Zum Trinkgeldgeben „geschubst“

by ComprehensiveDig4560

30 comments
  1. Schlicht dreiste Manipulation um den leichter beeinflussbaren oder den gerade weniger aufmerksamen noch ein wenig mehr Geld aus der Tasche zu lockern. Gerade bei Selbstbedienung, wie im Artikel, ist das schlicht nicht zu rechtfertigen, da könnten wir auch gleich Trinkgeld im Supermarkt einführen, da ist der persönliche Service auch nicht höher. Aber den Arbeitnehmern kann man es vielleicht so schmackhaft machen keine Lohnerhöhung zu verlangen, sie haben jetzt ja mehr Trinkgeld immerhin, richtig? 😒

  2. Man siehe mehr und mehr das die USA kein gutes Vorbild sind. Trinkgeld sollte nicht Gehalt ersetzen.

  3. Das regt mich jedes mal so auf. Schon in den USA ist das ein absurdes Brauchtum. Hier umso mehr.

    Mittlerweile gibt es kaum mehr aufmerksamen, kundigen Service oder einen Gruß aus der Küche. Es wird die Bestellung aufgenommen, an den Tisch gebracht und abkassiert. Mehr Interaktion hat man vielerorts nicht mehr.

    Wofür soll man denn nun 10% oder gar 15% Trinkgeld geben? Generell macht das prozentuale System exakt 0 Sinn. Ist die Leistung des Kellners wirklich besser bzw. mehr Geld wert, wenn ich die Pizza mit Meeresfrüchten, statt der Pizza Salami bestelle? Nein.

    Ein bisschen Trinkgeld gibt es immer, solange der Service zumindest ok ist. Hatte zuletzt auch einige Male Fehler beim Essen (fehlende Zutat Pizza o.ä.) und dann gibt’s keine Entschuldigung, keinen Ersatz für neue Wartezeit (Kaffee aufs Haus?). Wofür soll man denn zahlen?

    So, Rant over.

  4. Leute, wenn ihr sowas seht, dann lasst euch nicht manipulieren und drückt einfach “Nein”, so viel Selbstvertrauen sollte jeder Mensch haben. Ihr seid keine Arschlöcher, wenn ihr dieser Nötigung nicht nachgebt. Trinkgeld ist immer freiwillig und wer danach fragt, verdient aus meiner Sicht keins. Schon gar nicht, wenn der Kunde alles selbst erledigen muss.

  5. Hab Mal auf 0 gedrückt weil ich extrem schlecht bedient wurde und wurde dann noch beleidigt.👍

  6. Wenn man durch das Trinkgeld das Gehalt aufbessern muß, läuft einiges falsch. Wegen 5% Trinkgeld geht die Welt für mich nicht unter, aber meistens entscheide ich was Ich zu schieße.

  7. Weiss noch vor einem Jahr war ich bei Erdinger mit Kollegen mittagessen.
    Wir bezahlen alle unser Essen und Getränke und als der erste Kollege einfach die Karte zeigt ohne ein Zahl zu nennen fragt die Kellnerin ” und wo ist das Trinkgeld??!?”.

    Ich glaube sie sucht immer danach, und wir gehen seitdem woanders.

  8. 0 Drücken und direkt sagen, dass es jetzt genau deswegen nichts gibt.

  9. Ist eine Frechheit, die mich als Barzahler allerdings nicht betrifft.

  10. Ich gebe Trinkgeld je nachdem wie gut der Service war. Das kann auch mal 0 sein. Meistens sind es aber 2-5€. Diese Anzeige ist dreist aber da kann der Mitarbeiter nichts für. Einfach auf “kein Trinkgeld” drücken und dem Mitarbeiter sein Trinkgeld bar geben.

  11. Ich zahle bei so was ggf. nicht. Stelle mich blöd, halte die Karte dran, passiert nichts – Pech gehabt.

  12. Hi, hier hast du 0 mehr Service. Gib uns doch 10% Extra dafür… Ja nee ist klar… Müssen wir echt alles aus dieser prüden, selbstherrlichen Endstadiengesellschaft übernehmen?

