Es war der Aufreger des Jahres in Luxemburg: Seit Januar verbietet eine neue Polizeiverordnung bandenmäßiges und aggressives Betteln und de facto auch einfaches und stilles Betteln im Zentrum der Hauptstadt. Begründet wurde das sogenannte „Heescheverbuet“ mit Beschwerden von Bürgern, Geschäftsleuten und Passanten. Politiker wollen so auch von Menschenhändlern organisierte Bettelei bekämpfen. Bis heute bleibt das Verbot umstritten. Auch unter hochrangigen Juristen. Klar dagegen sind Wohltätigkeitsorganisationen und soziale Einrichtungen. Sie kritisieren, dass man Armut nicht verbieten kann und Menschenhändler durch das Verbot nicht gefasst werden.