Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 29. Januar: 

16.26 Uhr: Sanktionen gegen Russland: EU erwägt Einfuhrverbot für Aluminium

In der Diskussion um ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland erwägen die 27 EU-Länder ein Verbot von russischen Aluminiumimporten. Die lukrativen Einfuhren könnten ersten Entwürfen zufolge stufenweise verboten werden, hieß es am Mittwoch aus Diplomatenkreisen in Brüssel. Russland ist weltweit der zweitgrößte Aluminiumexporteur, die EU hatte ihre Einfuhrmenge aber bereits reduziert und einzelne Produkte mit Sanktionen belegt.

Für Flüssiggas aus Russland liegen trotz Forderungen aus mehreren Mitgliedstaaten derzeit keine Vorschläge für weitere Sanktionen auf dem Tisch. Neben dem Aluminium sollen Diplomaten zufolge aber weitere 73 Tanker auf die Sanktionsliste gesetzt werden, die Russland zur Umgehung der Ölsanktionen nutzt. Eine Reihe der veralteten Schiffe war zuletzt mit Beschädigungen an Tiefseekabeln in der Ostsee in Verbindung gebracht worden.

Die EU könnte den Informationen zufolge außerdem den Export von Spielkonsolen aus den EU-Ländern nach Russland verbieten. Nach Einschätzung von Beamten nutzt Moskau die Hardware in den Konsolen, um etwa Dronenangriffe in der Ukraine zu steuern.

15.49 Uhr: Ölraffinerie in Russland bei ukrainischem Drohnenangriffe getroffen

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist in Russland eine Ölraffinerie getroffen worden. Der ukrainische Generalstab teilte am Mittwoch mit, es sei eine Ölraffinerie in der Stadt Kstowo in der russischen Region Nischni-Nowgorod getroffen worden, über 800 Kilometer von der Front in der Ostukraine entfernt. Russland meldete mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet und bestätigte den Angriff auf die Raffinerie.

In der Ölraffinerie in der Region Nischni-Nowgorod brach ein ein Feuer aus, wie der Betreiber, das große Petrochemieunternehmen Sibur, im Onlinedienst X erklärte. Aufgrund herabfallender Trümmer einer abgeschossenen Drohne sei ein Feuer ausgebrochen. Es habe keine Verletzte gegeben und Feuerwehrleute arbeiteten daran, das Feuer zu löschen.

07.26 Uhr: Russland meldet Abschuss von mehr als 100 ukrainischen Drohnen – Brand in Ölraffinerie

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Russland sind in der Nacht zu Mittwoch laut russischen Angaben Gebäude beschädigt und mindestens ein Mensch verletzt worden. Zudem geriet örtlichen Behörden zufolge eine Ölraffinerie in Brand. Die Luftabwehr habe “insgesamt 104 unbemannte ukrainische Drohnen” abgefangen und zerstört, erklärte das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe richteten sich demnach gegen die westlichen Regionen Kursk und Brjansk. Auch über Smolensk, Twer und Belgorod seien Drohnen abgefangen worden.

Die Ukraine meldete ihrerseits ebenfalls einen nächtlichen Drohnenangriff von russischer Seite, in dessen Folge es in zahlreichen Regionen Luftalarm gegeben habe. 

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 28. Januar:
19.55 Uhr: Putin – Ukraine-Friedensverhandlungen „möglich“ – aber nicht mit Selenskyj

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Dienstag offen für Friedensverhandlungen mit der Ukraine erklärt, lehnt nach eigenen Angaben aber Gespräche mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj ab. „Wenn er an den Verhandlungen teilnehmen möchte, werde ich Leute für die Verhandlungen abstellen“, sagte Putin in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen. Selenskyj sei jedoch „unrechtmäßig“ an der Macht, da seine Amtszeit als Präsident während der Verhängung des Kriegsrechts abgelaufen sei.

Darüber hinaus sagte Putin, der Konflikt in der Ukraine wäre ohne westliche Unterstützung für Kiew rasch zu Ende. „Sie werden nicht einen Monat lang überleben, wenn das Geld und im weiteren Sinne die Munition ausgeht“, sagte Putin über die ukrainische Seite und fügte an: „In anderthalb oder zwei Monaten wäre alles vorbei“.

11.52 Uhr: Selenskyj berät mit Macron über Unterstützung für die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron über Sicherheitsgarantien und den von der Ukraine angestrebten EU-Beitritt beraten. Selenskyj veröffentlichte am Montag in den Onlinenetzwerken ein Video von einem Handschlag der beiden und schrieb dazu, Macron und er hätten über “weitere Unterstützung für die Ukraine” inmitten der anhaltenden russischen Invasion gesprochen. 

Besondere Aufmerksamkeit hätten sie bei ihrem Treffen auf die “Sicherheitszusammenarbeit und mögliche Formate von Sicherheitsgarantien für die Ukraine und ganz Europa” gelegt, fuhr Selenskyj fort. Er fügte hinzu, dass Kiew auf “Frankreichs Unterstützung im Verhandlungsprozess für den Beitritt der Ukraine zur EU” zähle. Selenskyj und Macron waren beide anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau nach Polen gereist, um der Opfer zu gedenken.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 26. Januar: 
18.22 Uhr: Tote und Verletzte bei Artilleriefeuer in der Ostukraine

Bei russischen Artillerieangriffen in der Ostukraine sind nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet und vier weitere schwer verletzt worden. In der seit Wochen schwer umkämpften Stadt Pokrowsk am Rande des Donbass starb eine Frau, in Konstantinowka wurden vier Menschen beim Einschlag von Granaten in Wohnhäuser verletzt, teilte der regionale Militärverwalter Wadim Filaschkin auf Telegram mit.

Rund um Pokrowsk tobten erneut schwere Gefechte, wie der Generalstab in Kiew mitteilte. Insgesamt seien russische Einheiten im Tagesverlauf mit Artillerieunterstützung zu 38 Angriffen an verschiedenen Stellen gegen die ukrainischen Verteidigungslinien angetreten. Die Attacken seien abgewehrt worden, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

16.05 Uhr: Russland meldet Einnahme der ostukrainischen Kleinstadt Welika Nowossilka

Die russische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Ortschaft im Osten der Ukraine eingenommen. Die Soldaten hätten die südöstliche Kleinstadt Welika Nowossilka im Westen der Region Donezk „befreit“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag in Moskau.

13.10 Uhr: Selenskyj regt Gespräche mit Verbündeten über “Format” für Friedensgespräche an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verbündeten seines Landes zu Gesprächen über das mögliche Format von Friedensverhandlungen aufgefordert. “Vor jeglicher Art von Gesprächen sollte zunächst auf dem Papier festgelegt werden: Wie können wir einen gerechten Frieden erreichen?”, sagte Selenskyj am Samstag nach einem Treffen mit seiner moldauischen Amtskollegin Maia Sandu. 

Sein Land und dessen westliche Verbündete hätten bislang keinen “gemeinsamen Plan”, sagte Selenskyj weiter. Die USA, die Ukraine, Russland und die Europäische Union sollten hierüber sprechen. 

Selenskyj pochte zudem darauf, dass Friedensverhandlungen nur unter Beteiligung der Ukraine stattfinden könnten. Es sei “unmöglich, die Ukraine von jeglicher Art von Gesprächsplattform auszuschließen”, sagte Selenskyj. Andernfalls werde eine solche Plattform “keine echten Ergebnisse” erbringen, sondern nur “politische” – die aber “nichts mit Sicherheit und einem Ende des Kriegs zu tun haben” würden.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 25. Januar: 
15.00 Uhr: Drei Tote durch ukrainischen Angriff in Region Cherson

Durch einen ukrainischen Angriff in der von Russland teilweise besetzten Region Cherson im Süden der Ukraine sind nach Angaben der pro-russischen Behörden vor Ort drei Menschen getötet worden. Der von Moskau eingesetzte Vorsteher der Region, Wladimir Saldo, warf Kiew am Samstag vor, Streumunition bei einem Angriff auf das Dorf Oleschky eingesetzt zu haben. Das Dorf liegt in der Nähe der Stadt Cherson und des Flusses Dnipro, der die Frontlinie markiert

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 24. Januar: 
17.36 Uhr: Putin nach eigenen Angaben “bereit” für Gespräche mit Trump über die Ukraine

Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten bereit für Gespräche mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump über den Ukraine-Konflikt. „Was das Thema Verhandlungen angeht (…) haben wir immer gesagt, und ich möchte dies noch einmal betonen, dass wir zu diesen Verhandlungen“ über die Ukraine „bereit sind“, sagte Putin am Freitag einem Reporter des russischen Staatsfernsehens.

Putin sagte zudem, dass die russische Militäroffensive gegen die Ukraine möglicherweise hätte verhindert werden können, wenn Trump damals US-Präsident gewesen wäre. „Ich kann ihm nur zustimmen, dass es die Krise in der Ukraine 2022 vielleicht nicht gegeben hätte, wenn er Präsident gewesen wäre – wenn ihm sein Sieg 2020 nicht gestohlen worden wäre“, sagte der Kreml-Chef.

Den neuen US-Präsidenten bezeichnete Putin außerdem als „klug“ und „pragmatisch“. Trump sei „nicht nur ein kluger Mensch, sondern auch ein pragmatischer Mensch“, sagte Putin.

Er glaube nicht, dass Trump den Ölpreis nach unten treiben würde, sagte Putin weiter. Zu hohe oder zu niedrige Ölpreise seien schlecht sowohl für die russische als auch für die US-Wirtschaft. Er könne sich nicht vorstellen, dass Trump der Wirtschaft seines eigenen Landes schaden würde. Trump hatte am Donnerstag niedrigere Ölpreise gefordert, um den Konflikt in der Ukraine zu beenden.

13.56 Uhr: Trump gibt Selenskyj Mitschuld am Krieg

Der neue US-Präsident Donald Trump gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Mitschuld an der Eskalation des russischen Angriffskrieges. «Er hätte auch nicht zulassen dürfen, dass dies geschieht. Er ist kein Engel. Er hätte diesen Krieg nicht zulassen dürfen», sagte Trump dem Sender Fox News in einem Interview. Die Ukraine hat derweil einen Vorschlag von Trump begrüßt, den russischen Angriffskrieg durch eine drastische Senkung des Ölpreises zu beenden.

10.33 Uhr: Ukraine: Mindestens drei Tote bei russischem Angriff auf die Region Kiew

Bei einem russischen Angriff nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind offiziellen Angaben zufolge drei Menschen getötet worden. „Drei Menschen sind bei einem feindlichen Angriff in der Region Kiew getötet worden“, erklärten die Rettungsdienste am Freitag in Onlinenetzwerken. Der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Mykola Kalaschnyk, hatte zuvor zwei Tote nach Angriffen gemeldet.

Von den Behörden veröffentlichte Aufnahmen zeigten schwarze Rauchwolken über einem von den Angriffen beschädigten Wohngebäude. Den Rettungsdiensten zufolge hatten Trümmerteile einer Drohne ein zehnstöckiges Wohngebäude getroffen.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, ihre Luftabwehr habe 25 russische Angriffsdrohnen über sieben Regionen abgefangen, darunter Kiew und Lwiw.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die Verbündeten Kiews auf, Russland mit weiteren Sanktionen an der weiteren Produktion von Waffen zu hindern. Es müsse „Rechenschaft über jedes Bauteil“ für die Produktion von Schahed-Drohnen und Raketen abgelegt werden, „das unter Verletzung der Sanktionen geliefert wird“, schrieb Selenskyj im Onlinedienst X.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 23. Januar:
17.53 Uhr: Ukraine meldet drei Tote und Dutzende Verletzte nach russischen Luftangriffen

Bei russischen Luftangriffen auf Frontstädte in der Ukraine sind am Donnerstag nach ukrainischen Angaben drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der Region Charkiw kündigte der Regionalgouverneur, Oleh Synehubow, die Evakuierung von Kindern aus Dörfern an, die vom russischen Vormarsch bedroht sind. Außerdem warf die Ukraine den russischen Streitkräften vor, mindestens sechs unbewaffnete ukrainische Soldaten hingerichtet zu haben.

Einige Städte der Ost- und Südukraine gerieten am Donnerstag unter Drohnen- und Raketenbeschuss von russischer Seite. In der Stadt Kostjantyniwka nahe der Frontlinie wurde nach ukrainischen Angaben eine 53-jährige Frau getötet. Ein 54-Jähriger starb bei einem Drohnenangriff auf ein Dorf in der nordöstlichen Region Charkiw.

8 Uhr: Toter und viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja

Bei nächtlichem Raketen- und Drohnenbeschuss der frontnahen Großstadt Saporischschja im Südosten der Ukraine ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 25 wurden Behördenangaben zufolge verletzt. „Darunter ist auch ein zwei Monate alter Junge“, schrieb Gouverneur Iwan Fedorow auf Telegram. Er veröffentlichte Bilder beschädigter Wohnhäuser. Zudem wurden seinen Angaben nach ein Objekt zur Energieversorgung und ein Heizkraftwerk getroffen. Ohne Strom seien 20.000 Menschen, ohne Wärmeversorgung 17.000, berichtete er.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 22. Januar:
19.36 Uhr: Bewohner der russischen Region Kursk fordern Einsatz für Vermisste in ukrainisch besetztem Teil

In einer seltenen Protestaktion haben Bewohner der westrussischen Region Kursk in Online-Netzwerken mehr Einsatz für Angehörige im ukrainisch besetzten Teil gefordert. Sie forderten die Führung Russlands und der Ukraine sowie internationale Organisationen auf, „uns dabei zu helfen, das Leben unserer Familienmitglieder zu retten“, hieß es in einem Beitrag auf dem in Russland äußerst beliebten Onlinenetzwerk VKontakte, der seit Freitag vielfach weiterverbreitet wurde.

 

In dem von Bildern der Angehörigen begleiteten Post ist von „rund 3000 Zivilisten“ die Rede, die sich in der Gegend um die Kleinstadt Sudscha unter ukrainischer Besatzung befänden. In der Botschaft wurde der russische Hashtag #JaMiSudscha verwendet, was auf Deutsch so viel heißt wie „Ich und wir für Sudscha“.

17.05 Uhr: Trump droht Putin mit hohen Zöllen bei Fortgang des Ukraine-Kriegs

Der neue US-Präsident Donald Trump hat Kreml-Chef Wladimir Putin mit massiven Zöllen auf russische Produkte gedroht, sollte dieser nicht in ein Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs einwilligen. Wenn nicht bald ein “Deal” zum Ende des Kriegs gemacht werde, “habe ich keine andere Wahl als Steuern, Zölle und Sanktionen auf alles zu verhängen, was von Russland an die Vereinigten Staaten verkauft wird”, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinenetzwerk Truth Social.

 

Trump fügte hinzu, diese Maßnahmen würden dann auch “mehrere andere teilnehmende Länder” betreffen, womit er offenbar Verbündete Russlands im seit fast drei Jahren andauernden Krieg gegen die Ukraine meinte.

11.47 Uhr: Russland sichert mit Eroberung weiterer Ortschaft Geländegewinne in Nordost-Ukraine

Die russische Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine eine weitere Ortschaft eingenommen und so ihre Geländegewinne abgesichert. Wie das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, übernahmen die Streitkräfte die Kontrolle über das Dorf Sapadne, das rund vier Kilometer vom Westufer des Flusses Oskil entfernt liegt.

 

Der Fluss Oskil bildete lange Zeit die Frontlinie zwischen der ukrainischen und der russischen Armee. Anfang Januar war es den russischen Soldaten allerdings gelungen, einen Brückenkopf am Westufer des Flusses zu errichten.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 21. Januar:
21.15 Uhr: Selenskyj dankt Scholz in Davos für Hilfe bei Flugabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für die Waffenhilfe im russischen Angriffskrieg gedankt. Die Ukraine schätze Deutschlands Führung bei der Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung und den bedeutenden Beitrag beim Schutz Tausender Menschenleben, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. 

Er habe beim Wirtschaftsforum in Davos in der Schweiz mit Scholz über die Unterstützung für die Ukraine und bei der Koordinierung der Anstrengungen für einen gerechten Frieden gesprochen. Details nannte er nicht.

15.49 Uhr: Selenskyj äußert Zweifel an Trumps Engagement für Nato und Europas Sicherheit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Zweifel am Engagement des neuen US-Präsidenten Donald Trump für die Nato und die Sicherheit Europas geäußert. „Wird Präsident Trump Europa überhaupt beachten? Hält er die Nato für notwendig?“, fragte Selenskyj am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „Und wird er die europäischen Institutionen respektieren?“

„Wir brauchen eine geeinte europäische Sicherheit- und Verteidigungspolitik“, fügte der ukrainische Präsident in seiner Rede hinzu. Alle europäischen Länder müssten bereit sein, „so viel für Sicherheit auszugeben wie wirklich benötigt wird“. Europa müsse in der Lage sein, „sich selbst zu verteidigen.“

13.31 Uhr: Ukraine meldet Beschuss von Öllager und Flugzeugfabrik in Russland

Bei mehreren ukrainischen Drohnenangriffen auf russischem Boden sind nach Angaben aus Kiew ein Öllager und eine Flugzeugfabrik getroffen worden. Der ukrainische Generalstab erklärte am Dienstag, durch den Angriff seien ein Feuer in dem Öllager und „Explosionen“ in der Flugzeugfabrik ausgelöst worden. Die Gouverneure der attackierten Regionen vermeldeten keine Toten oder Verletzten.

Die ukrainische Armee teilte weiter mit, in der Nacht zu Dienstag habe sie ein Öllager in der russischen Region Woronesch an der Grenze zur Ukraine mit Drohnen beschossen. Dabei sei zum zweiten Mal innerhalb einer Woche das Lager in Liskinska getroffen worden, welches Treibstoff für die russische Armee liefert. Der Angriff habe einen Brand ausgelöst, wie die ukrainische Armee im Onlinedienst Facebook erklärte.

13.15 Uhr: Unerklärlicher Reichtum – ukrainischer Armeepsychiater festgenommen

Der Chefpsychiater der ukrainischen Streitkräfte ist wegen des Verdachts auf illegale Bereicherung festgenommen worden. Sein Vermögen habe sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 um knapp eine Million Euro vergrößert, teilte der Geheimdienst SBU mit. Kiewer Medien verwiesen darauf, dass der oberste Armeepsychiater auch Vizechef der zentralen Medizinkommission sei, die über Wehrtauglichkeit oder Freistellung vom Militärdienst entscheidet.

Seit 2022 habe der Festgenommene sich ein Haus, drei Wohnungen, zwei Grundstücke und vier Autos zugelegt, hieß es vom SBU. Das Vermögen sei verbotenerweise nicht deklariert worden, der Mann habe es zur Verschleierung auf Familienmitglieder überschrieben.

12.06 Uhr: Hoffnung und Beunruhigung – Ukrainer und Russen haben unterschiedliche Erwartungen an Trump

Nur von jemandem wie Donald Trump werde Kreml-Chef Wladimir Putin ein Ultimatum akzeptieren, sagt Mychailo Pitschtoi. Der Rentner aus Kiew traut dem neuen US-Präsidenten zu, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Schließlich sei Trump ein „impulsiver Geschäftsmann, der nicht gern verliert“. Bei manchen Ukrainern und Russen weckt der Machtwechsel in den USA Hoffnungen, andere misstrauen dem Republikaner im Weißen Haus.

Kaum im Amt, kündigte Trump am Montag ein Treffen mit Putin an und warnte ihn: Ohne ein Friedensabkommen mit der Ukraine werde Russland „große Probleme bekommen“. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, den Ukraine-Krieg binnen „24 Stunden“ zu beenden, inzwischen nennt er „sechs Monate“ als Zeithorizont.

9.18 Uhr: Russland meldet Abschuss von 55 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht 55 ukrainische Drohnen über sechs Regionen seines Territoriums abgefangen. In der Region Woronesch hätten Trümmerteile zerstörter Drohnen ein neues Feuer in einem Treibstofflager ausgelöst, wo bereits vor sechs Tagen herabstürzende Drohnenteile einen Brand verursacht hatten, erklärte Gouverneur Alexander Gusew am Dienstag. Niemand sei verletzt worden, fügte er hinzu.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 20. Januar:
16:06 Uhr: Putin gratuliert Trump zur Amtseinführung

Kremlchef Wladimir Putin hat Donald Trump zu dessen unmittelbar bevorstehender Amtseinführung als US-Präsident gratuliert. Er habe die Forderungen Trumps gehört, die direkten Kontakte zwischen Moskau und Washington wiederherzustellen und alles zu tun, um einen dritten Weltkrieg zu verhindern, sagte Putin russischen Nachrichtenagenturen zufolge bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats. „Zweifellos begrüßen wir diese Einstellung und beglückwünschen den gewählten Präsidenten der USA zum Amtsantritt.“

15.18 Uhr: Putin erklärt Bereitschaft zum Dialog mit Trump über Ukraine-Konflikt

Wenige Stunden vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat der russische Staatschef Wladimir Putin diesem gratuliert und seine Gesprächsbereitschaft mit Blick auf den Ukraine-Konflikt erklärt. „Wir sind auch zum Dialog mit der neuen amerikanischen Regierung über den Ukraine-Konflikt bereit“, sagte Putin am Montag bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Regierungsmitgliedern in Moskau. Ziel solle „keine kurze Waffenruhe“, sondern ein „dauerhafter Frieden“ sein.

13.05 Uhr: Viele Opfer nach ukrainischem Angriff in Cherson

Infolge eines ukrainischen Raketenangriffs sind nach russischen Angaben im besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Cherson mindestens zwei Menschen getötet worden. Gut zwei Dutzend Personen seien zudem bei dem Angriff auf den Ort Bechtery verletzt worden, teilten die Besatzungsbehörden mit. Zwei Raketeneinschläge hätten ein Schulgebäude beschädigt. Die eingesetzten Raketen sollen mit Streubombensprengköpfen ausgestattet gewesen sein. Derartige Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Ort befindet sich gut 30 Kilometer südlich der russisch-ukrainischen Frontlinie. 

8.50 Uhr: Russland meldet Abschuss von 31 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht 31 ukrainische Drohnen über seinem Territorium abgeschossen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Montag im Onlinedienst Telegram, Russlands Flugabwehrsysteme hätten die Drohnen abgefangen und zerstört. Die Angriffe seien größtenteils gegen Industrieunternehmen gerichtet gewesen.

 

Ein Ziel der Drohnen sei die rund 1000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte teilautonome Republik Tatarstan gewesen, erklärte die Regionalregierung auf Telegram. „Alle Drohnen wurden neutralisiert. Es gab keine Opfer oder Schäden“, erklärte die Regionalregierung, ohne weitere Details zu nennen.

 

In der Region Kaluga, die an Moskau grenzt, lösten herabfallende Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne nach Angaben des Gouverneurs ein Feuer auf dem Gelände eines örtlichen Unternehmens aus. Das Feuer habe schnell unter Kontrolle gebracht werden können.

7.01 Uhr: Ukraine will Flüchtlinge verstärkt aus Deutschland zurückholen

Die ukrainische Regierung will sich verstärkt um die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen bemühen, die in Deutschland leben. Dazu sind sogenannte „Unity Hubs“ (Einheitszentren) in Berlin und später an weiteren Orten geplant, um Flüchtlinge bei der Arbeits- und Wohnungsvermittlung oder mit Bildungsangeboten zu unterstützen. 

 

Der ukrainische Vizeregierungschef Oleksij Tschernyschow sagte, angesichts des Bevölkerungsschwunds würden vor allem in der Rüstungsproduktion, im Energiesektor und beim Wiederaufbau Arbeitskräfte in der Ukraine benötigt. Dies seien „kritische Branchen“, sagte er. Rückkehrer würden vom Militärdienst zurückgestellt, wenn Sie dort arbeiteten. „Wenn Sie also in einem Kraftwerk arbeiten, werden Sie nicht einberufen. Sie haben eine Garantie.“

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 19. Januar:
18.11 Uhr: Personalmangel der ukrainischen Streitkräfte

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Aussage ihres Oberkommandeurs Olexander Syrskyj zu wenig Soldaten. „Wir müssten die Zahl unserer mechanisierten Brigaden angemessen erhöhen“, sagte er im Rundfunk. „Aber die Mobilisierungskapazität reicht leider nicht aus, um diesen Bedarf zu decken.“ 

Daher habe man begonnen, die rückwärtigen Dienste auszukämmen. „Innerhalb vernünftiger Grenzen“ werde nunmehr Personal aus der Logistik, Versorgung und Instandhaltung abgezogen, um Lücken zu füllen und neue Einheiten aufzustellen.

Anlass zu dieser Aussage Syrskyjs waren Beschwerden aus Luftwaffenverbänden zu Forderungen, dass von dort hoch qualifiziertes Personal abgezogen werden sollte, um an den Fronten eingesetzt zu werden. Die Armeeführung habe diesen Bestrebungen einen Riegel vorgeschoben, sagte Syrskyj. Dies seien erfahrene Spezialisten, „die durch niemanden ersetzt werden können“.

12.17 Uhr: Selenskyj: Mehr als 1.000 Luftangriffe in einer Woche

Nach einer Woche mit mehr als 1.000 russischen Luftangriffen gegen die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Verbündeten des Landes zur Bereitstellung weiterer Flugabwehrsysteme vom US-Typ Patriot aufgerufen. „Wir brauchen die starke Unterstützung unserer Partner“, teilte Selenskyj in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram mit. „Mehr Patriots für die Ukraine bedeuten mehr Schutz für das Leben.“ Bei den Angriffen gab es demnach mehrere Tote und Verletzte.

 

Allein in dieser Woche habe Russland die Ukraine mit mehr als 660 Gleitbomben, rund 550 Drohnen und fast 60 Raketen angegriffen. 33 Raketen, darunter ballistische, und mehr als 300 Drohnen habe die ukrainische Flugabwehr abgeschossen. Zugleich veröffentlichte Selenskyj ein Video von den verheerenden Verwüstungen nach den Angriffen – etwa in Kiew und Saporischschja am Wochenende, aber auch im Donbass.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 18. Januar:
7.06 Uhr: Militärverwaltung in Kiew meldet vier Tote durch russische Angriffe

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind ukrainischen Angaben zufolge vier Menschen getötet worden. „Wir haben bereits vier Tote und drei Verletzte im Bezirk Schewtschenkiwsky“, erklärte der Chef der Militärverwaltung Kiews, Tymu Tkatschenko, am Samstag im Onlinedienst Telegram. Im Bezirk Holossijiw hätten Trümmerteile einen Brand ausgelöst, fügte er hinzu.

 

Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko bereits vor einer „Bedrohung durch ballistische Raketen“ gegen die Hauptstadt gewarnt. Ein Feuer sei in einem Nichtwohngebäude in Schewtschenkiwsky ausgebrochen, teilte Klitschko später mit.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 17. Januar:
23.18 Uhr: Russland greift Vertriebenen-Unterkunft in russischer Region Kursk an

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge eine Schule angegriffen, in der vertriebene Russen auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet in der russischen Region Kursk untergebracht sind. Zwei russische Drohnen hätten die Stadt Sudscha am Vortag angegriffen, sagte Oleksij Dmytraschkiwskyj, ein Sprecher der ukrainischen Militärverwaltung in Kursk, am Freitag. Zwei Zivilisten hätten Gehirnerschütterungen erlitten. Zwei Kinder, die sich in der Nähe des Einschlagorts der Drohnen aufgehalten hätten, seien unverletzt geblieben.

 

Ukrainischen Angaben zufolge befanden sich rund 100 Zivilisten, die vor den Kämpfen geflohen waren, in der Einrichtung.

21.35 Uhr: Brand in russischem Tanklager nach Drohnenangriff

In der russischen Region Kaluga südwestlich von Moskau ist ein Tanklager durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand geraten. Es habe einen Industriebetrieb in der Stadt Ljudinowo getroffen, bestätigte der Gouverneur der Region, Wladislaw Schapscha, den Angriff. Sicherheitsorgane und Rettungsdienste seien im Einsatz, schrieb Schapscha auf seinem Telegramkanal. Tote und Verletzte gebe es vorläufigen Informationen zufolge nicht. Ljudinowo liegt etwa 350 Kilometer von Moskau entfernt.

11.28 Uhr: Ukraine meldet erfolgreichen Angriff auf russische Luftabwehr

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei einem Raketenangriff mehrere Einrichtungen der russischen Luftabwehr getroffen. Einheiten der ukrainischen Armee hätten am Donnerstag in der westrussischen Grenzregion Belgorod Luftverteidigungssysteme des 568. Flugabwehr-Raketenregiments angegriffen, erklärte der Generalstab in Kiew am Freitag. Dabei seien ein Radar eines Luftabwehrsystems vom Typ S-400 sowie Ausrüstung einer weiteren russischen Brigade beschädigt worden.

