
Die inflationsbereinigten mittleren Bruttojahreseinkommen sind demnach zwischen 1998 und 2023 nicht gestiegen. Zwar gab es zwischenzeitlich eine deutliche Steigerung. Diese Entwicklung wurde aber durch die hohen Teuerungsraten 2021 bis 2023 wieder aufgezehrt. So lagen im Jahr 2023 die mittleren Bruttojahreseinkommen inflationsbereinigt zwei Prozent unter dem Ausgangsniveau 1998, heißt es in dem Bericht. Bei Nettojahreseinkommen sieht es nur minimal besser aus, hier ergibt sich eine Stagnation über den Zeitraum.
by VonGoth
9 comments
Aber die Wirtschaft! Denkt denn keiner an die Shareholder?! /s
Es wurden für die Berechnung auch die Teilzeitbeschäftigten herangezogen und da heute viel mehr Menschen in Teilzeit arbeiten hat dies einen dämpfenden Effekt.
Betrachtet man nämlich nur die Vollzeitbeschäftigten sind die Realeinkommen im Vergleich sehr wohl gestiegen und zwar um 7% bei den Männern und um 15% bei den Frauen.
Interessant wäre die Entwicklung des inflationsbereinigten Stundenlohns. Sonst ist ja alles verzerrt wenn sich Vollzeit/Teilzeit bzw die Anzahl der gearbeiteten Stunden im gleichen Zeitraum auch verändert.
Aber dass die jüngste Inflationswelle mit realen Einkommensverlusten einhergegangen ist, in Österreich wie in anderen Ländern, ist ja wohl offensichtlich.
Cue die naysayers die meinen is doch eh alles super hier, hör auf dich zu beschweren!!111! Die Statistik is nicht aussagekräftig, weil… !!!1!11!
Keine Sorge, Unternehmensgewinne und Renditen sind in der Zeit gewachsen, alles gut, ihr -der pöbel- könnts eh alle nicht mit Geld umgehen /s
da sieht es wohl so aus, wie der Langzeit Chart vom Euro Stoxx 50 oder ATX, auch nicht besser
Interessant wäre halt der Vergleich mit anderen Ländern bzw. Der Vergleich mit den 20 Jahren davor. Ich hätte mir sowieso nicht erwartet dass das mittlere Einkommen inflationsbereinigt sehr viel gestiegen ist. Das bedeutet ja nicht dass das persönliche Einkommen nicht gestiegen ist. Das persönliche Einkommen steigt ja dadurch dass man durch Beförderungen die Karriereleiter hinauf klettert.
Ich hab mein Bruttoeinkommen innerhalb von 15 Monaten trotz Quereinstieg um 41% gesteigert, teilweise auch aufgrund KV Erhöhungen, aber zum Großteil durch zwei Verhandlungssitzungen, bei denen ich gute Argumente hatte. Ich behaupte mal ganz frech, dass die Löhne stagnieren, weil viele einfach nicht verhandeln.
Das Zauberwort heißt „inflationsbereinigt“. Das heißt die Gehälter sind so viel Wert wie vor 20 Jahren. Das ist ja nichts schlechtes.
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