Internetbetrug
In Niederösterreich ist eine Frau Opfer eines Onlinebetrugs geworden. Die Betrüger gaben sich als der Schauspieler Brad Pitt aus, der wegen seiner Scheidung Geldprobleme habe. Drei Jahre lang überwies die Frau Geld ins Ausland. Die Polizei warnt vor Love-Scam-Fallen.
Brad Pitt und Angelina Jolie galten jahrelang als das berühmteste Hollywood-Traumpaar in den USA. 2016 zerbrach das Liebesglück des Schauspielerpaars, seit acht Jahren läuft mittlerweile ein teurer Scheidungsstreit. Den Rosenkrieg nahmen Internetbetrüger aus dem Ausland jahrelang zum Anlass, um eine Frau aus Niederösterreich zu täuschen – das berichtete auch der „Kurier“.
Vor drei Jahren wurde die Frau über Social-Media-Messengerdienste kontaktiert. Zwischen 2021 und Dezember 2024 schickten die Betrüger der Frau Tausende Nachrichten auf Englisch. Sie gaben sich dabei als Pitt aus und schrieben der Frau, dass der Scheidungsstreit mit Jolie teuer sei und es Geldprobleme gebe.
Gesamte Ersparnis überwiesen, Kredit extra aufgenommen
„Die Frau hat das geglaubt und ihre gesamte Ersparnis plus einen Kredit, den sie aufgenommen hat, überwiesen, und zwar in Form von Kryptowährungen. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf 150.000 Euro“, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager gegenüber noe.ORF.at.

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Masche mit einstigem Hollywood-Traumpaar: Die Betrüger gaben sich gegenüber der Frau als Brad Pitt aus, der Geld für seine teure Scheidung von Angelina Jolie benötigt
Polizei rät, niemals Geld an Fremde zu überweisen
Laut Polizei laufen 70 Prozent der Betrugsfälle in Österreich über das Internet ab. Die Maschen und Tricks würden immer perfider, heißt es – mehr dazu in Onlinebetrüger nutzen vermehrt KI (noe.ORF.at, 2.10.2024). Sollte man im Internet von fremden Personen kontaktiert werden, sei es wichtig, misstrauisch zu sein, so die Polizei.
„Wir raten, nicht gut- oder leichtgläubig zu sein und nicht zu glauben, dass es bei solchen Fällen wirklich die Personen sind, für die sich die Betrüger im Internet ausgeben. Zudem raten wir, keineswegs Geld an fremde Personen oder Kontakte zu überweisen – schon gar nicht in Kryptowährungen“, so Baumschlager. Wird man Opfer eines Onlinebetrugs, soll man laut Polizei sofort Anzeige erstatten.