Bis zu seinem Lebensende war er künstlerisch aktiv: Der luxemburgische Maler Arthur Unger ist am Sonntagmorgen im Alter von 92 Jahren gestorben. Das melden Paperjam und RTL.

Geboren wurde Arthur Unger 1932 in Hesperingen. Nach dem Abitur und Militärdienst besuchte er 1956 die Kolonialschule in Brüssel. Später wurde er als Territorialkommandant in den belgischen Kongo geschickt. Bereits sein Großvater war als Mitglied der französischen Fremdenlegion im Senegal und in Marokko.

Arthur Unger blieb er bis kurz nach der Unabhängigkeit im Kongo. 1963 zog er schließlich nach Paris, wo er sich mit seiner Frau und Tochter niederließ. In der französischen Hauptstadt entstanden seine ersten Kunstwerke. Diese stellte er 1967 im Palais Dauphine aus. Vor allem die Tuschmalerei prägte zunächst seine Kunst.

Traditionelle Malerei schien den Luxemburger allerdings nicht wirklich zu interessieren. Vielmehr begeisterte er sich für originelle Techniken. So schuf er 1969 sein erstes Pyrochimiogramm. Diese Art von Kupferbilder sind bis zum Schluss Teil seiner Kunst geblieben. Hierfür nutzte Unger das Feuer einer Lötlampe, um Farben auf dünnen elektrolytischen Kupferfolien zu erzeugen.

Arthur Unger schuf zahlreiche Pyrochimiogramme. Dabei nutzte er eine ganz spezielle Feuertechnik. Foto: LW-Archiv

1971 wurde Arthur Unger mit dem Prix Grand-Duc Adolphe, die höchste Auszeichnung in Luxemburg für einen Künstler, geehrt.

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