Das ukrainische Militär erklärte zudem, die ukrainische Luftverteidigung habe über elf Regionen des Landes insgesamt 33 ukrainische Drohnen abgeschossen.

9.13 Uhr: Nawalny-Anwälte in Russland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

In Russland sind drei Anwälte des verstorbenen Oppositionsführers Alexej Nawalny wegen “Extremismus”-Vorwürfen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Petuschki verhängte am Freitag Strafen zwischen dreieinhalb und fünfeinhalb Jahren, wie im Gericht anwesende AFP-Journalisten berichteten. Die Anwälte waren im Oktober 2023 festgenommen worden, Nawalny, einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, starb im Februar 2024 unter unbekannten Umständen in einem Straflager in der Arktis.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 16. Januar:
14.57 Uhr: Ukraine bestätigt Angriff auf Öllager im Westen Russlands

Die Ukraine hat am Donnerstag Angriffe ihrer Armee auf ein Öllager im Westen Russlands bestätigt. “In der Anlage brach ein Großbrand aus”, hieß es in einer Erklärung des ukrainischen Generalstabs. Demnach trafen die Drohnen das Lager in Liskinska, welches den Angaben zufolge Treibstoff für die russische Armee liefert. Mindestens drei Drohnen hätten “das Ziel getroffen”, das Ausmaß des Schadens müsse noch festgestellt werden, fügte die Armee hinzu.

Am Mittwoch hatten russische Behörden mitgeteilt, mehrere ukrainische Drohnen hätten in der Region Woronesch einen Brand ausgelöst. In russischen Medien und in Onlinediensten veröffentlichte Videos zeigten ein großes Feuer. 

10.38 Uhr: Ukrainische Armee meldet Gefangennahme von 27 Soldaten in russischer Region Kursk

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als zwei Dutzend Soldaten in der russischen Grenzregion Kursk gefangen genommen. „Ukrainische Fallschirmjäger haben zusammen mit anderen Einheiten 27 feindliche Soldaten in der Region Kursk gefangen genommen“, erklärte die Armee am Donnerstag. Die russischen Soldaten hätten sich freiwillig ergeben, hieß es weiter.

Den Angaben zufolge stammen die gefangengenommenen Soldaten aus verschiedenen Regionen Russlands sowie von der von Moskau annektierten Halbinsel Krim. Das Militär veröffentlichte ein Video, dass die Kriegsgefangenen zeigen soll. Darin geben diese ihre Namen und Dienstgrad an.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 15. Januar:
15.22 Uhr: Russland und Ukraine tauschen 50 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben nach Angaben beider Regierungen insgesamt 50 Kriegsgefangene ausgetauscht. „25 russische Soldaten wurden aus dem vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiet zurückgebracht“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Im Gegenzug seien 25 ukrainische Soldaten übergeben worden.

Die russischen Soldaten befänden sich aktuell in Belarus, wo sie vor ihrer Rückkehr die „notwendige psychologische und medizinische Hilfe“ erhielten, hieß es weiter.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte in einem Beitrag im Onlinedienst X den Austausch der Gefangenen, gab aber an, dass sich darunter auch Zivilisten befanden. Laut Selenskyj hatten einige der Menschen im Stahlwerk Asowstal in der südukrainischen Stadt Mariupol gekämpft, die im Mai 2022 von Russland eingenommen worden war. Weitere seien in den Regionen Charkiw, Donezk, Saporischschja und Cherson gefangen genommen worden.

„Viele von ihnen haben schwere Verletzungen und Krankheiten, sie werden alle notwendige medizinische Versorgung erhalten“, erklärte der ukrainische Präsident. Weiter versicherte er: „Die Ukraine arbeitet unablässig daran, unsere Leute nach Hause zu bringen, und wir werden nicht aufhören, bis wir alle unsere Leute zurückgebracht haben.“

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 14. Januar:
17.47 Uhr: Moskau droht mit Antwort auf mutmaßlichen Raketenangriff

Nach dem Beschuss einer Munitionsfabrik im westrussischen Gebiet Brjansk hat Moskau der Ukraine den Einsatz weitreichender westlicher Raketen vorgeworfen und einen Gegenschlag angedroht. Die Flugabwehr habe in der Nacht sechs Raketen vom US-Typ ATACMS und acht Storm-Shadow-Raketen aus britischer Produktion abgefangen, teilte das russische Verteidigungsministerium auf seinem Telegramkanal mit. Derartige vom Westen unterstützte Schläge der Ukraine blieben nicht unbeantwortet, hieß es.

17.12 Uhr: Ostukrainische Kohlemine Pokrowsk stellt wegen nahender russischer Truppen Betrieb ein

Wegen des massiven Vorrückens der russischen Truppen im Osten der Ukraine hat die dort gelegene wichtige ukrainische Kohlemine Pokrowsk ihren Betrieb eingestellt. Der Mineneigentümer Metinwest gab am Dienstag die Stilllegung der Mine “aufgrund der sich entwickelnden Frontbedingungen, der Stromversorgungsengpässe und der sich verschlechternden Sicherheitslage” bekannt. Die Belegschaft sei evakuiert worden.

Die Mine in Pokrowsk war das letzte Bergwerk zum Abbau von Kokskohle unter ukrainischer Kontrolle. Sie hat große Bedeutung für die Stahlproduktion für das ukrainische Militär. Stahl ist zudem das zweitwichtigste ukrainische Exportprodukt.

Die Stadt Pokrowsk ist für die ukrainischen Streitkräfte auch deshalb von strategischer Bedeutung, weil sie an einem wichtigen Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt liegt, der den Osten des Landes mit der Großstadt Dnipro verbindet.

8.55 Uhr: Bundesverteidigungsminister Pistorius zu Besuch in Kiew eingetroffen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist am Dienstag überraschend zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Ziel sei die Abstimmung der weiteren Kooperation und Unterstützung der Ukraine im Konflikt mit Russland, teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin mit. Pistorius wolle sich vor Ort auch über die ukrainische Verteidigungsindustrie informieren.

Am Vortag hatten Deutschland und vier weitere europäische Nato-Partner einen gemeinsamen Einsatz für die Stärkung der ukrainischen Rüstungsindustrie sowie eine engere Zusammenarbeit ukrainischer und europäischer Waffenhersteller angekündigt. Pistorius hatte bei dem Treffen in Polen insbesondere den Bereich Software, aber auch die Herstellung von Munition und den Bau von Drohnen genannt.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 13. Januar:
22.23 Uhr: Russland greift die Ukraine massiv mit Drohnen an

Das russische Militär hat die Ukraine am späten Abend erneut mit Drohnenschwärmen überzogen. Die Kampfdrohnen flogen aus verschiedenen Himmelsrichtungen ein, wie die ukrainischen Medien berichteten. Ein exaktes Ziel der unbemannten Flugkörper war nicht erkennbar.

12.12 Uhr: Pistorius übergibt der Ukraine erste neue Radhaubitze

Zur Verstärkung der Artillerie hat Verteidigungsminister Boris Pistorius der Ukraine die erste neue Radhaubitze vom Typ RCH 155 übergeben. „Die Ukraine, und das ist das Signal, kann auf uns zählen. Und Deutschland steht bereit, Verantwortung in Europa zu übernehmen“, sagte der SPD-Politiker in Kassel, wo der Panzerbauer KNDS das Waffensystem produziert.

 

Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev nahm die erste von insgesamt geplanten 54 Radhaubitzen für sein Land symbolisch entgegen. Die ersten sechs dieser Systeme sollen zunächst in Deutschland bleiben und zur Ausbildung ukrainischer Soldaten genutzt werden. 

 

„Wir brauchen keine Vermittler, wir brauchen Verbündete“, sagte der Botschafter mit Blick auf mögliche Verhandlungen über ein Ende des Krieges. Der Frieden müsse erkämpft werden. Es sei gut, Deutschland an der Seite der Ukraine zu wissen. 

11.07 Uhr: Moskau: Ukraine greift Pipeline-Infrastruktur mit Drohnen an

Russland hat der Ukraine einen Drohnenangriff auf eine Gaskompressorstation für die Schwarzmeerpipeline „TurkStream“ im südrussischen Gebiet Krasnodar vorgeworfen. Alle Kampfdrohnen seien abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es habe keine Opfer unter den Mitarbeitern gegeben und Schäden durch herabstürzende Trümmer seien sofort behoben worden. Die gut 320 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernte Kompressorstation „Russkaja“ arbeite im Normalbetrieb, hieß es. Kiew kommentierte den Vorwurf bisher nicht.

Das waren die Ereignisse am Sonntag, 12. Januar:
21.18 Uhr: Selenskyj schlägt Austausch von Nordkoreanern gegen ukrainische Gefangene vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vorgeschlagen, gefangen genommene Soldaten aus Nordkorea an Pjöngjang zu übergeben – im Austausch für in Russland festgehaltene ukrainische Kriegsgefangene. Die Ukraine sei bereit, dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un “seine Soldaten zu übergeben”, wenn Kim einen Austausch gegen ukrainische Kriegsgefangene in Russland “organisieren” könne, erklärte Selenskyj am Sonntag.

Für Nordkoreaner, die nicht in ihr Heimatland zurückkehren wollen, seien auch andere Optionen möglich, fügte Selenskyj hinzu. Die Ukraine wolle den gefangen genommenen Nordkoreanern so die Möglichkeit geben, “die Wahrheit über diesen Krieg auf Koreanisch verbreiten”, erläuterte der ukrainische Präsident.

16.43 Uhr: Luftangriff trifft laut Kiew ein russisches Hauptquartier

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigener Darstellung eine russische Befehlsstelle in den besetzten Gebieten im Osten des Landes zerstört. Wie der Generalstab in Kiew auf Facebook mitteilte, wurde nach entsprechender Aufklärung ein Luftangriff gegen den Stab der russischen Gardeeinheit südöstlich von Pokrowsk am Rande des Donbass durchgeführt. „Treffer“, schrieb die Generalität in Kiew zum Ergebnis des Angriffs. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

16.15 Uhr: Baerbock warnt vor Verringerung deutscher Ukraine-Hilfen

Außenministerin Annalena Baerbock warnt vor einer deutlichen Verringerung der finanziellen Unterstützung Deutschlands für Waffenlieferungen an die Ukraine. Die Grünen-Politikerin sagte am Rande einer Syrien-Konferenz in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, die Bundesregierung habe im vergangenen Jahr knapp sieben Milliarden Euro dafür bereitgestellt. Wenn nun nur noch die Hälfte oder ein bisschen über die Hälfte bereitgestellt werde, bedeute das, dass die Ukraine sich weniger gut selbst verteidigen könne. Es müsse eine weiterhin große Unterstützung für die Ukraine geben.

15.41 Uhr: Laut Pistorius gibt es keine Blockade neuer Militärhilfen

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einem Bericht widersprochen, wonach Bundeskanzler Olaf Scholz ein neues militärisches Hilfspaket für die Ukraine im Umfang von drei Milliarden Euro blockiere. „Es gibt keine Blockade“, sagte Pistorius dem „Tagesspiegel“. „Wir haben im Verteidigungsministerium ein neues Hilfspaket für die Ukraine vorbereitet.“ Die interne Abstimmung der Bundesregierung dazu sei nur noch nicht ganz abgeschlossen.

„Das muss jetzt politisch entschieden werden – sobald alle Fragen geklärt sind, rechne ich mit einem entsprechenden Beschluss“, sagte Pistorius weiter. Laut Bericht des „Spiegel“ würde der Haushaltsausschuss des Bundestags in diesem Fall noch vor der Bundestagswahl am 23. Februar um eine sogenannte überplanmäßige Ausgabe von drei Milliarden Euro gebeten. Begründet werde dies mit der sich zuspitzenden militärischen Lage in der Ukraine, konkret dem russischen Vorrücken im Osten der Ukraine.

5.34 Uhr: Südkorea bestätigt Gefangennahme zweier nordkoreanischer Soldaten durch Ukraine

Der südkoreanische Geheimdienst hat die Gefangennahme zweier nordkoreanischer Soldaten durch die Ukraine bestätigt. Der Geheimdienst NIS erklärte am Sonntag, er bestätige, dass das ukrainische Militär die beiden Nordkoreaner am Donnerstag in der russischen Region Kursk gefangen genommen habe. Einer der Soldaten habe bei einem Verhör durch ukrainische Ermittler offenbart, dass er im November angekommen sei und eine militärische Ausbildung durch russische Streitkräfte erhalten habe.

Der gefangen genommene Soldat habe zudem eingeräumt, dass die nordkoreanischen Soldaten in Russland “erhebliche Verluste erlitten” hätten.  Weiter erklärte der NIS, der Soldat habe nach eigenen Angaben zunächst geglaubt, er werde lediglich zu einer Übung nach Russland entsandt. Erst bei seiner Ankunft in Russland habe er gemerkt, dass er in den Kampfeinsatz geschickt worden war. Dies hatte zuvor bereits auch der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU berichtet.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 11. Januar 2025:
14.56 Uhr: Russische Armee meldet Einnahme von Ortschaft im Nordosten von Kurachowe

Die russische Armee rückt nach eigenen Angaben nordöstlich der zuvor eingenommenen strategisch wichtigen ostukrainischen Stadt Kurachowe weiter vor. Russische Einheiten hätten dort die Ortschaft Schewtschenko “befreit”, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag. Am Montag hatte Russland die Einnahme der Stadt in der Region Donezk bekannt gegeben. Kurachowe war bislang eine wichtige ukrainische Verteidigungsstellung im südlichen Donbass. 

Die Ukraine hat den Verlust von Kurachowe bisher nicht offiziell bestätigt. Am Samstagmorgen zeigte eine vom der ukrainischen Armee nahestehenden Militärblog Deepstate erstellte Karte jedoch ganz Kurachowe sowie Schewtschenko unter russischer Kontrolle.

14.53 Uhr: Laut Selenskyj verhört die Ukraine zwei nordkoreanische Kriegsgefangene

Ukrainische Ermittler verhören nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei in der russischen Region Kursk gefangen genommene nordkoreanische Soldaten. Ukrainische Soldaten hätten die verletzten Männer gefangen genommen, erklärte Selenskyj am Samstag. Trotz ihrer Verwundungen hätten die beiden Nordkoreaner überlebt und seien nach Kiew gebracht worden. Sie würden jetzt von Ermittlern des ukrainischen Geheimdienstes SBU verhört.

Nordkorea hat tausende Soldaten zur Unterstützung der russischen Armee entsandt. Nach Angaben der USA und Südkoreas sind etwa 10.000 Soldaten aus Nordkorea in Russland im Einsatz, unter anderem in der Region Kursk an der Grenze zur Ukraine.

4 Uhr: Ukrainische Drohnen über vielen russischen Regionen

Die Ukraine hat in der Nacht nach russischen Angaben mehrere Regionen Russlands mit Schwärmen von Kampfdrohnen angegriffen. Ein Schwerpunkt war nach Berichten russischer Telegramkanäle das Gebiet Krasnodar am Schwarzen Meer. In der als Marinestützpunkt und Ölhafen wichtigen Stadt Noworossijsk sei ein Brand ausgebrochen. Über der Hafenstadt Anapa waren Flugabwehrfeuer und Explosionen zu hören. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien nachts 85 feindliche Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Zahlen des Militärs sind nicht unabhängig überprüfbar. Zur geografischen Ausbreitung der Angriffe hieß es, die Regionen Krasnodar, Woronesch, Belgorod, Tambow, Kursk im Westen und Süden des Landes sowie die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim seien betroffen gewesen. Wegen möglicher Drohnengefahr stellten aber auch die Flughäfen Kasan, Nischnekamsk und Uljanowsk in der Wolgaregion zeitweise den Betrieb ein.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 10. Januar 2025:
11.21 Uhr: Russland überzieht Ukraine mit Drohnenangriffen

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit zahlreichen Kampfdrohnen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe attackierte Moskau sein Nachbarland mit 72 Drohnen. Fünf Drohnentreffer wurden demnach in der Region Tschernihiw registriert, ein Zivilist sei verletzt worden. In der Region Kiew sei eine beschädigte Drohne auf ein Hochhaus gefallen, dabei seien das Gebäude und Autos beschädigt worden. 

33 Drohnen wurden demnach abgeschossen und von 34 sei die Ortung verloren gegangen. Das ist zumeist auf elektronische Abwehr zurückzuführen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, den 9. Januar:
20.15 Uhr: Tote und Verletzte durch Beschuss im Gebiet Cherson

Im südukrainischen Gebiet Cherson hat es bei gegenseitigem Beschuss auf beiden Seiten Tote gegeben. Durch russischen Beschuss seien mindestens zwei Zivilisten getötet worden, weitere 14 wurden verletzt, teilte die Gebietsstaatsanwaltschaft bei Telegram mit. Der Großteil davon in der Gebietshauptstadt Cherson. Von russischer Seite seien Artillerie, Bomben und Drohnen eingesetzt worden.

18.09 Uhr: Russland überquert nach ukrainischen Angaben wichtigen Fluss in Region Charkiw

Russische Truppen haben nach ukrainischen Armeeangaben den strategisch wichtigen Fluss Oskil in der umkämpften Region Charkiw überquert. Der russischen Armee sei es gelungen, einen Brückenkopf auf der bisher ukrainisch kontrollierten Seite des Oskil zu errichten, sagte der Leiter der Armeeverwaltung in der Region Kupjansk, Andrij Bessedin, am Donnerstag im ukrainischen Fernsehen. Russland versuche, „in der Ortschaft Dworitschna am rechten Ufer des Oskil Fuß zu fassen und den gesamten Brückenkopf auszuweiten“.

Bessedin fügte an, die Situation sei für die ukrainischen Streitkräfte „extrem schwierig“, da sie an ihren Flanken bedroht werden könnten. Die russischen Einheiten seien nur noch zwei Kilometer von der strategisch wichtigen Stadt Kupjansk entfernt. Die vor dem Krieg etwa 25.000 Einwohner zählende Stadt ist die wichtigste ukrainische Stellung in dem Frontabschnitt.

Der Fluss Oskil bildet in der ostukrainischen Region Charkiw faktisch die Frontlinie zwischen der russischen und der ukrainischen Armee. Russland hatte zuletzt bereits mehrfach versucht, ihn zu überqueren.

17.52 Uhr: Selenskyj reist nach Ramstein-Besuch zu Treffen mit Meloni in Rom

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nach seinem Besuch bei der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein zu einem Treffen mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni in Rom weiter. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautete, sollte Selenskyj am Donnerstagabend in der italienischen Hauptstadt eintreffen.

Meloni zählt seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2022 zu den entschlossenen Unterstützern der Ukraine bei deren Abwehrkampf gegen die russischen Angriffstruppen. Gleichzeitig pflegt die ultrarechte Regierungschefin engen Kontakt zum designierten US-Präsidenten Donald Trump, den sie am vergangenen Wochenende überraschend in dessen Anwesen Mar-a-Lago besucht hatte. Trump hatte die US-Militärhilfe für die Ukraine wiederholt kritisiert und erklärt, er könne den Krieg mit Russland binnen kürzester Zeit beenden.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 8. Januar 2025:
19.45 Uhr: Selenskyj nimmt Donnerstag an Ukraine-Treffen in Deutschland teil

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt nach eigenen Angaben am Donnerstag an einem Treffen zur Unterstützung der Ukraine im rheinland-pfälzischen Ramstein teil. Er werde Gespräche auf Ebene der Verteidigungsminister und Militärkommandeure führen, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner allabendlichen Videoansprache.

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein kommen am Donnerstag Verteidigungsminister der Ukraine-Kontaktgruppe zusammen, neben Ressortchefs wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius werden auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte sowie Vertreter von insgesamt rund 50 Ländern erwartet.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 7. Januar 2025:
11.26 Uhr: Ukraine meldet Kämpfe in Kurachowe – Moskau hatte zuvor Eroberung verkündet

Die ukrainische Armee hat am Dienstag nach eigenen Angaben weiter in der wichtigen Stadt Kurachowe im Osten des Landes gekämpft, deren Einnahme Russland am Vortag verkündet hatte. Es gebe “aktive” Kämpfe im “Stadtgebiet von Kurachowe”, erklärte die ukrainische Armee am Dienstag. Demnach wurden russische Angriffe “nahe” der Stadt abgewehrt. 

Die in diesem Frontabschnitt eingesetzte ukrainische Armeeeinheit schrieb in Onlinenetzwerken, im Bereich Kurachowe wehrten sich die Streitkräfte “gegen die Versuche des Feindes, seine personelle Überlegenheit auszunutzen und eine Offensive zu entwickeln”. Der ukrainische Generalstab meldete in seinem täglichen Bericht, dass am Vortag 26 russische Angriffe abgewehrt worden seien – darunter auch in Kurachowe.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 6. Januar 2025:
21.23 Uhr: Französische Armee: Dutzende ukrainische Soldaten desertieren bei Ausbildung in Frankreich

Dutzende ukrainische Soldaten sind nach Angaben aus der französischen Armee während ihrer Ausbildung in Frankreich desertiert. „Es gab eine Reihe von Desertionen, die aber angesichts der Menge an Personen, die ausgebildet wurden, sehr gering sind“, sagte ein französischer Armeevertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er schätze, dass es sich um „einige Dutzend“ Desertionen handele.

Desertion stehe in Frankreich nicht unter Strafe. „Wenn jemand desertiert, hat ein französischer Staatsanwalt keine Befugnis, diese Person festzunehmen“, sagte der französische Armeevertreter. „Das den ukrainischen Behörden auf französischem Boden gewährte Recht ist lediglich ein Disziplinarrecht.“

Die französische Armee hat auf französischem Territorium 2300 Soldaten einer Brigade mit dem Namen „Anne von Kiew“ ausgebildet. Die anderen 2200 Soldaten der Brigade wurden in der Ukraine ausgebildet.

13.03 Uhr: Russland wirft Ukraine Beschuss von Kernkraftwerk vor

Moskau wirft Kiew einen Angriff auf das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja vor. Die ukrainische Armee habe mit acht Drohnen das AKW und die besetzte Kraftwerksstadt Enerhodar attackiert, schrieb das russische Verteidigungsministerium bei Telegram. Alle Drohnen seien zerstört worden. Eine der Drohnen sei nach dem Abschuss explodiert und auf dem Dach des Trainingszentrums des AKW verbrannt. Opfer und Schäden an der Anlage gab es dem Verteidigungsministerium zufolge nicht. Aus Kiew gab es zunächst keine Angaben dazu.

Das russische Außenministerium rief die internationale Gemeinschaft zu einer Reaktion auf diese Attacken auf. Kiew solle gezwungen werden, nicht länger mit dem Leben von Ländern und Völkern in Europa und auf anderen Kontinenten zu spielen, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. 

09.37 Uhr: Russisches Militär meldet Einnahme ukrainischer Kleinstadt

Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die strategisch wichtige Kleinstadt Kurachowe im Osten der Ukraine eingenommen. Damit sei die bevölkerungsreichste Ortschaft im Südwesten des Gebiets Donbass erobert worden, heißt es in der Pressemitteilung. „Nach der Einnahme von Kurachowo sind die russischen Streitkräfte in freies Manövergelände vorgedrungen.“ Das erlaube es, das Tempo bei der Eroberung weiterer Gebiete zu erhöhen.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 5. Januar 2025:
14.17 Uhr: Russland meldet Abschuss dutzender ukrainischer Drohnen über Nacht

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zu Sonntag dutzende ukrainische Drohnen abgefangen. „In der letzten Nacht wurden 61 ukrainische Drohnen durch unsere Abwehr zerstört“, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Die meisten Drohnen seien in der Nähe der Grenze zu

13.00 Uhr: Russland meldet “Gegenangriff” der Ukraine in Region Kursk

Die ukrainische Armee hat nach Angaben aus Moskau eine erneute Offensive in der russischen Region Kursk gestartet. “Der Feind hat einen Gegenangriff gestartet, um das Vorrücken der russischen Truppen in der Region Kursk zu stoppen”, hieß es am Sonntag in einer Erklärung der russischen Armee. Der Angriff erfolgte demnach am Morgen.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 4. Januar 2025:
14.40 Uhr: Russland droht Ukraine nach mutmaßlichem Angriff mit ATACMS-Raketen mit Vergeltung

Russland hat der Ukraine wegen eines mutmaßlichen Angriffs mit ATACMS-Raketen auf die russischen Grenzregion Belgorod mit Vergeltung gedroht. Die Ukraine habe am Freitag versucht, „einen Raketenangriff auf die Region Belgorod mit ATACMS-Raketen aus US-amerikanischer Produktion zu starten“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Samstag. Diese von „westlichen Fürsprechern“ unterstützen Aktionen werde „mit Vergeltung“ beantwortet.

Zuvor hatte das Ministerium ohne Angaben von Ort und Zeit erklärt, acht ATACMS-Raketen sowie 72 Drohnen seien von der russischen Luftabwehr abgefangen worden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte im vergangenen Monat damit gedroht, Russlands neue ballistische Hyperschallrakete Oreschnik auf das Zentrum von Kiew abzufeuern, sollte die Ukraine ihre Angriffe auf russisches Territorium mit von den USA gelieferten ATACMS-Raketen nicht einstellen.

Washington hatte der Ukraine zuvor die Erlaubnis erteilt, die ATACMS-Raketen auch im russischen Hinterland einzusetzen. Die vom US-Konzern Lockheed Martin hergestellten Waffen haben eine Reichweite von 300 Kilometern. Der designierte US-Präsident Donald Trump sagte im vergangenen Monat in einem Interview, er sei „sehr vehement“ gegen den Einsatz dieser Waffen durch die Ukraine, da dies den Konflikt „eskalieren“ würde.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 3. Januar 2025:
19.25 Uhr: Russischer Raketenangriff auf ukrainische Stadt Tschernihiw

Ein russischer Raketenangriff hat die nordukrainische Großstadt Tschernihiw getroffen. Einwohner hörten nach Medienberichten nachmittags drei schwere Explosionen. Ein Zivilist sei getötet und vier verletzt worden, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Bürgermeister Dmytro Bryschynskyj sprach von drei Einschlägen am Stadtrand. Zwei Wohnhäuser seien beschädigt worden. Tschernihiw hatte vor dem Krieg knapp 300.000 Einwohner.

Die ukrainische Luftwaffe warnte kurz vor den Einschlägen vor anfliegenden ballistischen Raketen. Nach einer späteren Mitteilung handelte es sich um drei Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander-M. Wie üblich wurden keine Angaben zu möglichen Opfern unter Soldaten gemacht. In Tschernihiw, etwa 150 Kilometer nördlich von Kiew, gibt es Kasernen der ukrainischen Armee und einen kleinen Flugplatz.

09.47 Uhr: Ein Toter bei russischem Drohnenangriff auf Region Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Region der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind örtlichen Behörden zufolge ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Wie der Leiter der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, am Freitag in Onlinemedien mitteilte, wurde ein Lkw-Fahrer durch herabfallende Trümmer der Drohne getötet. Trümmerteile fielen demnach auch auf ein Haus und verletzten drei Menschen, darunter einen 16-jährigen Jungen und seinen Vater.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland die Ukraine in der Nacht mit insgesamt 93 Drohnen an. 86 von ihnen konnten demnach abgeschossen werden oder „verschwanden“, hieß es. Teile von Drohnen fielen auch auf zwei Stadtteile von Kiew. Laut dem Bürgermeister Vitali Klitschko gab es jedoch keine Verletzten.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 2. Januar 2025:
18.46 Uhr: Nach Einstellung von Gaslieferungen: Viele Betriebe in Transnistrien stehen still

Nach der Einstellung der russischen Gaslieferungen haben in der von pro-russischen Kräften kontrollierten Region Transnistrien in Moldau örtlichen Angaben zufolge viele Betriebe den Betrieb eingestellt. „Alle Industriebetriebe stehen still, mit Ausnahme derjenigen in der Lebensmittelproduktion“, erklärte am Donnerstag Sergej Obolonik, ein Vertreter der pro-russischen Kräfte, der für Wirtschaftsfragen zuständig ist.

 

Er schrieb im Onlinedienst Telegram von einer „schweren Krise“ mit „unumkehrbaren“ Folgen. Es gebe „keine Energieressourcen für den Industriesektor“.

