>Dieses Urteil verkündete das Bundesverfassungsgericht **(BVG)**
Ich liebe die Urteile der Berliner Verkehrsbetriebe.
Wie lange bis zum obligatorischen Ausraster von Hoeneß, Rummenigge und co. „so können wir in europäischen Wettbewerben nicht mithalten mimimimi“?
Markiere meine Worte: Steigerung der ‘Risikospiele’ um mindestens 80% in 2025
Da bin ich echt mal auf den Urteilstext gespannt. Nur aus dem Titel lässt sich nämlich nicht wirklich erahnen inwieweit die Kosten in Rechnung gestellt werden dürfen.
Nur für Kosten auf dem Stadiongelände? Oder auch Kosten die in der Innenstadt oder am Bahnhof entstehen?
Wenn das letztere der Fall ist habe ich irgendwie ein mulmiges Gefühl bei der ganzen Sache. Auch wenn ich die Intention richtig finde.
Wer kontrolliert dann das Ausmaß des Polizeieinsatzes? Wer setzt das fest? Wer bestimmt welche Auflagen solche Kosten vielleicht verhindern können? Welche anderen Veranstaltungen sind davon betroffen? Konzerte? Weihnachtsmärkte? Kann die Polizei dann auch Private Vermieter für Einsätze und Präsenz rund um die Mietwohnungen zu Kasse bitten? (Denn rein rechtlich haben wir hier eigentlich den gleichen Vorgang)
Nochmal zur Klarstellung, weil das auch im letzten Thread einige nicht verstehen wollten:
Das Problem dieser Entscheidung liegt meiner Meinung nach nicht darin, dass die Polizei im Stadion für Ordnung sorgt und dabei Kosten entstehen. Das Problem ist, dass die Polizei jetzt auch der DFL Einsätze bei An- und Abreise in Rechnung stellen darf. Kosten, die entstanden sind, weil Bürger Straftaten begangen haben, die zwar im Kontext des Fußballs, aber nicht mal beim Event selber passiert sind.
Um mal einen Vergleich zu ziehen: Das wäre, wie wenn sich Fans der Onkelz und Fans der Hosen auf irgendeinem Autobahnparkplatz prügeln und die Polizei das danach den Bands in Rechnung stellt.
Ui. Das wird einer der kontroversesten Threads der Woche. Liegt schlicht daran, dass beide Seiten gute Argumente haben.
Klar will ein Verein nichts dafür können, wenn er von Arschlöchern gut gefunden wird. Andererseits will ich als Steuerzahler und Fußball-Desinteressent gar nicht für den ganzen Arschloch-bedingten Aufwand bezahlen müssen.
Ist das nicht die Gelegenheit für die Vereine jetzt zu jammern und die Ticketpreise präventiv zu erhöhen?
Die Polizei legt fest, welche Veranstaltungen sie zum Risiko erklären und wie groß der eigene Aufwand ist. Und nun dürfen sie die Kosten weiterreichen. Finde ich zu kurz gedacht.
Bin mal sehr gespannt wie das in der Praxis ausschaut.
Hab das Gefühl dass am Ende nur die Fans verlieren und sowohl die Polizisten genauso so viele Überstunden machen wenn nicht sogar noch mehr. Die DFL wird die Fans wahrscheinlich mit sehr unfreundlichen Terminierungen von Derbys bestrafen.
Bin etwas enttäuscht vom Urteil
Jetzt haben die Vereine vielleicht auch ein wirkliches Interesse, Krawallmachern den Kampf anzusagen. Ich hoffe jedenfalls, dass es nicht nur darin gipfelt, einen neuen Grund für steigende Ticketpreise gefunden zu haben
Breaking: Eintracht verkauft Marmoush, um Polizeirechnungen für 2025 bezahlen zu können.
Copy & Paste aus dem anderen Post mit Zitat von tagesschau.de:
Was hier fast alle überlesen oder ignorieren: es geht um die **Mehr**kosten für sog. Hochrisikospiele. Bremen sieht auch weiterhin die entstehenden Kosten bei “normalen” Spielen und auch die “Grundkosten” bei Hochrisikospielen beim Staat – öffentliche Sicherheit und so. **Nur für die bei Hochrisikospielen darüber hinaus anfallenden Kosten** für den erhöhten Personalbedarf **möchte Bremen aber Geld sehen**.
