Veröffentlicht am 31. Januar 2025, 20:45
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Ein Bild auf 5min.at zeigt die Wolken am Himmel.

Der Jänner 2025 brachte neue Sturm- und Wärmerekorde.

Der Jänner 2025 brachte neue Sturm- und Wärmerekorde.

Der Jänner 2025 brachte in Österreich zahlreiche Wetterrekorde, darunter Sturmspitzen und hohe Temperaturen. Laut der UWZ wurden in vielen Regionen neue Monats-, Winter- und Allzeit-Rekorde aufgestellt.

von Eva Taumberger

2 Minuten Lesezeit(426 Wörter)

Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020 war der Jänner 2025 in Österreich um 1,9 Grad wärmer, wie die Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) berichtet. Besonders im Süden des Landes, etwa in Lienz, Klagenfurt und Bad Radkersburg, lagen die Temperaturen sogar um bis zu 3 Grad über dem Durchschnitt. In den nördlichen und östlichen Regionen war es teilweise deutlich trockener als üblich, mit teils sehr wenig Niederschlag. In den Tallagen von Pinzgau und Pongau sowie entlang der Donau trugen häufige Nebel- und Inversionswetterlagen zur Temperaturdifferenz bei.

Wärmerekorde im Jänner

Der Jänner 2025 brachte in der letzten Woche einige neue Wärmerekorde. In den höheren Lagen wurde es allmählich milder, während es in den Niederungen zu feuchtem und nebeligem Wetter kam. Besonders bemerkenswert waren die Höchstwerte von über 15 Grad am Monatsende. Einige Stationen, wie Kitzbühel, Jenbach und Güssing, brachen 50 bis 60 Jahre alte Monatsrekorde. Diese ungewöhnlich hohen Temperaturen trugen zur außergewöhnlichen Bilanz des Monats bei.

Sturm und Eisregen

In der ersten Monatshälfte wurde das Wetter von mehreren Stürmen dominiert. Am 5. Jänner kam es im Norden und Osten zu gefrierendem Regen und Glatteis, was zahlreiche Unfälle zur Folge hatte. Der stürmische Südföhn, vor allem im Südwesten, brachte den nächsten Wetterumschwung, bei dem neue Monats- und Winter-Sturmrekorde verzeichnet wurden. Besonders spektakulär waren die Orkanböen auf der Jubiläumswarte in Wien und auf der Rax, die mit 139 km/h bzw. 151 km/h neue Allzeit-Rekorde aufstellten.

Niederschlag und Sonne

Der Jänner 2025 war landesweit insgesamt deutlich zu trocken, mit einem Rückgang von etwa 27 Prozent im Niederschlag im Vergleich zum Durchschnitt. Vorarlberg und Teile von Kärnten und Osttirol erlebten allerdings überdurchschnittliche Niederschläge. Im Norden und Osten, vor allem im Waldviertel und Wiener Becken, fiel nur etwa die Hälfte des üblichen Niederschlags. Gleichzeitig war der Monat in vielen Gebieten sonnig, besonders in Unterkärnten und Salzburg, wo der Jänner als der drittsonnigste in der Messgeschichte gilt.

Extremwerte im Jänner 2025

Besonders auffällig waren auch die höchsten und tiefsten Temperaturen des Monats. Am 28. Januar wurden in Schönau an der Enns 19,1 Grad gemessen, und in Andau gab es mit 19,0 Grad einen weiteren Höchstwert. Die tiefsten Temperaturen traten in den Alpen auf, etwa in Lech am Arlberg mit minus 19,9 Grad und Zell am See mit minus 19,3 Grad. Die stärksten Windspitzen wurden in Brand (Vorarlberg) mit 116 km/h und in Wien mit 108 km/h gemessen.

Extremwerte Jänner 2025 (Bundesland, Tag des Auftretens)

Höchste Temperaturen
19,1 Grad Schönau an der Enns (OÖ, 28.)
19,0 Grad Andau (B, 28.)
18,8 Grad Feldkirch (V, 25.)
18,6 Grad Dornbirn, Bludenz (V, 25. bzw. 27.)
18,2 Grad Lutzmannsburg, Podersdorf (B, 28.)

Tiefste Temperaturen (
-19,9 Grad Lech am Arlberg (V, 13.)
-19,3 Grad Zell am See (S, 4.)
-19,1 Grad Tannheim (T, 4.)
-18,5 Grad Radstadt (S, 4.)
-18,1 Grad St. Leonhard im Pitztal (T, 13.)

Vorläufig nasseste Orte
300 Liter pro Quadratmeter Loibl (K)
148 Liter pro Quadratmeter Alberschwende (V)
144 Liter pro Quadratmeter Schröcken (V)
135 Liter pro Quadratmeter Mittelberg (V)
134 Liter pro Quadratmeter Warth (V)

Vorläufig sonnigste bewohnte Orte
133 Sonnenstunden Feldkirchen (K), Mariapfarr (S)
129 Sonnenstunden Seckau (ST)
128 Sonnenstunden Zeltweg (ST)

Stärkste Windspitzen Niederungen
116 km/h Brand (V, 6.)
112 km/h Wiener Neustadt (NÖ, 10.)
108 km/h Wien (Hohe Warte, Innere Stadt, Unterlaa, 10.)
108 km/h Rohrspitz (V, 9.)
103 km/h Wolfsegg (OÖ, 9.)