Publiziert5. Februar 2025, 18:33

Norwegen: Russen-Bomber nähern sich Nato-Grenze: F-35 steigen auf

Zwei norwegische F-35 stiegen am Dienstag auf, als russische TU-95-Bomber nahe dem Nato-Luftraum flogen.

Jonas Bucher

Zwei norwegische F-35-Jets fingen am 4. Februar russische TU-95-Bomber ab.

Die Nato betont die Wichtigkeit der Luftüberwachung im hohen Norden.

Der Vorfall zeigt die zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Arktis.

Zwei F-35-Tarnkappenjets der norwegischen Luftwaffe sind am Dienstag aufgestiegen, um zwei russische TU-95-Bomber abzufangen. Die Maschinen wurden von zwei SU-27-Jagdflugzeugen eskortiert und näherten sich dem Nato-Luftraum im hohen Norden.

«Die norwegischen F-35 identifizierten die russischen Flugzeuge, hielten eine sichere Distanz und überwachten ihre Bewegungen. Ein Eindringen in den Nato-Luftraum erfolgte nicht», teilt das Verteidigungsbündnis am Mittwoch mit.

Teil der regelmässigen Luftüberwachungsmassnahmen

«Unsere Bereitschaftsmission im hohen Norden ist entscheidend für unsere nationale Verteidigung und die kollektive Sicherheit der Nato. Die Fähigkeit, schnell zu reagieren, schützt unseren Luftraum und unterstreicht die Stärke unserer Allianz bei der Wahrung von Frieden und Stabilität», erklärte Generalmajor Öivind Gunnerud, der Luftwaffenchef Norwegens.

Der Vorfall sei Teil der regelmässigen Luftüberwachungsmassnahmen der Nato. Die Luftpolizei stelle sicher, dass potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkannt und abgewehrt werden. Abfangmanöver dieser Art würden dazu dienen, Flugzeuge ohne Funkkontakt oder verdächtige militärische Aktivitäten zu überprüfen.

Der norwegische Luftwaffenchef Öivind Gunnerud.

Der norwegische Luftwaffenchef Öivind Gunnerud.

Nato

Hoher Norden von strategischer Bedeutung

Nach der ersten Eskorte durch zwei SU-27 übernahmen später zwei MiG-31 die Begleitung der russischen Militärflugzeuge. Die norwegischen F-35 kehrten nach Abschluss der Mission zur Luftwaffenbasis Evenes zurück.

Besonders im hohen Norden haben solche Missionen eine strategische Bedeutung, da sich geopolitische Spannungen in der Region zunehmend verschärfen. Veränderungen durch neue militärische Technologien und klimatische Entwicklungen könnten das Gebiet langfristig umkämpfter machen. Die Nato bleibe darauf vorbereitet, auch in Zukunft die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten.

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