18.05 Uhr: Ukrainer wegen Unterstützung der russischen Armee zu 15 Jahren Haft verurteilt

Wegen der Unterstützung der russischen Armee ist in der Ukraine ein Mann zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Wie der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU am Donnerstag erklärte, soll der 36-Jährige aus der südwestlichen Region Tscherniwzi versucht haben, „dem Angreifer die Koordinaten lokaler Lagerhäuser mit Treib- und Schmierstoffen mitzuteilen“, um diese zu Zielen von Luftangriffen zu machen.

 

Der Mann soll sich den Angaben zufolge „seit zwei Jahren“ zu Hause versteckt haben, um der Einberufung in die ukrainische Armee zu entgehen. Nachdem er über das Internet von russischen Agenten kontaktiert wurde, bot er ihnen einen Zusammenarbeit an. Neben der Weitergabe von Informationen wurde ihm vorgeworfen, in einem Livestream eine ukrainische Flagge in Brand gesteckt und damit den russischen Angriff „gerechtfertigt“ und „verherrlicht“ zu haben.

13.25 Uhr: Beschädigtes Stromkabel: Auch finnische Transportbehörde untersucht „Eagle S“

Die finnische Transportbehörde Traficom hat nach dem mutmaßlichen Sabotageakt gegen ein Unterwasserstromkabel in der Ostsee eigene Ermittlungen zum Tanker „Eagle S“ eingeleitet. Es solle dabei unter anderem eine „Kontrollinspektion“ geben, kündigte am Donnerstag Traficom-Chefin Sanna Sonninen an. Die zeitgleich stattfindenden Ermittlungen der Polizei würden nicht behindert. An dem Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland war am ersten Weihnachtstag ein Schaden festgestellt worden, die finnischen Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen wegen Sabotageverdachts ein.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 1. Januar 2025:
19.44 Uhr: Selenskyj: Gastransit-Stopp ist Niederlage für Moskau

Der Transitstopp für russisches Erdgas durch die Ukraine wird vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Niederlage für Moskau gedeutet. Als Wladimir Putin vor genau 25 Jahren Präsident in Russland geworden sei, habe der Gastransit durch die Ukraine nach Europa mehr als 130 Milliarden Kubikmeter jährlich ausgemacht. „Heute liegt er bei null“, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.

18.10 Uhr: Syrskyj spricht im Gebiet Kursk von russischen Verlusten

Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat seine Truppen im russischen Grenzgebiet Kursk besucht und eine positive Bilanz dieses Vorstoßes auf das Terrain des Gegners gezogen. Die russische Armee habe seitdem 34.000 Mann tot oder verletzt verloren bei ihren Versuchen, die Ukrainer zu vertreiben, schrieb Syrskyj auf Telegram.

„Dank des heldenhaften Einsatzes des ukrainischen Militärs war der Feind gezwungen, Truppen in großer Zahl auf seinem Territorium zu halten und Reserven aus anderen Richtungen zu verlegen“, erklärte der Oberkommandierende. Außerdem seien in fast fünf Monaten etwa 700 russische Kriegsgefangene gemacht worden, die die Ukraine gegen eigene Leute in russischer Gefangenschaft eintauschen könne. Unabhängig überprüfbar waren die Angaben des Generalobersten nicht.

17.30 Uhr: Ukraine stoppt Erdgastransit Richtung Europa

Die Durchleitung von russischem Gas durch die Ukraine in Richtung Europa ist seit dem Neujahrsmorgen wie angekündigt komplett eingestellt. Dies teilte der russische Gaskonzern Gazprom mit. Auch der ukrainische Transitnetzbetreiber GTS bestätigte, das Netz arbeite ohne russisches Gas. Von der EU, aus der Slowakei und Österreich hieß es, man habe sich auf den Stopp vorbereitet. Die Gasversorgung sei gesichert.

Die Ukraine hatte sich zu dem Transitstopp entschlossen, um Russland von weiteren Einkünften abzuschneiden, mit denen der Kreml auch seinen Angriffskrieg gegen das Nachbarland finanziert. Der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko bezeichnete den Transitstopp als „historisches Ereignis“. „Russland verliert Märkte, es wird unter den finanziellen Verlusten leiden“, teilte der Minister mit. 

14.47 Uhr: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Kiew in Silvesternacht

Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew in den ersten Stunden des neuen Jahres sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff auf das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt in der Silvesternacht seien zudem mindestens sechs Menschen verletzt worden, erklärte der Katastrophenschutz. Vier Menschen wurden demnach aus den Trümmern gerettet.

10.59 Uhr: Ein Toter bei russischem Drohnenangriff auf Kiew in Silvesternacht

Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew in den ersten Stunden des neuen Jahres ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff auf das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt in der Silvesternacht seien zudem mindestens sieben Menschen verletzt worden, darunter zwei schwangere Frauen, teilte das Büro des Generalstaatsanwalts am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit. Das alte Jahr war in der Ukraine und Russland mit erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf beiden Seiten zu Ende gegangen.

9.26 Uhr: Kiew und Moskau bestätigen Ende von russischem Gas-Transport durch Ukraine nach Europa

Knapp drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs haben Kiew und Moskau das Ende des russischen Gas-Transports durch die Ukraine nach Europa bestätigt. “Wir haben den Transit von russischem Gas blockiert, das ist ein historisches Ereignis. Russland verliert Märkte, es wird finanzielle Verluste erleiden”, erklärte der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko am Mittwoch laut einer Erklärung seines Büros. Der russische Energiekonzern Gazprom erklärte seinerseits: “Seit 8.00 Uhr wird kein russisches Gas für den Transit durch die Ukraine geliefert.”

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 31. Dezember 2024:
19.38 Uhr: Finnland eröffnet Ermittlungen gegen sieben Matrosen nach Schaden an Ostsee-Kabel

Nach der mutmaßlichen Sabotage an einem Unterwasserkabel in der Ostsee hat die finnische Polizei nach eigenen Angaben Ermittlungen gegen sieben Matrosen des in Russland gestarteten Tankers „Eagle S“ eröffnet. Die Betroffenen würden als Verdächtige geführt und seien mit einem Ausreiseverbot belegt worden, erklärten die Ermittler am Dienstag weiter.

An dem Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland war am ersten Weihnachtstag ein Schaden festgestellt worden. Die finnischen Behörden vermuten, dass der Anker des vom russischen St. Petersburg aus gestarteten Öltankers „Eagle S“ das am Boden der Ostsee verlaufende Kabel beschädigt hat. Finnland hatte den Tanker daher gestoppt, in finnische Gewässer eskortiert und beschlagnahmt. Am Montag entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben eine dutzende Kilometer lange Schleifspur am Meeresboden.

19.10 Uhr: Slowakei sind auf Gaslieferstopp der Ukraine vorbereitet

Im Streit zwischen der Ukraine und der Slowakei um den Gastransit hat die Regierung in Bratislava erklärt, man sei auf den Stopp der Durchleitung russischen Gases durch das Nachbarland vorbereitet. Die Gasspeicher seien zu hundert Prozent gefüllt, es gebe genug Reserven für das neue Jahr, teilte das Wirtschaftsministerium mit. 

„Ich möchte allen Menschen und Unternehmen in der Slowakei versichern, dass wir auf dieses Szenario vorbereitet sind und dass derzeit keine Gefahr einer Gasknappheit besteht“, erklärte Wirtschaftsministerin Denisa Sakova.

15.11 Uhr: Angriffe in der Ukraine und Russland kurz vor dem Neuen Jahr

Das alte Jahr ist in der Ukraine und Russland mit erneuten Raketen- und Drohnenangriffen auf beiden Seiten zu Ende gegangen. Kiew teilte am Dienstag mit, die Ukraine sei das Ziel von 61 russischen Raketen- und Drohnenangriffen geworden. Moskau wiederum gab bekannt, dass 68 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien.

Nach Angaben der ukrainischen Armee wurden bei den Angriffen vor allem die Region Sumy an der Grenze zu Russland im Norden der Ukraine und die Hauptstadt Kiew ins Visier genommen. Es seien unter anderen sechs ballistische Iskander-Raketen und eine Hyperschall-Rakete von Typ Kinschal beteiligt gewesen. Auch 40 Kampfdrohnen Schahed iranischer Bauart seien auf die Ukraine abgefeuert worden. Ein Teil der Raketen und Drohnen konnte demnach abgefangen werden.

13.58 Uhr: Putin „stolz“ auf Erfolge Russlands in vergangenen 25 Jahren

In seiner Neujahrsansprache hat sich der russische Präsident Wladimir Putin „stolz“ gezeigt angesichts von Errungenschaften während seiner Herrschaft in den vergangenen 25 Jahren. „Es gibt noch viel zu tun, aber wir können stolz sein auf das, was erreicht wurde“, sagte Putin in seiner vom Fernsehen übertragenen Ansprache am Dienstag, der für ihn zugleich den 25. Jahrestag an der Macht in Russland markierte.

 

Auf den Konflikt in der Ukraine ging Putin in seiner Neujahrsansprache nur mit einer vagen Anspielung ein. Er lobte aber wie schon im Vorjahr die russischen Soldaten: „An diesem Neujahrsabend sind die Gedanken, Hoffnungen von Angehörigen und Freunden, von Millionen Menschen überall in Russland bei unseren Kämpfern und Kommandeuren“, sagte Putin.

 

„An der Schwelle zu einem neuen Jahr denken wir an die Zukunft. Wir sind sicher, dass alles gut wird. Wir werden immer vorwärts gehen“, sagte er.

 

Die Neujahrsansprache fällt mit einem Zeitpunkt zusammen, zu dem die russischen Truppen in der Ukraine unablässig vorrücken. Der designierte US-Präsident Donald Trump will nach seinem Amtsantritt am 20. Januar einen möglichst schnellen Waffenstillstand herbeiführen.

13.27 Uhr: Russland hat 2024 fast 4000 Quadratkilometer in der Ukraine erobert

Russische Streitkräfte haben in diesem Jahr rund 4000 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums erobert. Das ergab eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP von Daten des Instituts für Kriegsstudien (ISW) in den USA. Ein großer Teil der russischen Geländegewinne fiel demnach auf die Herbstmonate Oktober und November.

 

Den Daten zufolge eroberten russische Soldaten in diesem Jahr 3985 Quadratkilometer in der Ukraine und damit sieben Mal so viel ukrainisches Gebiet wie 2023. Alleine im November waren es demnach 725 Quadratkilometer, im Oktober 610 Quadratkilometer. Es waren die größten Geländegewinne seit März 2022 zu Beginn des Krieges. Der russische Vorstoß verlangsamte sich im Dezember: In den ersten 30 Tagen des Monats konnten Moskaus Soldaten 465 Quadratkilometer einnehmen.

 

Fast zwei Drittel der eroberten Gebiete befanden sich 2024 in der ostukrainischen Region Donezk. Russland kontrolliert heute 70 Prozent der Region oder ist dort präsent, gegenüber 59 Prozent Ende 2023.

6.50 Uhr: Feuer in Öldepot in Westrussland nach ukrainischem Drohnenangriff

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der westrussischen Region Smolensk nach Angaben der örtlichen Behörden einen Brand in einem Öldepot verursacht. Die Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen worden, erklärte Regionalgouverneur Wassili Anochin am Dienstag. Eine zerstörte Drohne sei auf das Gelände eines Öldepots gestürzt. „Infolgedessen lief Treibstoff aus und ein Feuer brach aus“, schrieb Anochin in Onlinenetzwerken.

 

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums schoss die Luftabwehr in der Nacht zum Dienstag insgesamt 68 ukrainische Drohnen ab, zehn davon in der Region Smolensk.

5.50 Uhr: Sabotage an Unterwasserkabel: Klingbeil fordert mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland

Nach der mutmaßlichen Sabotage an einem weiteren Unterwasserkabel in der Ostsee hat SPD-Chef Lars Klingbeil mehr Entschlossenheit der Europäer im Umgang mit Russland angemahnt. „Die Vorgänge zeigen, dass es ein Irrglaube ist, Russlands Präsident (Wladimir) Putin führe einen Krieg nur gegen die Ukraine“, sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Auch bei uns und in ganz Europa häufen sich hybride Angriffe auf die kritische Infrastruktur.“

 

An dem Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland war am ersten Weihnachtstag ein Schaden festgestellt worden. Die finnischen Behörden vermuten, dass der Anker des vom russischen St. Petersburg aus gestarteten Öltankers „Eagle S“ das am Boden der Ostsee verlaufende Kabel beschädigt hat. Finnland hatte den Tanker daher gestoppt, in finnische Gewässer eskortiert und beschlagnahmt.

4.08 Uhr: Vertrag für Transit von russischem Gas durch Ukraine läuft aus

Knapp drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs blockiert die Ukraine nun den Transit von russischem Erdgas durch das eigene Staatsgebiet in mehrere Nachbarstaaten – der Vertrag dafür läuft am Dienstag aus. Die Regierung in Kiew hatte bereits im vergangenen Sommer angekündigt, zum Jahreswechsel ein Abkommen für die Durchleitung russischen Gases durch das ukrainische Pipeline-Netz nicht zu verlängern. Die Slowakei, Moldau und teilweise auch Ungarn sind somit ab Mittwoch von der Versorgung mit russischem Gas durch ukrainisches Gebiet abgeschnitten.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 30. Dezember:
22.36 Uhr: Ukraine erhielt 40 Milliarden Euro für ihren Haushalt

Die kriegsgeplagte Ukraine hat im Jahr 2024 knapp 40 Milliarden Euro ausländischer Finanzhilfe zur Stützung ihres Haushalts bekommen. Diese Zahl teilte das Finanzministerium in Kiew am vorletzten Tag des Jahres mit. Etwa 30 Prozent der Hilfen seien als Zuschuss gewährt worden, der Rest als Kredite zu günstigen Bedingungen.

22.06 Uhr: Ukraine greift russisches Gebiet Kursk mit Raketen an

Die russische Kleinstadt Lgow im Grenzgebiet Kursk ist nach Behördenangaben zum zweiten Mal binnen weniger Tage von der ukrainischen Armee mit Raketen beschossen worden. Dabei behaupteten Militärquellen auf russischer Seite, vier der fünf Raketen aus US-Mehrfachraketenwerfern Himars seien abgefangen worden. Auch die regionale Verwaltung dementierte Schäden. Videos aus der Stadt zeigten aber Brände und legten nahe, dass es durchaus Treffer gab.

20.33 Uhr: USA geben weitere Unterstützung in Milliardenhöhe für Ukraine bekannt

Wenige Wochen vor der Amtsübernahme des designierten Präsidenten Donald Trump haben die USA Finanz- und Militärhilfen für die Ukraine im Gesamtwert von fast sechs Milliarden Dollar bekanntgegeben. Der noch amtierende US-Präsident Joe Biden kündigte am Montag Militärhilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) an, das US-Finanzministerium gab Haushaltshilfen für Kiew im Umfang von 3,4 Milliarden Dollar frei.

17.10 Uhr: Russland und Ukraine tauschen vor Jahreswechsel 300 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben vor dem Jahreswechsel 300 Kriegsgefangene ausgetauscht. Der Austausch der Gefangenen sei unter Vermittlung der Vereinten Arabischen Emirate erfolgt, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Montag. Am 30. Dezember seien „als Ergebnis der Verhandlungen“ 150 russische Soldaten freigelassen worden. Im Gegenzug seien 150 Kriegsgefangene aus der Ukraine der ukrainischen Armee übergeben worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte seinerseits, die Ukraine habe im Zuge des Gefangenenaustauschs 189 Menschen zurückerhalten, darunter Soldaten, Grenzschutzbeamte und zwei Zivilisten aus der russisch besetzten Stadt Mariupol. „Wir arbeiten daran, alle aus russischer Gefangenschaft zu befreien. Das ist unser Ziel. Wir vergessen niemanden“, erklärte Selenskyj.

17.05 Uhr: Vertrag für Transit von russischem Gas durch Ukraine läuft aus

Knapp drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs blockiert die Ukraine nun den Transit von russischem Erdgas durch das eigene Staatsgebiet in mehrere Nachbarstaaten – der Vertrag dafür läuft am Dienstag aus. Die Regierung in Kiew hatte bereits im vergangenen Sommer angekündigt, zum Jahreswechsel ein Abkommen für die Durchleitung russischen Gases durch das ukrainische Pipeline-Netz nicht zu verlängern. Die Slowakei, Moldau und teilweise auch Ungarn sind somit ab Mittwoch von der Versorgung mit russischem Gas durch ukrainisches Gebiet abgeschnitten.

16.57 Uhr: Arzt bei ukrainischem Angriff auf Klinik in russisch besetzter Stadt getötet

Bei einem Angriff auf eine Klinik im von Russland besetzten Teil der südukrainischen Region Cherson ist laut den Besatzungsbehörden ein Arzt getötet worden. Der Oberarzt Wassili Borissow sei durch Munitionssplitter bei einem Drohnenangriff auf das Gebäude des Krankenhauses in der Stadt Oleschky getötet worden, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo am Montag im Onlinedienst Telegram. 

Saldo warf einem “Nato-Drohnenpiloten” vor, das Flugobjekt “direkt in das Büro” des Chefarztes der Klinik gesteuert zu haben. Dieser sei bei dem Angriff verletzt worden. Er veröffentlichte zudem Bilder der zerstörten Fassade eines Gebäudes mit zerborstenen Fenstern und eines Raums mit zerstörter Einrichtung.

16.40 Uhr: Ukraine bekommt 15 Milliarden Dollar G7-Hilfe aus den USA

Die von Russland mit Krieg überzogene Ukraine bekommt aus den USA 15 Milliarden US-Dollar (14,37 Milliarden Euro) als Teil eines großen Hilfspakets der G7. Das sei zwischen der Weltbank als Verwalterin des Geldes und dem ukrainischen Finanzministerium vereinbart worden, teilte Ministerpräsident Denys Schmyhal in Kiew auf Telegram mit. Die Summe solle für soziale und humanitäre Zwecke verwendet werden.

Abgesichert ist die Summe zum Ärger Moskaus durch Zinseinkünfte auf russisches Staatsvermögen, das im Westen eingefroren ist. Die Siebenergruppe führender demokratischer Industriestaaten (G7) und die EU wollen der Ukraine auf diese Weise einen Kredit in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar (rund 48 Milliarden Euro) zugutekommen lassen. Der Anteil der USA beträgt insgesamt 20 Milliarden US-Dollar.

16.09 Uhr: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliche Russland-Spione

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen drei Deutschrussen erhoben, die für Russland spioniert haben sollen. Der mutmaßliche Haupttäter Dieter S. soll sich zu Anschlägen auf militärisch genutzte Infrastruktur in Deutschland bereiterklärt haben, wie die Karlsruher Behörde am Montag mitteilte. Potenzielle Anschlagsziele soll er bereits ausgekundschaftet haben, die beiden anderen Angeschuldigten hätten ihm spätestens ab März 2024 dabei geholfen.

S. soll von Ende 2014 bis September 2016 in der Ostukraine Kämpfer einer bewaffneten Einheit der selbsternannten prorussischen Volksrepublik Donezk gewesen zu sein. Mit einem anderen solchen Kämpfer, der außerdem einem russischen Geheimdienst angehört, soll er sich ab Oktober 2023 über mögliche Sabotageaktionen in Deutschland ausgetauscht haben.

13.52 Uhr: USA kündigen “Sicherheitshilfen” in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar für Ukraine an

Wenige Wochen vor der Amtsübernahme des designierten Präsidenten Donald Trump haben die USA ein Sicherheitspaket für die Ukraine in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) angekündigt. “Ich bin stolz darauf, heute Sicherheitshilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar für die Ukraine ankündigen zu können, während das ukrainische Volk weiterhin seine Unabhängigkeit und Freiheit gegen die russische Aggression verteidigt”, erklärte US-Präsident Joe Biden am Montag.

Die am Montag angekündigten Hilfen umfassen den Angaben zufolge ein Paket in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar, welches es dem Pentagon ermöglicht, Waffen aus US-Lagerbeständen schnell in die Ukraine zu schicken. Auf diese Weise sollen etwa Himars-Artilleriesysteme, Lenkraketen, Panzerabwehrsysteme, Luft-Boden-Munition und Ersatzteile in die Ukraine geliefert werden können.   

Weitere 1,22 Milliarden Dollar werden über eine Initiative zur Beschaffung militärischer Ausrüstung von der Rüstungsindustrie finanziert. 

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 29. Dezember:
21.53 Uhr: Militär-Ombudsmann soll Soldaten helfen

Auf Wunsch der ukrainischen Soldaten wird in dem Land das Amt eines Militär-Ombudsmanns als direkter Ansprechpartner für die Truppe geschaffen. Das hat Präsident Wolodymyr Selenskyj am Abend in seiner Videoansprache angekündigt. Gebraucht werde jemand, der die Rechte der Soldaten schützt, sagte er. Zusammen mit dem Verteidigungsministerium solle er den Soldaten und ihren Familien wirklich helfen können. 

Ukrainische Soldaten hatten bisher vor allem in rechtlichen Fragen keinen direkten Ansprechpartner und mussten oft auch aus dem Schützengraben im Abwehrkampf gegen Russlands Armee den oft langwierigen Dienstweg beschreiten. 

16.13 Uhr: Hunderte Drohnen und Gleitbomben gegen die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Bilanz der russischen Angriffe gegen sein Land in den vergangenen sieben Tagen gezogen. „Insgesamt hat Russland in dieser Woche mehr als 370 Angriffsdrohnen, etwa 280 gelenkte Gleitbomben und 80 Raketen verschiedener Typen gegen die Ukraine eingesetzt“, schrieb Selenskyj auf Facebook. „Selbst in der Weihnachtsnacht führten die Terroristen einen massiven Luftangriff durch.“

Die russischen Angriffe richteten sich in erster Linie gegen Objekte der energetischen Infrastruktur der Ukraine. Daneben wurden demnach auch scheinbar wahllos Wohngebäude angegriffen und beschädigt. Mehrere Menschen starben im Verlauf dieser Attacken.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 28. Dezember:
6.36 Uhr: Russland: Angriffswelle mit Dutzenden ukrainischen Drohnen abgewehrt

Die russische Flugabwehr hat in der Nacht nach Behördenangaben aus Moskau eine Angriffswelle mit Dutzenden ukrainischen Drohnen abgewehrt. Insgesamt seien 56 unbemannte Fluggeräte zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Allein 28 Drohnen wurden demnach im an die Ukraine grenzenden Gebiet Woronesch vernichtet, 11 in der Nachbarregion Belgorod und 17 im Gebiet Rostow. In Belgorod seien laut der Regionalverwaltung zwei Dorfbewohner durch Splitter verletzt worden, als ein Flugroboter explodierte. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 27. Dezember:
6.52 Uhr: Südkoreas Geheimdienst: Nordkoreanischer Soldat in ukrainischer Kriegsgefangenschaft

Ein an der Seite Russlands kämpfender Soldat aus Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben von den ukrainischen Streitkräften gefangen genommen worden. „Durch den Echtzeit-Informationsaustausch mit dem Nachrichtendienst eines verbündeten Landes wurde bestätigt, dass ein verletzter nordkoreanischer Soldat gefangen genommen wurde“, erklärte der südkoreanische Geheimdienst am Freitag. Der Nordkoreaner sei von der ukrainischen Armee aufgegriffen worden, verlautete es aus Geheimdienstkreisen. Es sei nicht bekannt, wo die Gefangennahme stattfand.

3.39 Uhr: Schwere Attacken auf ukrainische Region Sumy – ein Toter

Bei starkem Beschuss und Drohnenangriffen von russischer Seite auf die ukrainische Grenzregion Sumy ist nach Behördenangaben ein Zivilist getötet worden. „Im Laufe des Tages feuerten die Russen 169 Mal auf die grenznahen Gebiete und Siedlungen der Region Sumy. Es wurden 311 Explosionen registriert“, teilte die Gebietsverwaltung auf ihrem Telegram-Kanal mit. Der 59-Jährige kam am Donnerstag in der Gemeinde Krasnopillja ums Leben, wo den Angaben nach ein Privathaus brannte. Laut Staatsanwaltschaft befand sich der Mann in dem Haus.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 26. Dezember:
14.47 Uhr: Verletzte nach russischem Angriff auf Markt in Nikopol

Bei einem neuen russischen Angriff auf die Stadt Nikopol im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Getroffen worden sei diesmal der zentrale Markt. Drei Menschen seien in einem ernsten Zustand, teilte der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, bei Telegram mit. Insgesamt würden sieben Menschen im Krankenhaus behandelt. Die Räumlichkeiten des Marktes seien erheblich beschädigt worden. 

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 25. Dezember:
22.56 Uhr: Erneut russische Drohnenschwärme über der Ukraine

Das russische Militär hat die Ukraine am späten Abend erneut mit Drohnenschwärmen überzogen. Die einzelnen Gruppen von Kampfdrohnen flogen aus verschiedenen Himmelsrichtungen ein, wie die Agentur Ukrinform berichtete. In mehreren Regionen wurde daraufhin Luftalarm ausgelöst, da ein klares Ziel aufgrund der ständig wechselnden Flugrichtungen der Drohnen nicht erkennbar war.

17.17 Uhr: Erbitterte Kämpfe um ostukrainisches Pokrowsk

Russische Angreifer und ukrainische Verteidiger haben sich erneut erbitterte Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk im Osten der Ukraine geliefert. Im Tagesverlauf seien 35 russische Angriffe in der Umgebung der Stadt am Rande des Donbass gemeldet worden, teilte der Generalstab in Kiew in seinem abendlichen Lagebericht mit.

„Drei russische Armeen sind hier gegen uns konzentriert“, wurde der regionale Kommandeur Viktor Trehubow von der Agentur Unian zitiert. „Die Kämpfe hier sind sehr heftig, da die russischen Besatzer alle verfügbaren Kräfte nach vorne werfen und versuchen, die Verteidigungslinien unserer Truppen zu durchbrechen“, sagte er. Bei den versuchten Zangenangriffen auf Pokrowsk seien den russischen Angreifern schwere Verluste zugefügt worden. Allein am Vortag seien 133 russische Soldaten getötet worden. Diese Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

14.57 Uhr: Auch an Weihnachten massive russische Luftangriffe auf die Ukraine

Russland hat seine massiven Luftangriffe auf die Ukraine auch an Weihnachten fortgesetzt. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj feuerte Russland am Mittwochmorgen mehr als 170 Raketen und Drohnen auf sein Land ab. Dabei gab es nach ukrainischen Angaben mindestens ein Todesopfer. Kreml-Chef Wladimir Putin habe „bewusst Weihnachten für die Angriffe gewählt. Was könnte unmenschlicher sein?“, erklärte Selenskyj.

12.38 Uhr: Papst Franziskus ruft zu Frieden in der Ukraine und in Nahost auf

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft zum Frieden in der Ukraine und im Nahen Osten aufgerufen. „Die Waffen sollen in der gemarterten Ukraine schweigen“, forderte Franziskus am Mittwoch in seiner Ansprache im Vatikan, in der er gemäß der Tradition den feierlichen Segen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“) erteilte.

„Habt den Mut, die Tür für Verhandlungen sowie für Gesten des Dialogs und der Begegnung zu öffnen, um zu einem gerechten und dauerhaften Frieden zu gelangen“, sagte das 87-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche zum seit fast drei Jahren andauernden Krieg in der Ukraine.

In seiner Weihnachtsbotschaft von der Loggia des Petersdoms ging der Papst auch auf den Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas ein. „Die Waffen sollen im Nahen Osten schweigen“, verlangte Franziskus, der zuletzt mit Äußerungen zum Gaza-Krieg in Israel für Empörung gesorgt hatte.

11.11 Uhr: Laut Kiew verletzt Russische Rakete Luftraum von Rumänien und Moldau

Bei den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine soll eine Rakete nach Angaben aus Kiew den Luftraum des EU- und Nato-Staates Rumänien sowie auch des Nachbarlandes Moldau verletzt haben. Die russische Rakete habe am Mittwoch Rumänien und Moldau überflogen, erklärte der ukrainische Außenminister Andriy Sybiga im Onlinedienst X. Dies verdeutliche, dass Russland „nicht nur die Ukraine bedroht“.

Das rumänische Verteidigungsministerium erklärte allerdings, es sei keine Luftraum-Verletzung festgestellt worden. Die von der rumänischen Luftraumüberwachung gelieferten Daten „bestätigten nicht“, dass eine Rakete den rumänischen Luftraum verletzt habe.

