Publiziert29. Januar 2025, 20:58
Mobilität: Frankreich und Luxemburg treiben Pendler-Offensive voran
460 Millionen Euro für Pendler: Neue Züge, moderne Bahnhöfe und erweiterte Straßen sollen die Verbindung zwischen Luxemburg und Grand Est optimieren.
Am heutigen Mittwoch stellten Luxemburgs Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP), der Präsident der Region Grand Est, Franck Leroy, und der Präfekt des Departements Moselle, Laurent Touvet, in einer Pressekonferenz bedeutende Fortschritte in der grenzüberschreitenden Mobilitätskooperation zwischen dem Großherzogtum und der Region Grand Est vor. Ziel dieser Partnerschaft sei es, den stetig wachsenden Anforderungen des Pendlerverkehrs gerecht zu werden und nachhaltige Mobilitätslösungen zu schaffen.
Luxemburg hat demnach bereits 230 Millionen Euro für die grenzüberschreitende Infrastruktur bereitgestellt, davon 220 Millionen für den Schienenverkehr und 10 Millionen für Straßenprojekte. Zusammen mit Frankreich ergibt dies ein Budget von 460 Millionen Euro, das in den Ausbau und die Modernisierung der Verbindungen investiert werde.
Mehr Züge, mehr Sitzplätze, schnellere Verbindungen
Ein zentraler Fokus liegt auf dem Ausbau der grenzüberschreitenden Zugverbindungen. Bis 2030 sollen bis zu zehn Züge pro Stunde zwischen Frankreich und Luxemburg verkehren – darunter ein TGV und ein Güterzug. Zudem wurden Bahnsteige an sieben Stationen auf 250 Meter verlängert, sodass bald längere Züge mit mehr Sitzplätzen eingesetzt werden können.
Die Region Grand Est habe 16 zusätzliche TER-Züge erworben, die mit modernster ERTMS-Technik ausgestattet sind – eine Investition von 118 Millionen Euro. Parallel dazu wird in Montigny-lès-Metz ein neues Wartungszentrum errichtet, das ab 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Diese Maßnahmen werden die Sitzplatzkapazität zur Hauptverkehrszeit bis 2030 auf 22.500 Plätze erhöhen – mehr als doppelt so viele wie heute.
Um den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern, entstehen weitere Park-and-Ride-Anlagen. Neue P+R-Parkplätze in Thionville Metzange, Longwy und Thionville Bahnhof sollen Pendlern den Wechsel auf Bus und Bahn erleichtern.
Auch Luxemburg treibt seine Mobilitätsstrategie voran: Mit einem Budget von 1,3 Milliarden Euro für 2021–2024 und weiteren 1,7 Milliarden Euro bis 2028 werden Bahnstrecken modernisiert und erweitert. Der neue Bahnhof Bettemburg wird zum zweitwichtigsten Bahnknotenpunkt des Landes ausgebaut, und die A3-Autobahn wird auf sechs Spuren erweitert – ein Projekt, das bis 2030 abgeschlossen sein soll.
Ein weiteres ambitioniertes Vorhaben ist das Projekt «Lothringen-Luxemburg Metropolitan Regional Express Service» (SERM), das eine qualitativ hochwertige, klimafreundliche Mobilitätsalternative für Pendler schaffen soll. Die ersten Studien für dieses großangelegte Verkehrsnetz laufen bereits.
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(kn)