
Kommentar: Müssen wir Intoleranz tolerieren? In Karlsruhe soll die CDU nicht mehr am CSD teilnehmen dürfen – auch wegen eines Vorfalls im Vorjahr. Ein Zeitung moniert nun “Intoleranz”, die LSU wirft den Veranstalter*innen sogar vor, die Community “gleichzuschalten”. | Queer.de
by XK20022
28 comments
Bezüglich der Frage im Titel:
Dass ist das sogenannte Toleranz-Paradoxon und die Antwort lautet:
Nein, muss man nicht.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Keine Toleranz für Intoleranz!
Eine Partei, die das Selbstbestimmungsgesetzt wieder abschaffen will und generell feindlich gegenüber queeren Leuten ist hat auf queeren Veranstaltungen nichts zu suchen
Wie einfach schon vor dem Lesen klar war, dass es der LSU nur das L und das G ind LGBTQ geht.
“Die Ausladung der LSU hat nun die örtliche CDU ordentlich erzürnt. Den “Badischen Neuesten Nachrichten” sagt die LSU, sich gegen das SBGB auszusprechen und Gendern abzulehnen, sei als Grund nicht ausreichend für einen Ausschluss.”
“Wir wollen die Lebensentwürfe vieler Teilnehmer verbieten, und lehnen diese Menschen ab. Das ist aber noch lange kein Grund uns nicht mitmachen zu lassen.”
Der Vorwurf ist ja mal komplett dumm. Natürlich will man ein Communityevent “gleichschalten”. Wieso sollen Menschen an dem Event teilnehmen dürfen die gegen diese Community sind, das macht doch hinten und vorne keinen Sinn.
Natürlich heult die CDU rum, wenn sie Konsequenzen ertragen muss. Ändert nichts an den Tatsachen
Toleranz ist nicht gottgegeben, sondern ein gesellschaftlicher Vertrag: “Ihr tolleriert uns und wir tollerieren euch”. Wenn eine Seite aus diesem Vertrag aussteigt kann sie nicht erwarten, dass die andere Seite sich trotzdem noch an die Abmachung hält. Warum sollte sie auch?
Meiner Meinung nach, die einzig richtige Entscheidung, die Union vom CSD auszuladen. In München passiert das schon seit zwei Jahren, jetzt also auch in Karlsruhe. Es wird endlich Zeit, dass auch mehr CSDs diesen Schritt gehen. Die Union ist eine reaktionäre, queerfeindliche Partei, die auf einer CSD-Demonstration nichts zu suchen haben sollte.
Meiner Meinung nach:
– Wenn sich die Veranstalter des CSD dazu entscheiden eine politische Veranstaltung sein zu wollen, welche genau diese Punkte vertreten will, dann ist das deren gutes Recht. Letztlich entscheidet der Verein demokratisch, wie sich dieser nach außen präsentiert.
– Mitglieder eines Vereines haben intern die Möglichkeit die Entscheidenden durch Abstimmungen zu wechseln
– Wenn dadurch eine Spaltung zustande kommt, mit den Mitgliedern, welche dies nicht so sehen, dann ist es halt so. So ist das in allen Vereinen. Jeder hat die Möglichkeit diese Gruppe zu verlassen, wenn er keine Möglichkeit sieht, es intern anzupassen.
– Die CDU würde es auch nicht zulassen, dass ich einen Stand unter deren Namen aufmache, welcher aktiv für das Selbstbestimmungsrecht wirbt. Eine ganz schöne gleichschaltung in der CDU.
Die CDU spricht sich aktiv gegen das neue Selbstbestimmungsgesetz aus und stellt es so dar, als würden Leute es ausnutzen, um in Frauen Schutzräume einzudringen. Wenn ich Veranstalter wäre, würde ich die auch nicht einladen
CDU kennt das Toleranz paradoxum nicht…. No suprise
Falls Der geschilderte Vorfall am LSU stand vorkam ist ein Ausschluss legitim
Bei sowas bin ich beim Freiheitsbegriff der Amis
Natürlich darf ein Eventveranstalter die Union nicht dabei haben wollen
Natürlich darf die Union sich dann öffentlich darüber aufregen
Und.natürlich darf man die Aufregung der Union darüber kritisieren
Gerade die Leute, die den Linken doch Regelwut und Autoritarismus vorwerfen, sollten mit solcher Freiheit kein Problem haben, oder?
