Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet bei der Handball-WM 2025 ein sportlich weitgehend unbedeutendes letztes Hauptrundenspiel. Sorgen gibt es trotzdem einige.
Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der WM 2025 schon vor dem letzten Spiel in der Hauptrunde am Samstag im Viertelfinale. Sorgenfrei ist das Team von Bundestrainer Alfred Gislason allerdings nicht.
Denn beim abschließenden Duell mit Tunesien (20.30 Uhr) werden gleich drei Spieler fehlen. Besonders bitter ist dabei der Ausfall von Franz Semper, der sich gerade erst ins Team zurück gekämpft hatte – und nun mit einer neuerlichen Verletzung abreisen musste.
Handball-WM: Deutschland – Tunesien LIVE im TV, Livestream & Liveticker
Der Ausfall Sempers aufgrund einer vom DHB nicht näher genannten Verletzung sei „bitter für Franz und unser Team“, sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton, nachdem ihn die Hiobsbotschaft am Freitagnachmittag erreicht hatte.
WM-Sorgen des DHB-Teams: Knorr und Dahmke bleiben fraglich
Bei möglichen Nachnominierungen verspüre man „keinen unmittelbaren zeitlichen Druck“. Man richte die Entscheidung nicht auf das sportlich unbedeutende letzte Hauptrundenspiel am Samstag (20.30 Uhr) aus, sondern „mit Blick auf das Viertelfinale am kommenden Mittwoch in Oslo“.
Neben Semper, der bei seinem Turnier-Debüt am Donnerstag gegen Italien (34:27) noch mit fünf Treffern geglänzt hatte, steht auch ein mögliches WM-Aus von Spielmacher Knorr im Raum.
Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland wurde der 24-Jährige am Freitagmorgen nach Flensburg gefahren, um sich dort durchchecken zu lassen. Die Handball-WM 2025 im LIVETICKER auf SPORT1
Wie Linksaußen Rune Dahmke wird Knorr aber zumindest das Italien-Spiel verpassen – und der deutschen Mannschaft auf unbestimmte Zeit fehlen. „Ich gehe fest davon aus, dass keiner von den beiden das Tunesien-Spiel spielen wird“, sagte Gislason: „Danach gibt es sicherlich bessere Chancen, dass Rune wieder reinkommt als Juri.“
Deutschland wird auf Überraschungsmannschaft treffen
Knorr habe „bis jetzt ein super Turnier gespielt“, sagte Torhüter David Späth, der mit Knorr eng befreundet ist, „und dass er jetzt ausfällt, ist schade. Hoffentlich kommt er bald zurück.“
Nach dem Spiel am Samstag wird das deutsche Team bis Mittwoch Pause haben, wenn es dann gegen den Sieger der Gruppe III geht. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Gegner dann Portugal heißen, aber auch ein Duell mit Brasilien ist noch möglich.
Beide Teams stehen erstmals überhaupt in der Runde der letzten Acht.