> Bremen will also nicht die kompletten Kosten für die Polizeieinsätze ersetzt haben, sondern nur die Mehrkosten für Veranstaltungen, bei denen zusätzliche Polizeikräfte erforderlich sind. Im Fußball ist das bei den sogenannten Hochrisikospielen der Fall. Anstelle von ein paar Hundert Polizeibeamten sorgen bei diesen Spielen (z.B. Derbys) oft um die Tausend oder mehr Polizisten für Sicherheit. Und oft müssen diese Polizistinnen und Polizisten dann aus anderen Bundesländern angefordert werden.
Damit ist die Büchse der Pandora geöffnet. Die Polizei ist jetzt also ein privater Sicherheitsdienst. Gleichzeitig entscheidet aber die Polizei selbst, wann sie beauftragt werden muss. Die Kurzdenkenden freuen sich jetzt natürlich, um über den pöhsen Fußball zu lästern. In der Realität ist das gerade für kleine Veranstaltungen eine Katastrophe. Wenn eine Veranstaltung politisch ungewollt ist, wird sie einfach zu einer Hochrisiko-Veranstaltung erklärt. Der Veranstalter kann sich die Polizei-Kosten dann nicht leisten, also wird die Veranstaltung abgesagt. Grandios.
Die Überschrift ist schwierig, weil Polizei stellt nicht Vereinen selbst eine Rechnung, sondern der DFL und das sagt dann auch schon alles darüber aus, wie die Debatte darüber aussieht.
An die Leute mit mehr Ahnung von Jura und Urteilsauslegungen:
~~Inwiefern kann man dieses Urteil auf andere Bereiche anwenden, in denen große Polizeiaufgebote nötig sind? z.B. einen AfD-Parteitag, bei dem auch Gegendemonstranten angekündigt/erwartet sind.~~
~~Laut diesem Urteil können ja auch die Kosten, die um ein Event herum passieren, in Rechnung gestellt werden. Könnte man nicht also auch der AfD (oder anderen Parteien/Organisationen) die Kosten in Rechnung stellen, wenn für ihre Parteitage, wegen “Risikoeinschätzung” größer als übliche Polizeiaufgebote nötig sind? Und dann natürlich die Kosten, die um den Parteitag herum entstehen auch – so wie es anscheinend beim Fussball möglich ist~~
EDIT: Hier im Thread gelesen, dass es in dem Gesetz nur um gewinnorientierte Veranstaltungen geht. Damit für Demonstrationen, Parteitage etc. natürlich hinfällig.
Ich kann ja die Argumentation beider Seiten verstehen. Der Verein kann nichts dafür, dass eben Arschlöcher Fußball als Grund für Arschlochverhalten sehen. Der Steuerzahler will aber nicht jedes mal die Rechnung übernehmen, wenn Fans sich nicht in den Griff bekommen. Ich hoffe mal, sobald man den Urteilstext sehen kann, dass klar wird ob damit Einsätze in und um das Stadium zählen oder ob Vereine jetzt auch für die Randale am Bahnhof und Zug aufkommen können, also Orte an denen die Vereine wirklich wenig Einfluss haben.
Fair finde ich es, wenn die Vereine zahlen müssen, wenn sie selbst die Lage im Stadium und dessen Gelände nicht in den Griff bekommen. Da müssen dann die Vereine Wege finden den Arschlöchern den Kampf anzusagen und für Ruhe zu sorgen. Aber kein Verein der Welt, wird die Fans außerhalb des Stadiums in den Griff bekommen, nicht ohne eine eigene private Polizei aufzubauen, die dann an typischen Brennpunkten steht. Das kann man also nicht von denen verlangen.
Richtig so.
Man möge sich nur mal vorstellen, für eine andere private Großveranstaltung müssten regelmäßig Hundertschaften von Polizisten anrücken um Krawalle zu verhindern. Da hätte auch niemand in der Bevölkerung Verständnis für.
