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Die Nato will durch mehr Schiffe verhindern, dass es zu weiterer russsischer Sabotage kommt. In Helsinki debattieren Scholz und Co. über die Gefahren.
Helsinki – Die Nato zeigt mehr Präsenz in der Ostsee: Nach mehreren mutmaßlichen Sabotageakten in der Ostsee wird der Nordatlantikbund zehn weitere Schiffe einsetzen, um die wichtige Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee zu schützen. Darüber berichtet unter anderem Newsweek.
Die Nato hatte am 30. Dezember 2024 angekündigt, ihre Präsenz in der Ostsee zu verstärken. Laut dem finnischen Medium YLE können Nato-Schiffe Schiffe nicht daran hindern, sich durch internationale Gewässer zu bewegen.
Mehrere Verdachtsfälle russischer Sabotage in der Ostsee
An Weihnachten waren Schäden an dem Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland sowie an vier Kommunikationskabeln festgestellt worden, darunter auch eine Verbindung zwischen Helsinki und Rostock, die bereits bei einem vorherigen Vorfall im November durchtrennt worden war.
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Der Öltanker „Eagle S“ steht unter Verdacht, die Schäden am ersten Weihnachtstag vorsätzlich verursacht zu haben. Das Schiff fuhr unter der Flagge der Cookinseln, gehört nach Einschätzung der EU aber zur russischen Schattenflotte. Damit sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge seines Einmarsches in die Ukraine etwa beim Öltransport zu umgehen. Die Ermittlungen dazu laufen.
Die britische Regierung sagte diesbezüglich, sie leite eine neue Initiative, bei der künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt, um „potenzielle Bedrohungen für die Unterwasserinfrastruktur aufzuspüren und die russische Schattenflotte zu überwachen“. Der Begriff „Schattenflotte“ bezieht sich auf Schiffe, die zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden.
Finnland und Esland richten Gipfel in Helsinki aus
„Bestimmte Schiffe, die als Teil der russischen Schattenflotte identifiziert wurden, wurden im System registriert, damit sie bei Annäherung an wichtige Gebiete von Interesse genau überwacht werden können“, erklärte das britische Verteidigungsministerium.

Der Öltanke „Eagle S“ steht unter Verdacht, mehrere Unterseekabel in der Ostsee beschädigt zu haben. © Handout / Finnish Border Guard / AFP
Die Nato-Verbündeten unter den Anrainerstaaten der Ostsee wollen auf einem Gipfel in Finnland über die Sicherheit in der Region sprechen. Der finnische Staatspräsident Alexander Stubb und Estlands Ministerpräsident Kristen Michal werden die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs der an die Ostsee grenzenden Nato-Länder am kommenden Dienstag (14. Januar) im Präsidentenpalast in Helsinki gemeinsam ausrichten, wie Stubbs Büro mitteilte.
Russische Bedrohung in der Ostsee: Scholz fährt zum Gipfel nach Helsinki
Unter den Teilnehmern sind demnach auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die EU-Kommission wird von Vizepräsidentin Henna Virkkunen vertreten. Russland ist als einziger der Ostsee-Anrainer nicht dabei.
Die Sicherheit im Ostsee-Raum soll Thema sein, insbesondere Maßnahmen zur Sicherung der kritischen Unterwasser-Infrastruktur. Im Fokus stehe eine Stärkung der Nato-Präsenz in der Ostsee und die Reaktion auf die Bedrohung durch Russlands Schattenflotte. (cgsc mit dpa)