9.30 Uhr: Selenskyj verurteilt russische Angriffe auf Ukraine an Weihnachten als „unmenschlich“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die massiven russischen Luftangriffe auf sein Land am Weihnachtstag als „unmenschlich“ gebrandmarkt. „Putin hat bewusst Weihnachten für die Angriffe gewählt. Was könnte unmenschlicher sein?“, erklärte Selenskyj am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland habe „mehr als 70 Raketen, darunter ballistische Raketen, und mehr als hundert Angriffsdrohnen“ gegen die Ukraine gestartet, sagte Selenskyj weiter. Ziel sei das Energiesystem des Landes gewesen.

Selenskyj verurteilt russische Angriffe auf Ukraine an Weihnachten als „unmenschlich“

Kiew (AFP) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die massiven russischen Luftangriffe auf sein Land am Weihnachtstag als „unmenschlich“ gebrandmarkt. „Putin hat bewusst Weihnachten für die Angriffe gewählt. Was könnte unmenschlicher sein?“, erklärte Selenskyj am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland habe „mehr als 70 Raketen, darunter ballistische Raketen, und mehr als hundert Angriffsdrohnen“ gegen die Ukraine gestartet, sagte Selenskyj weiter. Ziel sei das Energiesystem des Landes gewesen.

5 Uhr: Landesweiter Luftalarm in der Ukraine – Verletzte in Charkiw

Wegen schwerer russischer Raketen- und Drohnenangriffe ist in der Ukraine landesweit Alarm ausgelöst worden. Russische Kampfflugzeuge vom Typ Tu-95 MS schossen über dem Schwarzen Meer zahlreiche Marschflugkörper auf das Land ab, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. „Der Feind greift wieder massiv das Energiesystem an“, schrieb Energieminiester Herman Haluschtschenko auf Facebook. Auch die Großstadt Charkiw stand unter starkem Raketenbeschuss. In der Großstadt Dnipro wurden Explosionen gemeldet. 

Das waren die Entwicklungen am Montag, 23. Dezember:
12.15 Uhr: Russische Region streicht Soldaten Verletztenzulage

Die russische Region Transbaikalien in Sibirien hat die Einmalzahlung für Soldaten gestrichen, die nach einer Verwundung im Ukrainekrieg bleibende Schäden davongetragen haben. Die regionale Entschädigung belief sich nach Angaben des Telegramkanals Sibirski Express je nach Schwere der Behinderung bisher auf eine Summe zwischen 100.000 und 500.000 Rubel (derzeit etwa 925 bis 4.630 Euro). Das lokale Sozialministerium erklärte, das Geld werde stattdessen etwa in die medizinische Behandlung und Betreuung der Soldaten sowie ein Benzingeld fließen.

Erst im November hatte die russische Regierung auf Anweisung von Kremlchef Wladimir Putin differenzierte Zahlungen an Verwundete auf nationaler Ebene beschlossen. Während dies offiziell damit begründet wurde, dass Schwerverletzte damit künftig mehr Geld erhalten sollen, gibt es Medien zufolge nun für viele Gruppen von Verletzten geringere Entschädigungen.

10.10 Uhr: Über1000 nordkoreanische Soldaten im Krieg zwischen Russland und Ukraine getötet oder verletzt

Rund 1100 nordkoreanische Soldaten sind nach Schätzungen aus Seoul im Krieg zwischen Russland und der Ukraine getötet oder verletzt worden. „Wir schätzen, dass die nordkoreanischen Truppen“ in Kämpfen gegen ukrainische Streitkräfte „etwa 1100 Opfer erlitten haben“, erklärte der südkoreanische Generalstab am Montag.

Moskau hatte seine Streitkräfte im Angriffskrieg gegen die Ukraine kürzlich durch nordkoreanische Truppen verstärkt. Nach Angaben der USA und Südkoreas sind etwa 10.000 Soldaten aus Nordkorea in Russland stationiert. Nach ukrainischen Angaben kämpfen sie an der Seite der russischen Truppen in der russischen Grenzregion Kursk.

9 Uhr: Slowakischer Regierungschef Fico empört mit Besuch bei Putin

Mit einem überraschenden Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml hat der slowakische Regierungschef Robert Fico großes Entsetzen in dem an die Ukraine grenzenden EU-Land ausgelöst. Oppositionspolitiker warfen ihm vor, mit seiner Reise sein eigenes Land verraten zu haben. Beim Gespräch mit Putin ging es nach Angaben beider Seiten unter anderem um russische Erdgaslieferungen in die Slowakei.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 22. Dezember:
14.35 Uhr: Kiew: Russische Soldaten erschießen erneut Kriegsgefangene

Russische Soldaten haben nach offiziellen Angaben aus Kiew erneut ukrainische Kriegsgefangene getötet. Auf einem Video sei zu sehen, wie fünf in Gefangenschaft geratene Ukrainer von den Russen erschossen würden, schrieb der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez auf Telegram. „Russische Kriegsverbrecher, die ukrainische Kriegsgefangene erschießen, müssen vor ein internationales Tribunal und die härteste Bestrafung erfahren, die das Gesetz vorsieht“, forderte er.

Die Tötung von Kriegsgefangenen gilt international als Kriegsverbrechen. Vor allem der russischen Seite werden immer wieder solche Grausamkeiten vorgeworfen. In einem Mitte Dezember geführten Interview hatte Lubinez die Zahl der bestätigten Fälle seit Kriegsbeginn auf 177 beziffert. Die Zahlen steigen demnach drastisch an. Allein in diesem Jahr seien es 109 Hinrichtungen gewesen, teilte Lubinez mit.

12.44 Uhr: Putin kündigt Vergeltung nach Drohnenangriff auf Kasan an

Immer wieder überziehen sich Russland und die Ukraine mit Angriffen aus der Luft. Die Spirale der Gewalt reißt auch daher nicht ab, weil jede Seite Rache für Treffer üben will – wie nun der Kreml.

Moskau (dpa) – Nach einem Drohnenangriff auf die russische Millionenstadt Kasan an der Wolga hat Kremlchef Wladimir Putin Kiew Vergeltung angedroht. „Wer auch immer versucht, etwas bei uns zu zerstören, wird mit einem Vielfachen der Zerstörungen bei sich konfrontiert und bedauert noch, was er in unserem Land versucht hat“, sagte der russische Präsident bei einer vom Fernsehen übertragenen Videokonferenz.

Am Samstagmorgen waren sechs ukrainische Drohnen in Wohnhäuser Kasans eingeschlagen, eine weitere traf ein Industrieobjekt. Offiziellen Angaben nach gab es bei dem Angriff keine Verletzten. Medien schrieben von

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 21. Dezember:
17.42 Uhr: Gouverneur meldet sechs Tote bei ukrainischem Angriff in russischer Region Kursk

Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Grenzregion Kursk sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs sechs Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Zehn weitere Menschen seien nach dem Angriff auf die Stadt Rylsk am Freitag verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte Gouverneur Alexander Chinschtein im Onlinedienst Telegram. Er beschuldigte die ukrainischen Truppen, zivile Ziele und „soziale Einrichtungen“ ins Visier genommen zu haben.

17 Uhr: Kiew: Russland übergibt Leichen von 503 getöteten Soldaten

Russland hat der Ukraine nach Angaben aus Kiew Leichen von 503 im Kampf mit der russischen Armee getöteten ukrainischen Soldaten übergeben. „Die Leichen von 503 gefallenen ukrainischen Verteidigern wurden in das von der ukrainischen Regierung kontrollierte Territorium überführt“, teilte das Koordinierungsbüro für die Behandlung von Kriegsgefangenen am Freitag in Onlinenetzwerken mit.

403 der Leichen wurden demnach aus der ostukrainischen Region Donezk überstellt, die im ukrainischen Abwehrkrieg gegen Russland am heftigsten umkämpft ist. Die weiteren Leichen wurden dem Koordinierungsbüro zufolge aus den ukrainischen Regionen Luhansk und Saporischschja sowie aus Leichenhallen in Russland überführt.

8.31 Uhr: Ukraine: Ein Toter und mehrere Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kiew

Bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist den örtlichen Behörden zufolge ein Mensch getötet worden. „Vorläufigen Berichten zufolge wurde eine Person getötet“, erklärte der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Serhij Popko, am Freitag im Onlinedienst X. Demnach setzten die russischen Streitkräfte bei ihrem Angriff am frühen Morgen Raketen vom Typ Kinschal und Iskander ein.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, zwei Menschen seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden. In vier Gebieten der Stadt hätten herabfallende Trümmer Autos und Gebäude in Brand gesetzt. „Die Rettungsdienste sind überall im Einsatz“, erklärte Klitschko.

8 Uhr: Scholz nach Trump-Telefonat: Töten in der Ukraine muss enden

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich nach seinem Telefonat mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump zuversichtlich gezeigt, dass Europa und die USA bei ihrer Unterstützung der Ukraine weiter an einem Strang ziehen werden. «Aber natürlich mit einer klaren Perspektive, dass es einen fairen Frieden für die Ukraine gibt, die ihre Souveränität verteidigen kann, und dass das Töten endet», fügte Scholz auf einer Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel in Brüssel hinzu. Zu Gedankenspielen über eine Friedenstruppe in der Ukraine bei einem möglichen Waffenstillstand äußerte er sich erneut ablehnend.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 19. Dezember:
15.02 Uhr: Putin kritisiert Gastransit-Stopp der Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Ukraine dafür kritisiert, dass sie ab dem Jahreswechsel kein russisches Gas mehr nach Westeuropa durchleiten wird. Schließlich habe das Nachbarland für den Transit immer noch etwa 700 Millionen US-Dollar im Jahr erhalten, sagte der Kremlchef bei seiner Jahrespressekonferenz in Moskau. „Die Ukraine klemmt unser Gas für Verbraucher in Europa ab.“ 

Der Stopp trifft vor allem Kunden in Ostmitteleuropa wie Ungarn oder die Slowakei, aber auch die Republik Moldau.

12.38 Uhr: Putin erklärt sich zu Kompromiss in der Ukraine bereit

Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Bereitschaft zu Verhandlungen über ein Ende des Ukrainekriegs bekräftigt. Dabei sei er auch zu Eingeständnissen bereit, sagte Putin auf seiner Jahrespressekonferenz auf eine Frage des US-Senders NBC. „Politik ist die Kunst der Kompromisse.“ Details zu möglichen Kompromissen nannte er nicht. Zugleich warf der Kremlchef der Ukraine einmal mehr vor, Verhandlungen zu blockieren. 

Er erinnerte dabei an das Scheitern eines Abkommens, das Moskau und Kiew kurz nach Beginn des von Putin befohlenen Angriffskriegs in Istanbul schließen wollten. Die Einigung sei am Ende von der Ukraine auf Druck des Westens abgelehnt worden, sagte er. 

11 Uhr: Russland wird Kontrolle über Grenzregion Kursk laut Putin wiedererlangen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich zuversichtlich gezeigt, dass Moskau die Kontrolle der teilweise von ukrainischen Streitkräften besetzten Grenzregion Kursk wiedererlangen wird. „Wir werden sie unbedingt rausschmeißen“, sagte Putin am Donnerstag bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende. Bis wann dies geschehen werde, könne er allerdings „im Moment leider nicht beantworten“, räumte der Präsident ein.

Die Ukraine hatte im August in der russischen Grenzregion Kursk eine überraschende Militäroffensive gestartet und rund tausend Quadratmeter Land besetzt.

Die Offensive war jedoch bald ins Stocken geraten und Russland konnte mittlerweile große Teile seines Gebietes wieder zurückerobern. Putin hält jedes Jahr eine live im Fernsehen übertragene Pressekonferenz ab, während derer er sich den Fragen zu unterschiedlichsten Themen stellt. Im vergangenen Jahr hatte die Pressekonferenz mehr als vier Stunden gedauert.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 18. Dezember:
15.31 Uhr: Putin bereitet laut Strack-Zimmermann Angriff auf Nato vor

Russlands Präsident Wladimir Putin bereitet nach Angaben von Marie-Agnes Strack-Zimmermann einen Angriff auf die Nato vor. „Wir wissen, dass Putin sich vorbereitet darauf, möglicherweise Ende der 20er – wobei so eine Zahl immer gegriffen ist – auch einen Nato-Staat anzugreifen“, sagte die FDP-Verteidigungspolitikerin in Straßburg. Woher sie diese Informationen hat, sagte sie nicht.

Es gehe gerade um die Frage, ob Europa in der Lage sein werde, sich zu verteidigen, betonte Strack-Zimmermann. Mit Blick auf einen möglichen Angriff Russlands auf ein EU-Land sagte sie: „Zu hoffen, dass die Amerikaner uns da schon raushelfen, ist naiv.“ Ein Erfolg Putins in der Ukraine führe dazu, dass „auch die Nachbarstaaten der Ukraine nicht mehr sicher sein werden“. 

14.42 Uhr: Scholz kommt zu Nato-Treffen mit Selenskyj

Olaf Scholz wird am Mittwochabend am Treffen mehrerer Nato-Staaten mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. Das teilte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin offiziell mit. Nach seinen Worten steht die weitere Unterstützung der Ukraine im Mittelpunkt des informellen Treffens, zu dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte eingeladen habe.

Darüber hinaus bestätigte Büchner, dass Scholz am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel den französischen Staatschef Emmanuel Macron vertreten wird. Der Élyséepalast in Paris hatte zuvor angekündigt, dass Macron in das vom Zyklon „Chido“ verwüstete Überseegebiet Mayotte im Indischen Ozean reisen wird.

12.14 Uhr: Festnahme nach Attentat auf russischen General Kirillow

Einen Tag nach dem tödlichen Bombenanschlag auf den russischen General Igor Kirillow hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann aus Usbekistan habe gestanden, dass er vom ukrainischen Geheimdienst SBU angeworben worden sei und den Sprengsatz erhalten habe. Das teilte der FSB in Moskau mit. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. 

Die russischen Behörden stehen unter erheblichem Druck, die Tat mitten in Moskau schnell aufzuklären. Kirillow war Chef der russischen Truppen zum Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen. Am Dienstagmorgen wurde er vor seinem Wohnhaus in der Hauptstadt von einem Sprengsatz getötet. Auch sein Adjutant kam ums Leben. Russische Ermittler sprachen von Terror und gingen sofort von einer Tat ukrainischer Geheimdienste aus. In Kiew ließ der SBU inoffiziell durchblicken, dass der Anschlag auf sein Konto gehe.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 17. Dezember:
18.28 Uhr: Ukrainische Soldaten sollen für Russland spioniert haben

Als Spione für Russland sollen ukrainische Soldaten die Bewegungen der Kampfjets F-16 und andere Militärgeheimnisse ausgekundschaftet haben. Vier Armeeangehörige seien im Gebiet Dnipropetrowsk festgenommen worden, teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft in Kiew mit.

Als Hauptverdächtiger gelte ein Soldat mit prorussischen Überzeugungen. Er habe drei Kameraden für das Sammeln von Informationen angeworben. Denen habe er vorgetäuscht, er arbeite für ukrainische Geheimdienste. Der Geheimdienst SBU sprach sogar von einem Netz aus zwölf Personen. Einige von ihnen seien aus dem Armeedienst desertiert. Unabhängige Bestätigungen für die Angaben gab es nicht.

15.24 Uhr: Ländergruppe unterstützt Selenskyjs Siegesplan

Eine von Großbritannien angeführte Gruppe europäischer Nato-Staaten hat sich hinter den sogenannten Siegesplan des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestellt. Die Länder unterstützten die Grundprinzipien des von Selenskyj vorgeschlagenen Planes und arbeiteten mit der Ukraine zusammen, um zu dessen Umsetzung beizutragen, teilten die Staats- und Regierungschefs der zehn Staaten der Joint Expeditionary Force (JEF) nach einem Treffen in Tallinn in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Darin hieß es auch: „Wir bleiben der Unterstützung der Ukraine auf ihrem unumkehrbaren Weg zur Nato-Mitgliedschaft verpflichtet.“ Dem Bündnis gehören zehn Länder an, neben Großbritannien sind das außerdem die Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Estland, Lettland und Litauen. Seit den Nato-Beitritten von Schweden und Finnland sind all diese Staaten Mitglieder des westlichen Verteidigungsbündnisses.

14.45 Uhr: Russland hat laut Angaben aus Kiew eine intensive Gegenoffensive in Grenzregion Kursk gestartet

Russland hat nach Angaben der Ukraine eine „intensive“ Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet. An der Offensive seien „nordkoreanische Armeeeinheiten“ beteiligt, sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Oleksandr Syrskyj, am Dienstag. Gut zwei Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine war die ukrainische Armee Anfang August überraschend in die russische Grenzregion Kursk einmarschiert, mittlerweile musste sie aber einen großen Teil des eroberten Gebiets wieder aufgeben.

12.26 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst reklamiert Mord an General für sich

Der ukrainische Geheimdienst SBU stellt inoffiziell den Mord an dem russischen General Igor Kirillow als seine Tat dar. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien in Kiew, darunter die Nachrichtenagentur Interfax Ukraina, unter Berufung auf Geheimdienstquellen. 

„Kirillow war ein Kriegsverbrecher und ein absolut legitimes Ziel, weil er den Einsatz chemischer Waffen gegen ukrainische Soldaten befohlen hat“, wurde die SBU-Quelle zitiert. Solche Äußerungen sind nicht offiziell. Die ukrainischen Dienste informieren aber häufig auf diese Weise über ihre Aktionen.

8 Uhr: Prominenter General in Moskau bei Explosion getötet

Bei einer Explosion in Moskau sind am Morgen nach Angaben von Ermittlern der prominente General Igor Kirillow und sein Adjutant getötet worden. Die Explosion sei durch einen Sprengsatz verursacht worden, der in einem Elektroroller in der Nähe eines Wohnhauses im Südosten der russischen Hauptstadt versteckt gewesen sei, sagte die Sprecherin des nationalen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko.

Der 54-Jährige war Chef der ABC-Abwehrtruppen des Landes und damit zuständig für den Schutz vor Gefahren durch atomare, biologische und chemische Kampfmittel. Kirillow trat im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine immer wieder öffentlich mit Vorwürfen auf, die USA betrieben in dem Nachbarland etwa geheime Biolabors.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 16. Dezember:
13.44 Uhr: Deutschland soll bei Ukraine-Hilfe vorn bleiben, laut Scholz

Deutschland soll nach dem Willen von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Hilfe für die Ukraine in Europa ganz vorn bleiben. „Deutschland ist der größte Unterstützer der Ukraine in Europa. Ich will, dass das so bleibt“, sagte der Kanzler in seiner Rede zur Vertrauensfrage im Bundestag. Der Krieg beschäftige die Bürgerinnen und Bürger vor der kommenden Wahl.

Der SPD-Politiker betonte, dass auf Deutschland Verlass sei, die Bundesregierung aber auch nichts unternehme, was die Sicherheit des eigenen Landes gefährde.

„Und deshalb liefern wir keine Marschflugkörper, eine weitreichende Waffe, die tief nach Russland hineinwirken kann. Und wir schicken ganz sicher keine deutschen Soldatinnen und Soldaten in diesen Krieg. Nicht mit mir als Bundeskanzler“, sagte Scholz. 

Es gehe darum, die Souveränität der Ukraine zu schützen, „sie wird bestehen“, sagte Scholz. „Und wir wollen, dass das Töten endlich endet.“

13.14 Uhr: Frau bei Drohnenangriff in der Ukraine getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist laut Behörden eine Frau getötet worden. Von einer Drohne sei Sprengstoff auf ein Geschäft abgeworfen worden, teilte die Staatsanwaltschaft der Region mit. Eine 53-Jährige sei dabei lebensgefährlich verletzt worden und gestorben. 

Demnach wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Kriegsverbrechens mit Todesfolge eingeleitet. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Erst am Wochenende hatte es in dem südukrainischen Gebiet Tote und Verletzte nach russischem Beschuss gegeben.

11.03 Uhr: Moskau meldet Eroberung eines weiteren Dorfes in der Ostukraine

Die russischen Truppen in der Ukraine haben nach eigenen Angaben ein weiteres Dorf in der Region Donezk erobert. Die Ortschaft Jeljisawjetiwka sei „befreit“ worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit. Diese liegt etwa zehn Kilometer südlich der Stadt Kurachowe entfernt, welche die russischen Truppen offenbar als nächstes großes Ziel im Visier haben.

Russlands Armee rückt in der Region Donezk seit Monaten vor und hatte ihren Vormarsch zuletzt noch beschleunigt. Im November haben Moskaus Streitkräfte einer Analyse von Daten des US-Instituts für Kriegsstudien durch die Nachrichtenagentur AFP zufolge mehr Boden gutgemacht als in irgendeinem anderen Monat seit März 2022.

9.20 Uhr:  30 nordkoreanische Soldaten bei Kämpfen in Kursk “getötet oder verwundet”

Bei Kämpfen gegen die ukrainische Armee sind nach Angaben Kiews dutzende nordkoreanische Soldaten getötet oder verletzt worden. Nordkoreanische Einheiten hätten am Wochenende bei Gefechten in der russischen Region Kursk “erhebliche Verluste” erlitten, teilte der ukrainische Militärgeheimdienst am Montag mit. “Mindestens 30 Soldaten wurden getötet und verwundet.”
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky hatte am Samstag erklärt, dass Russland bei den Kämpfern in Kursk “in erheblichem Ausmaß” nordkoreanische Soldaten einsetze. Demnach kämpfen diese in gemischten Einheiten an der Seite russischer Soldaten. 
In der russischen Grenzregion hatte die ukrainische Armee im August eine Offensive begonnen. Selenskyj hatte bereits im November gesagt, dass “einige” nordkoreanische Soldaten dort an Kampfhandlungen teilgenommen und Verluste erlitten hätten. Dem ukrainischen Präsidenten zufolge hatte Pjöngjang 11.000 Soldaten nach Kursk verlegt.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 15. Dezember:
15.35 Uhr: Ukrainisches Militär zerstört russischen Versorgungszug

Ukrainische Kommandotruppen haben nach eigener Darstellung in Zusammenwirken mit Artillerie und Drohnen einen russischen Versorgungszug zerstört. Durch Sprengung der Schienen in der Region Saporischschja sei der Zug, der aus 40 Tankwaggons bestand, zum Anhalten auf freier Strecke gezwungen worden. Daraufhin seien zunächst die Lokomotive und der letzte Waggon mit weitreichender Raketenartillerie angegriffen worden, ehe Kampfdrohnen die übrigen Waggons attackierten und in Brand setzten.

Wie ukrainische Medien weiter unter Berufung auf den militärischen Geheimdienst HUR berichteten, wurde mit diesem Angriff nicht nur die Versorgung der russischen Truppen mit Treibstoff unterbrochen. Daneben sei auch eine wichtige Bahn-Versorgungsstrecke des russischen Militärs für längere Zeit außer Betrieb gesetzt worden. Die „Ukrainska Prawda“ veröffentlichte auf der Plattform X ein Video einer Aufklärungsdrohne, das nach Angaben des Blattes den Angriff auf den Zug zeigt.

11.18 Uhr: Russland meldet Eroberung wichtiger Gebiete in der Ostukraine

Russland hat nach eigenen Angaben Dörfer in zwei wichtigen Gebieten an der Front in der Ostukraine erobert. Russische Soldaten hätten die Dörfer Wesely Gai südlich von Kurachowe und Puschkin südlich von Pokrowsk eingenommen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag. Die ukrainische Streitkräftegruppe Chortyzja meldete am Sonntag im Onlinedienst Telegram “zermürbende Zusammenstöße” in und um Kurachowe sowie weiter nördlich in der umkämpften Stadt Tschassiw Jar.

Russland rückt in der Region Donezk seit Monaten vor, seine Soldaten hatten ihren Vormarsch zuletzt noch beschleunigt. Im November haben Moskaus Streitkräfte einer Analyse von Daten des US-Instituts für Kriegsstudien durch die Nachrichtenagentur AFP zufolge mehr Boden gutgemacht als in irgendeinem anderen Monat seit März 2022. 

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 14. Dezember:
17.53 Uhr: Selenskyj: Nordkoreanische Soldaten an Angriffen in Kursk beteiligt

Nordkoreanische Soldaten sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Kampfhandlungen gegen ukrainische Stellungen in der russischen Grenzregion Kursk beteiligt. „Vorläufigen Informationen zufolge haben die Russen damit begonnen, Soldaten aus Nordkorea bei Angriffen einzusetzen – und das in erheblichem Ausmaß“, sagte Selenskyj am Samstag in seiner täglichen Ansprache. Den Informationen zufolge setze die russische Armee die nordkoreanischen Truppen in gemischten Einheiten in Kursk ein. In der Region hatte die ukrainische Armee im August eine Offensive begonnen.

Es sei davon auszugehen, dass die nordkoreanischen Soldaten „auch in anderen Bereichen an der Front“ eingesetzt werden könnten, fügte der ukrainische Präsident hinzu. Es gebe bereits erhebliche Verluste unter den Nordkoreanern.

15.04 Uhr: Ukrainische Armee meldet Angriff auf Ölanlage in westrussischer Region Oriol

Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Ölanlage im Westen Russlands angegriffen. Bei der getroffenen Anlage im mehr als 160 Kilometer hinter der Grenze liegendem Stalnoi Kon handele es sich um „eines der größten Ölterminals“ in der Umgebung der Stadt Oriol, teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Die Anlage sei wichtig für die Versorgung des russischen Militärs.

Der russische Gouverneur der Region Oriol, Andrej Klytschkow, teilte im Onlinedienst Telegram mit, in Folge eines „massiven Drohnenangriffs“ sei ein Feuer an einer Infrastruktur-Anlage ausgebrochen. Demnach schoss die Luftabwehr elf feindliche Drohnen ab. Der Brand sei am frühen Morgen unter Kontrolle gebracht worden. Opfer gebe es nicht. Auf von russischen Medien veröffentlichten Bildern, die den Angriff zeigen sollten, waren Rauchsäulen zu sehen.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf in der russischen Grenzregion Belgorod ist Angaben des Regionalgouverneurs zufolge ein neunjähriger Junge getötet worden. Die Mutter und die siebenjährige Schwester des Jungen seien verletzt worden.

Die russische Armee meldete rund 40 ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht zum Samstag, vor allem über den Grenzregionen.

13.23 Uhr: Scholz dringt auf Frieden in Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz hat für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg geworben. „Die Ukraine ist nicht (…) ein Proxy-Staat ohne eigene Verteidigungsfähigkeit, sondern ein Land, das sich entschieden hat, nach Europa zu marschieren, das eine starke Demokratie hat und das eine sehr starke Armee hat, ausgerüstet mit westlichen Waffen“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat bei der Landesvertreterversammlung der SPD Brandenburg in Potsdam. Es sei an der Zeit, dafür eine Lösung zu finden. „Die Ukraine wird überleben und wird leben und stark sein – und es muss einen Frieden geben, der das Töten beendet.“

Der SPD-Politiker bekräftigte seine Ablehnung, weitreichende Waffen zu liefern. „Es wäre falsch, wenn man sagt: Wir wollen, dass jetzt der Krieg so geführt werden kann, dass die von uns gelieferten Waffen tief in das Hinterland hineingehen“, sagte Scholz. „Deshalb erkläre ich hier klar und deutlich: Das werde ich nicht tun.“ Er betonte: „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Souveränität der Ukraine gesichert bleibt und dass das Töten irgendwann auch aufhört.“

5.07 Uhr: Kiew reagiert auf Probleme an der Front im Osten der Ukraine

Der Kommandeur der ukrainischen Heeresgruppe Donezk, Olexander Luzenko, ist nach mehreren empfindlichen Niederlagen Kiews übereinstimmenden Medienberichten zufolge abgelöst worden. Ersetzt werde er durch Olexander Tarnawskyj, berichtete das Internetportal „Ukrajinska Prawda“ unter Berufung auf eine Quelle bei den Streitkräften. Offiziell wurde die Neubesetzung bislang nicht vermeldet. Die Krise der ukrainischen Truppen im Osten des Landes hat sich in den vergangenen Wochen verschärft.

Luzenko war für den Frontabschnitt um die strategisch wichtigen Städte Pokrowsk und Kurachowe verantwortlich. Kurachowe ist bereits teilweise von den russischen Truppen erobert worden und steht unmittelbar vor dem Fall. Die ukrainische Armee hat die Stadt aber bereits jetzt länger gehalten als viele Experten dies zuvor prognostiziert haben. Es droht einigen Einheiten allerdings nun die Einkesselung.