Außerdem haben die Vereine so auch endlich mal ein eigenes Interesse daran, solche Chaoten in ihren Reihen los zu werden. Bisher war denen das ja egal, weil der Steuerzahler schön alles bezahlt hat.
Wird spannend zu sehen, wie viel man gegen diese Randalierer und Hooligans machen kann, jetzt wo die Vereine einen Anreiz haben, wirklich dagegen vorzugehen. 🙂
Ich finde das erstmal gut.
Fußball Risikospiele bringen auch in den Städten nicht so viel Geld wie hier viele gerne behaupten. Meist werden die Auswärtsfans in Sonderzügen reingekarrt, dann Zum Stadion gebracht und gleich danach heimgeschickt. Also keine Ahnung, wann die da Geld im Umland lassen.
Die Züge werden meist auch zerlegt und die Bahnsteige verwüstet. Davon profitiert wirklich niemand außer die DFL.
Bei anderen Sportarten (ich weiß es sicher bei Triathlon und Radrennen) muss der Rennausrichter auch für die Polizei zur Streckensicherung bezahlen. Ich sehe also keinen Grund, weshalb man da bei Fußballvereinen eine Ausnahme machen sollte.
Finde ich gut. Klar können die Vereine wenig dafür, aber die absolut nicht-Beteiligten Steuerzahler können absolut nichts dafür.
Ich sag vorraus, die Fusion triffts dann auch. Wenn fußballvereine für die polizeikosten blechen, dann bald auch festivals und weihnachtsmärkte etc.
Nice. Sehe ich nicht ein, warum das nicht so sein soll. Wenn 2 Vereine sich die Köppe einkloppen wollen, bitteschön, aber dann sollen die Verein halt für Einsätze blechen. Sehe ich nicht ein, als Steuerzahler für den Scheiß aufzukommen.
Jetzt ist nix mehr mit “Is mir egal, solln sie machen” von den Vereinen, jetzt müssen die die Arschlöcher aussortieren oder halt zahlen. Passt alles.
Vernünftig und fair.
Was hier von vielen nicht beachtet wird ist, dass es Vorschläge seitens der Regierungen gibt, einen Polizei-Fond einzurichten. Dieser wurde jedoch bislang von der DFL abgelehnt.
Konkret soll dort jeder betroffene Verein einzahlen und die Länder finanzieren daraus die Polizeieinsätze. Damit ist jeder Verein sowie die Polizei angehalten, Risiken zu minimieren und kosten zu senken.
Erinnert sich noch jemand and die Versuche der Polizei vor einigen Jahren bei Risiko-armen Spielen mit einer stark reduzierten Stärke vor Ort zu sein? Das war ein voller Erfolg, kein Anstieg von Gewalt o.Ä… Hat nie wieder jemand drüber gesprochen und jetzt sind sogar Pferdestaffeln vor Ort wenn wir gegen Wolfsburg spielen. Wie will man dafür die Kosten rechtfertigen?
Für mich war das immer klar. entweder der verein bezahlt oder risikospiele werden halt ohne zuschauer abgehalten.
Finally
Sehr gute Entscheidung.
Dadurch steigen die Ticketpreise, normale und vernünftige Fans werden sauer auf die Arschlöcher, die die Kosten verursachen.
Arschlöcher werden geächtet und hoffentlich von den Vereinen auch stark zur Kasse gebeten.
Ich könnte mir vorstellen, dass Gästefans bei Hochrisikospielen dann gleich Zuhause bleiben können, um die Kosten gering zu halten oder die Ticketpreise so angehoben werden, dass man sich das nicht mehr leisten möchte.
Bin mal gespannt, wie konkret das ablaufen soll. Die Einschätzung zu Hochrisikospielen trifft ja momentan die Polizei, genau wie das Personenaufkommen. Wenn es natürlich eine reine Geldverschiebung (Rechnung an den DFL und dieser an die Vereine) wird, dann ändert sich ja nur der Kostenträger.
Was aber, wenn ein Spiel als Hochrisikospiel eingeschätzt wird und einfach niemand geht hin (rein hypothetisch). Dann läge eine Fehlkalkulation der Polizei vor, deren Kosten die Vereine zu tragen haben.
33 comments
Gott sei Dank.
