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Der Europa-Park in Rust ist nicht nur Deutschlands größter Freizeitpark, sondern auch der größte Arbeitgeber Südbadens. Mitarbeiter sprechen auf Kununu über die Arbeitsbedingungen.

Rust – Jedes Jahr zieht der Europa-Park in Rust, eine der fünf meistbesuchten Attraktionen Deutschlands, zahlreiche Gäste an, die Abenteuer, Spaß und Nervenkitzel suchen. Der Park bleibt durch neue Attraktionen und wiedereröffnete Fahrgeschäfte stets spannend für seine Besucher. Doch der Erfolg eines Freizeitparks dieser Größe hängt nicht nur von den Gästen ab, sondern auch von den Menschen, die dort arbeiten.

Im Europa-Park, der Wasserwelt Rulantica und den dazugehörigen Erlebnishotels sind fast 5.000 Personen beschäftigt. Doch wie ist es, in einem der beliebtesten Vergnügungsparks Deutschlands zu arbeiten? Auf der Plattform „Kununu“ teilen aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen.

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Eine Fahrt mit dem „Silver Star“ im Europa-Park

Fotostrecke ansehenWie bewerten die Mitarbeiter den Europa-Park?

Seit 2013 haben 325 Mitarbeiter und Bewerber den Europa-Park auf „Kununu“ bewertet. Der Freizeitpark in Baden-Württemberg erhält durchschnittlich 3,3 von 5 Sternen und liegt damit unter dem Branchendurchschnitt im Tourismus von 3,5 Punkten. Diese mittelmäßige Bewertung kommt nicht von ungefähr: Die Meinungen der Mitarbeiter reichen von „unmenschlich“ bis hin zu Lobeshymnen wie „bester Arbeitgeber aller Zeiten“.

Die Mehrheit der Bewertungen ist positiv und wird als „gut“ bis „sehr gut“ eingestuft. Mitarbeiter loben die zahlreichen Vorteile und Rabatte, die abwechslungsreiche Arbeit und die fairen Preise in der Kantine. Aussagen wie „Alles in allem ein wirklich fairer Arbeitgeber“, „Bester Arbeitgeber aller Zeiten“ und „Eine Attraktion, auch als Arbeitgeber“ spiegeln die Zufriedenheit eines Teils der Belegschaft wider.

Europa-Park in Rust

Auf der Online-Plattform Kununu geben Angestellte und ehemalige Mitglieder der Belegschaft einen Einblick in die Arbeit im Europa-Park. © Patrick Seeger / dpa

Es gibt jedoch auch negative Bewertungen, die stellenweise schwere Vorwürfe enthalten. Kritisiert werden Mobbing, unmenschliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern und sogar sexuelle Belästigung. Ein Mitarbeiter bemängelt: „Jede Kritik bzw. Anregung oder auch Beschwerde z. B. Diskriminierung, sexuelle Belästigung … wird unter den Teppich gekehrt. Man wird damit beruhigt, dass sich darum gekümmert wird. Ein nochmaliges Gespräch gibt es aber nicht.“ Zudem wird über unzureichende Kommunikation und schlechten Zusammenhalt unter den Kollegen geklagt.

So reagiert der Europa-Park auf die negativen Bewertungen

Der Europa-Park lässt die negativen Bewertungen auf „Kununu“ nicht unbeantwortet. Der Freizeitpark betont, dass er die Kritikpunkte sehr ernst nimmt. „Wir setzen uns dafür ein, dass alle Mitarbeiter fair und mit Respekt behandelt werden“, lautet eine der Antworten. Weiterhin erklärt der Park: „Es ist uns ein großes Anliegen, dass jede Form von Diskriminierung oder Belästigung keinesfalls toleriert wird. Wir ermutigen alle Mitarbeiter, solche Vorfälle zu melden und versichern, dass wir diese ernsthaft und gründlich untersuchen. Transparenz und der Schutz unserer Mitarbeiter sind für uns von größter Bedeutung.“ Zudem werden Kontaktmöglichkeiten angeboten, um konkrete Vorfälle detailliert zu besprechen.

Nicht nur bei den Mitarbeiterbewertungen, sondern auch bei den Besuchern und Fans sorgt der Park für Unmut, insbesondere durch die erneute Erhöhung der Eintrittspreise im Jahr 2025.