Publiziert29. Dezember 2024, 19:40
Schmerzen: Gefährliche Thai-Massagen – Schweizer Experte gibt Tipps
Todesfälle und Verletzungen nach Thai-Massagen werfen Fragen zur Sicherheit der Massageform auf. Ein Experte erklärt, wann Massagen problematisch sein können.

Nach Thai-Massagen gab es Todesfälle in Thailand. Ein Schweizer Experte erinnert: Schmerz ist eine Schutzreaktion des Körpers. (Symbolbild)
IMAGO/Dreamstime
In Thailand gab es Todesfälle nach Thai-Massagen.
Experten raten zur Vorsicht bei intensiven Massagen.
Ein Schweizer Experte sagt: Starke Schmerzen nach Massagen können auf Schäden hinweisen.
Er sieht aktive Therapieformen als langfristig hilfreicher an.
Zwei Menschen kamen kürzlich in Thailand ums Leben, nachdem sie kurz zuvor traditionelle Thai-Massagen erhalten hatten. Es sind keine Einzelfälle, es gibt auch weitere Berichte über Tote und schwere Erkrankungen nach Thai-Massagen. Nun warnen Experten zur Vorsicht bei dieser oft sehr intensiven und teils auch schmerzhaften Art der Massage. Welche Empfehlungen hat ein Schweizer Experte für Massagen?
«Ok, solange sich Schmerzen nicht verstärken»
«Schmerz ist eine Schutzreaktion des Körpers», sagt Matthias Zehringer von der Oberwaid-Klinik in St. Gallen zu 20 Minuten. Er ist Chefarzt für muskuloskelettale Rehabilitation. «Wenn man nach einer Massage mehr Schmerzen hat, ist das meist kein gutes Zeichen.»
Starke Schmerzen nach der Behandlung könnten auf eine zu intensive Massage und eine Schädigung unter anderem der Muskulatur hinweisen. Der Chefarzt für muskuloskelettale Rehabilitation empfiehlt ganz allgemein seinen Patienten: «Alle Massageformen sind in Ordnung, solange sie die Schmerzen nicht verstärken, Triggerpunktbehandlungen ausgenommen.»
«Massagen langfristig oft nicht hilfreich»
Ganz allgemein gibt Zehringer der aktiven Therapie gegenüber Massagen den Vorzug, solange sich der Patient aktiv bewegen kann. «Massagen sind wissenschaftlich gesehen mittel- oder langfristig nicht hilfreich und verstärken bei vielen Patienten die Passivität.»
Physiotherapie mit Eigenübungen: Der Patient führt unter Anleitung und je nach Erkrankung Übungen zur Kräftigung, Mobilisation oder Verbesserung der Koordination durch.
Bewegungstherapie: Gezielte Bewegungsprogramme wie Gymnastik, Yoga oder spezifische Trainingseinheiten.
Sport- und Trainingstherapie: Regelmässige körperliche Aktivität, wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking, abgestimmt auf die Beschwerden.

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