Am Sonntag findet in Berlin die alljährliche Demonstration zur Liebknecht-Luxemburg-Ehrung statt. Der Gedenkmarsch startet um 10 Uhr am Frankfurter Tor. Das Bündnis ruft zum Protest gegen die beabsichtigte Stationierung von US-amerikanischen Waffen auf deutschem Boden, „die Deutschland zum vorrangigen Ziel eines Atomschlags werden lassen“.
Zudem demonstrieren sie „gegen Waffenlieferungen in die Ukraine und nach Israel und für die diplomatische Lösung aller Kriege und Konflikte“.
Am 15. Januar 1919 wurden die revolutionären Sozialisten und führende Köpfe der Kommunistischen Partei Deutschlands, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, in Berlin ermordet. Bereits in der Weimarer Republik wurde das Gedenken an beide praktiziert, bis es 1933 durch die Nationalsozialisten verboten wurde. In der sowjetischen Besatzungszone wurde ab 1946, ab 1949 in der DDR als zentrale staatliche Veranstaltung fortgesetzt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 demonstrieren verschiedene Gruppen der politischen Linken an dem traditionellen Gedenktag. Seit 1996 ruft das Bündnis zur Demonstration zum Gedenken von Luxemburg und Liebknecht auf.
Luxemburg-Liebknecht-Ehrung: Diese Versammlungen sind geplant
Lichtenberg: Von 9 bis 15 Uhr versammeln sich Menschen an der Gedenkstätte der Sozialisten in der Gudrunstraße 20.Friedrichshain: Der Gedenkmarsch startet um 10 Uhr am Frankfurter Tor und zieht bis 12 Uhr wie folgt weiter – Frankfurter Tor – Frankfurter Allee – Gudrunstraße (bis zur Gedenkstätte der Sozialisten).Lichtenberg: In der Rüdigerstraße 64 findet von 10 bis 13 Uhr zudem eine Mahnwache statt.Tiergarten: Am Rosa-Luxemburg-Steg findet von 15 bis 15.30 Uhr ein Gedenken statt.Mitte: Anlässlich des Jahrestages des Todes Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts hält die sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken eine Gedenkkundgebung ab. Die Versammlung beginnt um 10 Uhr am Großer Weg/Straße des 17. Juni – Großer Weg (mit ZK am Denkmal für Karl Liebknecht) – Lichtensteinallee – Lichtensteinbrücke (EK am Denkmal für Rosa Luxemburg)