
Weil wir hier ja regelmäßig über die Preise sudern, aber nichts dagegen tun –>
In Kroatien fand/findet ein Boykott wegen der extremen Preise in den Geschäften statt.
Artikel dazu:
* Kleinezeitung – Menschenleere Geschäfte in Kroatien, Boykott wegen Preisexplosion
* Tageblatt – Käuferboykott leert Supermärkte
Auf TikTok und Instagram sind die Leute auch so extrem wütend weil die in Kroatien produzierten Artikel fast doppelt so teuer sind als in Deutschland.
Haltet ihr so einen Boykott für sinnvoll?
Wann ist eurer Meinung nach bei uns der Punkt erreicht damit wir anfangen zu boykottieren?
by AmelKralj
26 comments
Die Leute werden nicht aufhören zu essen. Wenn sie sich also ihre Wurst nicht heute kaufen, dann kaufen sie sie morgen.
> Wann ist eurer Meinung nach bei uns der Punkt erreicht damit wir anfangen zu boykottieren?
Die Billigdose Bier 5,10€.
Der Liter Milch Eigenmarke 7€. Für antialkoholiker.
wärs mehr als sinvoll und schon längst überflüssig
Aber
die leute in Österreich sind wortwörtlich einfach zu dumm um das zu verstehen. Die denken sich “ja aber ich muss ja trotzdem was essen”
Man muss halt was essen.
Wie im Artikel steht, ein Tag hilft ned viel, und mehrwöchig kann man nur “einzelne Händler” boykottieren, wenns Andere gibt bei denen man währenddessen einkaufen kann.
Wir haben keine Händler, die nicht mitmachen bei der Preistreiberei.
Ich glaube nein, weil der Lebensstandard immer noch gut ist.
Restaurants gut gefüllt. Smartphones und Kleidung werden in Massen gekauft. Autos werden alle paar Jahre neu gekauft. Beschäftigung noch relativ ok.
Es ist teuer, ja, aber die Kaufkraft in der Masse ist da, was in Kroatien und Griechenland weniger der Fall ist.
Weiß zufällig jemand wie sich die Gewinne der Supermärkte verändert haben? Sind die auch gestiegen oder ist die Produktion einfach teurer geworden?
dann gehen wir einfach alle am tag davor einkaufen
Bestelle auf Amazon was geht, kriegst auch Essen dort.
Österreich leidet eigentlich genauso unter dem selben Effekt. Das Problem ist die Marktkonzentration der Supermärkte. Spar, Rewe und Hofer teilen sich zu 80% den Markt. Dadurch sind sie in der Lage den Preis zu bestimmen. Österreichische Produkte sind in Deutschland einfach billiger. Die Arbeiterkammer stellt diese Preisunterschiede seit vielen Jahren jährlich fest, dagegen wurde aber bislang noch nie was unternommen.
Die Biedermeier in den Kommentaren beantworten die Frage eh.
Einen Billaboycott würde ich toll finden, wird aber nicht passieren
>Obwohl Finanzexperten den Erfolg des eintägigen Boykotts im Vorfeld bezweifelten, deuten die leeren Geschäfte am Freitag darauf hin, dass er durchaus Wirkung zeigen könnte. Unterdessen kündigten Verbraucherverbände schon an, dass sie den Boykott ausweiten werden, wenn die gewünschten Ergebnisse damit nicht erreicht werden. Auch mehrwöchige Boykotte einzelner Händler wurden angedroht.
Häh wie funktioniert das? Dann kaufen die Leute an nicht Boykott Tagen einfach mehr ein. Wo sollen sie sonst Lebensmittel herkriegen? In Slowenien?
Die Antwort lautet Globus in Freilassing. Also meine. Ist für einen wocheneinkauf auch schon wurscht, ob ich 15 Mina zum maximarkt und dann zum Hofer fahr oder 25 rüber und alles beinander hab, bei besserer Auswahl (ich spreche nicht über Fleisch und Wurstwaren, disclaimer, da kann ich nicht mitreden) und identischer Qualität.
Und alle zwei Monate DM auch drüben, dazu crowdfarming.
Boykottieren oder ähnliches funktioniert nicht, die Mobilisierung kriegst nicht so hin, dass die Unternehmen das merken. Und wenn doch, gibt’s eine in der heute beworbene Aktion wo Schnitzel Fleisch einen Euro kostet und das ist erledigt.
Wenn es zu weniger Nachfrage führt und das Angebot dadurch weniger knapp ist, kann das funktionieren. Die Leute müssen aber dann auch wirklich weniger kaufen, auch an anderen Tagen.
Was soll das bringen bei Dingen, die man ständig braucht? Die im Norden können nach Slowenien ausweichen, danach wirds schwierig.
Aber insgesamt verlagert sich der Konsum in die Tage vor und nach dem Protest. Die Umsätze wird es kaum treffen.
Würde ich schon begrüßen aber sehe nicht wie das beim aussehen unserer bevölkerungspyramide realistisch aussehen sollte wenn ich mit 3 Pickerl beim Billa stehe weil ich ausnahmefaelle gefunden habe wo es doch mal günstiger ist als beim Hofer während um mich herum SUV boomer stehen die einfach eine andere Kaufkraft haben als ich und denen es wurscht ist dass sie 60 Euro zahlen fuer etwas dass bei Lidl/Penny 20 kostet
Es sollte eine Partei (Wink Wink liebe SPÖ) einfach ihren eigenen Genossenschaftlichen Supermarkt eröffnen. Dort muss man nichts für Werbung ausgeben und Gewinn braucht man auch keinen machen. Und wenn schwarze Zahlen reichen, dann sind die Produkte auch viel günstiger.