    Sorry für meinen Alter-Mann-Moment des Tages

  13. Es ist nicht die Aufgabe des Kunden die Ausbeutung des Arbeitnehmers zu kompensieren.

  14. Geht noch besser, kürzlich in UK erlebt: Trinkgeld ist von vornherein in die Rechnung inkludiert.

    Auf mein Ansinnen, das selbst entscheiden zu wollen, wurde mir erklärt, das ginge nicht, ich müsse 12% Tip geben. War vorher entweder gar nicht ausgezeichnet oder so, dass ich es nicht sehen konnte. Habe natürlich angefressen reagiert und den Laden daraufhin boykottiert.

  15. Ich hab letztens selbiges bei einem Schmuckstand auf dem Weihnachtsmarkt gesehen. Der Verkäufer hat noch bevor er mir das Gerät in die Hand gedrückt hat folgendes erklärt:
    „Seit einem kürzlich installieren Softwareupdate werden die Knöpfe automatisch angezeigt. Er will natürlich kein Trinkgeld, findet die Anzeige komplett bescheuert und kann auch leider nichts dran ändern. Er kann es weder ausblenden, noch die Prozentangabe anpassen da alle Werte bereits die geringstmöglichen sind. Unten ist der Knopf für „kein Trinkgeld“.“
    Welche Geräte dieses „Feature“ haben oder nicht kann ich nicht beurteilen, aber scheinbar ist der Mist auf dem Hersteller gewachsen. Ich finde es auch zum kotzen.

  16. Ich finde die Option, denn mehr ist es nicht, okay. Sie setzt mich persönlich auch nicht unter Druck und sehe es schlicht als eine Folge von Digitalisierung. Wird aber sicher im Sinne einer “Nötigung” funktionieren, sonst gäbe es die Option bei PayPal und sonstwo nicht.
    Mein eigentliches Problem ist eher, dass es bei lokalen Dienstleistern (eigentlich alles rund um billig Essen, Fast Food, ob Lieferdienst oder Laden, aber auch Bestellseiten etc), digitales Trinkgeld beim Chef landet und dort bleibt. Ich bin gar kein Kunde/ Zielgruppe von diesem Schrott, klopf(t)e das aber immer als Begleitperson etc mit ab, sobald es eingeführt wurde.

    Wenn das Geld bei den Mitarbeitenden landet, ist mir der Weg egal. Da kann der digitale Weg sogar für alle Beteiligten transparenter sein – wie in meinem Lieblings-Café, je nachdem wer von uns was griffbereit hat, gibts Trinkgeld digital oder bar. Dort wird von allen für alle gesammelt.
    Bin ich mir unsicher, wie shady die Chefetage unterwegs ist, gibt es bei Zufriedenheit nur Bargeld.

  17. **SCHREIBT ES IN DIE BEWERTUNGEN**

    „Leider wurde ich aktiv nach Trinkgeld gefragt. Das ist ungastlich, deshalb Abzug.“

    DAS tut den Verantwortlichen weh. Kein Trinkgeld geben wird nicht reichen, das ist nicht sichtbar genug und bestraft die falschen.

  18. Ich fände das in Restaurants mit Bedienung und Service total gut, dort gibt es nur leider häufig genug gar keine Chance auf Karte Trinkgeld zu geben.

    Bei den Läden, bei denen ich das häufig sehe finde ich es allerdings auch unangebracht. 3 Donuts aus dem Regal in einen Beutel oder auf einen Teller werfen ist halt kein entsprechender Service. Da klicke ich dann halt auf nein.

  19. Könnte man nicht einfach das bitten für Trinkgeld generell unter Nötigung fassen? Dann gäbe es sowas nicht mehr nirgendwo und es wäre tatsächlich nur noch eine rein freiwillige Basis die ohne Aufforderung in Autonomie des Kunden geschieht.

