Die EU-Verwaltung wird immer öfter als aufgebläht kritisiert. In Wirklichkeit ist sie weit kleiner als die österreichische Verwaltung.
Der deutsche CDU-Chef und Kanzlerkandidat, Friedrich Merz, nennt sie „Monsterbürokratie“, die FPÖ startete 2024 sogar eine Onlinepetition gegen den „Brüsseler Bürokratiewahnsinn“ und kündigte an, als Regierungspartei gegen die aufgeblähte EU-Verwaltung und ihr ausuferndes Regelwerk vorzugehen. Ungeachtet der Tatsache, dass viele EU-Regeln nicht von übereifrigen EU-Beamten, sondern von Regierungen der Mitgliedstaaten initiiert und lediglich von der EU-Kommission ausgearbeitet werden, ist es wert, der tatsächlichen Größe der EU-Bürokratie auf den Grund zu gehen. Ist sie wirklich so überdimensioniert, wie ihre Kritiker behaupten?