Die in Essen nachgewiesene Form der Vogelgrippe gilt als besonders ansteckende Virusvariante, sagt die Stadt. Die Geflügelpest wird über direkten Kontakt übertragen, aber auch über infiziertes Wasser oder Rückständen an Stiefeln und Kleidung. Vor allem Hühner, Puten, Gänse, Enten und andere Wildvögel können sich mit dem Virus infizieren.
Betroffene Wildvögel können die Seuche in Hausgeflügelbestände übertragen. Vor allem wildlebende Wasservögel haben häufig keine Symptome und scheiden die Viren aus. Bisher sei auch keine auffällig hohe Anzahl toter Wildvögel gemeldet worden, dennoch sind alle zur Wachsamkeit aufgerufen.
Landwirt reagiert auf Vogelgrippe-Fälle in Essen
Weil die Geflügelpest hoch ansteckend ist, müssen sich nun auch die Bauern in der Region überlegen, welche Maßnahmen sie ergreifen. Der Essener Landwirt Nikolas Weber holt seine Gänse sicherheitshalber von der Wiese und lässt vorerst keine Besucher mehr zu seinen Hühnern in den Stall, “aber nur um den Menschen als möglichen Überträger aususchließen”.
Auf der einen Seite haben wir einen stetig wachsenden Wildgeflügelbestand, auf der anderen Seite haben wir durch die Ruhr natürlich einen schönen Magneten für diese Tiere. Sodass wir hier definitiv eine wachsende Population haben und damit auch ein wachsendes Risiko.
Nikolas Weber, Landwirt in Essen
Eine Stallpflicht für Geflügel wurde von Seiten der Behörden im aktuellen Fall noch nicht ausgerufen. Das Veterinäramt in Essen will die Situation am Baldeneysee aber genau beobachten.