Ich würde ehrlich gesagt gerne in weniger interessanten Zeiten leben.

tl,dr: Ohne die landwirtschaftliche Produktion in der Ukraine und in Russland wird ein großer Teil der Welt bald Hungern. In Österreich werden wahrscheinlich nur die Preise stark steigen. Glück im Unglück also.

[https://www.derstandard.at/story/2000133857806/wegen-des-krieges-droht-nicht-nur-in-der-ukraine-hungersnot](https://www.derstandard.at/story/2000133857806/wegen-des-krieges-droht-nicht-nur-in-der-ukraine-hungersnot)

>Die Ukraine ist weltgrößter Exporteur von Sonnenblumenöl, viertgrößter Exporteur von Mais und siebentgrößter Exporteur von Soja und Weizen. Brechen Ausfuhren der Ukraine ein, führt dies auch zu einer Verknappung von Schweinefleisch, da Futtermittel rar werden.
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>Was den Weizen anbelangt, sorgte das Land bisher für 15 Prozent der weltweiten Exporte, mit Russland gemeinsam ist es knapp ein Drittel. Massiv darauf angewiesen sind neben dem Nahen Osten vor allem nordafrikanische Länder, die gut die Hälfte ihrer Getreideimporte aus der Schwarzmeerregion beziehen und Brot als Grundnahrungsmittel vielerorts subventionieren. Ägypten etwa ließ erst jüngst Auktionen für Getreide verstreichen, da es sich den Rohstoff nicht mehr leisten kann.

16 comments
  1. >[Getreide wird in der EU überwiegend als Tierfutter verwendet (fast zwei Drittel). Etwa ein Drittel ist für den menschlichen Verzehr bestimmt, und nur 3 % werden zu Biokraftstoffen verarbeitet.](https://ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/plants-and-plant-products/plant-products/cereals_de)

    Wenn wir ein bisschen öfter aufs Schnitzel (und andere tierische Produkte) verzichten würden und uns öfters vegan ernähren würden, dann wäre genug Getreide für alle da.

  2. > Hungersnot

    Ich würde das eher nur als “Slight Inconvenience” sehen – mehr Angst hab ich da schon vor langfristen Problemen in den Lieferketten von Computerchips, weil diese Neon aus der Ukraine oder Palladium aus Russland brauchen – beides wird knapp werden und in weiterer Folge wird es wieder viel Kurzarbeit und sogar Kündigungswellen geben. Dann kommt es vielleicht vermehrt zu wirtschaftlichen Problemen bei den Menschen – aber noch immer nicht zu einer “Hungersnot”.

  3. Gestern mein Frau schon gesagt das Zwei der Vier Apokalyptische Reiter schon unterwegs sind, und das der Dritte bald kommt, das passt genau zu dem Artikel.

  4. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer das nachzuvollziehen, dass das passiert, bei den Unmengen an Lebensmitteln die vernichtet werden.

  5. Das ist so lächerlich. Die wahren schwubbler sind die die dieses Ernährung System unterstützen. Die Welt könnte sich so einiges ersparen ohne dem Zeug…

  6. Solange Wiener Supermärkte täglich so viel Brot und Gebäck wegschmeißen, um damit ganz Graz versorgen zu können, läuft ohnehin gewaltig etwas schief.

    Edit: Gebäck

  7. Ganz ehrlich, kann der trottl einfach die bomben abwerfen dann krepier ich wenigstens und muss mir den scheiss nicht mehr geben

  8. Es ist echt erstaunlich, dass es nach zwei Jahren Pandemie immer noch Leute gibt, die den Standard ernst nehmen, wenn er mal wieder den Untergang der Welt prophezeit.

    Das Blattl arbeitet zu einem Großteil mit Drama und Schüren von Panik. Bis auf die Innenpolitik sind die mittlerweile bei der Seriösität der Krone angekommen. Es wird halt mit einer höheren Zeichenzahl gearbeitet und sie verwenden mehr Nebensätze, um den Schein einer Qualitätszeitung zu wahren.

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