Publiziert28. Januar 2025, 13:48
Luxemburg: Gewerkschaften bilden Front gegen «ultraliberale Politik»
OGBL und LCGB haben am Dienstag die Gründung einer Gewerkschaftsfront angekündigt, um gegen die Projekte der Regierung vorzugehen.

von
Joseph Gaulier
Die beiden Gewerkschaftspräsidenten Patrick Dury (LCGB) und Nora Back (OGBL) haben am Dienstag die Gründung einer Gewerkschaftsfront bekannt gegeben. «Wir erleben den schlimmsten Angriff auf die Gewerkschaftsfreiheiten», so Patrick Dury. Ziel sei es, «die Kräfte der Gewerkschaften zu bündeln, um gegen das Bündnis zwischen Regierung und Arbeitgeberverband zu kämpfen.»
Die Arbeitnehmervertreter prangern Angriffe auf verschiedene wichtige Themen an: «Tarifverträge, Ladenöffnungszeiten, Sonntagsarbeit, übermäßige Flexibilisierung der Arbeitsorganisation, Renten», zählt Nora Back auf. Die Gewerkschaftsfront werde «das Gegengewicht zur ultraliberalen Politik der Regierung bilden, die einen Angriff nach dem anderen startet.»
Patrick Dury kritisiert eine «Phase der vollständigen Deregulierung», die den Bedürfnissen der Arbeitnehmer nicht gerecht werde. Besonders bei den Tarifverträgen sei der Regierungsentwurf «ein Versuch, die Gewerkschaften zu diskreditieren», indem er deren Verhandlungsmacht einschränken wolle. Das Arbeitsministerium hatte einen Aktionsplan zur Förderung von Tarifverträgen erstellt, die aufgrund einer EU-Regelung verbindlich sind, versicherte jedoch gleichzeitig, dass das Dokument «nicht als Grundlage für eine Reform des rechtlichen Rahmens» gedacht sei.
Die Gewerkschaftsfront, die vorerst ohne den Gewerkschaftsbund der Beamten (CGFP) auskommt, der von den aktuellen Themen weniger betroffen ist, hat für Samstag, den 28. Juni, eine Demonstration geplant. Nora Back erklärt, dass «die Mobilisierung der Arbeitnehmer immer Zeit braucht». Außerdem versprechen die beiden Gewerkschaften bis dahin weitere Aktionen.
Abonniere unseren Kanal, aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine News-Übersicht sowie spannende Storys und Unterhaltung zum Feierabend.