4.01 Uhr: Laut Experte bis 150.000 Soldaten für Friedenssicherung in Ukraine nötig

Ein möglicher Frieden in der Ukraine kann nach Ansicht des österreichischen Militärexperten Oberst Markus Reisner nur mit einer robusten Friedenstruppe gesichert werden. Da eine reine Beobachtermission seiner Ansicht nach nicht ausreichen werde, müssten Soldaten zur Friedenssicherung auch bewaffnet sein, sagte Reisner in einem Interview der „Welt am Sonntag“. „Aus meiner Sicht wären mindestens 100.000 bis 150.000 Soldatinnen und Soldaten für eine erfolgreiche Friedenssicherung in der Ukraine nötig.“

Die Zahl der Friedenstruppen könne zwar später gesenkt werden. „Aber gerade zu Beginn einer solchen Mission ist eine aufwendige Logistik notwendig, etwa eine sorgsam durchgeführte Minenräumung entlang der Frontlinie.“ Zudem sei bei einer geringen Zahl von Soldaten die Wahrscheinlichkeit von Verstößen gegen eine Waffenruhe deutlich höher.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 13. Dezember:
15.45 Uhr: Ukraine-Gipfel europäischer Nato-Staaten mit Selenskyj

Staats- und Regierungschefs führender europäischer Nato-Staaten wollen am kommenden Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über weitere Unterstützung für das von Russland angegriffene Land reden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Bündniskreisen soll es bei dem von Nato-Generalsekretär Mark Rutte organisierten Treffen auch um mögliche Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstandes gehen. 

15.30 Uhr: Kreml begrüßt Aussagen Trumps zum Ukraine-Krieg

Wenige Wochen vor der erneuten Amtseinführung Donald Trumps hat die russische Regierung Aussagen des designierten US-Präsidenten zum Ukraine-Krieg begrüßt. Trumps Kritik am Einsatz von US-Waffen auf russischem Territorium entspreche „vollständig unserer Position“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. Unterdessen führte Russland einen massiven Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur aus und begründete dies mit dem Einsatz von ATACMS-Raketen durch die Ukraine zwei Tage zuvor.

 

Trump hatte sich gegen den Einsatz von US-Waffen auf russischem Staatsgebiet ausgesprochen. Es sei „offensichtlich, dass Trump versteht, was die Eskalation der Situation bewirkt“, sagte Peskow. Trumps Sicht der „Ursachen der Eskalation entspricht auch unserer“, fügte er hinzu.

14.32 Uhr: Russland nennt massiven Beschuss der Ukraine Vergeltung

Die schweren russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind nach Kremlangaben eine Reaktion auf einen Angriff der Ukraine mit angeblich westlichen Waffen. Es sei unter anderem um eine ukrainische Attacke auf einen russischen Militärflughafen in Taganrog vom Mittwoch gegangen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

 

Das Verteidigungsministerium in Moskau schrieb bei Telegram, russische Streitkräfte hätten als Antwort einen massiven Schlag gegen die ukrainische Kraftstoff- und Energieinfrastruktur geführt. Diese versorge Militär und Industrie des Gegners. 

 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der größten Angriffe auf das Energiesystem des Landes. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskaus Militär dabei 94 Raketen und Marschflugkörper sowie 193 Kampfdrohnen ein. 

12.39 Uhr: CDU-Politiker Kiesewetter für deutsche Friedenstruppen in der Ukraine

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat sich für deutsche Friedenstruppen in der Ukraine ausgesprochen. „Wir sind bereit, Taurus-Marschflugkörper zu liefern, alles zu tun, damit die Ukraine gewinnt, wie Friedrich Merz gesagt hat“, sagte er dem Magazin „Spiegel“ nach Angaben vom Freitag. „Und wir sind dann bereit, Truppen zu entsenden, um den Frieden zu sichern.“

 

Noch gebe es keinen Waffenstillstand und keine Demarkationslinie, sagte Kiesewetter. Die Voraussetzungen für Friedenstruppen lägen, militärisch wie diplomatisch, nicht vor. „Eine Friedensmission liegt in weiter Ferne, aber es ist klug, schon jetzt mit den Planungen zu beginnen“, betonte der CDU-Politiker. „Eine neue, von der CDU geführte Bundesregierung, sollte sich daran beteiligen, auch um Moskau zu signalisieren: Wir schließen militärisch nichts aus, lassen uns nicht einschüchtern.“

8.51 Uhr: Massiver russischer Angriff auf Energieinfrastruktur in der Ukraine 

Russland hat erneut den Energiesektor der Ukraine angegriffen. “Der Feind setzt seinen Terror fort. Wieder einmal ist der Energiesektor in der gesamten Ukraine einem massiven Angriff ausgesetzt”, sagte Energieminister Herman Haluschtschenko am Freitag. Ab 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MEZ) wurde Luftalarm ausgelöst, Raketen wurden über mehreren Regionen des Landes gemeldet. Der ukrainische Energieversorger gab verschärfte Einschränkungen bei der Stromversorgung bekannt.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe mehrere Hyperschallraketen vom Typ Kinschal, Marschflugkörper und Sprengstoffdrohnen auf die Ukraine abgefeuert. 

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 12. Dezember:
19.18 Uhr: Friedenstruppe kann „Garantie“ für Waffenstillstand mit Russland sein

Die ukrainische Regierung ist offenbar grundsätzlich offen für den möglichen Einsatz einer europäischen Friedenstruppe im Land zur Sicherung eines möglichen Abkommens mit Russland. Kiew brauche „Garantien“ und die „Anwesenheit von Militärkontingenten“ könne „eine davon sein“, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. „Wir gehen davon aus, dass ein Waffenstillstand nicht ausreichen wird, um das Problem zu lösen.“ Der russische Präsident Wladimir Putin breche „Waffenstillstände immer“.

 

Zwar sei das Friedenskontingent „eine Idee der Europäer“ und nicht der Ukraine, der französische Präsident Emmanuel Macron sei „offensichtlich der Kopf hinter dieser Idee“, sagte der ukrainische Regierungsvertreter. Kiew unterstütze aber „grundsätzlich alle Überlegungen, die auf die Sicherung der Zuverlässigkeit des Friedens“ abzielten.

18.32 Uhr: Außenminister nach Treffen in Berlin: Weg der Ukraine in die Nato ist „unumkehrbar“

Der Weg der Ukraine in die Nato ist mehreren europäischen Außenministern zufolge „unumkehrbar“. „Wir werden die Ukraine weiterhin auf ihrem unumkehrbaren Weg zur vollständigen euro-atlantischen Integration, einschließlich einer Nato-Mitgliedschaft, unterstützen“, betonten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Polens, Großbritanniens, Spaniens, Italiens und die EU-Außenbeauftragen Kaja Kallas nach einem Treffen in Berlin am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Bei dem Treffen war auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dabei.

 

Die Außenminister verurteilten in ihrer Erklärung, dass Russland seinen Angriffskrieg „durch brutale und vorsätzliche Angriffe auf ukrainische Städte und wichtige zivile Infrastruktur, durch die Entsendung von Truppen der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea und durch den Einsatz ballistischer Mittelstreckenraketen (…)“ eskaliere.

15.55 Uhr: EU-Staaten einigen sich auf neue Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staaten haben sich wegen des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf ein neues Paket mit Sanktionen verständigt. Das teilte die derzeitige ungarische EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel mit.

9.05 Uhr: Trump zu Außenpolitik: Lösung der Ukraine-Krise hat höchste Priorität

Der designierte US-Präsident Donald Trump will nach seinem Amtsantritt im Januar die Lösung der Ukraine-Krise zur höchsten außenpolitischen Priorität machen. „Ich denke wir müssen das Ukraine-Problem mit Russland lösen“, sagte Trump der französischen Zeitschrift „Paris Match“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Zwar sei auch der Nahe Osten eine „große Priorität“, die Situation dort sei aber „weniger schwierig“ als die in der Ukraine, argumentierte er.

In dem am Samstag geführten Interview verwies Trump auf „hunderttausende Soldaten“, die im Ukraine-Krieg getötet würden. Sowohl der Ukraine-Krieg als auch die Situation im Nahen Osten müssten „schnell gelöst“ werden, betonte der ehemalige und künftige US-Präsident. „Viele Menschen sterben.“

8.20 Uhr: Moskau meldet ukrainische Angriffe auf russische Unternehmen in Grenzregionen

Bei nächtlichen ukrainischen Angriffen sind russischen Angaben zufolge zwei Industrieunternehmen in den Grenzregionen Rostow und Brjansk beschädigt worden. Ein Angriff habe ein Unternehmen in der Stadt Taganrog getroffen, teilte Rostows Gouverneur Juri Sljusar am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit. Der Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomas, erklärte ebenfalls auf Telegram, ein Drohnenangriff habe ein Feuer in einer Industrieanlage ausgelöst.

Taganrogs Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa schrieb auf Telegram, eine Heizanlage sei bei den Angriffen beschädigt worden. 27 Gebäude seien in der Folge ohne Heizung.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe 14 ukrainische Drohnen über der Region Brjansk abgefangen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 10. Dezember:
20.06 Uhr: US-Regierung macht 20-Milliarden-Kredit für Ukraine frei

Die Vereinigten Staaten zahlen der Ukraine einen bereits versprochenen Milliarden-Kredit aus. Das US-Finanzministerium teilte mit, dass dem von Russland angegriffenen Land 20 Milliarden US-Dollar (rund 19 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt würden. Diese Mittel sollen dazu beitragen, „Notdienste, Krankenhäuser und andere Grundlagen des tapferen Widerstands“ aufrechtzuerhalten.

Die finanzielle Unterstützung ist Teil eines umfassenderen Pakets: Im Oktober hatte die Gruppe der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) der Ukraine einen Kredit in Höhe von insgesamt 50 Milliarden US-Dollar (rund 46 Milliarden Euro) zugesagt. Die Kosten sollen indirekt von Russland getragen werden. De

18.18 Uhr: Merz in Warschau – Gespräch mit Tusk über Kontaktgruppe zu Ukraine-Konflikt

CDU-Chef Friedrich Merz hat sich bei einem Besuch in Warschau mit Polens Regierungschef Donald Tusk über den Krieg in der Ukraine ausgetauscht. Er habe mit Tusk „über die Bildung einer Kontaktgruppe gesprochen, um einen europäischen Weg zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu finden“, schrieb Merz am Dienstagabend im Onlinedienst X. „Polen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.“

Der CDU-Chef hatte am Montag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew besucht und diesem dabei erneut die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern zugesagt. Zudem bekräftigte er seinen Plan, eine „Kontaktgruppe“ zum Ukraine-Konflikt zu bilden, welcher neben Deutschland auch Frankreich, Polen und Großbritannien angehören müssten.

17.23 Uhr: Mindestens drei Tote bei russischem Angriff auf Klinik in Saporischschja

Bei einem russischen Raketenangriff auf eine Klinik in der Stadt Saporischschja in der Südukraine sind nach ukrainischen Angaben am Dienstag mindestens drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, teilte im Onlinedienst Telegram mit, zudem seien 14 weitere Menschen verletzt worden, darunter mindestens zwei Ärzte.

 

Der Angriff habe “zivile Infrastruktur” im Stadtzentrum von Saporischschja getroffen, erklärte der Gouverneur. Die Privatklinik sei dabei “zerstört” worden. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Verschütteten.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 9. Dezember:
15.55 Uhr: Auflagen erfüllt: Ukraine bekommt neue EU-Milliarden

Der Rat der Europäischen Union hat die Auszahlung von rund 4,1 Milliarden Euro Finanzhilfe für die Ukraine freigegeben. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel mitteilte, handelt es sich um die zweite reguläre Zahlung aus dem neuen Unterstützungsprogramm der EU. Sie ist, wie bereits die erste Zahlung, an Reformauflagen geknüpft.

 

Zu den für die neuen Hilfen veranlassten Reformschritten zählen nach Angaben der EU-Kommission zusätzliche Verwaltungskapazitäten zur Korruptionsbekämpfung sowie ein neues Gesetz zur Vermeidung, Verringerung und Überwachung der industriebedingten Umweltverschmutzung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte von beeindruckenden Fortschritte bei wichtigen Reformen auf dem Weg in die EU gesprochen.

8.30 Uhr: Merz zu Solidaritätsbesuch in Kiew eingetroffen

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz ist angesichts anhaltender russischer Angriffe zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen. Der CDU- und Unionsfraktionschef kam am Morgen in einem Sonderzug in der Hauptstadt Kiew an. Der Termin des Besuches eine Woche nach der Kiew-Reise von Kanzler und Merz-Rivale Olaf Scholz war aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehalten worden. Es ist der zweite Aufenthalt von Merz in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 8. Dezember: 
16.35 Uhr: US-Hilfen für Ukraine werden „wahrscheinlich“ gekürzt laut Trump

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat eine Kürzung der US-Hilfen für die Ukraine in Aussicht gestellt. In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender NBC antwortete Trump auf die Frage, ob seine Regierung bei der Unterstützung für das Land Einschnitte vornehmen werde: „Möglicherweise. Ja, wahrscheinlich, sicherlich.“ Die USA sind seit Kriegsbeginn im Februar 2022 der wichtigste Unterstützer der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland.

16.07 Uhr: Ukraine sieht in Assads Sturz warnendes Beispiel für Putins Verbündete

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat den Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad begrüßt und ihn als warnendes Beispiel für andere Verbündete Russlands bezeichnet. „Assad ist gestürzt. So ist es Diktatoren, die auf (Russlands Präsidenten Wladimir) Putin gesetzt gaben, immer ergangen und wird es immer ergehen“, erklärte Sybiha in Online-Netzwerken. Der ukrainische Chefdiplomat bekräftigte zudem die Unterstützung der Ukraine für das „syrische Volk“.

12.35 Uhr: Strack-Zimmermann sieht nach Assad-Sturz Russland geschwächt

Nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien sieht die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auch Russland geschwächt. Moskau halte sich aus dem Konflikt heraus, obwohl Syrien ein enger Verbündeter sei, sagte Strack-Zimmermann der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Das spricht dafür, dass Russland militärisch alles in der Ukraine einsetzt und nicht in der Lage ist, eine zweite Front aufzumachen.“

 

Für den Westen bedeute das, den Druck auf Russland in der Ukraine endlich zu erhöhen, fügte Strack-Zimmermann hinzu. Der syrische Machthaber Baschir al-Assad sei nun Geschichte. „Ob das für die Bevölkerung wirklich die Befreiung ist, darf stark bezweifelt werden.“

12.09 Uhr: 43.000 ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn getötet

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj 43.000 ukrainische Soldaten getötet und 370.000 weitere verletzt worden. Von den 370.000 Verwundeten sei die Hälfte auf das Schlachtfeld zurückgekehrt, erklärte der ukrainische Staatschef am Sonntag in Online-Netzwerken. Nach seinem Treffen mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und dem französischen Staatschef Emmanuel Macron am Samstag in Paris bekräftigte er, die Ukraine brauche einen „dauerhaften Frieden“, den Russland nicht „in wenigen Jahren zerstört“.

11.50 Uhr: Moskau verkündet Einnahme von weiterem Ort in Ostukraine

Die russischen Truppen haben bei ihrem Vorrücken in der Ostukraine laut Moskauer Angaben ein weiteres Dorf eingenommen. Die Armee habe in der Region Donezk die Ortschaft Blahodatne besetzt, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

 

Das Ministerium teilte am Sonntag ferner mit, dass die russische Armee in der Vornacht 46 ukrainische Drohnen im Süden Russlands abgefangen habe. 17 Drohnen seien in der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod abgeschossen worden, zwölf weitere in der Grenzregion Kursk. Die anderen 15 Drohnen wurden demnach in den südlichen Regionen Rostow und Astrachan abgefangen.

8.35 Uhr: Trump fordert „unverzügliche Waffenruhe“ in Ukraine und Verhandlungen

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat eine „unverzügliche Waffenruhe“ in der Ukraine gefordert. In einer Botschaft auf seiner Onlineplattform Truth Social appellierte er am Sonntag an Kiew und Moskau, Verhandlungen aufzunehmen. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj strebe einen „Deal“ mit Russland zur Beendigung des Krieges an, erklärte Trump.

 

Der Republikaner, der am 20. Januar seine zweite Amtszeit im Weißen Haus antritt, war am Vortag in Paris mit Selenskyj zusammengetroffen. An dem Treffen hatte auch der französische Staatschef Emmanuel Macron teilgenommen. Selenskyj forderte in einer danach veröffentlichten Erklärung einen „gerechten Frieden“ und „starke Sicherheitsgarantien“ für sein Land. Der ukrainische Präsident wie auch Trump waren zur Wiedereröffnung der nach einem Großbrand restaurierten Kathedrale Notre-Dame nach Paris gereist.

 

Trump erklärte nun: „Selenskyj und die Ukraine würden gerne einen Deal machen und den Wahnsinn beenden.“ Der frühere und künftige US-Präsident warnte zugleich vor einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts: „Zu viele Leben werden sinnlos verschleudert, zu viele Familien zerstört, und wenn es weitergeht, kann es zu etwas viel Größerem und viel Schlimmeren werden“, schrieb Trump über den Krieg.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 7. Dezember: 
23.01 Uhr: USA kündigen neue Militärhilfen für Ukraine in Höhe von 988 Millionen Dollar an

Die USA haben weitere Militärhilfen im Wert von 988 Millionen Dollar (rund 934 Millionen Euro) für die Ukraine angekündigt. Das neue Hilfspaket umfasst Drohnen, Panzer, Munition für Raketenwerfer sowie Ausrüstung und Ersatzteile für Artilleriesysteme, wie das US-Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte. Washington ist derzeit der größte finanzielle und militärische Unterstützer der Ukraine in ihrem Krieg gegen die russischen Invasionstruppen. Der designierte US-Präsident Donald Trump, der am 20. Januar sein Amt antritt, steht den Milliardenhilfen für die ukrainische Armee jedoch kritisch gegenüber.

 

Die nun angekündigte Hilfe wird nicht sofort in der Ukraine eintreffen. Sie kommt direkt aus Beständen der US-Armee kommen, sondern wird über die sogenannte Ukraine Security Assistance Initiative (USAI) der USA organisiert. Dabei bestellt und finanziert die US-Regierung für die Ukraine neue Rüstungsgüter.

19.23 Uhr: Selenskyj bezeichnet Treffen mit Trump und Macron als „gut und produktiv“

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat sein Treffen mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron als „produktiv“ bezeichnet. „Ich hatte ein gutes und produktives trilaterales Treffen mit Präsident Donald Trump und Präsident Emmanuel Macron im Elysée-Palast“, erklärte Selenskyj nach der Begegnung in Online-Netzwerken.

„Wir alle wollen, dass dieser Krieg so bald wie möglich und auf gerechte Weise beendet wird“, fügte er hinzu. Bei dem Gespräch seien die „Situation vor Ort“ und Möglichkeiten für „einen gerechten Frieden“ erörtert worden. Macron rief dazu auf, das gemeinsame Engagement „für Frieden und Sicherheit fortzusetzen“.

11.54 Uhr: Russland macht Fortschritte in der Ostukraine

Russische Truppen haben bei den Kämpfen im Osten der Ukraine nach britischen Angaben zuletzt Fortschritte an mehreren Abschnitten im Gebiet Donezk gemacht. So rücke Russland schrittweise in Richtung der Stadt Pokrowsk vor, indem es die Kontrolle über den Ort Selydowe übernommen und den Frontvorsprung erweitert habe, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Die russischen Einheiten befänden sich etwa sechs bis sieben Kilometer vor Pokrowsk.

Wahrscheinlich würden russische Truppen zudem im Zentrum der Stadt Kurachowe kämpfen. „Kurachowe stellt einen wichtigen Abschnitt der Frontlinie dar, und seine Einnahme würde es den russischen Streitkräften ermöglichen, ihre Positionen in dem Gebiet zu festigen und die Voraussetzungen für einen weiteren Vorstoß nach Westen zu schaffen“, hieß es in London weiter.

9.12 Uhr: Zahl der Toten nach russischen Angriffen gestiegen

Nach den russischen Luftschlägen in der Ukraine ist die Zahl der Toten in den Städten Saporischschja und Krywyj Rih im Südosten des Landes weiter gestiegen. Bei dem Angriff mit einer russischen Gleitbombe starben in Saporischschja zehn Menschen, davon acht in ihren Autos, wie die Einsatzkräfte nach Abschluss der Arbeiten am Morgen mitteilten. 

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vorabend von neun Toten gesprochen. Insgesamt gab es laut Behörden 24 Verletzte. Unter ihnen waren drei Kinder im Alter von vier Monaten bis elf Jahren.

1.07 Uhr: Können laut Scholz mit Trump Strategie für Ukraine entwickeln

Bundeskanzler Olaf Scholz geht von einer Verständigung mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump über das weitere Vorgehen gegenüber der Ukraine aus. „Mit dem künftigen US-Präsidenten habe ich bereits ausführlich telefoniert, und wir sind auch im direkten Austausch mit seinen Verantwortlichen für Sicherheitspolitik. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gemeinsame Strategie für die Ukraine entwickeln können“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

Auf die Frage, ob die Ukraine Gebiete abtreten müsse, damit die Waffen schweigen, sagte er, es dürfe nichts über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg entschieden werden. 

Trump will an diesem Samstag in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zusammenkommen, am Rande der Wiedereröffnung der Kathedrale Notre-Dame. Im Anschluss will Macron den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. Trump hatte früher erklärt, er könne den Krieg in der Ukraine binnen 24 Stunden beenden. Davon war zuletzt allerdings nichts mehr zu hören. 

Scholz sagte weiter, Deutschland sei in Europa der mit Abstand stärkste Unterstützer der Ukraine und werde dies auch bleiben. „Wichtig ist, dass das Töten bald ein Ende hat und die Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine gewährleistet bleibt.“

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 6. Dezember: 
22.42 Uhr: Mindestens zehn Tote und 24 Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind am Freitag ukrainischen Angaben zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Die Rettungsdienste teilten im Messengerdienst Telegram mit, 24 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter seien drei Kinder.

 

Der Gouverneur der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, teilte auf Telegram mit, dass es sich bei den verletzten Kindern um ein vier Monate altes Mädchen sowie zwei weitere Kinder im Alter von vier und elf Jahren handele. Demnach wurden bei dem Angriff eine Autowerkstadt und eine Tankstelle in Brand gesetzt. Der Gouverneur veröffentlichte Bilder von einem Feuer und auf der Straße liegenden Trümmern.

 

Einige umliegende Ortschaften hätten nach dem Angriff Probleme mit der Stromversorgung, erklärte er.

18.07 Uhr: Nach Unmut von Einwohnern: Putin ernennt neuen Gouverneur für Region Kursk

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den bisherigen Gouverneur der teilweise von ukrainischen Truppen kontrollierten westrussischen Grenzregion Kursk, Alexej Smirnow, gegen den bekannten kremlnahen Abgeordneten Alexander Chinschtein ausgetauscht. Die Region brauche einen “Krisenmanager”, begründete Putin den Schritt nach der Ernennung von Chinschtein am Donnerstagabend. Am wichtigsten sei es, “die Arbeit zur Unterstützung der Menschen zu organisieren”, sagte Putin bei einem Treffen mit Chinschtein. 

 

Mit Blick auf den von Bewohnern geäußerten Unmut nach Kiews überraschender Offensive in Kursk räumte der neue Gouverneur gegenüber Putin Kommunikationsfehler ein. “Wir müssen alles tun, damit alle Bewohner der Region Kursk sich als Teil unseres großen Landes fühlen”, betonte er bei dem Treffen mit dem Kremlchef.

16.44 Uhr: Putin: Russland könnte neuartige Oreschnik-Raketen in Belarus stationieren

Russland könnte seine neuartigen Oreschnik-Raketen nach Angaben von Präsident Wladimir Putin im kommenden Jahr in Belarus stationieren. „Ich halte die Positionierung von (russischen) Waffen wie Oreschnik auf belarussischem Territorium für möglich“, sagte er am Freitag in einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko nach der Unterzeichnung eines Abkommens über Sicherheitsgarantien in der belarussischen Hauptstadt Minsk.

15.06 Uhr: Russland nimmt nach eigenen Angaben weitere zwei Ortschaften in Ostukraine ein

Die russische Armee hat nach eigenen Angaben zwei weitere Ortschaften im Osten der Ukraine eingenommen. Die Soldaten seien in Pustjinka rund zehn Kilometer südlich der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk sowie in Suchi Jali bei Kurachowe eingerückt, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag. 

Pokrowsk ist für die Ukraine von großer Bedeutung: Die Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt für die Logistik der Armee.  Zudem befindet sich dort ein Bergwerk zum Abbau von Kokskohle, die zentrale Bedeutung für die Stahlherstellung hat. Kurachowe liegt wiederum nahe einem bedeutenden Lithium-Vorkommen. 

14.44 Uhr: Lawrow: Russland ist zur Verteidigung bereit zu Einsatz von „jedem Mittel“

Russland ist nach Angaben seines Außenministers Sergej Lawrow zur Verteidigung des Landes zum Einsatz aller Mittel bereit. Die USA und ihre Verbündeten „müssen verstehen, dass wir bereit wären, jedes Mittel zu nutzen, um ihnen nicht zu ermöglichen, das zu erreichen, was sie als strategische Niederlage Russlands bezeichnen“, sagte Lawrow in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem umstrittenen rechten US-Nachrichtenmoderator Tucker Carlson.

Er hoffe, dass die westlichen Länder den Einsatz einer neuartigen russischen Rakete in der Ukraine ernst genommen hätten, fuhr Lawrow fort: „Wir senden Signale, und wir hoffen, dass das letzte, vor ein paar Wochen, das Signal mit dem neuen Waffensystem namens Oreschnik, ernst genommen wurde.“

13.55 Uhr: Union in Taurus-Debatte: Scholz ist ein „Angstkanzler“

Die Union hat Bundeskanzler Olaf Scholz in der Debatte um eine Taurus-Lieferung an die Ukraine vor Angstmacherei gewarnt. „Hören Sie bitte auf, in fälschlicher Art und Weise das Wort Eskalation hier einzubringen in die deutsche Debatte. Es ist nur (der russische Präsident Wladimir) Putin, der eskaliert“, sagte Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) im Bundestag. Der CSU-Außenpolitiker Thomas Erndl sagte: „Olaf Scholz ist kein Friedenskanzler. Er ist ein Angstkanzler. Und am Schluss ein Sicherheitsrisiko für Deutschland.“

Das Parlament debattierte einen von der FDP vorlegten Antrag mit der Forderung, das weitreichende Waffensystem an die Ukraine zu liefern. Um den Einsatz von Taurus-Marschflugkörpern im Abwehrkampf der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg gibt es seit langem eine Debatte. Scholz will die schon im Mai 2023 von der Ukraine erbetenen Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 Kilometern nicht liefern.

12.14 Uhr: FDP fordert erneut Taurus-Lieferung an die Ukraine

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat die Forderung seiner Partei nach einer Lieferung weitreichender Marschflugkörper vom Typ Taurus an die Ukraine bekräftigt. Zugleich warnte er, „indirekt das russische Narrativ zu bedienen, wer weitreichende Waffensysteme liefert, der könnte sogar einen Atomkrieg in Europa provozieren“, sagte Dürr im Bundestag. Das sei das Narrativ von Wladimir Putin.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 5. Dezember: 
18.54 Uhr: Selenskyj: Mehrere Bürgermeister in russischen Gefängnissen

Tausende ukrainische Zivilisten sind nach Angaben aus Kiew in russischen Gefängnissen. „Derzeit sind mindestens sechs Bürgermeister und Gemeindevorsteher in russischer Gefangenschaft“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Videoansprache für eine Menschenrechtskonferenz in Kiew. Diese seien unter Tausenden anderen, die teilweise bereits seit 2014 einsäßen. 3.767 Ukrainer, dabei vor allem Kriegsgefangene, seien bislang aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez sprach auf der gleichen Konferenz von „mehr als 16.000“ in russischer Haft befindlichen Zivilisten. „Die Zahl wird wesentlich größer, wenn wir die ukrainischen Gebiete befreien“, sagte Lubinez. Erst dann sei eine Überprüfung vor Ort möglich. 

17.29 Uhr: Ukraine gegen US-Vorschlag zu Herabsetzung von Mindestalter für Wehrdienst

Die Ukraine hat sich gegen einen US-Vorschlag zur Herabsetzung des Mindestalters für den Wehrdienst von 25 auf 18 Jahren ausgesprochen. „Wir werden das Mobilisierungsalter nicht senken“, sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die scheidende Regierung von US-Präsident Joe Biden nutze diese Frage, um sich für die unzureichende Militärhilfe für die Ukraine zu rechtfertigen, fuhr er fort.

