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Die Preise für die Autobahnvignette wurde für das Jahr 2025 bereits angehoben. Auch einige Maut-Gebühren in Österreich steigen an – ein Überblick.
Wien – Für Autofahrer in Österreich könnte das kommende Jahr je nach Strecke durchaus teuer werden. Urlauber müssen dort bereits für Vignetten Gebühren zahlen, um durch das Land zu fahren. Für einige Strecken wird ab dem 1. Januar 2025 auch die Mautgebühr erhöht.
Maut-Gebühren auf einigen Strecken in Österreich steigen an
Über die Erhöhung im kommenden Jahr informierte die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) in einer Pressemitteilung. Die angepassten Maut-Tarife gelten demnach für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, also den Großteil der PKW. Wie die ASFINAG schreibt, handle es sich bei den Erhöhungen auf den Streckenmaut-Abschnitten um eine inflationsbedingte Anpassung.

In Österreich müssen Autofahrer auf einigen Strecken eine Mautgebühr zahlen. Diese wird zum 1. Januar 2025 teils deutlich erhöht. © Rolf Poss/Imago
Die Erhöhung der Maut-Gebühren erfolgt nach einem bestimmten Muster: „Die Anpassung der Tarife erfolgt auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex der letzten Jahre“, schreibt die ASFINAG. In Österreich muss eine Maut für Einzelfahrten sowie Mehrfachfahrten gezahlt werden. Die Maut-Tarife werden für beide Karten angepasst, vor allem für Einzelfahrten müssen Autofahrer auf mehr Strecken tiefer in die Tasche greifen. Bereits 2024 waren die Mautgebühren teilweise erhöht worden.
Auf diesen Strecken wird die Maut im kommenden Jahr teurer
In Österreich muss nicht auf allen Strecken eine Maut gezahlt werden – lediglich das Mitführen einer Autobahn-Vignette ist für Österreich-Urlaub im gesamten Land erforderlich. Die Streckenmaut betrifft baulich kostenintensive Alpenüberquerungen, wie die Autobahnen A9, A10, A11, A13 und A16. Eine weitere Besonderheit auf den Strecken zwischen den einzelnen Mautstellen ist, dass die sonst übliche Vignettenpflicht dort wegfällt.
Auf diesen Streckenmaut-Abschnitten in Österreich muss ab 2025 mehr gezahlt werden:
Mehrfachfahrten:
A9 Pyhrnautobahn 77,50 Euro (bisher 71,50 Euro)A10 Tauernautobahn 87 Euro (bisher 81 Euro)A13 Brennerautobahn 72 Euro (bisher 66 Euro)S16 Arlberg Schnellstraße 75 Euro (bisher 69 Euro)
Einzelfahrten:
A9 Gleinalm 11,50 Euro (bisher 10,50 Euro)A9 Bosruck 7 Euro (bisher 6,50 Euro)A10 Tauern/Katschberg 14,50 Euro (bisher 13,50 Euro)A13 Brenner 12 Euro (bisher 11 Euro)S16 Arlberg 12,50 Euro (bisher 11,50 Euro)A11 Karawanken 8,80 Euro (bisher 8,20 Euro)
Für viele Streckenabschnitte steigen die Mautgebühren nur leicht – vor allem für Einzelfahrten kommen Autofahrer in vielen Fällen noch günstig davon. Anders sieht es für Mehrfachfahrten aus, dort muss an gleich vier Stellen sechs Euro mehr gezahlt werden. Auch die Preise für Vignetten steigen in Österreich zum 1. Januar 2025 an. Die 1-Jahres-Vignette wird erstmals über 100 Euro kosten. Ein Fahren ohne Vignette wird allerdings noch teurer. Wer erwischt wird, muss mit einem PKW 120 Euro Strafe zahlen. (rd)