Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Samstag den Opfern der Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt gedacht. Die Hintergründe der Tat sind auch nach der Festnahme des mutmaßlichen saudischen Täters weiter unklar.
Ganz in Schwarz gekleidet legte Scholz auf dem Kirchplatz Blumen nieder – direkt gegenüber dem Ort, an dem fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden waren.
Bundeskanzler Olaf Scholz reiste am Samstagmorgen nach Magdeburg, um den Opfern zu gedenken. Foto: AFP
Mehrere Hauptstädte auf der ganzen Welt zeigten sich schockiert, wie Rom, Madrid und Washington, wobei die USA sich bereit erklärten, „Hilfe zu leisten“.
In Luxemburg erklärte der Premierminister, er sei „zutiefst schockiert über diesen schrecklichen Angriff“. Wie Luc Frieden (CSV) gedachte auch Innenminister Léon Gloden (CSV) über das soziale Netzwerk X den Opfern.
Wie reagiert Luxemburg?
Auf Anfrage von „Virgule“ erklärte die Polizei, dass sie das Drama in Deutschland aufmerksam verfolgt habe. „Nach dem Angriff haben wir die Außenstellen der regionalen Polizeidirektionen angewiesen, die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Weihnachtsmärkte zu überprüfen“, erklärt Frank Stolz, Leiter der Kommunikation.
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Er erinnerte daran, dass die Ordnungskräfte „ständig auf den Märkten der Hauptstadt präsent sind“. Aus Sicherheitsgründen wolle er die Zahl der eingesetzten Beamten nicht nennen.
Für die anderen großen Städte des Landes sei ein ähnliches Dispositiv vorgesehen. „Was die kleineren Gemeinden betrifft, so wird mit den Organisatoren Rücksprache gehalten und eine Entscheidung bezüglich der Sicherheit getroffen. Das kann von der jeweiligen Situation abhängen, aber sicher ist, dass eine Polizeipräsenz gewährleistet ist“, sagt Frank Stolz.
Verstärkte Polizeipräsenz in Luxemburg-Stadt
Lydie Polfer (DP) spricht im Gespräch mit „Virgule“ den Opfern des Anschlags in Deutschland ihr Beileid aus.
„Da bekommt man Gänsehaut. Ich denke natürlich an unsere Weihnachtsmärkte und bin überzeugt, dass wir ein gut durchdachtes Sicherheitsdispositiv haben, das sich bewähren wird“, sagt die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg. Sie verweist auf die Betonblöcke an den verschiedenen Standorten der Weihnachtsmärkte sowie auf die elektrischen Poller, die den Zugang zum „Chrëschtmaart“ auf der Place d’Armes versperren.
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„Der Polizeichef der Hauptstadtregion hat mir heute Morgen mitgeteilt, dass Maßnahmen ergriffen werden, um noch präsenter zu sein“, erklärt Lydie Polfer. Sie räumt ein, dass „eine hundertprozentige Sicherheit nie garantiert werden kann, da auch andere Arten von Angriffen denkbar sind“. „Zum Glück ist bisher noch nichts passiert. Ich hoffe, dass die Vorfreude auf die Feiertage dadurch nicht getrübt wird“, so die Bürgermeisterin weiter.
Die Weihnachtsmärkte der Hauptstadt sind am 24. Dezember von 11 bis 18 Uhr geöffnet, am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember, bleiben sie geschlossen.
Dieser Artikel erschien zuerst auf www.virgule.lu / Übersetzung und Überarbeitung: Liz Mikos