieter dazu veranlasse, in günstigere Wohnungen zu ziehen. Sie verzichten dazu entweder auf Wohnfläche oder ziehen in günstigere, ländlichere Regionen.

Die Mietwohnungen seien in den Städten Chur, Winterthur, Luzern, Genf und Zürich am knappsten, wobei sich die Lage in Zürich leicht entspannt habe. In der Hälfte der schweizweit untersuchten Städte wurden die Mietwohnungen noch knapper.

In 21 von 26 Kantonen nahm die Anzahl der inserierten Wohnungen zu. Nur in acht Kantonen waren die Wohnungen länger ausgeschrieben, als in der vorangegangenen Periode, was darauf hindeutet, dass nur in diesen Kantonen die Nachfrage nach Mietwohnungen sank. Dazu gehören Appenzell Innerrhoden und Neuenburg.

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