
Unser Thema ist die Bundestagswahl in Deutschland und ab 17 Uhr versuchen wir möglichst viel zu beantworten.
Wir sind:
Professor Dr. Ursula Münch – u/APB_Muench
Seit 2011 bin ich Direktorin der Akademie für Politische Bildung, einer wissenschaftlichen Einrichtung des Freistaats Bayern, die unabhängig und überparteilich die politische Bildung fördert. Dafür wurde ich von meiner Professur für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München beurlaubt (die ich seit 1999 innehabe). Meine
Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der Föderalismusforschung, Parteienforschung und bei Politikfeldanalysen. Außerdem beschäftige ich mich mit Fragen der gesellschaftlichen Integration und des demografischen Wandels sowie den Auswirkungen der Digitalisierung auf Politik und Gesellschaft. Ich bin außerdem Mitglied in einigen Gremien, z.B. dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung und in der Abgeordnetenrechtskommission des Bayerischen Landtags. Und seit 2019 bin ich Stammgast in der Sendung „Sonntags-Stammtisch" des Bayerischen Fernsehens.
Ich bin die Dozentin für den Bereich Medien, Journalismus und Politische Kommunikation an der Akademie für Politische Bildung. Studiert habe ich Vergleichende Religionswissenschaft, Politik und Orientalistik in Frankfurt, London und Israel, promoviert dann in der Kommunikationswissenschaft an der Uni Bamberg. Außerdem habe ich einige Jahre als Journalistin für u.a. das ZDF, den SWR und den F.A.Z.-Fachverlag für Finanzen und Wirtschaft gearbeitet. Meine Forschungsschwerpunkte sind die Medien-, Nachrichten- und Journalismusforschung und -vermittlung sowie die Wissenschaftskommunikation. Ich arbeite mit vielen verschiedenen Menschen: Studierenden an der Universität Bamberg und an der Hochschule Landshut zu Nachrichtenjournalismus und Mediensoziologie, mit Bundeswehrangehörigen bspw. zu Kl-Einsatz in autonomen Waffen und mit Akteuren aus Journalismus und Wissenschaft zu relevanten Entwicklungen.
Jörg Siegmund, M.A. – u/APB_Siegmund
Ich habe neben Politikwissenschaft auch Geschichte und Öffentliches Recht studiert, drei Disziplinen, die sich, wie ich finde, gut ergänzen. Als Wissenschaftler ist mir auch der Austausch mit der Praxis wichtig. Das war mir schon ein Anliegen bei meiner Tätigkeit am Centrum für angewandte Politikforschung an der Universität München, wo ich u.a. zur Entwicklung von Demokratien geforscht habe. Seit 2012 bin ich wissenschaftlicher Assistent an der Akademie für Politische Bildung, wobei mein Fokus auf der Wahl- und Parteienforschung liegt. Weil sich die Parteienlandschaft in Deutschland rasant wandelt und auch das Wahlsystem auf Bundesebene geändert wurde, interessiere ich mich momentan vor allem für die Bundestagswahl am 23. Februar.
Wir arbeiten hier:
Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich u.a. mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Medien und Parteien- und Wahlforschung. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. In ihrer Tagungsstätte und an anderen Orten in Bayern veranstaltet die Akademie regelmäßig Tagungen, Podiumsdiskussionen und Seminare zu gegenwärtigen und historischen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Legt schon einmal los mit euren Fragen, wir sehen uns dann um 17 Uhr!
by APB_Tutzing
5 comments
Wir sehen in ganz Europa, vor allem aber gerade in Deutschland und Österreich, dass die politische Mitte immer schwächer wird und mit jeder Wahl Terrain verliert.
Während die politische Mitte Veränderungen herbeiführen will, indem man selbst voranschreitet (Energiewende, Klimawandel, aktivere Rolle in der Geopolitik usw), sind die Parteien an den Rändern für ein „immer weiter so“ (weiter russisches Gas kaufen, Klimawandel bezweifeln, Ukraine ist nicht unser Problem usw)
Sind so gesehen nicht die Parteien am Rand konservativ und die Mitte progressiv geworden?
Bereuen sie ihre unfundierte Behauptungen, dass Lauterbach “basierend auf Wissenschaftlichen Erkenntnissen” u.A. Zwangsimpfungen gefordert hat?
https://www.politico.eu/article/germany-lifting-coronavirus-restrictions-chancellor-olaf-scholz/
Was steht einer Aufarbeitung der Covidmassnahmen im weg?
Oder glauben sie die Veröffentlichung der RKI Dokumente hätte verhindert werden müssen?
Wie schafft man es mit Populismus umzugehen, wenn die Sensationsgier der Leute und damit der Medien diesen immer mehr fördert?
Ist es möglich das Phänomen wieder umzukehren?
Ich sehe wirklich ein Problem wenn es zunehmend postfaktisch wird, Mehrheiten für reale Lösungen zu finden.
Manchmal liest man, dass diejenigen, die aus der Geschichte nichts gelernt haben, dazu verdammt seien, sie zu wiederholen. Alternativ heißt es manchmal, Geschichte wiederhole sich nicht, sie reime sic hnur.
Also: Wie eng reimet sich der Anfang dieses Jahrhunderts mit dem Anfgang des letzten Jahrhunderts, in Bezug auf das verbreitete Erstarken des rechten Faschmismus? Gerne mit Bezug auf die letzten Landtagswahlen und die kommende Wahl in DE und die aktuelle Rechtsregierungsbildug in AT?
Stellt euch vor ihr habt die Carte Blanche und könnt das demokratische System in Deutschland neu aufstellen. Was würdet ihr grundsätzlich anders machen? Würdet ihr mehr direkte Demokratie einbinden (siehe z.B. in der Schweiz), und welche Teile würdet ihr repräsentativ belassen? Wie steht ihr zum Föderalismus?
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