Nicht nur die nationale Filmbranche ist derzeit im Ausland besonders stark vertreten – sechs Luxemburger Koproduktionen feiern dieses Jahr bei der Berlinale Weltpremiere –, auch die Tanz- und Theaterszene erlangt international immer stärker Bekanntheit.
Sieben Theater- und Tanzproduktionen, die in den vergangenen Monaten im Großherzogtum entstanden sind und zu sehen waren, haben es nun zum Festival Fringe nach Edinburgh und zum Festival Off in Avignon geschafft. Das teilt Kultur:LX in einem Presseschreiben mit.
Drei Produktionen aus Luxemburg in Avignon
Fábio Godinhos „En Quête“, das 2023 erstmals im Echternacher Trifolion zu sehen war, wird im Juli in Avignon aufgeführt. Sein Stück vereint Geschichten von Migranten und Geflüchteten – eine Art Potpourri verschiedener Erfahrungen.
Ebenfalls beim Festival Off vertreten ist Sophie Langevin mit ihrer Inszenierung „Ce que j‘appelle oubli“. Das Stück basiert auf dem Text von Laurent Mauvignier. Die Hauptrolle übernimmt der „Capitani“-Schauspieler Luc Schiltz. Die Tanzproduktion „The Great Chevalier“ von M. Chevalier und Simone Mousset hat es auch zum Festival in die Stadt in der Provence geschafft.
Für „En Quête“ hat Fábio Godinho mit rund 15 Leuten unterschiedlicher Herkunft mehrere Interviews geführt. Foto: Mike Zenari
Das Festival Off findet vom 5. bis zum 26. Juli in Avignon statt.
Vier Tanzprojekte beim Festival Fringe
Eine noch höhere Luxemburger Präsenz gibt es dieses Jahr beim Festival Fringe, das vom 1. bis zum 25. August in Edinburgh stattfindet. „GO!“ von Jennifer Gohier, „In the bushes“ von Léa Tirabasso, „INLET“ von Saeed Hani und „Score“ von Isaiah Wilson werden beim Kulturfestival in Schottland zu sehen sein.
Im März 2024 hat Kultur:LX einen Aufruf gestartet, bei dem Kulturschaffende ihre Projekte einreichen konnten. Damals gingen 14 Vorschläge für die Teilnahme am Festival in Avignon und zwölf für das Edinburgh Festival Fringe ein. Aus diesen Bewerbungen hat das Auswahlkomitee für darstellende Kunst von Kultur:LX die sieben genannten Projekte zurückbehalten.
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Der Ausschuss besteht aus Laura Graser (Rotondes), Mathis Junet (TROIS C-L | Maison pour la danse), Christine Keipes (Cube 521), Myriam Muller (Théâtre du Centaure) und Elsa Rauchs (Independent Little Lies).