>Dieses Urteil verkündete das Bundesverfassungsgericht **(BVG)**
Ich liebe die Urteile der Berliner Verkehrsbetriebe.
Wie lange bis zum obligatorischen Ausraster von Hoeneß, Rummenigge und co. „so können wir in europäischen Wettbewerben nicht mithalten mimimimi“?
Markiere meine Worte: Steigerung der ‘Risikospiele’ um mindestens 80% in 2025
Da bin ich echt mal auf den Urteilstext gespannt. Nur aus dem Titel lässt sich nämlich nicht wirklich erahnen inwieweit die Kosten in Rechnung gestellt werden dürfen.
Nur für Kosten auf dem Stadiongelände? Oder auch Kosten die in der Innenstadt oder am Bahnhof entstehen?
Wenn das letztere der Fall ist habe ich irgendwie ein mulmiges Gefühl bei der ganzen Sache. Auch wenn ich die Intention richtig finde.
Wer kontrolliert dann das Ausmaß des Polizeieinsatzes? Wer setzt das fest? Wer bestimmt welche Auflagen solche Kosten vielleicht verhindern können? Welche anderen Veranstaltungen sind davon betroffen? Konzerte? Weihnachtsmärkte? Kann die Polizei dann auch Private Vermieter für Einsätze und Präsenz rund um die Mietwohnungen zu Kasse bitten? (Denn rein rechtlich haben wir hier eigentlich den gleichen Vorgang)
Nochmal zur Klarstellung, weil das auch im letzten Thread einige nicht verstehen wollten:
Das Problem dieser Entscheidung liegt meiner Meinung nach nicht darin, dass die Polizei im Stadion für Ordnung sorgt und dabei Kosten entstehen. Das Problem ist, dass die Polizei jetzt auch der DFL Einsätze bei An- und Abreise in Rechnung stellen darf. Kosten, die entstanden sind, weil Bürger Straftaten begangen haben, die zwar im Kontext des Fußballs, aber nicht mal beim Event selber passiert sind.
Um mal einen Vergleich zu ziehen: Das wäre, wie wenn sich Fans der Onkelz und Fans der Hosen auf irgendeinem Autobahnparkplatz prügeln und die Polizei das danach den Bands in Rechnung stellt.
Ui. Das wird einer der kontroversesten Threads der Woche. Liegt schlicht daran, dass beide Seiten gute Argumente haben.
Klar will ein Verein nichts dafür können, wenn er von Arschlöchern gut gefunden wird. Andererseits will ich als Steuerzahler und Fußball-Desinteressent gar nicht für den ganzen Arschloch-bedingten Aufwand bezahlen müssen.
Ist das nicht die Gelegenheit für die Vereine jetzt zu jammern und die Ticketpreise präventiv zu erhöhen?
Die Polizei legt fest, welche Veranstaltungen sie zum Risiko erklären und wie groß der eigene Aufwand ist. Und nun dürfen sie die Kosten weiterreichen. Finde ich zu kurz gedacht.
Bin mal sehr gespannt wie das in der Praxis ausschaut.
Hab das Gefühl dass am Ende nur die Fans verlieren und sowohl die Polizisten genauso so viele Überstunden machen wenn nicht sogar noch mehr. Die DFL wird die Fans wahrscheinlich mit sehr unfreundlichen Terminierungen von Derbys bestrafen.
Bin etwas enttäuscht vom Urteil
Jetzt haben die Vereine vielleicht auch ein wirkliches Interesse, Krawallmachern den Kampf anzusagen. Ich hoffe jedenfalls, dass es nicht nur darin gipfelt, einen neuen Grund für steigende Ticketpreise gefunden zu haben
Breaking: Eintracht verkauft Marmoush, um Polizeirechnungen für 2025 bezahlen zu können.
Copy & Paste aus dem anderen Post mit Zitat von tagesschau.de:
Was hier fast alle überlesen oder ignorieren: es geht um die **Mehr**kosten für sog. Hochrisikospiele. Bremen sieht auch weiterhin die entstehenden Kosten bei “normalen” Spielen und auch die “Grundkosten” bei Hochrisikospielen beim Staat – öffentliche Sicherheit und so. **Nur für die bei Hochrisikospielen darüber hinaus anfallenden Kosten** für den erhöhten Personalbedarf **möchte Bremen aber Geld sehen**.