Partei-Immobilien gibt’s auch genug. Arbeiten dort könnten dann Parteimitglieder und das als Freiwillige. (Der Markt muss ja nicht 12h lang offen sein. 15-20 Uhr würde reichen).
Damit könnte man fast den Einkaufspreis weitergeben.
Falls das schief geht, kann man super dokumentieren, warum die Marktkonzentration bei uns zu hoch ist.
Aber die Partei scheitert ja schon bereits bei Excel-Listen.
r/scheissaufnbilla
Eine Möglichkeit wäre, zufällig eine der großen Ketten auszuwählen und alle ihre Geschäfte zu boykottieren, bis diese ihre Preise senkt. Dann bleibt den anderen nichts anderes übrig als nachzuziehen.
Ich werde Kroatien boykottieren – allmählich kannst Dir den Urlaub dort echt nicht mehr leisten
Ich halte so einen Boykott für durchaus sinnvoll und auch zielführend.
Man muss es nur vernünftig aufziehen und versuchen es auch medial verbreitet zu bekommen.
Man bräuchte, so spontan gedacht, wohl eine vernünftige Webseite bei der informiert wird:
– um was es genau geht,
– welche Dinge genau in welchem Zeitraum boykottiert werden,
– aus welchem Grund
– zu welchem Ziel
Zu dem sollte man schauen, dass die Webseite Informationen über Alternativen enthält, beispielsweise alternative Produkte oder Supermärkte, oder lokal stattfindende Märkte.
Wenn man das als Grundlage vernünftig aufzieht, hier auf Reddit und anderen großen Plattformen (z.B. als Video auf TikTok, Instagram etc.) verbreitet, kann das durchaus ein Lauffeuer bringen. Dann irgendwie die Medien reinbringen… und man könnte was erreichen.
Aber, das ist natürlich mit Arbeit verbunden, Arbeit die nicht entlohnt wird. Man bräuchte also:
– jemanden der eine Webseite gestalten und einrichten kann,
– muss den Server hosten,
– die Inhalte ausarbeiten (Was boykottiert, wo, wann, wer, zu welchem Zweck, mit welchem Ziel)
– die Alternativen ausarbeitet (Produkte, Supermärkte, alternative Märkte, ev. sogar Kochideen mit alternativen Produkten…)
– Jemanden der da Social Media Inhalte ausarbeitet, ein einprägsames Reel beispielsweise, mit guter Musik, irgendwas prägnantes
Das ist schon ordentlich und Bedarf durchaus ein paar Menschen. Die müsste man erstmal finden, aber dann sehe ich da durchaus Erfolgschancen. Und ein Projekt das eventuell ganz gut im Lebenslauf aussieht.
Keine Angst! Ein vorschneller Protest ist völlig unnötig und würde irgendwie nur das Gegenteil bewirken.
Lassen Sie den freien Markt das regeln!
Leider werden die Produkte von Sherpas händische einzeln über die Alpen getragen. Das aber so effizient, das es nur ganz winzig, klitzekleine Preissteigerungen zu Deutschland gibt, die absolut fair und berechtigt sind.
Wenn Sie wirklich etwas beitragen möchten dann gehen Sie doch zu ihrem nächstgelegenen Lebensmittel Einzelhandel und schenken Sie der Filiale ein wenig Geld. Dies wird sie milde stimmen und glücklich machen so, dass die Preise vielleicht dann auch nicht aber doch obwohl nein doch schon bald steigen werden.
Vertrauen Sie uns wie auch wir vertrauen unseren Profiten und wir erlösen Sie von dem beschwerlichen Geld.
Liebe Grüße,
ihr voll total unabhängiger Konsumentenverein zur
Richtigen Einzehandels Wirtschafts Expertise
Was wäre mit einem Boykott im Sinne von gemeinschaftlichem geplantem Ladendiebstahl? Was wollen sie machen, wenn alle Leute im Geschäft einfach gesammelt straight an der kassa vorbeigehen und bei der Tür raus? Die Geschäfte zumachen? Lol
https://preview.redd.it/6drd2vqlxpfe1.jpeg?width=664&format=pjpg&auto=webp&s=e870e463ff8f68e562d3a827be8749b85181c9c8
Update: es sind mehrere Boykotte für die nächsten Tage angekündigt (von der FB Seite die den Ersten iniiert hat)
31.01. Freitag – General Boykott jeglicher Art von Einkauf von Produkten und Dienstleistungen
30.01. – 05.02. – eine Woche Boykott von drei Marktketten: Lidl, Euro Spin und DM
30.01. – 05.02. – eine Woche Boykott von drei Produkten: Coca Cola, Mineralwasser und Waschmittel
also es ist schon mehr dahinter als einfach mal einen Tag keine Lebensmittel zu kaufen und gut ist
Was sollen wir denn machen, alles selber anbauen? Wir können uns trotz relativ hoher Preise um ein Vielfaches mehr leisten als Kroaten. In Ungarn sind die Preise fast gleich hoch wie bei uns, nur dass sie dort einen Scheiß verdienen. Trotzdem sind Supermärkte praktisch alternativlos. Woanders bekommt man in der Stadt kaum Essen. Wochenmärkte, Bauernmärkte sind teurer UND könnten wohl kaum den Markt sättigen.
Finde einen Boykott eine gute Idee, auch wenn’s den Unternehmen nicht nachhaltig schadet, weil, wie schon einige hier kommentiert haben, geht man halt vorher und nachher einkaufen, kommt mediale Aufmerksamkeit auch mal auf die Käufer.
Ich hab mir schon öfters gedacht, man müsste “einfach” mal Flugblätter von deutschen Supermärkten bei uns verteilen oder deutsche DM Werbungen auf DMs kleben, damit der Otto Normalverbraucher auch mal den eklatanten Preisunterschied sieht.
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