Die US-Regierung hatte sich in der vergangenen Woche für eine solche Herabsetzung ausgesprochen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter hatte erklärt, dass die Ukraine vor einem „existenziellen“ Rekrutierungsproblem stehe. „Die einfache Wahrheit ist, dass die Ukraine derzeit nicht genügend Soldaten mobilisiert oder ausbildet, um ihre Verluste auf dem Schlachtfeld zu ersetzen und gleichzeitig mit Russlands wachsendem Militär Schritt zu halten“, sagte er.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 4. Dezember: 
16.53 Uhr: 48.000 Russen haben laut Vize-Ministerin Suchanfragen zu Soldaten gestellt

Die stellvertretende russische Verteidigungsministerin Anna Ziwiljowa hat einem Medienbericht zufolge erklärt, dass 48.000 Angehörige von im Ukraine-Krieg eingesetzten Soldaten eine Suchanfrage an die Behörden gestellt haben. Ziwiljowa nannte diese Zahl bei einer Parlamentsanhörung zu staatlichen Hilfen für ehemalige Soldaten und deren Familien, die in einem Video dokumentiert ist, das vom unabhängigen russischen Medium Astra am Dienstag im Onlinedienst Telegram veröffentlicht wurde.

Dem Video zufolge sagte Ziwiljowa bei dem Treffen mit Abgeordneten, das Innenministerium nehme „völlig kostenfrei und auf eigene Kosten“ DNA-Proben „und nimmt alle Angehörigen, die sich bei uns gemeldet haben, in seine Datenbank auf. Wie ich bereits sagte, 48.000 Personen“.

16.41 Uhr: Putin wirbt um Rückkehr westlicher Unternehmen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat um die Rückkehr westlicher und speziell deutscher Unternehmen geworben. „Unsere Türen sind immer offen, wir hatten mit Deutschland jahrzehntelang immer sehr gute Beziehungen, haben einander sehr gut verstanden“, sagte Putin beim Investitionsforum „Russia calling“ in Moskau. Die Bedingungen für deutsche Unternehmen in Russland seien besser als anderswo, versicherte er. Rückkehrer könnten zwar keine Vorzugsbehandlung erwarten, aber ihnen würden auch keine Steine in den Weg gelegt, versprach er.

Bei dem Investitionsforum zeigte sich der Kremlchef selbstbewusst. Russische Unternehmen und Firmen aus befreundeten Ländern hätten die meisten Lücken weggehender westlicher Konzerne geschlossen. Die russische Wirtschaft werde in diesem Jahr um 3,9 bis 4 Prozent wachsen, sagte er. Dass die Zahlen vor allem von der Rüstungsindustrie befeuert werden, ließ er dabei unerwähnt. Die hohe Inflation erwähnte er ebenfalls nur am Rande.

13.29 Uhr: Scholz – Müssen mit Ukraine über Wege zu Kriegsende reden

Bundeskanzler Olaf Scholz hat dazu aufgerufen, mit der Ukraine über Wege zu einem Ende des von Russland begonnenen Angriffskrieges zu sprechen. Sein Ziel sei, “Konzepte mit der Ukraine zu entwickeln, wie der Krieg doch irgendwann enden kann”, sagte Scholz am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag. Entscheidend seien für ihn dabei die Überlegungen der Ukraine selbst – und “dass nicht über die Köpfe der Ukraine hinweg Entscheidungen getroffen werden”.

Scholz äußerte sich mit Blick auf seinen Besuch in Kiew vom Wochenbeginn. Dort habe er mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj “ausführlich über die Situation gesprochen, in der sich die Ukraine befindet”. Es sei wichtig, “genau jetzt vor diesem Winter” sich darüber auszutauschen, “was sind die Pläne, die die Ukraine hat”, sagte der Kanzler.

12.27 Uhr: Russland unterstützt Nordkoreas Atomprogramm im Gegenzug für Truppen

Die Nato hat Russland Unterstützung für das nordkoreanische Atomprogramm vorgeworfen. „Im Gegenzug für Truppen und Waffen unterstützt Russland Nordkorea bei seinen Raketen- und Nuklearprogrammen“, sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch nach einem zweitägigen Außenministertreffen der Allianz in Brüssel. Diese Entwicklung könnte nach Ruttes Worten die koreanische Halbinsel destabilisieren und sogar die USA bedrohen

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 3. Dezember:
11.53 Uhr: Ukraine kann laut Rutte nicht mit Beitrittseinladung rechnen

Die Ukraine kann nicht mit einer schnellen Nato-Beitrittseinladung rechnen. Das machte Bündnis-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag vor einem Außenministertreffen in Brüssel deutlich. Rutte sagte, die 32 Mitgliedsländer wollten bis Mittwoch über die jetzt notwendigen Dinge beraten, und das seien mehr Militärhilfen für Kiew. Der Kreml hatte die Allianz kurz zuvor erneut vor einer solchen Beitrittseinladung für die Ukraine gewarnt und von einer „inakzeptablen“ Bedrohung gesprochen.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 2. Dezember:
22.19 Uhr: USA kündigen Militärhilfen für Ukraine in Höhe von 725 Millionen Dollar an

Weniger als zwei Monate vor der Amtseinführung von Donald Trump haben die USA weitere Militärhilfen im Wert von 725 Millionen Dollar (rund 685 Millionen Euro) für die Ukraine angekündigt. Das neue Hilfspaket solle sicherstellen, dass die Ukraine „über die nötigen Fähigkeiten verfügt, um sich gegen die russische Aggression verteidigen zu können“, hieß es in einer Erklärung des US-Außenministeriums am Montag.

Das Paket umfasst den Angaben zufolge unter anderem weitere Landminen, Raketen und Munition. Im vergangenen Monat hatten die USA bereits eine erste Lieferung von Landminen an die Ukraine angekündigt. Menschenrechtsorganisationen hatten dies scharf kritisiert.

Der designierte US-Präsident Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, die Unterstützung für Kiew im Abwehrkrieg gegen Russland massiv zu kürzen. Die USA sind derzeit der größte finanzielle und militärische Unterstützer Kiews. Trump hatte auch mehrfach versichert, den Krieg in der Ukraine schnell zu beenden, ohne Angaben dazu zu machen, wie dies geschehen soll.

Vor der Amtsübergabe will die Regierung von US-Präsident Joe Biden somit der Ukraine noch möglichst viel Unterstützung zukommen lassen. Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan betonte jüngst, eines der wichtigsten Ziele der Biden-Regierung in ihren letzten Amtswochen sei es, „die Ukraine in die stärkstmögliche Lage auf dem Schlachtfeld zu versetzen, so dass sie letztlich in der stärkstmöglichen Position am Verhandlungstisch ist“.

14.41 Uhr: Russland erobert in Ukraine im November größtes Gebiet seit März 2022

Die russische Armee hat im November in der Ukraine einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur AFP zufolge die größten Gebietsgewinne seit März 2022 verzeichnet. Wie aus der AFP-Analyse auf Grundlagen von Daten der in den USA ansässigen Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) hervorgeht, eroberten die russischen Streitkräfte im vergangenen Monat 725 Quadratkilometer Territorium.

 

Fast 90 Prozent dieser Gebietsgewinne erzielte die russische Armee demnach in der ostukrainischen Region Donezk, wo sie sukzessive auf die strategisch wichtige Stadt Pokrowsk vorrückte. Die ukrainische Armee kontrolliert nur noch weniger als ein Drittel der Region Donezk – Anfang des Jahres waren es noch mehr als 40 Prozent gewesen. Von Pokrowsk ist die russische Armee inzwischen nur noch weniger als fünf Kilometer entfernt. 

13.25 Uhr: CDU kritisiert Ukraine-Besuch von Scholz als Wahlkampfmanöver

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat die Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz in die Ukraine mit scharfen Worten kritisiert. “Scholz macht Wahlkampf auf dem Rücken der ukrainischen Bevölkerung und bedient zugleich russische Angst-Narrative”, sagte Kiesewetter der “Augsburger Allgemeinen” (Dienstagsausgabe). “Das ist nicht nur schäbig, sondern er isoliert Deutschland zunehmend und gefährdet unsere Sicherheit”, kritisierte der Sicherheitspolitik-Experte der Unionsfraktion den Kanzler.

Mit seiner kurzfristigen Reise in die Ukraine wolle Scholz “der zunehmenden Kritik in Deutschland an seinem verantwortungslosen Wahlkampf” begegnen, fügte Kiesewetter hinzu. Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass die Ukraine auf eine sofortige Einladung in die Nato, weitreichende Waffen und die Freigabe des Angriffs auf militärische Ziele in Russland dränge.

10.49 Uhr: Scholz und Selenskyj besuchen verwundete Soldaten

 Zum Auftakt seines Besuchs in Kiew hat Bundeskanzler Olaf Scholz gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verwundete Soldaten in einem Krankenhaus besucht. Darunter waren auch einige, die im Krieg Gliedmaßen verloren haben. Selenskyj verlieh Orden an einzelne Soldaten. Das weitere Programm des Kanzlers und Selenskyjs in der ukrainischen Hauptstadt wird aus Sicherheitsgründen zunächst nicht bekanntgegeben. 

9.46 Uhr: Ein Toter nach russischen Drohnenangriffen

Die Ukraine ist Behördenangaben zufolge in der Nacht von 110 russischen Drohnen angegriffen worden. Bei den Angriffen seien ein 45-jähriger Mann in der Stadt Ternopil im Westen des Landes getötet und drei weitere Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei am Montag mit. Rund 100 Menschen wurden demnach evakuiert.

Die Stadt Ternopil liegt rund 350 Kilometer südwestlich von Kiew und ist bisher weitgehend von russischen Angriffen verschont geblieben. Nach Angaben der Rettungskräfte brach nach dem russischen Angriff ein „Großbrand aus“, die Druckwelle habe „die Fensterscheiben von Nachbargebäuden, einer Schule und 20 Autos“ beschädigt.

8.08 Uhr: Scholz kündigt in Kiew weitere Rüstungslieferungen an die Ukraine an

Bundeskanzler Olaf Scholz hat bei seinem überraschenden Besuch in Kiew baldige umfangreiche Rüstungslieferungen an die Ukraine zugesagt. Bei seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj werde er “weitere Rüstungsgüter mit einem Wert von 650 Millionen Euro ankündigen, die noch im Dezember geliefert werden sollen”, erklärte Scholz am Montag bei seiner Ankunft in Kiew. Deutschland bleibe “der stärkste Unterstützer der Ukraine in Europa”.

7.30 Uhr: Scholz erstmals seit zweieinhalb Jahren in der Ukraine

Bundeskanzler Olaf Scholz ist zu seinem ersten Ukraine-Besuch seit zweieinhalb Jahren in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei seiner Ankunft kündigte er weitere Rüstungslieferungen für den Abwehrkampf gegen Russland im Wert von 650 Millionen Euro noch im Dezember an.

Sein Besuch sei ein Zeichen der Solidarität mit einem Land, dass sich seit mehr als 1000 Tagen „auf heldenhafte Art und Weise gegen den erbarmungslosen russischen Angriffskrieg“ verteidige. „Die Ukraine kann sich auf Deutschland verlassen. Wir sagen, was wir tun. Und wir tun, was wir sagen.“

Deutschland gilt nach den USA als wichtigster Waffenlieferant der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland. In Kiew will Scholz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt. Brisanz erhält der Besuch des Kanzlers auch durch den beginnenden Wahlkampf. Beim Wahlkampfauftakt der SPD warf Scholz seinem Herausforderer Friedrich Merz  am Wochenende vor, mit seinem Ukraine-Kurs die Sicherheit Deutschlands aufs Spiel zusetzen. Der Unions-Kanzlerkandidat wolle der Nuklearmacht Russland mit Blick auf eine mögliche Taurus-Lieferung ein Ultimatum stellen, sagte Scholz. „Ich kann da nur sagen Vorsicht: Mit der Sicherheit Deutschlands spielt man nicht Russisch Roulette.“ Merz hatte im Bundestag vorgeschlagen, der russischen Führung mit der Lieferung von Taurus an die Ukraine zu drohen, falls sie die Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung nicht einstelle. 

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 1. Dezember: 
17.50 Uhr: Baerbock kritisiert vor China-Besuch „Wirtschafts- und Waffenhilfe für Russland“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock will bei ihrem Besuch in Peking über den Ukraine-Krieg und Chinas „Wirtschafts- und Waffenhilfe für Russland“ sprechen. „Statt als permanentes Mitglied im UN-Sicherheitsrat Verantwortung für Frieden und Sicherheit in der Welt zu tragen, stellt sich China mit seiner Wirtschafts- und Waffenhilfe für Russland gegen unsere europäischen Kerninteressen“, kritisierte Baerbock am Sonntag unmittelbar vor ihrem Abflug nach Peking.

 

Russland „brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine bedroht unseren Frieden ganz unmittelbar“, fügte Baerbock hinzu. „Dass wir dies in unseren Beziehungen zu China nicht einfach ausblenden können, auch darüber werde ich in Peking sprechen.“ Laut Auswärtigem Amt trifft Baerbock in Peking unter anderem den chinesischen Außenminister Wang Yi.

09.30 Uhr: Verletztenzahl nach Luftangriff in der Ukraine steigt

Die Zahl der Verletzten nach einem nächtlichen russischen Angriff auf die ukrainische Industrieregion Dnipropetrowsk ist auf 24 gestiegen. Zudem gebe es vier Todesopfer, teilte der Gebietsgouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den 24 Verletzten seien 18 im Krankenhaus, sieben befänden sich im kritischen Zustand, schrieb er weiter. Unter den Verwundeten ist demnach auch ein elfjähriger Junge. Der Einschlag ereignete sich demnach in der Ortschaft Zarytschanka unweit der Gebietshauptstadt Dnipro.

Russland hatte in der Nacht die Ukraine erneut mit Drohnen und Raketen beschossen. Nach Angaben der Flugabwehr setzte Russland insgesamt 78 Drohnen ein, die allerdings alle abgefangen oder abgelenkt werden konnten. In Zarytschanka allerdings schlug eine Rakete ein. Mehrere Wohnhäuser und ein Geschäft wurden bei dem Angriff beschädigt.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 30. November: 
21.28 Uhr: Ukraine: Vier Tote und 21 Verletzte bei russischem Raketenangriff nahe Dnipro

Bei einem russischen Angriff in der Nähe der Stadt Dnipro sind nach Angaben der ukrainischen Behörden am Samstag mindestens vier Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Derzeit laufe nach einem Raketenangriff eine Rettungsaktion im Bezirk Dnipro, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. “Aktuell wissen wir von vier Menschen, die durch diesen russischen Angriff getötet wurden.” Bei dem Angriff seien ein Wohngebäude und ein Geschäft beschädigt worden. 

Der Gouverneur der Region, Serhij Lyssak, erklärte, von den 21 Verletzten schwebten acht in Lebensgefahr. Sie litten unter schweren inneren Verletzungen und Knochenbrüchen, erklärte er auf Telegram.  

Die Stadt Dnipro, die vor dem Krieg 970.000 Bewohner zählte, war am 21. November mit einer neuartigen russischen Hyperschallrakete vom Typ “Oreschnik” angegriffen worden. Dabei war eine wichtige Militärfabrik, Pivdenmach, getroffen worden, die vor allem Raketenteile herstellt.

17.55 Uhr: Schwere Kämpfe in der Ostukraine

Der Osten der Ukraine ist erneut von schweren Gefechten erschüttert worden. Nach Darstellung des Generalstabs in Kiew wurden von den einzelnen Frontabschnitten im Tagesverlauf insgesamt 153 Kampfhandlungen in Folge russischer Angriffe gemeldet. Vor allem rund um den Donbass versuchten russische Truppen immer wieder, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen. Die heftigsten Auseinandersetzungen wurden aus der Umgebung der bisherigen Dauer-Brennpunkte Pokrowsk und Kurachowe gemeldet.

Bei Pokrowsk traten russische Truppen im Tagesverlauf zu 28 Sturmangriffen an, wie die Armeeführung in Kiew berichtete. Bei Kurachowe, das bereits von drei Seiten angegriffen wird, stießen russische Einheiten seit dem Morgen insgesamt 38 Mal vor. Über den aktuellen Stand entlang dieser Abschnitte lagen keine unabhängigen Berichte vor.

08.23 Uhr: Selenskyj schlägt Nato-Schutz für Teil der Ukraine vor

Die Ukraine könnte nach Äußerungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj einem Waffenstillstand mit Russland zustimmen, wenn die Nato ihren Schutz auf die von Kiew beherrschten Teile des Landes ausdehnt. Bei einem Waffenstillstand brauche sein Land Garantien, „dass Putin nicht wiederkommt“, sagte Selenskyj in einem Interview des britischen TV-Senders Sky News.

„Wenn wir die heiße Phase des Krieges beenden wollen, sollten wir das Territorium unter den Schutzschirm nehmen, das wir unter Kontrolle haben“, sagte Selenskyj laut der englischen Übersetzung. „Das müssen wir schnell tun. Und dann kann die Ukraine die anderen Gebiete diplomatisch zurückerlangen.“

Kiew habe diesen Weg bislang nicht in Betracht gezogen, weil niemand in der Nato ihn offiziell vorgeschlagen habe, sagte Selenskyj. Außerdem müsse eine Nato-Einladung trotzdem an die gesamte Ukraine in ihren international anerkannten Grenzen gehen. Sein Land habe der Verfassung nach nicht das Recht, besetzte Gebiete als russisch anzuerkennen. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 29. November:
13.08 Uhr: Putin droht mit weiteren Raketenschlägen – auch gegen Kiew

Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit neuen Einsätzen seiner neuen Mittelstreckenrakete gegen Ziele in der Ukraine gedroht, darunter auch Kiew. Derzeit sei Moskau dabei, die Ziele für weitere Schläge auszuwählen. „Das können Militärobjekte, Unternehmen der Rüstungswirtschaft oder Entscheidungszentren in Kiew sein“, sagte Putin auf einer Sitzung des von Moskau dominierten Militärbündnisses Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS) in Kasachstans Hauptstadt Astana.

Putin bezeichnete dabei den Schlag gegen die ukrainische Industriestadt Dnipro mit der neuen Oreschnik genannten ballistischen Rakete in der vergangenen Woche als notgedrungene Maßnahme. „Wir waren gezwungen, die Erprobung unter Kriegsbedingungen durchzuführen, als Antwort auf die Schläge gegen die Gebiete Brjansk und Kursk mit westlichen Waffen, mit Raketen der Typen ATACMS und Storm Shadow“, sagte er. Einmal mehr lobte er dabei das russische Waffensystem als weltweit einmalig. Bei einem gebündelten Einsatz sei die Zerstörungskraft mit der einer Atombombe vergleichbar.

Auch die jüngsten massiven Angriffe mit Drohnen und Raketen anderer Bauart bezeichnete Putin, der selbst im Februar 2022 den Angriffskrieg gegen die Ukraine befohlen hatte, als Reaktion auf die westlichen Waffenlieferungen. Nach Angaben des Kremlchefs hat Russland allein in den letzten beiden Tagen 100 Raketen und 466 Kampfdrohnen auf die Ukraine abgefeuert.

12.58 Uhr: Kiew wirft Moskau Streumunition-Einsatz vor – Putin: Antwort auf ATACMS-Beschuss

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland den Einsatz von Streumunition bei den jüngsten massiven Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur vorgeworfen. Die russische Armee habe bei Angriffen in mehreren Regionen diese Art von Munition verwendet und die Energie-Anlagen damit de facto vermint, erklärte Selenskyj am Donnerstag in Onlinenetzwerken. Kreml-Chef Wladimir Putin bezeichnete die großangelegten Angriffe als „Antwort“ auf fortgesetzte ukrainische Angriffe mit US-Raketen des Typs ATACMS.

Selenskyj hob hervor, der Einsatz von Streumunition erschwere „deutlich die Aufgabe unserer Rettungskräfte und unserer Energie-Ingenieure, die die Folgen der Angriffe beheben müssen“. Die Verwendung von Streumunition und der Beschuss von ziviler Infrastruktur sei „eine sehr verabscheuungswürdige Eskalation von Russlands terroristischen Taktiken“.

12.37 Uhr: Ukrainische Flagge bei Putin-Besuch: Kasachstan leitet Ermittlungen ein

Weil während des derzeitigen Besuchs von Kremlchef Wladimir Putin in Kasachstan eine ukrainische Flagge zu sehen war, haben die kasachischen Behörden Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen Hackerangriffs eingeleitet. Das Bild einer wehenden blau-gelben Flagge erschien am Mittwochabend auf einem riesigen Bildschirm an einer belebten Straße im Zentrum der Hauptstadt Astana, wie auf Videos in Onlinenetzwerken zu sehen war. Kurz zuvor war Putin zu einem offiziellen Besuch eingetroffen.

Die kasachische Polizei und der Staatliche Technische Dienst – ein Unternehmen, das für die Cybersicherheit im Land zuständig ist – gaben am Donnerstag die Ermittlungen bekannt. Auf dem Bildschirm sei „kurzzeitig das Bild einer Flagge“ angezeigt worden, teilte der Staatliche Technische Dienst auf seiner Website mit.

12.36 Uhr: Kiew: Fünf ukrainische Kriegsgefangene von Russen erschossen

Die Ukraine hat der russischen Armee erneut Kriegsverbrechen vorgeworfen. Im südukrainischen Gebiet Saporischschja sollen bei der Ortschaft Nowodariwka fünf von sechs ukrainischen Soldaten nach ihrer Gefangennahme erschossen worden sein, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiew mit. Der Vorfall habe sich bereits am Sonntag zugetragen. Es seien Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen und Mordes eingeleitet worden.

Die russische Armee ist im Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert. Internationale Menschenrechtsorganisationen werfen vor allem der russischen Seite Verstöße gegen die Genfer Konventionen vor. In den vergangenen Wochen häuften sich Berichte von ukrainischer Seite über Erschießungen ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten.

12.19 Uhr: Russischer Botschafter wegen Ausweisung von ARD-Mitarbeitern einbestellt

Das Auswärtige Amt hat als Reaktion auf die Ausweisung von zwei deutschen ARD-Mitarbeitern aus Moskau den russischen Botschafter einbestellt. Die Ausweisung sei „inakzeptabel“ und die von Russland vorgetragene Begründung „schlicht falsch und gelogen“, sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Donnerstag in Berlin. „Wir verurteilen das in aller Deutlichkeit.“ Baerbock warf Russland vor, eine „Propagandaschlacht mit falschen Behauptungen“ zu führen.

Russland hatte die Ausweisung eines Korrespondenten und eines weiteren Mitarbeiters der ARD damit begründet, dass Deutschland zwei Mitarbeiter des russischen Fernsehsenders Perwy Kanal zur Ausreise aufgefordert und dessen Korrespondentenbüro in Berlin geschlossen habe. Das Auswärtige Amt wies diese Darstellung bereits am Mittwoch zurück.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 27. November: 
21.53 Uhr: Selenskyj bittet Nato um Flugabwehr gegen russische Rakete

 Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Nato-Staaten um mehr Flugabwehrwaffen nach dem russischen Angriff mit einer neuen Mittelstreckenrakete. Darüber habe er telefonisch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte gesprochen, berichtete Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache aus Kiew. „Ich habe bestimmte Luftabwehrsysteme genannt, die wir brauchen und die funktionieren können. Unsere Partner verfügen über diese Luftabwehrsysteme“, sagte er. 

Die Nato habe bei ihrem vergangenen Gipfeltreffen in Washington im Juli mehr Flugabwehr für die von Russland angegriffene Ukraine zugesagt, aber die Lieferung vieler Waffen stehe noch aus, bemängelte Selenskyj. 

9.25 Uhr: Ukraine: Nächtliche russische Angriffe mit „Rekordzahl“ von Drohnen

Russland hat die Ukraine in der Nacht zu Dienstag nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit 188 Drohnen angegriffen. Über Nacht seien „eine Rekordzahl“ von iranischen Kampfdrohnen von Typ Shahed und nicht-identifizierten Drohnen sowie vier ballistische Raketen vom Typ Iskander-M von Russland abgefeuert worden, hieß es in einer Erklärung. Dabei wurden demnach Gebäude und „kritische Infrastruktur“ in mehreren Regionen getroffen.

Die ukrainische Luftwaffe gab an, 76 russische Drohnen in 17 Regionen des Landes abgeschossen zu haben. Weitere 95 Drohnen seien entweder vom Radar verschwunden oder durch elektronische Störsender aus der Luft geholt worden.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen über der Hauptstadt Kiew, wo der Luftalarm nach Angaben der Stadtverwaltung fünf Stunden anhielt. Dort wurden den Angaben zufolge zehn russische Drohnen abgeschossen.

Das waren die Entwicklungen, 25. November: 
20 Uhr: Pistorius bekräftigt europäische Unterstützung für ukrainische Rüstungsindustrie

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat bekräftigt, die Ukraine angesichts der jüngsten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg weiter stärken zu wollen. „Unser Ziel: Die Ukraine muss aus einer Position heraus der Stärke heraus agieren können“, sagte Pistorius am Montag nach einem Treffen im sogenannten Fünferformat mit Kollegen aus den Nato-Staaten Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen.

Bei dem Zusammentreffen von Pistorius mit Frankreichs Verteidigungsminister Sébastien Lecornu, dem britischen Verteidigungsminister John Healey sowie ihrem Kollegen aus Polen, Wladyslaw Kosiniak-Kamysz und der italienischen Verteidigungsstaatssekretärin Isabella Rauti war nach Teilnehmerangaben auch der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow zugeschaltet.

Pistorius sagte nach dem Treffen weiter, insbesondere Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen würden „die ukrainische Rüstungsindustrie verstärkt weiter unterstützen“. Die europäischen Nato-Staaten müssten die „Fähigkeitslücken“ schließen und „mehr Waffensysteme gemeinsam entwickeln, produzieren und beschaffen“. Ziel sei eine „effektive Abschreckung“.

13 Uhr: Für die Ukraine kämpfender Brite von russischen Truppen festgenommen

Ein für die Ukraine kämpfender Brite ist von russischen Truppen festgenommen worden. Der ukrainische Kommandeur der Einheit habe ihn über die Festnahme seines 22-jährigen Sohnes James Scott Rhys Anderson informiert, sagte Scott Anderson der Zeitung „Daily Mail“. Außenminister David Lammy sagte am Montag, Großbritannien werde „diesem britischen Staatsbürger alle mögliche Unterstützung“ zukommen lassen. Auf Moskau-nahen Kanälen im Onlinedienst Telegram war am Wochenende ein Video gezeigt worden, dass einen scheinbar an den Händen gefesselten Mann zeigt.

Dieser gibt sich als Anderson zu erkennen und sagt, dass er nach seiner Entlassung aus der britischen Armee im Jahr 2023 in die ukrainische Armee eingetreten sei. Er soll in der russischen Grenzregion Kursk gefangen genommen worden sein. Das Video konnte nicht unabhängig überprüft werden.

10 Uhr: 19 Verletzte nach russischen Angriffen in Charkiw

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit schweren Angriffen aus der Luft überzogen. In der Großstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine seien 19 Menschen durch einen Einschlag verletzt worden, schrieb der Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram. Ihm zufolge ist die Stadt mit einer umfunktionierten Flugabwehrrakete des Systems S-400 beschossen worden.

In der südostukrainischen Region Saporischschja wurden nach Angaben der Gebietsverwaltung ein Kind verletzt und Infrastruktureinrichtungen sowie Wohnhäuser beschädigt. Der Gouverneur Iwan Fedorow schrieb in der Nacht von einem massiven Drohnenangriff.

1.23 Uhr: Russland meldet Brand in Industrieanlage nach Drohnenangriff

Trümmerteile abgeschossener Drohnen haben russischen Angaben zufolge eine Industrieanlage rund 200 Kilometer südwestlich von Moskau in Brand gesetzt. Drei der Fluggeräte seien am Stadtrand von Kaluga von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb der Gouverneur des gleichnamigen Gebietes, Wladislaw Schapscha, auf Telegram. Die Trümmer seien auf das Gelände des Industrieunternehmens gefallen und hätten einen Brand ausgelöst. Verletzt worden sei niemand. 

0.03 Uhr: Deutschland war bei Ukraine-Hilfe „immer zu spät“ – Habeck

Robert Habeck sieht Fehler in der deutschen Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine. Es werde ein Fehler bleiben, dass die Bundesrepublik bei Waffenlieferungen „immer zu spät gewesen“ sei, sagte der Grünen-Politiker in der ARD-Sendung „Miosga“. Der Grünen-Kanzlerkandidat verwies auf die anfängliche Zurückhaltung bei der Frage jeglicher Waffenlieferungen und auf die späte Lieferung von Leopard-Panzern. Das wiederhole sich nun, betonte Habeck mit Blick auf die Debatte über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. 