> Bremen will also nicht die kompletten Kosten für die Polizeieinsätze ersetzt haben, sondern nur die Mehrkosten für Veranstaltungen, bei denen zusätzliche Polizeikräfte erforderlich sind. Im Fußball ist das bei den sogenannten Hochrisikospielen der Fall. Anstelle von ein paar Hundert Polizeibeamten sorgen bei diesen Spielen (z.B. Derbys) oft um die Tausend oder mehr Polizisten für Sicherheit. Und oft müssen diese Polizistinnen und Polizisten dann aus anderen Bundesländern angefordert werden.
Damit ist die Büchse der Pandora geöffnet. Die Polizei ist jetzt also ein privater Sicherheitsdienst. Gleichzeitig entscheidet aber die Polizei selbst, wann sie beauftragt werden muss. Die Kurzdenkenden freuen sich jetzt natürlich, um über den pöhsen Fußball zu lästern. In der Realität ist das gerade für kleine Veranstaltungen eine Katastrophe. Wenn eine Veranstaltung politisch ungewollt ist, wird sie einfach zu einer Hochrisiko-Veranstaltung erklärt. Der Veranstalter kann sich die Polizei-Kosten dann nicht leisten, also wird die Veranstaltung abgesagt. Grandios.
Die Überschrift ist schwierig, weil Polizei stellt nicht Vereinen selbst eine Rechnung, sondern der DFL und das sagt dann auch schon alles darüber aus, wie die Debatte darüber aussieht.
An die Leute mit mehr Ahnung von Jura und Urteilsauslegungen:
~~Inwiefern kann man dieses Urteil auf andere Bereiche anwenden, in denen große Polizeiaufgebote nötig sind? z.B. einen AfD-Parteitag, bei dem auch Gegendemonstranten angekündigt/erwartet sind.~~
~~Laut diesem Urteil können ja auch die Kosten, die um ein Event herum passieren, in Rechnung gestellt werden. Könnte man nicht also auch der AfD (oder anderen Parteien/Organisationen) die Kosten in Rechnung stellen, wenn für ihre Parteitage, wegen “Risikoeinschätzung” größer als übliche Polizeiaufgebote nötig sind? Und dann natürlich die Kosten, die um den Parteitag herum entstehen auch – so wie es anscheinend beim Fussball möglich ist~~
EDIT: Hier im Thread gelesen, dass es in dem Gesetz nur um gewinnorientierte Veranstaltungen geht. Damit für Demonstrationen, Parteitage etc. natürlich hinfällig.
Ich kann ja die Argumentation beider Seiten verstehen. Der Verein kann nichts dafür, dass eben Arschlöcher Fußball als Grund für Arschlochverhalten sehen. Der Steuerzahler will aber nicht jedes mal die Rechnung übernehmen, wenn Fans sich nicht in den Griff bekommen. Ich hoffe mal, sobald man den Urteilstext sehen kann, dass klar wird ob damit Einsätze in und um das Stadium zählen oder ob Vereine jetzt auch für die Randale am Bahnhof und Zug aufkommen können, also Orte an denen die Vereine wirklich wenig Einfluss haben.
Fair finde ich es, wenn die Vereine zahlen müssen, wenn sie selbst die Lage im Stadium und dessen Gelände nicht in den Griff bekommen. Da müssen dann die Vereine Wege finden den Arschlöchern den Kampf anzusagen und für Ruhe zu sorgen. Aber kein Verein der Welt, wird die Fans außerhalb des Stadiums in den Griff bekommen, nicht ohne eine eigene private Polizei aufzubauen, die dann an typischen Brennpunkten steht. Das kann man also nicht von denen verlangen.
Richtig so.
Man möge sich nur mal vorstellen, für eine andere private Großveranstaltung müssten regelmäßig Hundertschaften von Polizisten anrücken um Krawalle zu verhindern. Da hätte auch niemand in der Bevölkerung Verständnis für.
