Hallöchen, ich bin auf der Suche nach Ideen und Inspiration für ein Eckchen des Grundstücks, das mein Mann und ich kürzlich von einigen Thujen und einem großen Flieder befreit haben. Unser Ziel ist es, den Garten (bzw. fürs Erste eben diese Ecke) langfristig schön aber auch ökologisch sinnvoll zu gestalten.
Was wir uns wünschen, klingt natürlich wie die eierlegende Wollmilchsau: heimisch bzw. ökologisch sinnvoll, ansehlich, pflegeleicht, nicht zu breit wachsend (Garagenausfahrt gegenüber), ungiftig (Kinder), robust (beliebte Hunde-Pipiecke). Leider habe ich null Vorstellungskraft, was sowas angeht und bin eine noch sehr unerfahrene Gärtnerin. Hat jemand Tipps und Ideen für mich? 🙂

Sonstige Infos zur Fläche: Region Westdeutschland. Südseite. Der grau gemauerte Anbau, das Haus und die betonierte Fläche gehören Nachbarn. Der weiße "Stall" ist von uns.

by Ropiperu

2 comments
  1. Süden ist ganz gut für alle Sorten von Sommerblumen. Die brauchen für gewöhnlich viel Licht. Dann muss man nur mit dem Gießen dran bleiben. Das lässt sich aber vielleicht gut über das Fallrohr rechts und ein Fass regeln. Dann jetzt oder im Frühjahr einfach umgraben, den Boden nochmal gut durcharbeiten und dann eine Blühmischung für sonnige Standorte aussäen. Im Sommer kann man dann noch Sonnenblumen, Löwenmäulchen, etc. dazu setzen. Wenn da gerne Hunde hin machen, ist halt die Frage, ob die Surchhalten. Aber einen Versuch kann man mit einer Blühmischung auf jeden Fall starten.

    An eurer Wand bzw. vielleicht auch an der vom Nachbarn, wenn ihr fragt, könnt ihr auch was ranken lassen. Kommt halt auch drauf an, ob die kleine Tür benutzbar bleiben soll.

    Wenn wieder Gehölze hin sollen, würde ich mal schauen, was in der Gegend so in der Feldflur wächst. Dann vielleicht zwei Sträucher davon – aber nichts, was sich kriechend vermehrt, wie Schwarzdorn – und zwei Sträcuher von was anderem, das ihr etablieren möchtet. Eine niedrig wachsende Weide, wie Spieß-Weide wäre vielleicht auch ganz gut, um da einen frühen Nektarspender zu etablieren. Könnte für die aber zu trocken sein.

  2. Wie trocken ist der Bereich? Hier mal eine Liste, die vielleicht alle mehr oder weniger auf so einen Halbtrockenrasen passen würden.

    Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare
    Echte Betonie Betonica officinalis
    Großblütige Königskerze Verbascum densiflorum
    Blut-Storchschnabel Geranium sanguineum
    Rotschwingel Festuca rubra
    Gewöhnliches Zittergras Briza media
    Kratzdistel Cirsium arvense
    Kornblume Centaurea cyanus
    Dost Origanum vulgare
    Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis
    Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea
    Zierliche Glockenblume Campanula cervicaria
    Großer Ehrenpreis Veronica teucrium
    Kleiner Wiesenknopf Sanguisorba minor
    Rotschwingel Festuca rubra
    Echtes Johanniskraut Hypericum perforatum
    Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare
    Wiesen-Lieschgras Phleum pratense

    Man muss schauen, was einem gefällt und ausprobieren. Einiges wird sich durchsetzen, anderes nicht. Bei Hundeurin macht nicht alles mit.

    Man könnte auch noch irgendetwas ranken lassen. Zum Beispiel:

    Ungarische Platterbse Lathyrus pannonicus
    Wicke Lathyrus vernus

    Falls Büsche wieder gepflanzt werden sollen, wie wäre es mit:

    Feld-Ahorn (Acer campestre)
    Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
    Berberitze (Berberis vulgaris)

    Berberitze ist etwas dorniger, alle drei passen aber denke ich gut.

    Gibt noch viele andere passende Pflanzen, es kommt aber auch noch ein bisschen auf den Boden an, ob sandiger oder lehmiger oder kalkhaltig/sauer… Da Thuja dort wuchs wird der Boden sauer sein.

    Sand-Thymian Thymus serpyllum
    Strand-Grasnelke Armeria maritima
    Berg-Sandglöckchen Jasione montana

    Könnten auch noch passen.

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