  20. Die Amerikanisierung Europas ist eben nicht nur auf den Immobilienmarkt oder Jobsicherheit begrenzt. Its a shame!

  21. Das Problem ist nicht die Trinkgeldoption im Bezahlsystem sondern es sind die vorgeschlagenen Trinkgeldhöhen.

    Den deutschen Gepflogenheiten entsprechen würde folgende Staffelung: 5%, 7%, 10%

    Ein Vorschlagswert von 20% ist hingegen für Deutschland völlig unüblich und führt dazu, dass sich die Kunden unter Druck gesetzt fühlen.

  22. Das beste sind diese Trinkgeld Anzeigen in modernen Buden, in denen man nur noch die Bestellung an einem personenlosen Touchscreen eingibt und bezahlt.

    Für was Trinkgeld? Dass die Leute in der Küche ihre Arbeit machen? Dass sie sich erbarmen, meine (komplett überteuerte) Bestellung anzunehmen?

  23. Aus Prinzip auf “Kein Trinkgeld” klicken. Bonuspunkte gibts, wenn die Software bei “Freie Eingabe” negative Werte akzeptiert.

  24. “Freie Eingabe” und “-100%” eingeben. Einfach um zu checken ob sie auch am Software Testing gespart haben.

    Oder auch “2147483747”.

  25. Der Artikel verweist darauf das die Unternehmen von dieser Praxis profitieren. Was er aber gänzlich auslässt und auch viele nicht wissen: Viele Unternehmen führen das gar nicht bewusst ein.

    Es ist schlichtweg so dass das als Update auf den Zahlungsgeräten von den jeweiligen Anbietern eingespielt wird. Die bekommen nämlich einen Prozentsatz der Gesamtsumme für den Zahlungsservice – und profitieren so durch das Trinkgeld direkt mit – ganz ohne dabei doof neben dem Kunden stehen zu müssen.

    Bei meinem lokalen Bäcker ist das den Angestellten auch sehr unangenehm. Die behalten von sich aus das Gerät in der Hand und drücken ganz schnell auf “kein Trinkgeld” in der Hoffnung das du das nicht siehst.

  26. am schlimmsten finde ich, dass jeder Laden ein anderes System nutzt. Mal muss man das Trinkgeld bei Kartenzahlung vorher sagen, mal auf dem Bildschirm auswählen. 

    Wenn man mit letzterem Rechnet, aber der Laden ersteres benutzt, steht man irgendwie wie ein Depp da

  27. Ich kann euch garantieren, den meisten Angestellten geht das auch auf Sack, vor allem an Orten wo Trinkgeld eh eher ungewöhnlich ist. Daher da keine falsche scheu auf nein zu drücken.

    Habe z.b. Vor einiger Zeit mal an der Raststätte auf der Autobahn das gehabt, da haben die Mitarbeiter das selbst weggedrückt bevor sie dir das Gerät in die Hand gegeben haben.

    Meistens sind das auch die Orte wo das Trinkgeld vermutlich nicht mal beim Angestellten ankommt, er darf sich dann mit Harald und moni befassen die sich lautstark über diese “Frechheit” bei ihm auskotzen.

  28. Also ich bin mittlerweile streng und gebe kein Trinkgeld mehr. Je mehr das erwartet wird desto weniger akzeptanz kriegt diese funktion bei mir. Sollen die Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden und nicht noch mehr Geld geiern.

  29. Ich finde diese Auswahlbuttons besser als Trinkgeld direkt zu übergeben beim Bargeldzahlen, gerade bei niedrigen Beträgen. Ist doch etwas albern, wenn sich der Kellner immer für die 30c oder was auch immer bedanken soll, hier macht man es einfach oder nicht und gut ist.

    Wichtig wäre nur, den Betrieb einzuschätzen, ob die Bedienungen auch was vom Karten-Trinkgeld abbekommen.

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