Außerdem haben die Vereine so auch endlich mal ein eigenes Interesse daran, solche Chaoten in ihren Reihen los zu werden. Bisher war denen das ja egal, weil der Steuerzahler schön alles bezahlt hat.
Wird spannend zu sehen, wie viel man gegen diese Randalierer und Hooligans machen kann, jetzt wo die Vereine einen Anreiz haben, wirklich dagegen vorzugehen. 🙂
Ich finde das erstmal gut.
Fußball Risikospiele bringen auch in den Städten nicht so viel Geld wie hier viele gerne behaupten. Meist werden die Auswärtsfans in Sonderzügen reingekarrt, dann Zum Stadion gebracht und gleich danach heimgeschickt. Also keine Ahnung, wann die da Geld im Umland lassen.
Die Züge werden meist auch zerlegt und die Bahnsteige verwüstet. Davon profitiert wirklich niemand außer die DFL.
Bei anderen Sportarten (ich weiß es sicher bei Triathlon und Radrennen) muss der Rennausrichter auch für die Polizei zur Streckensicherung bezahlen. Ich sehe also keinen Grund, weshalb man da bei Fußballvereinen eine Ausnahme machen sollte.
Finde ich gut. Klar können die Vereine wenig dafür, aber die absolut nicht-Beteiligten Steuerzahler können absolut nichts dafür.
Ich sag vorraus, die Fusion triffts dann auch. Wenn fußballvereine für die polizeikosten blechen, dann bald auch festivals und weihnachtsmärkte etc.
Nice. Sehe ich nicht ein, warum das nicht so sein soll. Wenn 2 Vereine sich die Köppe einkloppen wollen, bitteschön, aber dann sollen die Verein halt für Einsätze blechen. Sehe ich nicht ein, als Steuerzahler für den Scheiß aufzukommen.
Jetzt ist nix mehr mit “Is mir egal, solln sie machen” von den Vereinen, jetzt müssen die die Arschlöcher aussortieren oder halt zahlen. Passt alles.
Vernünftig und fair.
Was hier von vielen nicht beachtet wird ist, dass es Vorschläge seitens der Regierungen gibt, einen Polizei-Fond einzurichten. Dieser wurde jedoch bislang von der DFL abgelehnt.
Konkret soll dort jeder betroffene Verein einzahlen und die Länder finanzieren daraus die Polizeieinsätze. Damit ist jeder Verein sowie die Polizei angehalten, Risiken zu minimieren und kosten zu senken.
Erinnert sich noch jemand and die Versuche der Polizei vor einigen Jahren bei Risiko-armen Spielen mit einer stark reduzierten Stärke vor Ort zu sein? Das war ein voller Erfolg, kein Anstieg von Gewalt o.Ä… Hat nie wieder jemand drüber gesprochen und jetzt sind sogar Pferdestaffeln vor Ort wenn wir gegen Wolfsburg spielen. Wie will man dafür die Kosten rechtfertigen?
Für mich war das immer klar. entweder der verein bezahlt oder risikospiele werden halt ohne zuschauer abgehalten.
Finally
Sehr gute Entscheidung.
Dadurch steigen die Ticketpreise, normale und vernünftige Fans werden sauer auf die Arschlöcher, die die Kosten verursachen.
Arschlöcher werden geächtet und hoffentlich von den Vereinen auch stark zur Kasse gebeten.
Ich könnte mir vorstellen, dass Gästefans bei Hochrisikospielen dann gleich Zuhause bleiben können, um die Kosten gering zu halten oder die Ticketpreise so angehoben werden, dass man sich das nicht mehr leisten möchte.
Bin mal gespannt, wie konkret das ablaufen soll. Die Einschätzung zu Hochrisikospielen trifft ja momentan die Polizei, genau wie das Personenaufkommen. Wenn es natürlich eine reine Geldverschiebung (Rechnung an den DFL und dieser an die Vereine) wird, dann ändert sich ja nur der Kostenträger.
Was aber, wenn ein Spiel als Hochrisikospiel eingeschätzt wird und einfach niemand geht hin (rein hypothetisch). Dann läge eine Fehlkalkulation der Polizei vor, deren Kosten die Vereine zu tragen haben.
Eigentlich kann das ja nur knallen.
Richtig so.
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