Pech gehabt. Die Union kann ja ihren eigenen CSD organisieren, mal sehen, ob es klappt.
typischer Dogwhistle-Bullshit der Rechten
Denen ist zu 100% bewusst, was für einen Schwachsinn sie von sich geben, aber es geht nicht um stichhaltige Argumentation, nur um Polemik, um Schlagzeilen.
Springer ausladen wär der nächste logische Schritt. Ironischer Weiße hingen letztes Mal beim Springer Wagen nur Hunde rum ^^
[Das hier könnte bei der Entscheidungsfindung helfen.](https://de.m.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon)
Ist halt typisch CDU. In Münster haben sie letztes Jahr die gleich Mitleidstour abgezogen, weil die Veranstalter*innen eine Gegendemo gegen den AfD Neujahrsempfang der CDU keine Plätze auf der Redner*Innenliste einräumen wollten, nachdem die CDU bewusst nicht Teil des seit Jahren bestehenden Bündnisses ist und auch in den Jahren zuvor nicht an der Demo teilgenommen hat. Zudem bezeichnen sie andere Mit-/Ohneglieder des Bündnisses als antidemokratische/extremistische Kräfte. Ist einfach nur lächerlich diese Partei…
Ich verstehe gar nicht, was die CDU da eigentlich will. Hat jahrelang die Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Co blockiert und will nun auf deren Party tanzen. Merkwürdig. Nervt die Leute doch am Kirchentag mit eurer Anwesenheit.
“Auf dem CSD Karlsruhe dürfen nur Organisationen vertreten sein, die sich klar für die Rechte queerer Menschen einsetzen und sich von allen Vorschlägen, Regelungen und Gesetzen distanzieren, die dem entgegensprechen.”
Finde ich in Ordnung. Warum wollen sie überhaupt teilnehmen, wenn sie eigentlich dagegen sind?
Alter. Opferrolle mit NS-Relativierung, das können die.
Find ich gut, dass du CxU ausgeladen wird.
Ich mag ja solche Scheindebatten um das SBGG. Da es auch eine indirekte Debatte über Bürokratie ist.
Wir wissen das wir den Menschen ermöglichen müssen ihr Geschlecht auf offiziellen Dokumenten zu ändern.
Das SBGG ändert an der Möglichkeit dies zu tun nicht, es entfernt nur den alten erniedrigenden und auch sehr Bürokratischen Verwaltungsakt mit einem deutlich schlankeren.
Die Union will also Entbürokratisieren fordert aber aus Ideologie das Wiederaufnehmen eines der aufwändigsten Verwaltungsakte für Privatpersonen
Die Union will das Selbstbestimmungsgesetz abschaffen. Wieso sollten die auf dem CSD eingeladen sein?
Merz zum Kanzler machen, und sich wundern warum man bei queeren Menschen nicht ankommt. Ganz mein Humor.
Die Verbotspartei CDU lol
“Nö, ich will nicht, dass ihr frei und selbstbestimmt leben könnt, aber ich brauch das doch fürs Image, mit euch mitzulaufen!!”
Fickt euch doch einfach, CDU
Nein, Intoleranz braucht man nicht zu tolerieren, siehe kategorischer Imperativ
Hä Jens Spahn geschweige denn Alice Weidel haben auf nem CSD doch auch nix zu suchen oder?
Mein Gott, nur noch Doppeldenk bei allem, was rechts vom Zentrum steht. Es ist einfach nur noch widerlich, diese Opfer-Täter- Umkehr.
In München gab es diese Diskussion letztes Jahr auch. Ich habe darüber mit meinem Onkel geredet der seit bald 40 Jahren mit seinem Mann zusammen ist und sein ganzes Leben dem Kampf für die Rechte von homosexuellen Menschen in Deutschland gewidmet hat. Er ist sowohl in der Szene als auch politisch sehr bekannt und wurde in der Vergangenheit schon mehrfach für seine Verdienste ausgezeichnet. Zudem ist er natürlich jedes Jahr bei der CSD-Parade in München am Start.
Er wurde zu dem Thema oft befragt letztes Jahr und hat sich jedes Mal so geäußert:
„Wir können nicht gegen Diskriminierung kämpfen und dann selbst diskriminieren“
Zu mir sagte er außerdem:
„Ich habe nicht mein ganzes Leben dafür gekämpft dass wir alle hier so zusammenkommen können um jetzt Leute davon auszuschließen“
Ich habe viel über das Thema nachgedacht und bin auch definitiv kein Fan der Union, aber ich respektiere meinen Onkel unfassbar für sein Vermächtnis. In dem Moment als er mir diese Sätze oben gesagt hat, habe ich genau verstanden was er meinte und es für mich akzeptiert
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