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Ansgar Knauff ist seit drei Jahren auf dem Siegespfad bei Eintracht Frankfurt. Er kennt daher die Gründe für den Aufstieg des Vereins.
Frankfurt – „Forever young“? Der Klassiker der deutschen Popband Alphaville aus dem Jahr 1984 könnte kaum besser zutreffen als auf Ansgar Knauff. Der gebürtige Göttinger hat für Eintracht Frankfurt (120 Pflichtspiele) und Borussia Dortmund (16) bereits 136 Pflichtspiele bestritten – und das alles in noch immer verdammt jungen Jahren. Manch einer vergisst, dass Knauff erst seit wenigen Wochen 23 Jahre alt ist – und schon zwei Titel gewonnen hat. Beim DFB-Pokal-Sieg des BVB im Sommer 2021 war er zwar nur eine Randfigur.
Eintracht Europa League-Held schwärmt von der Kabine
In Frankfurt ist er zwölf Monate später am 18. Mai 2022 zu einer lebenden Vereinslegende aufgestiegen. Der Run in der Europa League ist eng mit den Toren und Vorlagen von Knauff gegen den FC Barcelona und West Ham United verbunden. Es war der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die mit der Rettung in der Relegation im Sommer 2016 angefangen hat. Ein Credo seitdem? Der Spirit im gesamten Klub.

Ansgar Knauff ist ein Gesicht bei Eintracht Frankfurt © IMAGO/Jürgen Kessler
Knauff erklärte im vereinseigenen Podcast: „Die Kabine ist schon immer etwas gewesen, was unsere Mannschaft ausgezeichnet hat. Wir haben hier eine super Stimmung und du kannst dich mit jedem Mitspieler unterhalten. Dadurch haben wir eine angenehme und positive Atmosphäre.“ Es ist diese Wohlfühlatmosphäre, die das Team auch durch schwierigere Phasen trägt. Je unruhiger und lauter es draußen wird, desto enger rückt diese Kabine seit Jahren zusammen.
Knauff zählt zu den Identifikationsfiguren bei der Eintracht
Und Knauff ist seit Januar 2022 ein wichtiger Bestandteil. Er zählt – zu den für die Fans sehr wichtigen – Gesichtern des Klubs, mit dem er sich vollumfänglich identifiziert. Knauff fühlt sich äußerst wohl in der Stadt, wo er mit seiner studierenden Freundin in Sachsenhausen lebt. Glamour? Lautsprecher? Das alles ist nicht das Ding des Vollprofis, der alles dem Sport unterordnet. Knauff lebt für den Fußball, er will permanent dazulernen, sich verbessern und optimal regenerieren. Auch an freien Tagen hält er sich im Campus aus und nutzt die Massagemöglichkeiten.
Auch deshalb wird er nach dem Abgang von Omar Marmoush zu Manchester City immer wichtiger. Wenn es darum geht, den Superstar zu ersetzen, war und ist Knauff Teil der Lösung. In Sachen Torgefahr herrscht zwar Luft (drei Pflichtspieltreffer) nach oben, doch sechs Vorlagen in der Bundesliga sind eine starke Bilanz. Beim 2:2 in Hoffenheim gab er zudem einen traumhaft schönen Pre-Assist, als er in Spielmachermanier auf Rasmus Kristensen durchsteckte, der wiederum Hugo Ekitiké bediente. Toppmöller jedenfalls will den elftschnellsten Spieler der Bundesliga (35,93 km/h) nicht missen und sieht in ihm das Potenzial zum kommenden Nationalspieler.