
Noch im Sommer 2021 stand Johannes Strolz vor seinem Karriereende, da er wegen fehlender Ergebnisse aus allen Kadern gestrichen wurde und er sogar seine Ski selbst präparieren musste. 2022 ist er mit zwei Gold- und einer Silbermedaille der erfolgreichste Skirennläufer bei den Olympischen Spielen.
16 comments
Witzig, wie der aufgeblasene Förderverein ihn schon gekickt hätte eigentlich.
Und dann zeigen „Einzelsportler“ so richtig auf. War ja schon bei den Sommerspielen so mit Kiesenhofer.
Es ist echt bezeichnend für die österreichische Sportförderung, dass es trotz so “toller Förderung” (und Strolz ist ja immerhin Skifahrer, dem ÖSV schieben doch sonst eigentlich schon genug Geld rein?) möglich ist, dass die mit Abstand beste Leistung der erbringen kann, der alleine trainiert/trainieren muss. Und dass diejenigen in letzter Zeit auch oft die waren, die der Verein wegen mangelnder Leistung nicht mehr haben wollte.
Vielleicht sollte man das System auch ein bisschen überdenken, und anstelle von irgendwelchen mächtigen Vereinen genau einzelne Sportler fördern, bzw denen zumindest einen leicht zugänglichen separaten Fördertopf zur Verfügung zu stellen. Es gibt ja tausende legitime Gründe, warum jemand als Einzelkämpfer besser funktioniert, und sei es nur, weil das System von Team-Training einem einfach nicht zusagt, weil es den eigenen Bedürfnissen widerspricht
Ganz unabhängig davon sollte das auch medial reflektiert werden, in dem Sinne, dass nach einem Sieg vom Stolz z.B. eben genau nicht Schröcksnadel und Co eine Bühne bekommen, sondern der “Einzelkämpfer mit seinem Team”, und die Rolle des Vereins sollte auch deutlicher aufgezeigt werden, vor allem auch in den Massenmedien
die story von der anna kiesenhofer hat sich doch auch so ähnlich angehört.
irgendwas läuft da falsch bei den verbänden….
Ich schätze das wird auch viel mit Motivation zu tun haben.
Wenn man sich um alle selber kümmern muss und TROTZDEM auf diesem Niveau mitmacht, dann will man das mit aller Kraft.
Hermann Maier Vibes
Ein wahres Märchen!
Zeigt halt, das der ÖSV eine unfähige Mafia ist. Hier gehts nur ums Geld scheffeln.
Qualifizierte Leute hauen ab und gehen zu anderen Nationen.
Hirscher hätte mit den ÖSV auch nix gewonnen, er hatte nicht umsonst seinen Vater und seine eigenen Leute um sich.
Bei der Kohle die dem ÖSV und vom ÖSV in den alpinen SKisport gebuttert wird, müssten wir eigentlich überall in allen Disziplinen mit 2 Medaillien heimfahren (ähnlich wie die Deutschen in der Eisbahn, die pulvern dort genauso Kohle rein, sind aber erfolgreicher).
Aber gut, 10-20 Jahre noch, dann ists eh vorbei, dann habens halt noch 4-5 Gletscher wo sie fahren können…
Um das ein bisschen in relation zu setzen.
Ich vergönns dem Strolz dass er das Comeback geschafft hat. Das ist eine richtig schöne Story die filmreif wäre.
Der ÖSV hat aber auf verschiedenen Ebenen verschiedene Kader mit vielen Rennläufern.
Das geht bis auf die Bezirksebene. Wahrscheinlich reden wir hier von über 200 Kaderrennläufern in Österreich die in den diversen Cups fahren.
Wir sehen hier immer nur die Weltcup rennen. Das ist die Spitze des Eisbergs. Der ÖSV muss sich auch um den Nachwuchs kümmern.
Jetzt kann natürlich nicht jeder individuell gefördert werden aber jeder will es halt weil die Leistung dann natürlich besser wird.
