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Tahin der Marke Lima B.V. wird zurückgerufen. Grund ist ein Schimmelpilz-Toxin. Verbraucher sollten das Produkt nicht verzehren.

Kassel – Die Sesampaste „Lima Tahin“ ist von einem Rückruf betroffen. Auch bekannt als Tahina oder Tahini, wird sie häufig für die Zubereitung von Hummus oder Baba Ganoush verwendet. Viele nutzen sie zudem als Dip oder zum Verfeinern von Dressings, Soßen und asiatischen Gerichten. Wer eine bestimmte Charge der Marke zu Hause hat, sollte seinen Einkauf lieber zurückgeben.

Rückruf betrifft Sesampaste: 14 von 16 Bundesländern betroffen

Der Rückruf betrifft die 500-Gramm-Packung des „Lima Tahin“ des belgischen Herstellers LIMA B.V. mit der Chargennummer E36AESS2324243 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02.09.2025. Laut lebensmittelwarnung.de, dem Meldeportal des Bundes, wurde das Produkt in 14 Bundesländern verkauft. Trotz umfassender Produktionskontrollen kann es immer wieder zu Rückrufen – auch von Sesampasten – kommen.

Das Tahin ist von einem Rückruf betroffen.

Das Tahin ist von einem Rückruf betroffen. © Firma LIMA B.V.

In diesen Bundesländern wurde das Produkt verkauft:

Baden-WürttembergBayernBerlinBrandenburgBremenHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSachsenSachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinTahin-Rückruf: Paste überschreitet EU-Grenzwerte

Der Grund für den Rückruf ist die Überschreitung der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit festgelegten Richtwerte für Alternaria-Toxine, die zu den bekanntesten Schimmelpilz-Toxinen zählen. Bei Sesamschalen gelten die Grenzwerte von 30 µg/kg für Alternariol, 30 µg/kg für Alternariolmonomethylether und 100 µg/kg für Tenuazonsäure, wie auf gba-group.com zu lesen ist. Der Rückruf spezifiziert jedoch nicht, welches Toxin überschritten wurde oder in welchem Ausmaß. Alternaria-Toxine kommen in der Natur auch in anderen Lebensmitteln wie Tomaten vor – Öko-Test hat sie daher auch in Tomatenketchup nachgewiesen.

Die gesundheitlichen Risiken von Alternaria-Toxinen für den Menschen sind noch nicht vollständig erforscht, es gibt jedoch zahlreiche Hinweise auf mögliche schädliche Wirkungen. Daher sollten Verbraucherinnen und Verbraucher das Produkt nicht konsumieren. Es gibt auch Menschen mit einer Schimmelpilzallergie. Der Hersteller hat bereits alle betroffenen Produkte aus dem Handel genommen.

Der Produkt-Rückruf in der Übersicht:

Lima TahinLIMA B.V., Belgien500 Gramm02.09.2025E36AESS2324243Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Bremen

Kundinnen und Kunden, die das betroffene Tahin erworben haben, sollten es umgehend in das Geschäft zurückbringen, in dem sie es gekauft haben. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Der Hersteller rät zudem, Bekannte zu informieren, die das Produkt ebenfalls gekauft haben könnten. Dies gilt auch für einen gleichzeitig laufenden Rückruf einer Spirituose. (jh)