Olaf Scholz lehnt eine Taurus-Lieferung ab und sieht das im aufziehenden Wahlkampf aus Ausdruck seiner Besonnenheit im Ukraine-Krieg. Habeck befürwortet hingegen eine Abgabe der Marschflugkörper an die ukrainische Armee. Zugleich betonte er, es brauche Besonnenheit und kühlen Kopf. 

Das waren die Entwicklungen am  Sonntag, 24. November:
19.22 Uhr: Bericht: Huthi im Jemen senden Russland Verstärkung für Ukraine-Krieg

Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge unterstützt die Huthi-Miliz im Jemen die Anwerbung örtlicher Rekruten für einen Einsatz im russischen Militär im Kampf gegen die Ukraine. Es handle sich um einen „zwielichtigen Menschenhandel“, über den das russische Militär schon „Hunderte“ jemenitische Söldner gewonnen habe, berichtete die Zeitung. 

Unter Berufung auf Betroffene berichtete die „Financial Times“, die Männer seien in ihrer Heimat teils mit bezahlter Arbeit in Russland und der Aussicht auf russische Staatsbürgerschaft geködert worden. Bei ihrer Ankunft in Russland seien sie aber für die russischen Streitkräfte zwangsverpflichtet und umgehend an die Front in der Ukraine geschickt worden. Die Rekrutierung im Jemen laufe über ein Unternehmen, das von einem prominenten Huthi-Politiker gegründet worden sei. Ein Rekrutierungsvertrag, der der Zeitung vorlag, deutete demnach darauf hin, dass Jemeniten bereits seit Juli für das russische Militär angeworben werden. 

19 Uhr: Moskau bietet hohen Krediterlass für Fronteinsatz im Krieg

Der Kreml will Menschen für den Einsatz im Krieg mit einem neuen Gesetz Kreditschulden von bis zu zehn Millionen Rubel (rund 91.000 Euro) erlassen. Damit sollen Anreize für den Dienst an der Front in der Ukraine geschaffen werden. Wer sich jetzt vertraglich für den Einsatz im Krieg verpflichte, egal ob Rekruten, Wehrpflichtige oder Vertragssoldaten, dem würden Kreditschulden erlassen.

Auch Frontsoldaten, die bereits im Einsatz stehen, könnten in den Genuss dieses Gesetzes kommen, sofern ihnen aktuell wegen nicht abgezahlter Kredite Zwangsmaßnahmen drohen. Präsident Wladimir Putin hatte das entsprechende Gesetz bereits am Samstag unterzeichnet, wie russische Medien am Sonntag berichteten. Die Duma hatte dem Gesetzentwurf bereits am vergangenen Dienstag zugestimmt.

Moskau nutzt damit die Zwangslage junger Russen aus, die häufig verschuldet sind. Die russischen Streitkräfte in der Ukraine brauchen nach schweren Verlusten neue Soldaten. Trotz guter Besoldung haben sich zuletzt nur wenige Freiwillige für den Einsatz gemeldet. 

16.06 Uhr: Kiew wertet Moskaus Drohungen als „typische Erpressung“

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat den Einsatz einer neuartigen russischen Mittelstreckenrakete und Drohungen aus Moskau mit weiteren Angriffen als „typische Erpressung“ durch Moskau eingestuft. Kremlchef Wladimir Putin versuche, jeden von einer Unterstützung für Kiew abzuschrecken, schrieb Sybiha auf der Plattform X. „Die Partner der Ukraine sollten vielmehr das exakte Gegenteil unternehmen: Erpressung ablehnen, Unterstützung verstärken und das Luftabwehrschild der Ukraine mit entsprechenden Systemen verstärken, die solche Raketen abfangen können.“

15.30 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst präsentiert Trümmer von neuer russischer Rakete

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat am Sonntag einer Gruppe von Journalisten Teile einer neuartigen russischen Rakete präsentiert, die auf die ostukrainische Stadt Dnipro abgefeuert worden war. Der Geheimdienst zeigte Medienvertretern, darunter die Nachrichtenagentur AFP, größere und kleinere Metalltrümmer, die dem SBU zufolge von dem Raketenangriff am Donnerstag stammen.

Der Geheimdienst bestätigte nicht offiziell, dass es sich um Teile der von Russlands Präsidenten Wladimir Putin als „Oreschnik“-Rakete bezeichneten Waffe handelte. Russischen Angaben zufolge war am Donnerstag erstmals eine Mittelstreckenrakete dieses Typs eingesetzt worden, die in Dnipro die Fabrik des ukrainischen Waffenherstellers Pivdenmach traf.

Ein Geheimdienstvertreter namens Oleh erklärte jedoch, es sei das erste Mal seit der russischen Invasion im Jahr 2022, dass „Trümmer einer derartigen Rakete“ auf ukrainischem Boden gefunden worden seien.

„Dieses Objekt ist noch nie zuvor von Ermittlern dokumentiert worden“, betonte er. Es handele sich um eine „ballistische Rakete“. Kiew werde zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen veröffentlichen, betonte er.

9.10 Uhr: Ukraine wehrt russische Drohnenangriffe ab

Russland hat die Ukraine über Nacht erneut mit Schwärmen von Kampfdrohnen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe teilte morgens mit, von 73 georteten Drohnen seien 50 abgeschossen worden. Knapp 20 Drohnen seien vermutlich durch elektronische Abwehr außer Gefecht gesetzt worden. In der Hauptstadt Kiew dauerte der nächtliche Luftalarm länger als drei Stunden. Mehr als zehn Drohnen, die die Stadt bedrohten, seien abgefangen worden, teilte die Militärstadtverwaltung auf Telegram mit.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau wiederum berichtete, über Nacht seien mehr als 30 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Allein über dem Gebiet Kursk wurden nach Angaben von Gouverneur Alexej Smirnow 27 ukrainische Drohnen sowie zwei Raketen abgeschossen. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht. Die Zahlenangaben der Militärs sind nicht im Detail überprüfbar. Sie lassen aber Rückschlüsse auf das Ausmaß der gegenseitigen Angriffe zu.

8.54 Uhr: EU-Parlamentspräsidentin fordert Taurus-Waffenhilfe für Kiew

Angesichts der verstärkten Angriffe Russlands in der Ukraine befürwortet EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die rasche Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Auf die Frage, ob die EU-Staaten – wie die USA – den Einsatz weitreichender Raketen auch gegen Ziele in Russland erlauben sollten und Deutschland auch das Waffensystem Taurus liefern müsste, antwortete Metsola den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Ja, das ist auch die Position des EU-Parlaments. Es gibt breite Unterstützung für diese Forderung. Wir werden sehen, ob es nach der Bundestagswahl zu einer entsprechenden Kursänderung kommt.“

Vielleicht könnte es eine solche Kursänderung auch vorher schon geben, fügte Metsola hinzu, denn „es gibt ja auch in der Berliner Koalition unterschiedliche Positionen zur Taurus-Lieferung“. Kanzler Olaf Scholz lehnt eine Taurus-Lieferung seit langem ab. Er fürchtet, dass Deutschland dadurch direkt in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine hineingezogen werden könnte. FDP und Grüne plädieren hingegen für die Lieferung des Waffensystems an die Ukraine.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 23. November:
23 Uhr: Selenskyj-Berater wertet jüngste Drohungen Putins als Ausdruck “absoluter Angst”

Der Berater von Selenskyj, Michailo Podoljak, wertet die jüngsten Drohungen von Putin als Ausdruck “absoluter Angst”. Der Kreml-Chef versuche, den Westen zu erschrecken, sagte Podoljak zu “Bild”. “Putin will den Krieg nur nach seinen Bedingungen beenden, um nicht für Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht zu werden.”

Putin hatte am Donnerstag in einer Ansprache an die Nation gesagt, mit dem Einsatz westlicher Raketen größerer Reichweite gegen Ziele in Russland habe der Ukraine-Konflikt “Elemente eines globalen Charakters” angenommen. Er drohte mit Angriffen auf die Länder, deren Raketen auf russisches Territorium abgefeuert worden seien.

Podoljak forderte den Westen zu einer härteren Haltung gegenüber Russland auf. “Man kann mit Putin nicht verhandeln. Man muss ihm klar und konsequent entgegentreten”, sagte er. Statt eines Dialogs, der keine Ergebnisse bringe, müsse der Westen mit drei Maßnahmen reagieren: Verzicht auf weitere Gespräche mit Putin, ein Ende der wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland und die sofortige Lieferung von Waffen an die Ukraine.

20.54 Uhr: Putin unterzeichnet Gesetz zu Schuldenerlass für neue Rekruten

Wer sich in Russland für einen Einsatz im Konflikt in der Ukraine meldet, profitiert einem neuen Gesetz zufolge von einem Schuldenerlass in Höhe von bis zu zehn Millionen Rubel (rund 92.000 Euro). Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Samstag ein entsprechendes Gesetz, wie die Regierung mitteilte. Dieses befreit demnach alle, die einen einjährigen Vertrag für einen Einsatz in der Armee nach dem 1. Dezember unterschreiben, von bestehenden Schulden.

 

Die russische Armee hat nach dem bald drei Jahre andauernden Konflikt Schwierigkeiten, neue Soldaten zu rekrutieren – das neue Gesetz wird Experten zufolge einen großen Anreiz für künftige Kämpfer darstellen. Profitieren können davon jene, für die vor dem 1. Dezember ein Einziehungsbeschluss ausgestellt wurde. Das Parlament hatte dem Gesetz am Dienstag bereits zugestimmt.

 

Die neue Regelung richtet sich vor allem an jüngere Russen im wehrfähigen Alter, da diese häufiger verschuldet sind. In Russland sind Zinsen für Kredite extrem hoch und viele Russen haben fast keine Ersparnisse. Die meisten verschulden sich, um Wohneigentum zu kaufen. Einem Bericht der Zentralbank zufolge haben über 13 Millionen Russen drei oder mehr Kredite aufgenommen.

18.07 Uhr: Selenskyj glaubt an mögliches Kriegsende 2025

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt an Möglichkeiten zur Beendigung des Kriegs im kommenden Jahr. „Wann wird der Krieg enden? Wenn Russland will, dass der Krieg endet. Wenn Amerika eine stärkere Position einnimmt. Wenn der globale Süden auf der Seite der Ukraine und auf der Seite der Beendigung des Krieges steht“, sagte Selenskyj im Gespräch mit Vertretern ausländischer Medien in Kiew auf der dritten Internationalen Konferenz zur Ernährungssicherheit „Getreide aus der Ukraine“. 

 

Er sei zuversichtlich, dass all diese Maßnahmen früher oder später durchgeführt und Entscheidungen getroffen würden. „Es wird kein einfacher Weg sein, aber ich bin zuversichtlich, dass wir alle Chancen haben, es nächstes Jahr zu schaffen“ wurde Selenskyj weiter von der Agentur Ukrinform zitiert. 

13.15 Uhr: Raketenbeschuss auf besetzten Hafen Berdjansk

Die Ukraine hat den Hafen der russisch besetzten Stadt Berdjansk am Asowschen Meer mit einer Lenkrakete beschossen. Das teilte der Leiter der regionalen Besatzungsverwaltung, Jewgeni Balizki, mit. „Keine Verletzten. Die Brandherde, die der Einschlag verursacht hatte, wurden gelöscht“, schrieb er auf Telegram. Die Arbeit des Hafens sei nicht beeinträchtigt worden. Diese Angaben waren nicht überprüfbar.

Ukrainische Telegramkanäle berichteten, in der Hafenstadt sei am Freitagabend kurz vor Mitternacht eine laute Explosion zu hören gewesen. Berdjansk war nach Mariupol der zweitwichtigste Hafen der Ukraine am Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres.

9.49 Uhr: Viele Gefechte in der Ostukraine

Im Osten der Ukraine liefern sich vorrückende russische Truppen und ukrainische Verteidiger weiter heftige Kämpfe. Der ukrainische Generalstab in Kiew nannte in seinem Morgenbericht die vergleichsweise hohe Zahl von 194 Angriffen seit Freitagmorgen. „Der Feind nutzt seine Überlegenheit an Menschen und Material und attackiert pausenlos unsere Stellungen“, hieß es. 

Allein am Frontabschnitt Pokrowsk im Gebiet Donezk wurden 44 Angriffe gezählt, wobei die Militärangaben nicht im Detail nachprüfbar sind. 36 russische Sturmangriffe gab es demnach bei der extrem gefährdeten Stadt Kurachowe. Südlich davon droht sich Lagekarten zufolge ein Kessel zu bilden, aus dem ein Abzug der ukrainischen Soldaten schwierig werden dürfte. 

Der ukrainische Militärblog DeepState verwies auch auf das russische Vordringen bei Welyka Nowosilka im Süden des Gebietes Donezk. Dort verlieren die Ukrainer Gebiete, die sie bei ihrer Sommeroffensive 2023 zurückerobert hatten. Russische Militärblogs berichten von einem weiteren Vordringen ihrer Truppen in der Bergbaustadt Torezk.

8 Uhr: Pentagon-Chef: Nordkoreanische Soldaten in Russland könnten sich „bald“ an Kämpfen beteiligen

Die USA gehen laut ihrem Verteidigungsminister davon aus, dass tausende nach Russland verlegte nordkoreanische Soldaten „bald“ in Kampfhandlungen gegen die Ukraine eintreten werden. Auf der Grundlage ihres Trainings und der Art und Weise, wie nordkoreanische Soldaten „in die russischen Formationen integriert“ würden, „rechne ich fest damit, dass sie bald an Kämpfen beteiligt sein werden“, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Samstag bei einer Zwischenlandung.

Bislang habe er noch keine „nennenswerten Berichte“ darüber gesehen, dass nordkoreanische Soldaten „aktiv an Kampfhandlungen beteiligt“ seien, fuhr der Pentagon-Chef fort. Die USA gehen demnach davon aus, dass etwa 10.000 nordkoreanische Soldaten in der russischen Grenzregion Kursk stationiert sind und dort „in die russischen Formationen integriert werden“.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 22. November:
21.55 Uhr: Selenskyj wirft Putin neue Kriegsverbrechen vor

Russlands Raketenangriff auf Dnipro zieht weiter Kreise. Während der Kreml sich mit der Attacke als gelungenem Test brüstet, sieht der ukrainische Präsident Selenskyj dies als zynisches Verbrechen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin nach dem Beschuss der Stadt Dnipro mit einer neuen Mittelstreckenrakete Kriegsverbrechen vorgeworfen. Wenn jemand andere Länder beschieße, nicht nur um sie zu terrorisieren, sondern um neue Raketen für weiteren Terror zu testen, dann sei dies ganz sicher ein Kriegsverbrechen, argumentierte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Putin hatte zuvor den Einsatz der Mittelstreckenrakete als gelungenen Test unter Kriegsbedingungen bezeichnet. 

Das Verhalten Russlands sei auch ein Affront gegenüber China und den Ländern des Globalen Südens, die zur Mäßigung aufrufen, klagte Selenskyj. Einmal mehr forderte er eine scharfe Reaktion der internationalen Gemeinschaft. 

Der Kreml selbst wirft Kiew und dem Westen Eskalation vor und sieht im Einsatz der neuen Rakete eine Antwort auf den Beschuss russischen Territoriums mit weitreichenden westlichen Waffen durch die Ukraine.

Selenskyj richtete auch einen Appell an die eigenen Landsleute und die in Kiew arbeitenden ausländischen Diplomaten. Die Ukraine arbeite daran, ihre Flugabwehr zu verstärken. Trotzdem müsse jeder Luftalarm ernst genommen und bei Gefahr Deckung gesucht werden. Zugleich dürfe die potenzielle Gefahr eines russischen Raketenangriffs nicht als Vorwand genutzt werden, um frei zu machen, sagte Selenskyj auch mit Blick auf die teilweise geschlossenen Botschaften im Land.

19.20 Uhr: Neuartige russische Oreschnik-Rakete: Putin ordnet weitere Tests und Serienproduktion an

Kreml-Chef Wladimir Putin hat nach dem russischen Angriff mit einer neuartigen Mittelstreckenrakete in der Ukraine den weiteren Einsatz und die Serienproduktion der Oreschnik-Rakete angeordnet. „Wir werden diese Tests fortsetzen, auch in Kampfsituationen, abhängig von der Situation und der Art der Bedrohungen für die Sicherheit Russlands“, sagte der russische Präsident am Freitag bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Militärvertretern. Russland hatte die Rakete am Vortag bei einem Angriff auf die ukrainische Stadt Dnipro eingesetzt.

Putin kündigte die Serienproduktion von Oreschnik-Raketen an. „Wir müssen mit der Serienproduktion beginnen“, sagte der Kreml-Chef und lobte die „besondere Stärke dieser Waffe und ihre Kraft“. Russland verfüge über einen „Vorrat“ dieser „einsatzbereiten“ Raketen. „Niemand sonst auf der Welt“ habe derzeit diese Art von Waffen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte von seinen westlichen Partnern am Freitag Luftverteidigungssysteme der neuesten Generation. „Der Verteidigungsminister der Ukraine führt bereits Gespräche mit unseren Partnern über neue Luftverteidigungssysteme – genau die Art von Systemen, die Leben vor neuen Risiken schützen können“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache.

18.49 Uhr: – Orban warnt angesichts Russlands neuer Atomwaffendoktrin vor „Konsequenzen“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat dazu aufgerufen, Russlands Drohungen, mehr Angriffe mit neuen Waffen durchzuführen, ernst zu nehmen. „Wenn sie in dieser Angelegenheit etwas sagen, sollte es für bare Münze genommen werden“, sagte Orban bei seinem wöchentlichen Interview im öffentlich-rechtlichen Rundfunk am Freitag. Angesichts Moskaus neuer Atomwaffendoktrin sagte Orban: „Es ist kein Kommunikationstrick, es ist keine List, sie wurde geändert und es wird Konsequenzen haben.“

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag erklärt, der Konflikt in der Ukraine habe nun „Elemente eines globalen Charakters“. Putin schloss in diesem Zusammenhang Angriffe auf westliche Länder nicht aus. Zuvor hatte Russland die Ukraine mit einer atomfähigen Mittelstreckenrakete angegriffen.

9 Uhr: Scholz nennt Moskaus Raketeneinsatz „furchtbare Eskalation“

Nach der Klärung der K-Frage in der SPD-Spitze und mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl hat Bundeskanzler Olaf Scholz seinen Kurs in der Ukraine-Politik bekräftigt. Man müsse dafür Sorge tragen, dass der Krieg nicht zu einem Krieg zwischen Russland und der Nato eskaliere.

Es komme auf Besonnenheit an. „Und ich bekenne mich dazu, das habe ich getan“, sagte Scholz. Er unterstrich in diesem Zusammenhang seine Ablehnung der Lieferung weitreichender Marschflugkörper. „Ich sage, das gibt es nur mit der SPD, dass in dieser schwierigen Frage Besonnenheit und klare Unterstützung der Ukraine zusammenkommen.“

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag,  21. November: 
21.39 Uhr: USA wurden kurz vor Moskaus Raketeneinsatz gewarnt

Die US-Regierung ist von Russland kurz vor dem Einsatz einer neuen Mittelstreckenrakete gegen die Ukraine informiert worden. Dazu seien die zwischen Washington und Moskau vorhandenen „Kanäle zur Verringerung nuklearer Risiken“ genutzt worden, sagte die stellvertretende Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Sabrina Singh. 

 

Es habe sich um eine ballistische Mittelstreckenrakete gehandelt, die auf dem Modell einer russischen Interkontinentalrakete vom Typ RS-26 basiere. Nach US-Erkenntnissen kam die neue Rakete erstmals auf dem Schlachtfeld in der Ukraine zum Einsatz. Russischen Angaben zufolge war sie nicht mit nuklearen Sprengköpfen bestückt – was technisch aber vermutlich möglich wäre. 

18.35 Uhr: Putin: Ukraine-Konflikt hat nun „Elemente eines globalen Charakters“

Mit dem Einsatz von westlichen Raketen gegen russisches Territorium hat der Ukraine-Konflikt nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin „Elemente eines globalen Charakters“ erhalten. Die ukrainischen Angriffe mit westlichen Raketen auf Russland seien gescheitert, sagte Putin am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium in Moskau mitgeteilt, die russische Luftabwehr habe zwei von der Ukraine abgefeuerte britische Storm-Shadow-Marschflugkörper abgeschossen.

11 Uhr: Kiew: Von Russland eingesetzte Interkontinentalrakete hatte keinen Atomsprengkopf

Die mutmaßlich von Russland bei einem Angriff am Donnerstag eingesetzte Interkontinentalrakete war laut ukrainischen Angaben nicht mit einem Atomsprengkopf bestückt. Es sei “offensichtlich”, dass die Rakete keinen nuklearen Sprengkopf gehabt habe, verlautete aus Kreisen der ukrainischen Luftwaffe gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

10.43 Uhr: Russland will Storm-Shadow-Marschflugkörper abgefangen haben

Russland hat nach eigenen Angaben zwei von der Ukraine abgefeuerte Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow abgefangen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es wäre der erste Einsatz dieser aus Großbritannien gelieferten Waffen über Russland seit Kriegsbeginn.

10 Uhr: Russland feuert wohl erstmals Interkontinentalrakete auf die Ukraine ab

Russland hat nach ukrainischen Angaben erstmals seit Kriegsbeginn eine Interkontinentalrakete auf die Ukraine abgefeuert. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, die russische Armee habe eine solche Rakete während Angriffen auf die Stadt Dnipro am Donnerstagmorgen eingesetzt. Der Kreml wollte sich zu den ukrainischen Angaben zum mutmaßlichen Einsatz der Interkontinentalrakete nicht äußern.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch,  20. November: 
21.49 Uhr: Ukraine feuert erstmals britische Storm Shadow-Marschflugkörper auf russisches Gebiet

Die Ukraine hat britischen Medienberichten zufolge erstmals von Großbritannien gelieferte Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow im Verteidigungskrieg gegen Russland eingesetzt. Mehrere davon seien gegen mindestens ein russisches Militärziel abgefeuert worden, berichtete die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten westlichen Beamten.

Laut der Zeitung „Times“ haben Regierungsquellen den Einsatz der Marschflugkörper bestätigt. Zwölf der Raketen seien am Mittwochmorgen auf die russische Grenzregion Kursk abgefeuert worden, die teilweise von ukrainische Truppen kontrolliert wird, berichtete die Zeitung unter Berufung auf russische Sender.

17.18 Uhr: Deutschland schickt Ukraine gepanzerte Fahrzeuge und Drohnen

Deutschland hat der Ukraine weitere Militärhilfe in Form von gepanzerten Fahrzeugen, Artillerie und Drohnen geschickt. Dazu zählen vier weitere Panzerhaubitzen 2000 sowie sieben Haubitzen M109, wie aus der aktualisierten Liste der Bundesregierung zu Rüstungshilfen hervorgeht. Dazu wurden 41.000 Schuss Artilleriemunition vom Kaliber 155 mm geliefert.

Ebenfalls zum Paket gehören 47 weitere minengeschützte Fahrzeuge MRAP zum Transport von Infanteristen im Frontgebiet und acht Luftlandefahrzeuge vom Typ Caracal. Die Ukraine bekam auch zwei weitere Brückenlegepanzer Biber, drei Minenräumpanzer Wisent sowie acht Schwerlastsattelzüge Oshkosh. Weiter gab es mehr als 300 Aufklärungsdrohnen verschiedener Typen, mehr als 100.000 Schuss Munition für Handfeuerwaffen sowie Sanitätsmaterial.

11.40 Uhr: USA schließen Botschaft in Kiew aus Sorge vor Luftangriff

Die USA haben ihre Botschaft in Kiew aus Sorge vor einem russischen Angriff geschlossen. Man habe Informationen über einen möglicherweise erheblichen Luftangriff erhalten, hieß es in einer Mitteilung. Die Angestellten der Botschaft wurden angewiesen, zu Hause zu bleiben. US-Bürger sollten bei Alarm in Schutzräume gehen. 

Nach der US-Botschaft kündigten auch die Vertretungen Spaniens, Italiens und Griechenlands an, ihre Botschaften für den Publikumsverkehr zu schließen. Das ukrainische öffentlich-rechtliche Fernsehen berichtete unter Berufung auf diplomatische Quellen, dass ein größerer kombinierter Angriff mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen erwartet werde.

11.35 Uhr: Nach russischer Atomwaffen-Erklärung: China ruft im Ukraine-Krieg zur Deeskalation auf

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg hat China zu “Ruhe” und “Zurückhaltung” aufgerufen. “Unter den gegebenen Umständen sollten sich alle Parteien ruhig verhalten und Zurückhaltung üben und durch Dialog und Konsultationen zusammenarbeiten, um Spannungen und strategische Risiken zu vermeiden”, sagte Außenamtssprecher Lin Jian am Mittwoch.

8 Uhr: Angebliche Sabotage: Deutscher in Kaliningrad festgenommen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben in Kaliningrad einen deutschen Staatsbürger wegen angeblich geplanter Sabotageakte festgenommen. Es handele sich um einen 1967 geborenen Mann aus Hamburg, meldeten russische Nachrichtenagenturen. Bei der Einreise aus Polen in die russische Ostsee-Exklave seien in seinem Auto 50 Gramm Flüssigsprengstoff sichergestellt worden.

Den Auftrag für einen Anschlag habe der Mann von einem Ukrainer erhalten, der ebenfalls in Hamburg lebe, meldete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Der Festgenommene stehe auch unter Verdacht, schon im März dieses Jahres einen Sprengstoffanschlag auf eine Gasverteilerstation im Gebiet Kaliningrad verübt zu haben. Unabhängige Bestätigungen für diese Angaben gab es zunächst nicht.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 19. November 2024:
21.34 Uhr: Ukraine attackiert russische Regionen mit Drohnen

Bei einem massiven Drohnenangriff der Ukraine ist es zu Schäden in mehreren russischen Regionen gekommen. „In der Stadt Alexejewka sind durch den Absturz von Drohnentrümmern auf dem Territorium eines Unternehmens Produktionshallen beschädigt worden“, schrieb der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Zudem seien ein Infrastrukturobjekt und eine Stromleitung getroffen worden.

Einen Einschlag gab es demnach auch in der benachbarten Region Woronesch. Dort sei ein Brand in einem Industriebetrieb nach einem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte Gouverneur Alexander Gussew mit. Seinen Angaben nach wurden in dem Betrieb, der von fünf Drohnen attackiert wurde, keine militärischen Güter hergestellt. Der Brand wurde später gelöscht. Tote und Verletzte gab es nicht.

15.23 Uhr: Lawrow droht mit „entsprechender“ Antwort auf ATACMS-Beschuss

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine “entsprechende” Antwort auf den von Moskau gemeldeten ukrainischen Beschuss auf russisches Gebiet mit ATACMS-Raketen angekündigt. “Wenn Raketen größerer Reichweite von der Ukraine aus in Richtung russisches Territorium eingesetzt werden, bedeutet dies, dass sie von US-Militärexperten bedient werden”, sagte Lawrow am Dienstag nach dem G20-Gipfel vor Journalisten in Rio de Janeiro. Er fügte hinzu: “Wir werden dies als eine neue Phase des westlichen Krieges gegen Russland betrachten und entsprechend reagieren.” Es handle sich um ein “Zeichen” der Ukraine und ihrer westlichen Verbündeten, dass diese eine Eskalation suchten. 

Lawrow sagte zudem in Richtung der westlichen Verbündeten der Ukraine, diese sollten die russische Nukleardoktrin “vollständig” lesen.  „Wir haben heute die Grundlagen der Atomdoktrin offiziell veröffentlicht, dort ist alles bestätigt und schon gesetzlich verankert, was der Präsident (Wladimir Putin) vor etwas mehr als einem Monat öffentlich gesagt hat“, sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz am Rande des G20-Gipfels im brasilianischen Rio de Janeiro. „Und ich hoffe, dass sie dort (im Westen) diese Doktrin lesen werden“, sagte er weiter.

 

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nannte die Drohung “unverantwortlich”. Die EU verurteile jede Drohung mit Atomwaffen, sagte er nach einem Verteidigungsministertreffen in Brüssel. Es sei nicht das erste Mal, dass der russische Staatschef Wladimir Putin Unsicherheit erzeugen wolle, betonte Borrell.

