Noch ein Spieltag ist in der Ligaphase der Champions League (und in jener der Europa League) zu bestreiten, eine letzte Gelegenheit für den SK Sturm und Salzburg, Punkte für Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung zu sammeln. Das Ausscheiden beider Klubs aus dem Europacup ist bereits fix, dann hält nur noch Rapid in der K.o.-Phase der Conference League die rot-weiß-roten Farben hoch. Ein Über- sowie ein Ausblick, wo Österreich in der Fünfjahreswertung steht:
Status Quo: Mit 34,950 Zählern belegt Österreich aktuell Platz 13 in der Fünfjahreswertung. Auf derselben Position wurde auch die vorangegangene Saison abgeschlossen, weshalb der österreichische Meister dieser Spielzeit im Herbst auch nicht mehr fix für die Champions League qualifiziert ist. Beendet Österreich diese Saison auf Rang 13, würde es auch für die Europacup-Saison 2026/27 wieder zwei Qualifikations-Plätze für die Champions League, einen für die Europa League sowie zwei für die Conference League geben.
Bisherige Ausbeute: In Jahr eins der Europacup-Reform haben die österreichischen Klubs bislang 8,150 Zähler geholt – deutlich mehr als in den vergangenen beiden Jahren (4,800 & 4,900). Eifrigster Punktejäger war der SK Rapid (3,450), der im Laufe der Saison bereits acht Siege auf internationalem Parkett feiern konnte und dank Platz vier in der Conference-League-Ligaphase auch noch ordentlich Bonuspunkte einheimste. Die Königsklassen-Starter Salzburg (2,200) und Sturm (1,600), die allein durch die Teilnahme an der Königsklasse fette Bonuszähler abräumten, könnten ihr Punktekonto am Mittwoch noch einmal aufstocken. Weiters entfallen 0,700 Punkte auf den LASK sowie 0,200 auf Austria Wien.
Was ist noch zu holen? Gelingt Rapid in der Conference League kein Durchmarsch, ist nach vorne hin kaum noch was möglich. Einzig Norwegen mit derzeit 35,625 Punkten liegt noch in Reichweite, hat mit Molde aber selbst noch einen Klub in der Conference League vertreten und mit Bodö/Glimt zudem noch in der Europa League einen Vertreter – der für die Endplatzierung in der Ligaphase auch noch Bonuspunkte zugeschrieben bekommt – im Rennen. Die erstarkten Griechen – die wie Norwegen nur einen Divisor von vier haben, weil sie anders als beispielsweise Österreich zu Saisonbeginn nur vier statt fünf Europacup-Quotenplätze hatten – werden spätestens mit Beendigung der Europa-League-Ligaphase, sollten PAOK und Olympiakos beide die K.o.-Phase erreichen, nicht mehr zu greifen sein. Die Türkei (41,700) auf Rang zehn, den nach der Saison 2022/23 noch Österreich inne hatte, ist komplett enteilt.
Ausblick: Viel eher muss der Blick wohl nach hinten gerichtet werden. Platz 18 (Israel mit 31,625) ist von Österreich weniger weit entfernt als Platz zehn. Unmittelbare Gefahr droht wohl dennoch nicht: Die Schweiz auf Position 14 hat mit 1,725 Zähler Rückstand auf Österreich bald – die Young Boys sind Letzter in der Champions League – mit Lugano in der Conference League auch nur mehr einen Vertreter im internationalen Geschäft. Auf Schottland (32,900) muss wohl eher geachtet werden, Celtic Glasgow steht fix in der K.o.-Phase der Champions League und auch Erzrivale Glasgow Rangers hat eine Stufe tiefer für gleiches Unterfangen gute Karten – beide würden dafür nochmals zusätzlich Bonuspunkte erhalten. Dänemark (32,875) und Polen (31,875) mit – wahrscheinlich, Midtjylland liegt auf Rang 19 in der Europa League – je zwei Vertretern könnten mit einem Vierer-Divisor zumindest noch Boden gut machen. Klar ist auch: Es wird nicht einfacher. In den nächsten beiden Jahren fallen die guten 6,700 Punkte von 2020/21 sowie die sensationellen 10,400 Zähler von 2021/22 weg – keine Nation von Platz acht abwärts hat in diesen Spielzeiten zusammen mehr Punkte geholt. Stand jetzt würde Österreich die Saison 2026/27 von Platz 18 aus in Angriff nehmen – was nur noch vier Europacup-Startplätze bedeuten würde. Ein Champions-League-Fixplatz – also Rang zehn – ist für die nächsten Jahre so gut wie aussichtslos.