Es hat sich halt als empirisch besser herausgestellt man wirft alle in einen Topf und machen Gruppentrainings da einfach das Geld fehlt jedem Rennläufer einen Trainer, Physiotherapeuten, Servicemann etc… Hinzustellen
Damit erreicht man einfach (in Summe) das beste Ergebnis des ganzen Kaders.
Bedeutet aber auch, dass einzelne eventuell nicht exakt die förderung bekommen die sie brauchen um zu Spitzenleistung zu kommen.
Strolz ist das Paradebeispiel eines Läufers den das System fallen gelassen hat.
Aber auf der anderen Seite stehen zig Läufer die aus dem System sehr erfolgreich hervorgehen. Der ÖSV ist wenn nicht der Erfolgreichste Nationale Skiverband Verband der Welt. Das muss man dem Schröcksnadel schon zu gute halten.
Den ÖSV jetzt als evil hinzustellen tut ihm auch nicht Recht. Dafür ist er zu erfolgreich.
Am Ende des Tages trifft der ÖSV aber auch strategische und finanzielle Entscheidungen wie ein großer Konzern. Und da muss aufgrund nackter Zahlen und Ergebnisse entschieden werden.
OK cool, hammas dann bald endlich mit den Olympiapostings?
Ein Kumpel von mir war im Jugend Ski Kader.
Er meinte, Skifahren können wir alle. Aber die individuelle Risikobereitschaft gewinnt das Rennen.
Gehst Du zu hohe Risiken ein, bist Du recht bald tot.
Bist Du Risiko avers, gewinnst Du kein Rennen.
Dazwischen bewegen sich Top Skiläufer.
Er meinte mal, er sei auch in der Lage eine Goldmedaille zu gewinnen. Bei ihm sei es dann aber 50:50 ob Goldmedaillen oder Sarg. Damals hatte er gerade einen beidseitigen gehgips. Nach dem Sturz hatte er nicht mehr die Nerven kompetitiv Ski zu fahren.
Es tut mir leid, aber die Medaillen schauen aus wie der Boden von einer Gulaschdosn
Mich erinnert das irgendwie an Tina Maze. Da war mal eine Ski-Doku im ORF, Hirscher und die anderen ÖSVler im top-modernen Trainingszentrum, beaufsichtigt von 5 Mediziniern und 3 Sport-Professoren mit high-tech Gerätschaft, und auf der anderen Seite Tina die mit dem Mofa zur kleinen Getto-Trainingsstrecke fahrt und trotzdem immer gewinnt.
Den Hermann Maier habens mit 15 von der Skischule gschmissen weil aus dem nie was werden wird
Und als er sich über Umwege (mit Startnummer 150? bei der Staatsmeisterschaft und dann 15. geworden) in den Europacup gefahren hat, hat der ÖSV ihm ned amal Skianzüge gestellt, weil sich das “nach 2 Rennen eh hat”.
Wr wurde Europacup Gesamtsieger die Saison.
Ich weiß der ÖSV und Verbände generell werden hier, oft zurecht, kritisiert. Aber gerade in dem Fall, oder auch bei Romed Baumann ist das echt nicht angebracht. Strolz hat einfach bis Adelboden nicht wirklich Leistungen gebracht, die (im Vergleich zu den anderen im Kader) gut waren. Er war bis zu dem Zeitpunkt der 5.-6. beste Slalomläufer, und das reicht halt dann nichf mehr wirklich.
Ich freu mich riesig für ihn und hab Respekt vor der Leistung, aber diese Erzählung, dass der ÖSV inkompetent sei etc. ist hier unangebracht. Die Stoppuhr lügt nicht, und die hat besonders 2021bei Strolz oft Rückstand angezeigt.
Skisport und die Vereine sind in Österreich einfach nur seltsam
Nach der Geschichte von Feller und Strolz dürfte wohl endgültig klar sein, dass es am meisten bringt, wenn man die Skifahrer aus dem Kader wirft.
Österreich nur du alleine