13.12 Uhr: Ukraine beschießt russische Militäreinrichtung mit ATACMS-Raketen

Die Ukraine hat nach russischen Angaben russisches Territorium mit von den USA gelieferten ATACMS-Raketen beschossen. In der Nacht zu Dienstag habe Kiew eine Militäreinrichtung in der Grenzregion Brjansk mit sechs ballistischen Raketen angegriffen, hieß es am Dienstag in einer von staatlichen russischen Nachrichtenagenturen veröffentlichten Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Demnach wurden bei dem Beschuss von den USA gelieferte Langstreckenraketen des Typs ATACMS eingesetzt.

Dem Ministerium zufolge wurden fünf der Raketen von der russischen Luftabwehr abgeschossen. Trümmerteile einer sechsten Rakete sein auf eine nicht näher spezifizierte “Militäreinrichtung” gefallen und hätten einen kleinen Brand verursacht. Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht. 

Dies wäre der erste Angriff seit der Zustimmung von US-Präsident Joe Biden zu dem Einsatz von US-ATACMS-Raketen durch die Ukraine.

12.55 Uhr: Baerbock fordert stärkere Unterstützung für die Ukraine

Angesichts des seit 1000 Tagen andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Bundesaußenministerin Annalena Baerbock für eine noch stärkere Unterstützung Kiews ausgesprochen. „Wir müssen weiter und noch stärker selbst bereit sein, alles, was möglich ist, für die Verteidigung des europäischen Friedens zu tun“, sagte sie am Dienstag bei einem Treffen mehrerer europäischer Außenminister in Warschau.

 

„Wir sind uns einig, um unsere Sicherheit zu schützen und unsere Abschreckungsfähigkeiten zu sichern, müssen wir den europäischen Pfeiler in der Nato weiter stärken“, fuhr die Grünen-Politikerin nach Gesprächen mit ihren Kollegen aus Großbritannien, Polen, Frankreich, Italien und Spanien fort. Die Nato sei „nicht nur das Rückgrat unserer gemeinsamen Verteidigung der Freiheit“, sagte Baerbock. „Wir als Europäerinnen und Europäer, als transatlantisches Bündnis, verteidigen damit auch die Charta der Vereinten Nationen und das in ihr verankerte Gewaltverbot.“

12.21 Uhr: EU-Länder würden Kiew bei Verringerung von US-Hilfen stützen

Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat die Bereitschaft mehrerer EU-Staaten begrüßt, Kiew bei der möglichen Verringerung von US-Hilfen zu stützen. Er nehme “mit Anerkennung die Bereitschaft der größten Länder der Europäischen Union zur Kenntnis, die Last der militärischen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine im Zusammenhang mit einer möglichen Reduzierung des US-Engagements zu übernehmen”, sagte Sikorski am Dienstag vor Journalisten nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich und Italien in Warschau.

 

Anlässlich von 1000 Tagen Krieg in der Ukraine haben die Außenminister der größten EU-Länder sowie Großbritanniens am Dienstag über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beraten. Bei dem Treffen in Warschau sollte es auch um die Zukunft der transatlantischen Beziehungen nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl und die europäische Verteidigung gehen.

9 Uhr: Borrell: EU-Länder sollten US-Raketenentscheidung für Kiew folgen

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Mitgliedsländer aufgerufen, der Ukraine nach US-Vorbild den Einsatz von Waffen gegen Ziele im russischen Hinterland zu erlauben. Er setze darauf, “dass alle Mitgliedsländer der Entscheidung folgen”, sagte Borrell am Dienstag am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel.

Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien erlauben Kiew den Waffeneinsatz bisher nur mit strengen Auflagen. Borrell begrüßte die Entscheidung des scheidenden US-Präsidenten Joe Biden, die Beschränkungen für die Ukraine aufzuheben. “Das ist eine sehr gute Nachricht für die Ukrainer”, sagte Borrell. Er sei “sicher”, dass die Europäer dieser Entscheidung letztlich folgen würden. Die Ukraine nennt die US-Entscheidung einen wichtigen Wendepunkt im russischen Angriffskrieg.

7 Uhr: Kremlsprecher: Putin zu Normalisierung der Beziehungen mit USA bereit

Der russische Präsident Wladimir Putin ist unter Bedingungen zu einer Normalisierung der Beziehungen zu den USA bereit. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Staatsagentur Tass. „Russland ist, wie der Präsident sagt, für eine Normalisierung offen“, wurde Peskow zitiert. Er verwies darauf, dass nicht Russland das „Sanktions-Rennen“ begonnen habe. „Das hat Washington initiiert.“

Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine auf einen Tiefpunkt gesunken. Die USA haben eine Reihe von Sanktionen gegen Russland verhängt und unterstützen Kiew massiv mit Waffen. Moskau hofft auf eine Wende in den Beziehungen mit der Amtsübernahme des designierten US-Präsidenten Donald Trump im Januar.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 18. November: 
20.52 Uhr: Scholz will mit Xi über Chinas Russland-Hilfe sprechen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will am Rande des G20-Gipfels mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auch über das Thema Waffenlieferungen an Russland sprechen. „Es ist immer ein Thema meiner Gespräche, alle davor zu warnen, dass sie letale Waffen an Russland liefern. Und deshalb wird das auch in Zukunft der Fall sein, ein zentrales Thema“, sagte Scholz bei einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro auf die Frage, ob er die angebliche Lieferung chinesischer Drohnen an Russland bei dem Treffen am Dienstag ansprechen werde. 

17.48 Uhr: Selenskyj reist in frontnahe Städte Pokrowsk und Kupjansk

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in die frontnahe Stadt Pokrowsk im Donezker Gebiet im Osten des Landes gereist. „Das ist ein angespannter Frontabschnitt“, schrieb der Staatschef bei Telegram. Er zeichnete demnach mehrere Soldaten mit Orden aus. „Nur dank Eurer Stärke ist der Osten nicht komplett durch die Russische Föderation besetzt“, sagte Selenskyj in dem zum Beitrag veröffentlichten Video. In einem weiteren Video inspizierte der Staatschef den Bau von neuen Verteidigungslinien in dem Gebiet. 

14.22 Uhr: Ukraine meldet mindestens zehn Tote bei russischem Luftangriff auf Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens zehn Menschen getötet worden. Vorläufigen Angaben zufolge gab es bei dem Angriff am Montag zudem 43 Verletzte, darunter vier Kinder, wie der staatliche Rettungsdienst mitteilte. Zunächst war die Zahl der Toten mit acht angegeben worden.

 

Nach Angaben des Regionalgouverneurs Oleg Kiper handelte es sich bei den Todesopfern um sieben Polizisten, einen Pfleger und zwei Anwohner.

 

Der Bürgermeister von Odessa, Gennadij Truchanow, erklärte, der “Feind” habe “seine Rakete auf heimtückische Weise in ein Wohngebiet, ein Gewerbegebiet, gefeuert”.

12.54 Uhr: Nein des Kanzlers zu Taurus-Lieferung ist unverändert

Olaf Scholz hält an seinem Nein zur Lieferung weitreichender Marschflugkörper vom Typ Taurus an die Ukraine auch nach der Kursänderung der US-Regierung fest. „Ja, die Bundesregierung war darüber informiert und nein, es hat keine Auswirkungen auf die Entscheidung des Bundeskanzlers, Taurus nicht zu liefern“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner in Berlin.

12.16 Uhr: Kreml sieht USA durch Raketen-Freigabe in Krieg verwickelt

Der Kreml wertet die angebliche Freigabe von US-Raketen für ukrainische Angriffe auf russisches Gebiet als Verwickelung westlicher Staaten in den Krieg. „Wenn eine solche Entscheidung tatsächlich formuliert und dem Kiewer Regime mitgeteilt wurde, hat das die Qualität einer neuen Windung der Eskalationsspirale“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Es sei auch eine „qualitativ neue Lage hinsichtlich der Verwickelung der USA in den Konflikt“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

11.45 Uhr: Frankreich bekräftigt mit Blick auf weiter reichende Waffen seine offene Haltung

Nach der Entscheidung der US-Regierung, der Ukraine den Einsatz weiter reichender Waffen gegen Russland zu erlauben, hat Frankreich seine offene Haltung in der Frage bekräftigt. „Wir haben offen gesagt, dass dies eine Option ist, die wir in Betracht ziehen würden, wenn es darum ginge, Ziele zu treffen, von denen aus Russland derzeit das ukrainische Territorium angreift“, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

 

„Also nichts Neues unter der Sonne“, fügte er hinzu. Barrot verwies auf eine frühere Äußerung von Emmanuel Macron bei einem Treffen mit  Olaf Scholz im Mai in Meseberg. Macron hatte damals als erster Staatschef eines führenden Nato-Staats den Einsatz westlicher Waffen gegen Stellungen in Russland öffentlich befürwortet.

 

„Wir müssen ihnen erlauben, militärische Stützpunkte zu neutralisieren, von denen aus Raketen abgeschossen werden“, hatte Macron damals mit Blick auf die Ukraine gesagt. Dabei sollten jedoch Angriffe auf andere Ziele in Russland ausgeschlossen werden, hatte Macron hinzugefügt.

11.14 Uhr: Deutschland geht von Drohnenhilfe Chinas für Russland aus

Die Bundesregierung geht davon aus, dass China Drohnenhilfe für Russland leistet. „Das muss und wird Konsequenzen haben“, sagte Außenministerin Annalena Baerbock am Rande eines EU-Treffens in Brüssel.

11.05 Uhr: Deutschland liefert Ukraine 4000 bewaffnete Drohnen

Die Bundesregierung bereitet die Lieferung von 4000 bewaffneten Drohnen an die Ukraine vor. Dies teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin mit. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung handelt es sich dabei um Angriffsdrohnen, die nicht von Menschen, sondern von künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Diese Hightech-Drohnen hätten eine bis zu vier Mal höhere Reichweite als herkömmliche Kamikaze-Drohnen der ukrainischen Armee.

 

Der Ministeriumssprecher wollte diese Angaben nicht dementieren, lehnte genauere Angaben zu den Drohen für die Ukraine mit Verweis auf die „militärische Sicherheit“ zunächst aber ab. Nach Informationen der „Bild“ hatte das deutsche Software-Unternehmen Helsing im September einen Vertrag über 4000 so genannte Strike-Drohnen mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium abgeschlossen. Finanziert werde das Projekt durch die Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung.

 

Die KI-gesteuerten Drohnen tragen demnach auch den Spitznamen „Mini-Taurus“. Der Name ist ein Verweis auf den Taurus-Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern, um dessen Lieferung die ukrainische Regierung wiederholt gebeten hat. Die Bundesregierung, allen voran Bundeskanzler Olaf Scholz, lehnt die Lieferung der Marschflugkörper an Kiew jedoch ab.

10.43 Uhr: Biden heizt laut Russland Spannungen mit Raketeneinsatz-Erlaubnis für Kiew an

Russland hat US-Präsident Joe Biden vorgeworfen, mit der Erlaubnis des Einsatzes weiter reichender Waffen für die Ukraine den Konflikt weiter anzuheizen. Sollte die Entscheidung in Washington offiziell bestätigt werden, würde sie zu einer „grundlegend neuen Situation in Bezug auf die Beteiligung der USA an diesem Konflikt“ führen, warnte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Es sei „offensichtlich“, dass die scheidende US-Regierung „Öl ins Feuer“ gießen wolle.

10.10 Uhr: Baerbock begrüßt US-Entscheidung zu ukrainischem Waffeneinsatz gegen Russland

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die Entscheidung der US-Regierung begrüßt, der Ukraine den Einsatz weiter reichender Waffen gegen Russland zu erlauben. Bei der Selbstverteidigung der Ukraine gehe es jetzt darum, „dass man nicht abwartet, dass die Rakete erst über die Grenze fliegt“, sagte Baerbock am Montagmorgen im RBB Inforadio. Manche ukrainische Orte seien so dicht an der Grenze zu Russland, dass die Luftverteidigung nicht helfe, weil die Rakete viel zu schnell einschlage.

 

„Und jetzt geht es darum, dass man die militärischen Abschussbasen zerstören kann“, sagte die Grünen-Ministerin. Dies sei „im Rahmen des internationalen Rechts, des Selbstverteidigungsrechts“.

 

Deshalb sei der Einsatz weiter reichender Waffen auf dem Gebiet Russlands, wie er nun durch die Entscheidung der USA ermöglicht wurde, so wichtig. Es sei schon seit langem bekannt, dass sie und ihre Partei „das genauso sehen wie unsere osteuropäischen Partner, wie die Briten, wie die Franzosen und auch wie die Amerikaner“, sagte Baerbock.

 

Sie warb darum, der Ukraine eine schlagkräftige Selbstverteidigung zu ermöglichen: „Wenn auf unser Land Raketen, Drohnen, Bomben fallen würden, wenn Kinderkrankenhäuser angegriffen werden würden, wenn die Stromversorgung angegriffen würde, wenn einfach unser ganz normales Leben angegriffen worden wäre, dann würden wir uns auch verteidigen.“

9 Uhr: Moskau warnt vor Eskalation nach Freigabe von US-Raketen

Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki hat vor einer Eskalation im Ukraine-Krieg gewarnt. Hintergrund ist die Freigabe von reichweitenstarken US-Raketen für Schläge gegen russisches Staatsgebiet, über die US-Medien übereinstimmend berichten. „US-Raketenangriffe tief in russischen Gebieten werden unweigerlich zu einer größeren Eskalation führen, die droht, noch weitaus ernstere Folgen nach sich zu ziehen“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma im Gespräch mit der staatlichen Moskauer Nachrichtenagentur Tass.

Sollte sich die Information bestätigen, sagte Sluzki, dann werde Russland aufs Schärfste reagieren. US-Präsident Joe Biden habe entschieden, sich als „Blutiger Joe“ aus dem Amt zu verabschieden und so in die Geschichte einzugehen. Biden mache es seinem designierten Nachfolger Donald Trump nicht nur schwerer, den Krieg in der Ukraine zu beenden, sondern auch eine globale Konfrontation zu verhindern.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 17. November:
22 Uhr: Acht Tote bei russischem Raketenangriff auf Stadt Sumy im Nordosten

Bei einem russischen Raketenangriff im Nordosten der Ukraine sind am Sonntagabend nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Wohngebiet in der Stadt Sumy verletzt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Mindestens zehn mehrstöckige Häuser seien beschädigt worden. Unter den Toten war den Angaben zufolge auch ein Kind.

20.29 Uhr: USA erlauben Ukraine Einsatz von länger reichenden Waffen gegen Russland

Die USA haben der Ukraine grünes Licht für den Einsatz weiter reichender US-Waffen gegen Russland gegeben. Dies sagte ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten bereits die Zeitungen „New York Times“ und „Washington Post“ berichtet, dass US-Präsident Joe Biden die bislang geltenden Beschränkungen für an die Ukraine gelieferte Waffen aufgehoben habe.

Den Medienberichten zufolge änderte Biden seine Haltung, nachdem bekannt wurde, dass Russland nordkoreanische Truppen in der russischen Grenzregion Kursk stationiert hat. Biden ist nur noch wenige Wochen im Amt, am 20. Januar wird der wiedergewählte Ex-Präsident Donald Trump vereidigt. Der Rechtspopulist hat sich bereits im Wahlkampf gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert seit Langem, die vom Westen gelieferten Waffen auch gegen Ziele im russischen Hinterland einsetzen zu dürfen. Kiew argumentiert, der Einsatz dieser Waffen könnte das Kriegsgeschehen maßgeblich zu Gunsten der Ukraine beeinflussen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte jedoch gewarnt, Moskau würde dies als Kriegseintritt der Nato-Länder betrachten.

18.59 Uhr: Laut Pistorius sei mit Putin zurzeit nicht über Frieden zu reden

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat das Telefonat von Olaf Scholz  Wladimir Putin gegen Kritik verteidigt. Zugleich sei nun deutlich geworden, dass Putin seinen Kurs nicht ändere, sagte Pistorius in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Mit Putin ist zurzeit nicht über Frieden zu reden und trotzdem muss man es immer wieder versuchen und gleichzeitig die Ukraine unterstützen“, sagte er.

18.56 Uhr: Habeck würde Ukraine Taurus-Marschflugkörper liefern

Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck hat angekündigt, dass er im Fall einer Wahl zum Regierungschef Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern würde. Die Antwort auf diese Frage sei Ja, sagte Habeck am Abend in einem Interview des ARD-Hauptstadtstudios auf die Frage, ob er die Entscheidung von Olaf Scholz revidieren würde. Scholz lehnt eine Lieferung weitreichender deutscher Marschflugkörper an die Ukraine ab. 

Habeck wies darauf hin, dass er als Bundeswirtschaftsminister schon wiederholt über Waffenlieferungen habe entscheiden müssen. „Das gehörte zu meinem Amt dazu, und das waren mit die schwersten Entscheidungen, die ich zu treffen habe“, so der Grünen-Politiker. 

18.17 Uhr: Ukraine schränkt nach russischen Angriffen landesweit Stromversorgung ein

Die Ukraine schränkt nach den russischen Angriffen vom Sonntag landesweit die Stromversorgung ein. „Morgen, am 18. November, werden alle Regionen gezwungen sein, Maßnahmen zur Verbrauchsbeschränkung anzuwenden“, teilte der staatliche Betreiber des Stromnetzes, Ukrenergo, am Abend in Onlinediensten mit. Grund für die „vorübergehende Rückkehr der Beschränkungen“ seien die Schäden an der Energie-Infrastruktur, die „während des heutigen massiven Raketen- und Drohnenangriffs“ entstanden seien.

15.39 Uhr: Zivilisten terrorisiert – Nato verurteilt Angriff auf Ukraine

Die Nato hat die massiven Angriffe Russlands auf viele Regionen der Ukraine verurteilt. Zivilisten seien getötet und terrorisiert worden, beklagte eine Sprecherin. Die Angriffe hätten auf kritische Energieinfrastruktur abgezielt. Das Bündnis stehe an der Seite der Ukraine und die Verbündeten würden weiter zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit beitragen, teilte die Sprecherin weiter mit. 

14.08 Uhr: Scholz verteidigt sein Telefonat mit Putin

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen Kritik aus der Ukraine und von der Opposition verteidigt. Es sei wichtig, Putin klarzumachen, „dass er nicht damit rechnen darf, dass die Unterstützung Deutschlands, Europas und vieler anderer in der Welt für die Ukraine nachlassen wird“, sagte Scholz am Sonntag am Flughafen Schönefeld vor dem Abflug zum G20-Gipfel in Rio de Janeiro.

Das „sehr ausführliche“ Gespräch am Freitag habe „zu der Erkenntnis beigetragen, dass sich bei dem russischen Präsidenten an seinen Ansichten zu diesem Krieg nicht viel geändert hat, was keine gute Nachricht ist“, ergänzte der Kanzler.

Es gelte weiterhin das Prinzip, „dass die Ukraine sich auf uns verlassen kann“, sagte Scholz. Der Grundsatz laute: „über die Köpfe der Ukraine hinweg wird es keine Entscheidung geben.“ Deutschland sei weiterhin der größte Unterstützer der Ukraine innerhalb der EU: „Wir liefern, was wir angekündigt haben“, betonte der Kanzler. 

11.18 Uhr: Moskau erhöht Druck auf ukrainische Stadt Kupjansk

Russische Truppen erhöhen nach britischer Einschätzung den Druck auf die strategisch wichtige Stadt Kupjansk in der Nordostukraine. Es habe vermutlich bereits Versuche gegeben, von Nordosten in die Stadt einzudringen. Im Süden hätten die Russen einen Frontbogen ausgedehnt und den Fluss Oskil erreicht, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Damit würden die ukrainischen Versorgungslinien östlich des Flusses gestört.

Kupjansk gilt als strategisch wichtiger Eisenbahnknoten. Das Gebiet war im Herbst 2022 im Zuge einer ukrainischen Gegenoffensive nach gut fünf Monaten Besatzung befreit worden.

10.06 Uhr: Ukraine meldet “einen der heftigsten” Luftangriffe Russlands

Die Ukraine ist nach eigenen Angaben Ziel “eines der heftigsten Luftangriffe” Russlands seit Beginn des Krieges geworden. Dabei sei vor allem die Energie-Infrastruktur des Landes attackiert worden, teilte Außenminister Andrij Sybiha am Sonntagmorgen mit. Nach Angaben des Energieversorgers DTEK musste in der Hauptstadt Kiew und zwei weiteren Regionen des Landes wegen der Angriffe der Strom abgeschaltet werden.

“Russland hat einen der heftigsten Luftangriffe ausgeführt: Drohnen und Raketen gegen friedliche Städte, schlafende Zivilisten, wichtige Infrastruktur”, erklärte Sybiha. Energieminister German Galuschtschenko zufolge griff Russland in der ganzen Ukraine wichtige Infrastruktur zur Energieerzeugung und -versorgung an.

9.37 Uhr: Russischer Angriff galt laut Selenskyj der Energieinfrastruktur

Russland hat die Ukraine mit etwa 120 Raketen und 90 Drohnen angegriffen. „Unsere Flugabwehr hat über 140 Luftziele zerstört“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Ziel sei vor allem die Energieinfrastruktur im gesamten Land gewesen. „Leider gibt es beschädigte Objekte durch Einschläge und herabfallende Trümmer“, teilte der Staatschef mit. In einigen Gebiete gebe es Stromausfälle. An der Beseitigung der Folgen des Angriffs werde gearbeitet. Er sprach zudem den Angehörigen von zwei Frauen sein Beileid aus, die in der südukrainischen Stadt Mykolajiw getötet wurden.

8 Uhr:  Polen lässt wegen “massiver” russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigen

Wegen “massiver” russischer Angriffe auf die Ukraine hat Polen Kampfjets aufsteigen lassen. “Einsätze von polnischen und von alliierten Flugzeugen in unserem Luftraum haben begonnen”, erklärte die polnische Armee am Sonntagmorgen im Onlinedienst X. Zudem seien “alle nötigen Kräfte” zur Verteidigung des eigenen Staatsterritoriums mobilisiert worden.

Grund für die Entscheidung seien “massive Angriffe der Russischen Föderation” auf die Ukraine, erklärte die polnische Armee. Die russischen Angriffe erfolgten “mit Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und Drohnen”. Sie richteten sich unter anderem gegen Einrichtungen in der Westukraine, die an Polen grenzt.

6.30 Uhr: Russland greift Ukraine massiv mit Raketen an

Das russische Militär hat einen massiven Luftangriff auf Ziele in der Ukraine gestartet. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren am Morgen mehrere von der Flugabwehr ausgelöste Explosionen zu hören. Behördenangaben zufolge gerieten zwei Wohnhäuser in Brand. 

Explosionen wurden auch aus Saporischschja, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa gemeldet. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind Dutzende Marschflugkörper und ballistische Raketen unter anderem durch strategische Bomber auf Ziele im ganzen Land abgefeuert worden. Zuvor waren demnach bereits Dutzende Kampfdrohnen von Russland eingesetzt worden. 

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 16. November:
15.29 Uhr: FDP erwägt vor Wahl Abstimmung über Taurus-Lieferung im Bundestag

Noch vor der vorgezogenen Bundestagswahl will FDP-Fraktionschef Christian Dürr womöglich einen Antrag über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine im Bundestag zur Abstimmung stellen. „Das wäre eine Möglichkeit“, sagte Dürr der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ, Samstagsausgabe). „Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich mir die Aussagen von Union und Grünen anschaue, dass so ein Antrag Erfolg haben könnte.“

 

In der Ampel-Koalition gab es unterschiedliche Auffassungen zur Lieferung der weitreichenden Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine. Während Bundeskanzler Olaf Scholz und überwiegend auch seine SPD diese strikt ablehnen, sind Teile der Grünen dafür, ebenso die FDP.

 

Auch die Union befürwortet eine Lieferung und brachte mehrfach dafür noch zu Zeiten der Ampel-Regierung Anträge in den Bundestag ein – allerdings vergeblich. Bei der bisher letzten Abstimmung dazu im März stimmten die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP geschlossen dagegen, die einzigen Abweichler waren Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki von der FDP.

14.50 Uhr: G7-Staaten versichern der Ukraine anhaltende Unterstützung

Die Gruppe sieben westlicher Industrienationen (G7) hat nach bald 1.000 Tagen Krieg in der Ukraine dem von Russland angegriffenen Land anhaltende Hilfe zugesichert. In einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs heißt es: „Wir bekräftigen unsere entschlossene Unterstützung für die Ukraine so lange wie nötig.“ Russland wird als „einziges Hindernis für einen gerechten und dauerhaften Frieden“ gebrandmarkt. 

Der Text wurde von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni veröffentlicht, die in der Siebenergruppe in diesem Jahr den Vorsitz hat. Weitere Mitglieder sind die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Japan und Deutschland. Der russische Überfall auf die Ukraine begann im Februar 2022. Moskau kontrolliert inzwischen gut ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets.

13.12 Uhr: G7-Gruppe nennt Russland “einziges Hindernis” für Frieden in der Ukraine

Ein Frieden in der Ukraine hängt nach Einschätzung der G7-Staaten einzig und allein von Russland ab. “Russland bleibt das einzige Hindernis für einen gerechten und dauerhaften Frieden”, erklärten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Italien, Frankreich, Kanada, den USA, Japan und Großbritannien am Samstag anlässlich von 1000 Tagen Krieg in der Ukraine. Weiter versicherten die Staaten, vereint an der Seite Kiews zu stehen. 

In der von Italien verbreiteten Erklärung bekräftigten die G7-Staaten ihr Engagement, Russland durch “Sanktionen, Exportkontrollen und andere wirksame Maßnahmen” einen hohen Preis abzuverlangen. Zudem zollten sie der Ukraine Respekt, trotz des erlittenen Leids eine “beispiellose Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit” bewiesen zu haben, “um ihr Land, ihre Kultur und ihr Volk zu verteidigen”. Italien hat in diesem Jahr den Vorsitz in der Gruppe sieben großer Industriestaaten inne.

13.08 Uhr: Estland wird Munition und Ausrüstung an Ukraine liefern

Estland wird die Ukraine mit weiterer Militärhilfe im Kampf gegen Russland unterstützen. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Staates hat die Lieferung verschiedener Arten von Munition, Uniformen, Beobachtungsgeräten und Schutzausrüstung beschlossen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Tallinn mit. Nähere Angaben zum Umfang oder Wert des Hilfspakets wurden nicht gemacht.

12.43 Uhr: Selenskyj will Krieg nächstes Jahr „mit diplomatischen Mitteln“ beenden

Selenskyj strebt eine Beendigung des Krieges mit Russland im kommenden Jahr „mit diplomatischen Mitteln“ an. Der russische Präsident Wladimir Putin wolle aber „überhaupt keinen Frieden“, sagte Selenskyj in einem am Samstag ausgestrahlten Interview im ukrainischen Radio.

Selenskyj verwies in dem Interview auf die „wirklich komplizierte“ Lage an der Front in der Ostukraine, wo die russische Armee seit Monaten vorrückt. „Unsererseits müssen wir alles tun, damit dieser Krieg nächstes Jahr endet“, sagte Selenskyj. „Wir müssen ihn mit diplomatischen Mitteln beenden“, fügte er hinzu.

Auf die Frage nach Vorbedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen mit Russland sagte Selenskyj, solche Gespräche seien nur möglich, wenn die Ukraine dabei „nicht allein mit Russland“ und in einer „starken“ Position sei. „Wenn wir nur mit Putin reden, nur mit einem Mörder“ und die Ukraine vorher nicht „gestärkt“ werde, könne sie in solchen Verhandlungen nur „verlieren“, sagte Selenskyj.

3.40 Uhr: FDP erwägt Abstimmung über Taurus-Lieferung im Bundestag

Noch vor der vorgezogenen Bundestagswahl will FDP-Fraktionschef Christian Dürr womöglich einen Antrag über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine im Bundestag zur Abstimmung stellen. „Das wäre eine Möglichkeit. Und ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich mir die Aussagen von Union und Grünen anschaue, dass so ein Antrag Erfolg haben könnte“, sagte Dürr der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) von Samstag. „Wenn die Situation in der Ukraine dramatisch ist, dann braucht es ja nicht in erster Linie Geld“, fuhr er fort.

In der Ampel-Koalition gab es unterschiedliche Auffassungen zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Während Kanzler Scholz und überwiegend auch seine SPD diese strikt ablehnen, sind Teile der Grünen dafür, ebenso der FDP.

Auch die Union würde eine Lieferung befürworten und brachte Anträge dafür noch zu Zeiten der Ampel-Regierung bereits mehrfach in den Bundestag ein – allerdings vergeblich. Bei der bisher letzten Abstimmung dazu im März stimmten die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP geschlossen dagegen, die einzigen Abweichler waren Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki (beide FDP).

Zum Ticker-Archiv